Akustisches Kulturerbe oder tönende Altlast? Das Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin hat seinen Fundus an historischem Original-Tonmaterial digitalisiert und macht ihn für die Forschung und Kunstprojekte zugänglich. Ein grosser Fundus an Liedern, Versen und Anekdoten sowie menschlichen Stimmen in 250 Sprachen und Mundarten aus der ganzen Welt: Dieses akustische Erbe, das auch Familiengeschichten und Berichte von Kriegsgefangenen umfasst, wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf Schellackplatten gebannt und findet sich heute im Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin. Dieser Bestand ist seit Kurzem digitalisiert.
«Kontext» geht der Frage nach, ob es sich dabei um wertvolles tönendes Kulturgut oder um eine scheppernde Altlast handelt und was sich in Wissenschaft und Kunst daraus machen lässt.
Erstsendung Kontext: 4.6.2019 Weitere Themen: Kulturerbe auf der Schellackplatte - Weltgeschichte im historischen Originalton - Ethnografische Tondokumente künstlerisch neu gedacht