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Der sogenannte „Hilton-Mord“ hat für viel Aufsehen gesorgt – nicht nur, weil er mitten im Trubel des Weltjugendtages 2005 und noch dazu in einem Kölner Nobel-Hotel geschah. Die Frage nach dem Motiv für die Tat und nach den Verantwortlichen hat für viele Spekulationen gesorgt. Absolute Klarheit gibt’s bis heute nicht. Warum dieser Tatort? Warum sind der oder die Täter dieses Risiko eingegangen – denn natürlich gibt es Bildmaterial der Überwachungskameras in der Hotellobby? Die Tat ist geplant, sie geschieht nicht im Affekt. Warum dann diese Brutalität? Es gibt Irrungen und Wendungen bis zum Abschluss der Ermittlungen, bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens. Die Ermittler sind von zwei Tätern ausgegangen. Aber am Ende wird nur einer verurteilt. Hat man einen Mörder laufen lassen?
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Kurz nach Ostern 1945 kam es im Gremberger Wäldchen im rechtsrheinischen Köln zu einem schlimmen Verbrechen, das im Rückblick umso unverständlicher ist, weil jedem klar gewesen sein musste, dass Deutschland kurz vor der endgültigen Kapitulation stand. Rund 30 wehrlose Menschen wurden grausam ermordet. Wie viele Opfer es tatsächlich waren, lässt sich nicht genau sagen. Das ist eine von vielen offenen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Massaker im Gremberger Wäldchen stellen. Es waren keine SS-Männer oder hochrangige NS-Schergen, die zu Mördern wurden, sondern einfache Leute aus der Nachbarschaft in Poll, Deutz oder Humboldt-Gremberg. Unter den Tätern waren Jugendliche. Der jüngste war 16 Jahre alt.
Was sich hier am 8. April 1945 abspielte, ist kaum vorstellbar. Der Kreisleiter der NSDAP Alfons Schaller hatte die Räumung des Zwangsarbeiterlagers angeordnet – mutmaßlich auf Geheiß der Wehrmacht. Hier lebten kranke Menschen aus der Sowjetunion oder Polen, die als Zwangsarbeiter nach Deutschland gebracht worden waren. Schaller beauftragte den „Volkssturm“ mit der Aufgabe, das Lager an der Autobahn aufzulösen. Männer zwischen 16 und 60, die nicht in der Wehrmacht waren, sollten sich um die „Heimatfront“ kümmern, Schanzen gegen die anrückenden Alliierten bauen und Ortschaften verteidigen. Die Insassen des Krankenlagers, aus dem längst ein Sterbelager geworden war, sollten verlegt und das Lager abgebrannt werden. Daraus wurde ein regelrechter Gewaltexzess. Einige Männer schossen durch die Fenster der Baracken auf die Kranken. Wer nicht mehr laufen konnte, wurde in seinem Bett verbrannt. Die Volkssturm-Männer, die beim Morden nicht mitmachten, standen am Rand und schauten zu.
Denen, die das Thema weiter vertiefen wollen, empfehlen wir den sechsteiligen Podcast "Das Krankenlager im Gremberger Wäldchen" und die Infos zum Thema im Netz, die der Jugendclub Courage zusammengetragen hat: https://lager-gremberg.de/
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Nach einem Streit zwischen zwei Geschäftsleuten verschwindet der Mann, der die Bilanzen prüfen soll. Eine Vermisstenmeldung bringt die Polizei nicht weiter. Einige Tage später wird der Mann tot am Rheinufer gefunden. Schnell gerät einer der Unternehmer unter Mordverdacht. Weil die Beweislage schwierig ist, setzt die Polizei einen ehemaligen Räuber als verdeckten Ermittler ein. Die Ermittlungen und die juristische Aufarbeitung gehören zu einem der spektakulärsten Kriminalfälle der Stadtgeschichte, aber auch der deutschen Rechtsgeschichte. Bis heute wird in der juristischen Fachliteratur über den Fall des Peter Anton Fonk diskutiert, der in einer neuen Folge von „True Crime Köln“ erzählt wird.
