SWR Kultur lesenswert - Literatur

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SWR Kultur lesenswert - Literatur episodes

  • Welten von gestern - und ganz Gegenwärtiges
    Was passiert, wenn man im 21. Jahrhundert vom Liebesrivalen zum Duell aufgefordert wird? Aus dieser Frage macht der Autor Rayk Wieland die hochkomische Kriminalgroteske "Beleidigung dritten Grades", in der man auch viel über historisch bedeutsame Duelle erfährt.
    Ein großer Experimentierer und Alltags-Aufsauger ist der Autor Jürgen Becker, der am 10. Juli seinen 90. Geburtstag feiert. Wir haben ihn in seiner Heimatstadt Köln getroffen. Juliane Ziese, Buchhändlerin in Berlin, hat eine große Mission: Mehr Poesie in die Welt bringen! Mitten in der Coronakrise hat sie eine Buchhandlung für Lyrik gegründet: Wir fragen nach, wie' s so läuft. Und wo wir schon mal bei Gedichten sind: Alban Nikolai Herbst schlägt in "Die Brüste der Béart" einen hohen Ton an. Bei ihm feiert ein männlicher Betrachter noch ganz 'old school' die Schönheit der Frau - sogar im Penny-Supermarkt. Spanien wird Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Wir empfehlen schon mal ein Buch, das für viel Aufsehen im Land gesorgt hat: "So forsch, so furchtlos" von Andrea Abreu. Und dann noch im wahrsten Sinne Phantastisches aus Argentinien: "Das Abendessen" von César Aira.
    Rayk Wieland - Beleidigung dritten Grades
    Kunstmann, 320 Seiten, 24 Euro  
    ISBN 978-3-95614-481-3
    Rezension von Wolfgang Schneider
    Alltagsvermesser - Zum 90. Geburtstag des Autors Jürgen Becker  
    Porträt von Christel Wester
    Mehr Poesie in die Welt bringen - Die Berliner Lyrikbuchhandlung Lyrigma 
    Gespräch mit der Inhaberin Juliane Ziese
    Alban Nikolai Herbst - Die Brüste der Béart. Gedichte
    Diaphanes Verlag, 128 Seiten, 30 Euro 
    ISBN 978-3035804669
    Rezension von Carsten Otte
    Andrea Abreu - So forsch, so furchtlos
    Aus dem Spanischen von Christine Quandt
    Verlag Kiepenheuer & Witsch, 192 Seiten, 20 Euro  
    ISBN 978-3-462-00175-4
    Rezension von Theresa Hübner
    César Aira - Das Abendessen
    Aus dem Spanischen von Christian Hansen
    Matthes & Seitz, 127 Seiten, 18 Euro
    ISBN 978-3-7518-0065-5
    Rezension von Ulrich Rüdenauer
    Musik:
    Till Brönner - On Vacation
    Label: SONY MASTERWORKS
    55 min
  • Alban Nikolai Herbst - Die Brüste der Béart. Gedichte
    Alban Nikolai Herbsts „Die Brüste der Béart“ ist eine Hymne auf die literarische Kunst des Liebens, ein kulturbeflissener Minnesang, der auf Poesie und Polemik gleichermaßen setzt, der die Differenzen der Geschlechter feiert und sich nicht scheut, mit großem Pathos dem heute oft verschmähten Rollenmodell des alternden, heterosexuellen und weiterhin sehnsüchtigen Mannes ein lyrisches Denkmal zu setzen.
    Rezension von Carsten Otte.
    Diaphanes Verlag, 128 Seiten, 30 Euro 
    ISBN 978-3035804669
    6 min
  • Rayk Wieland – Beleidigung dritten Grades
    Steckt im Bürger denn immer noch der Krieger? In Rayk Wielands Roman „Beleidigung dritten Grades“ sieht sich ein Psychotherapeut mit einer Duellforderung konfrontiert. Es ist ein gleichermaßen heutiges und historisches Buch über den Ehrenhandel mit Waffen.
    Rezension von Wolfgang Schneider
    Kunstmann, 320 Seiten, 24 Euro
    ISBN 978-3-95614-481-3
    7 min
  • Andrea Abreu – So forsch, so furchtlos
    Ein heißer Sommer im Norden von Teneriffa. Umgeben von Vulkanen, weit weg von den Touristenzentren, vertreiben sich zwei junge Mädchen die Zeit. Sie träumen vom Strand und davon schlank und schön zu sein. Eine sprachlich beeindruckende Geschichte über die Schmerzen der Pubertät und das Mysterium der Liebe.
    Rezension von Theresa Hübner.
    Aus dem Spanischen von Christine Quandt
    Verlag Kiepenheuer & Witsch, 192 Seiten, 20 Euro  
    ISBN 978-3-462-00175-4
    4 min
  • César Aira – Das Abendessen
