Gerold Eppler
Steinbildhauer und Kunstpädagoge
Ein Sarg in Gestalt eines Hahnes aus Ghana, ein neobarocker Leichenwagen aus dem 19. Jahrhundert, dazu Urnen aller Art, Trauerkleidung und Sterbemedaillen: Das weltweit einzige Museum für Sepulkralkultur in Kassel zeigt den Wandel im Umgang mit Sterben und Tod im Laufe von Jahrhunderten und informiert über Religionen und ihre Bestattungsriten. Der Tod beschäftigt Gerold Eppler seit seinem Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik. Nach der Lehre zum Steinbildhauer studierte er Kunstpädagogik. Seit der Gründung des Museums für Sepulkralkultur 1992 vermittelt er Besuchern das Tabuthema Tod - vom Schrumpfen deutscher Friedhöfe bis zur Kulturgeschichte der Angst vor dem Scheintod. Gerold Eppler ist momentan der kommissarische Leiter des Museums.