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Mord und Totschlag, Gewalt und sexueller Missbrauch – die Strafverteidigerin Pantea Farahzadi schaut täglich in tiefste menschliche Abgründe. Wie kommt man damit klar? Wie cool muss man sein? „Ich glaube, sehr cool“, sagt die junge Verteidigerin im Interview mit „True Crime Köln“. Wichtig sei, das Berufliche vom Privaten strikt zu trennen. „Man bekommt so viel negative Energie mit. Man darf das Schreckliche nicht mit nachhause nehmen.“
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Unbekannte Täter rauben das Lieblingskreuz des Kölner Erzbischofs aus der Domschatzkammer. Der dreiste Coup schockiert 1995 die Stadt - und sorgt für ein ungewöhnliches Bündnis. Die Rotlichtgröße Heinrich Schäfer, genannt Schäfers Nas, hilft dem Kölner Dom bei der Suche nach dem Diebesgut. "Den Dom beklaut man nicht", soll der vorbestrafte Schläger und Zuhälter gesagt haben, bevor er seine alten Kontakte spielen ließ. Tatsächlich fand das Domkreuz den Weg zurück zu seinen Besitzern. Die genauen Umstände der Wiederbeschaffung sind bis heute unklar, was manche Legendenbildung befördert hat.
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Ostern im Jahr 1212: Hunderte, vielleicht sogar Tausende Kinder lassen sich in den Bann eines charismatischen Anführers ziehen. Der junge Mann zieht durch die Stadt und predigt. Er lockt mit einer großen Aufgabe: Kinder und Jugendliche sollen etwas schaffen, was den Älteren nicht gelungen ist. Sie sollen als Auserwählte gewaltfrei das besetzte Jerusalem befreien. Nikolaus heißt der Mann, der es schafft Begeisterung für ein regelrechtes „Himmelfahrtskommando“ zu schaffen. Göttlicher Lohn wird für etwas versprochen, das nie Erfolgschancen hatte. In Köln beginnt ein düsteres Kapitel der Geschichte der Stadt und ganz Europas: Der so genannte Kinderkreuzzug wird nie sein Ziel erreichen. Junge Menschen, die nach Halt, Orientierung und Lebenssinn suchen, lassen sich verführen.
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In der Hotellobby im niederländischen Enschede wartet ein Mann auf den Leistungsträger von Dynamo Dresden. Er macht Gerd Weber ein Angebot, das man nicht ausschlagen kann. Der hochtalentierte DDR-Fußballer könne beim 1. FC Köln spielen, draußen vor der Tür warte ein Auto und eine Handprämie von 100 000 Mark. Das, was sich im Jahr 1981 tatsächlich in Enschede abgespielt hat, weiß keiner so genau. Sollte der 1. FC Köln – damals ein europäischer Topklub – einen ostdeutschen Sportler zur höchst riskanten „Republikflucht“ und somit zu einer Straftat in der DDR aufgefordert haben? „True Crime Köln“, die Podcastreihe des Kölner Stadt-Anzeiger über wahre Verbrechen in Köln und der Region, greift die Aussage von Weber auf, die er im neuen Dokumentarfilm „Stasi FC“ im Interview macht.
Wir freuen uns über Vorschläge, Kritik und Anregungen. Schreibt uns an [email protected]!
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Skandal im „Hillije Kölle“: Ausgerechnet der Pastor der Pfarrei Maria in der Kupfergasse sollte ein grausamer Mörder sein. Dort, wo die Kölnerinnen und Kölner seit dem 17. Jahrhundert die „schwarze Madonna“ um Hilfe in allen Lebenslagen bitten, soll Peter Josef Schäffer mit zwei Frauen zusammengelebt haben. Mit einer der beiden Schwester hat der katholische Geistliche, der doch eigentlich zur Ehelosigkeit verpflichtet war, er sogar einen geheimen Ehevertrag abgeschlossen. Und als die Frauen sich weigerten, ihn zu verlassen, mussten sie sterben.
