Akustisches Kulturerbe oder tönende Altlast? Das Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin hat seinen Fundus an historischem Original-Ton digitalisiert und macht ihn für Forschungs- und Kunstprojekte zugänglich. Ein grosser Fundus an Liedern und menschlichen Stimmen in 250 Sprachen und Mundarten aus der ganzen Welt - ein akustisches Erbe, das Verse, Anekdoten und Erzählungen, aber auch Berichte von Kriegsgefangenen umfasst: Diese disparate Tönen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf Schelllackplatten aufgezeichnet wurden, finden sich im Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin. Dieser Bestand ist seit Kurzem digitalisiert.
«Kontext» geht der Frage nach, ob es sich dabei um wertvolles Kulturgut oder um eine Altlast handelt und was sich in Wissenschaft und Kunst daraus machen lässt. Weitere Themen: Kulturerbe auf der Schellackplatte - Weltgeschichte hören im historischen Originalton - Ethnografische Tondokumente künstlerisch neu gedacht