    Ein harmloses Abendessen verwandelt sich in eine Horrornacht der lebenden Toten, um schließlich zur philosophischen Abhandlung über die Wirkmacht von Namen und die Einsamkeit zu werden. Und das alles in einem nur gut 100 Seiten langen Roman des argentinischen Autors César Aira.
    Rezension von Ulrich Rüdenauer.
    Aus dem Spanischen von Christian Hansen
    Matthes & Seitz, 127 Seiten, 18 Euro
    ISBN 978-3-7518-0065-5
    8 min
  • Weibliche Stimmen der Weltliteratur - Elke Schmitter über "100 Autorinnen in Portraits"
    „Die meisten Literaturkanons arbeiten mit 60 bis 90 Prozent männlichen Autoren, ohne das erklärungsbedürftig zu finden“, sagt Literaturkritikerin Elke Schmitter. Sie hat jetzt zusammen mit vier Kolleginnen einen weiblichen Kanon zusammengestellt. Der Band „100 Autorinnen in Portraits. Von Atwood bis Sappho, von Adiche bis Zeh“ versammelt informative, schwungvoll geschriebene Portraits bekannter Schriftstellerinnen aus aller Welt und zweieinhalb Jahrtausenden. „Wir wollen jede einzelne Autorinnenpersönlichkeit zeigen, eingebunden in ihre Zeit und Geschichte, und zugleich so viel über ihre Literatur erzählen, dass man ein Gefühl dafür entwickelt, wen man weiterlesen will“, erklärt Elke Schmitter. Im Gespräch mit SWR2 Literaturredakteurin Anja Brockert geht es u.a. um die oppositionelle russische Autorin Ljudmila Ulitzkaja, die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leila Slimani und ihre „Politik der Weiblichkeit“ sowie um die Romantikerin Bettine von Arnim. Viele Portraits in diesem Band spiegeln die Widerstände und Vorurteile, denen schreibende Frauen ausgesetzt waren. Sie erzählen von abgetrotzten Schreibstunden und Leben im männlichen Schatten, aber auch von Selbstbewusstsein, politischem Engagement und Erfolg weiblicher Stimmen der Weltliteratur.
    1 hr 8 min
  • Delphine de Vigan - Die Kinder sind Könige
    Kinder als Youtube-Stars - das ist nicht so harmlos, wie es sich anhört, sondern ein lukratives Geschäftsmodell. Von Eltern, die ihre Kinder medial ausbeuten, erzählt die französische Autorin Delphine de Vigan in ihrem neuen Roman. Dieser ist nicht übermäßig raffiniert, aber fesselnd erzählt und rüttelt durchaus auf.
    Rezension von Julia Schröder.
    Aus dem Französischen von Doris Heinemann
    DuMont Verlag, 316 Seiten, 23 Euro
    ISBN 978-3-83218-188-8
    5 min
  • Ernst-Wilhelm Händler - Die Produktion von Gesellschaft
    Der philosophisch wie ökonomisch versierte Schriftsteller Ernst-Wilhelm Händler legt seine Gesellschaftstheorie vor. In seinem Buch "Die Produktion von Gesellschaft" geht es um Soziologie, Philosophie und die Erkenntnisse der Naturwissenschaft. Sie alle brauchen wir, um das ökologische Gleichgewicht als globale Gesellschaft wieder herzustellen. Da sei auch eine neue Moral von Nöten. Händlers Denkanstöße sollte man ernst nehmen.
    Rezension von Andreas Puff-Trojan.
    S. Fischer Verlag, 286 Seiten, 25 Euro
    ISBN 978-3-10397-139-2
    5 min
  • Kaśka Bryla - Die Eistaucher
    Drei Jugendliche wollen ihrem Schulalltag entfliehen. Umgetrieben von Fragen nach den eigenen sexuellen Bedürfnissen und einer großen Sinnsuche schlagen sie sich durch die Stadt. Dann werden sie eines Nachts Zeug*innen von Polizeigewalt. Kaśka Brylas Stimme ist politisch und hochaktuell, ihr Roman "Die Eistaucher" kann sich allerdings nicht entscheiden, ob er Coming-of-Age, Fantasy oder Krimi sein will.
    Rezension von Elske Beckmann.
    Residenz Verlag, 320 Seiten, 24 Euro
    ISBN 978-3-70171-751-4
    5 min
  • Rebecca Clifford - »Ich gehörte nirgendwohin.« Kinderleben nach dem Holocaust
    Was man lange leugnete: Traumatische Erfahrungen graben sich tief in das kindliche Gedächtnis ein. Was das für die Identitätsfindung von jüdischen Menschen bedeutete, die als Kinder den Holocaust überlebten, dazu hat die kanadische Holocaustforscherin Rebecca Clifford die erste umfassende Studie geschrieben.
    Rezension von Anselm Weidner.
    Aus dem Englischen von Stephan Gebauer
    Suhrkamp Verlag, 447 Seiten, 28 Euro
    ISBN 978-3-518-43051-4
    5 min

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