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Der Thesaurus linguae Latinae ist das weltweit umfassendste Wörterbuch der lateinischen Antike:
ein internationales Forschungsprojekt von 35 Akademien aus 27 Ländern, beheimatet in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in der Münchner Residenz. Seit 1894 erforschen die Sprachwissenschaftler den lateinischen Wortschatz - Wort für Wort. Herz des Projekts ist ein Zettelkasten mit 10 Millionen Zetteln.
Deutschland 1933-1945: Deutschsprachige Autorinnen und Autoren dieser Zeit verstummten, wurden verfolgt, manche warfen sich den Nationalsozialisten an den Hals, manche verließen das Land
und schrieben aus dem Exil tapfer weiter gegen die Grausamkeit des NS-Regimes an. Helmuth Kiesel hat sich in seinem neuen Werk "Schreiben in finsteren Zeiten: Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933-1945” mit allen Facetten dieses düsteren Kapitels der deutschen Literaturgeschichte beschäftigt. Detailliert schildert er darin nicht nur die Entstehungsgeschichten berühmter Werke der Exilliteratur oder den Überlebenskampf jüdischer Verlage und Autoren, sondern auch, welche Bücher im nationalsozialistischen Deutschland gekauft und gelesen wurden. Wie der NS-Führungsapparat daran scheiterte eine einheitliche Literaturpolitik durchzusetzen und welche Freiräume der Literatur dadurch im Vergleich zu gleichgeschalteten Massenmedien wie Film und Rundfunk ermöglicht wurden, erzählt Helmuth Kiesel in dieser Ausgabe von Sozusagen
"Lass dir Zeit!" hört David Hugendick oft, wenn wieder ein verhaltensauffälliger Konsonant seinen Redefluss stört.
In seinem autobiographischen Essay "Jetzt sag doch endlich was!" erzählt der Kulturkorrespondent der ZEIT leichtfüßig, ironisch und unterhaltsam vom Aufwachsen als Stotterer, von Scham und Erwartungen und plädiert im Gespräch mit "Sozusagen!" für mehr unbehauenes Sprechen in den Talkrunden.
Autor/in: Julia Cortis
Wenige Tage noch, dann geht's los - Olympische Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo.
Dort wird nicht nur Italienisch und Deutsch gesprochen, sondern auch: Ladinisch. Lisa Weiß über die unbekannte Sprache der Olympischen Spiele.
Pflegekräfte aus Vietnam, Informatiker aus Kolumbien, Mechatronikerinnen aus Mexiko: Das Goethe-Institut ist der zentrale Akteur bei der Gewinnung von Fachkräften im Ausland.
Digital weltweit und in Präsenz an 150 Orten auf allen Kontinenten können Menschen, die nach Deutschland kommen wollen, die deutsche Sprache lernen und in Kontakt mit den Gepflogenheiten des Landes kommen. Generalsekretär Johannes Ebert erzählt von Hürden im Einwanderungsprozess, vom Deutschlandbild in der Welt und seiner persönlichen Verbundenheit mit der auswärtigen Kultur- und Bildungsarbeit.
Autor/in: Julia Cortis
Schrift spielt in unserer Kultur eine wesentliche Rolle.
Die vielen verschiedenen Schriftarten allerdings, die waren nicht so gut erfasst. Jetzt ändert sich das - mit einem großen Digitalisierungsprojekt, von dem uns Nikolaus Weichselbaumer erzählt.
Das Unwort des Jahres 2025 lautet »Sondervermögen«.
Kurz nach der Bekanntgabe erklärt die Sprecherin der Unwort-Jury, Prof. Dr. Constanze Spieß, nach welchen Kriterien die Wahl abläuft, und warum »Stadtbild« den Titel nicht geholt hat.
Dass Literatur schlauer macht, dass sie uns Welten eröffnet oder dass wir durch sie die Welt, in der wir leben, erst richtig sehen lernen, das ist eine Pathosformel, ein Klischee, das immer wieder bemüht wird.
Der Literaturwissenschaftler Steffen Martus hat es produktiv gemacht. In seinem neuen Buch "Erzählte Welt" widmet er sich deutscher Zeitgeschichte seit 1989, und das am Beispiel der Literatur, ihres Be- und Vertriebs und ihres gesellschaftlichen Status. Was er dabei herausgefunden hat, erzählt er im Sozusagen-Gespräch.
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