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Es war eine der spektakulärsten Aktionen der Pariser Nazi-Jäger Serge und Beate Klasfeld: Im Frühjahr 1971 versuchten die beiden, den ehemaligen Kölner Gestapo Chef und SS-Sturmbannführer Kurt Lischka auf dem Weg nach Hause in Holweide zu entführen. Der Nazi-Verbrecher war für die Deportation von über 75 000 französische Juden in die Vernichtungslager in Auschwitz verantwortlich. Trotz klarer Beweislage konnte er Jahrzehnte lang nach dem Kriegsende in Köln weitgehend unbehelligt seinem Beruf als Prokurist bei einer Firma in der Innenstadt nachgehen. In Frankreich war er zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt worden. Doch weil ihn die Bundesrepublik Deutschland nicht ausliefern wollte, blieb er bis 1980 ein freier Mann.
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Ob er denn nicht freundlicherweise unter dem Auto hervorkriechen wolle. Zwei Polizisten auf der Friesenstraße hatten eine wirklich unangenehme Aufgabe zu erledigen. Sie sollten einen Haftbefehl gegen den Karnevalisten Horst Muys vollstrecken, während sich der Büttenredner an einem ungewöhnlichen Platz seiner Verhaftung zu entziehen versuchte. Ein Wirt aus einem Lokal an der Friesenstraße brachte in regelmäßigen Abständen Kölsch und Korn zum Flüchtigen. Anderthalb Stunden lang habe Muys unter dem Auto gelegen und getrunken, erinnerte sich sein Fahrer Horst Siegers später. Dann sei den Polizisten die rettende Idee eingefallen, den Wagen abschleppen zu lassen. Völlig betrunken sei Muys dann festgenommen und in den Klingelpütz gebracht worden. „Dann wor der Kolleg för en Woch weg.“
Haben Sie Anregungen und Kritik zu "True Crime Köln"? Möchten Sie selbst einmal eine Geschichte erzählen oder etwas beitragen? Dann schreiben Sie uns:
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Die Ermordung eines 15-Jährigen am Rheinufer und die juristische Aufarbeitung des Falls sorgte 2024 für viele Schlagzeilen. Dara K. war offenbar das Opfer einer eskalierenden Auseinandersetzung zwischen zwei Dealergruppen in Mülheim. Der Fall schockierte nicht nur wegen des grausamen Tods eines Jugendlichen. Deutlich wurde auch, wie gewaltbereit und skrupellos Jugendliche und junge Erwachsene in der Kölner Drogenszene vorgingen.
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Das Gladbecker Geiseldrama im August 1988 gehört zu den aufsehenerregendsten Verbrechen in der Bundesrepublik. Nicht nur die Brutalität der mordenden Geiselnehmer hielt drei Tage die Republik in Atem. Mit dem Verbrechen verbindet sich auch eine Diskussion um schwere Fehler der Polizei, aber auch der Medien. Udo Röbel, der damals freiwillig als Reporter des Kölner „Express“ zu den Verbrechern ins Auto stieg, spricht im Gespräch bei „True Crime Köln“ von „journalistischem Totalversagen“. Die Podcastreihe des Kölner Stadt-Anzeiger über wahre Verbrechen in Köln und Umgebung rekonstruiert noch einmal die Geschehnisse. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle der Medien, die den Verbrechern eine Plattform gaben und sich nicht auf eine Beobachterrolle beschränken wollten. Viele Journalisten wurden zu aktiven Beteiligten.
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1984 entlässt der damalige Verteidigungsminister Manfred Wörner (CDU) Deutschlands ranghöchsten Militär, den NATO-General Günther Kießling. Er stützt seine Entscheidung auf Gerüchte und Lügen über Kießlings Sexleben. Ein homosexueller General galt als erpressbar und somit als Sicherheitsrisiko.
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