Ideen, Anregungen, Kritik? Schreibt an [email protected]
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Die furchtbare Geschichte der „Colonia Dignidad“ in Chile kennen viele. Dass sie im beschaulichen Örtchen Heide im Rhein-Sieg-Kreis, 13 Kilometer von der Kölner Stadtgrenze entfernt, begann, wissen die wenigsten. 1955 kaufen der Bonner Paul Schäfer und einige seiner Anhänger hier ein großes Grundstück. Die Behörden und seine ehemaligen kirchlichen Arbeitgeber schauen zu, obwohl es bereits damals Vorwürfe wegen Kindesmisshandlungen und sexuellem Missbrauch gab. Hätte das Leid unzähliger Kinder und Familien, die zu Opfern von Schäfer und seiner Sekte wurden, verhindert werden können, wenn man ihm bereits damals das Handwerk gelegt hätte? Als 1961 staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen ihn begannen, gelang Schäfer die Flucht nach Chile. Und nicht nur das: Hunderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Haus in Heide reisten mit ihm aus.
„True Crime Köln“ begibt sich mit einem ehemaligen Nachbarn der „Privaten Sozialen Mission“ in Heide auf Spurensuche und spricht mit der Historikerin Holle Meding darüber, wie es Schäfer gelang, Menschen zu blindem Gehorsam und willenloser Gefolgschaft zu bringen.
Tipp für weiterführende Literatur von Holle Meding:
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Hausfrauen unterbrechen ihren Einkaufsgang und Kinder ihre Spiele. Autofahrer halten an und steigen aus. Kein Parkplatz sei mehr in der Nähe des Ostfriedhofs zu bekommen, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger im April 1980. Beerdigungen mussten abgesagt werden, weil die Polizei das Gelände durchsuchen wollte. Drumherum standen offenbar Hunderte Schaulustige. Das Spektakel sei „eine prächtige Abwechslung“. Eigentlich fehle nur die Würstchenbude. Die Überschrift des Artikels lautete „Die Jagd hat ihr Publikum“. Er endete mit dem Satz „The show must go on.“
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Bei einem Maskenball im Karneval 1760 lernt Casanova die Gattin des Kölner Bürgermeisters, Maria Ursula Columba zum Pütz, kennen und verliebt sich in sie. Um sie zu verführen, muss er seinen Besuch im Rheinland verlängern, bevor sich die beiden schließlich zum Ehebruch verabreden. Zunächst musste der Lebemann aus Venedig Stunden zusammengekrümmt im Beichtstuhl verbringen. Nach dem Abschließen der Kirche soll er weitere Stunden zusammen mit Ratten in einem Kämmerlein verbracht haben. Dafür wurde er jedoch reich belohnt. Casanova berichtet in seinen Memoiren von einer „köstlichen Nacht“. Sieben Stunden lang habe sich „die Lust immer wieder erneuert“.
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Im April 2007 verschwindet in Köln die 33-jährige Lotis K. und ihr Ehemann gerät unter Mordverdacht. Zusammen mit seiner Schwester und seinem Schwager soll er Lotis umgebracht und die Leiche verschwinden lassen haben. Die Philippina wollte sich von ihrem deutschen Ehemann trennen und war zusammen mit dem gemeinsamen Sohn ausgezogen. Die Ermittler sind sich sicher, vor allem nachdem sie bei einer Abhöraktion ein Geständnis des Mannes aufzeichnen konnten.
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Zum dritten Mal trafen sich Kölner Podcasterinnen und Podcaster, um eine gemeinsame Sendung zu produzieren. Dieses Mal drehten sich die Beiträge und Geschichten um die Aachener Straße, eine der wichtigsten und ältesten Ausfallstraßen der Stadt Köln.
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Die Chronisten haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie, wann und warum Kölns Stadtpatron Gereon und seine Gefährten vor den Toren Kölns umgebracht worden sind. Sie beschreiben ein blutiges Massaker um das Jahr 304 nach Christus - eine Strafaktion römischer Heerführer, weil sich Gereon und seine Einheit nicht dazu zwingen lassen wollten, auf den Kaiser zu schwören, der sich selbst als gottgleichen Herrscher sah. Gereon, Gregorius und Hunderte Soldaten wurden so zu frühen christlichen Märtyrern und so zu himmlischen Beschützern Kölns.
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Der Hausmeister des Kölnischen Kunstvereins narrt die Kunstwelt und löst einen bundesweiten Skandal aus: Zusammen mit einem Kölner Maler und Kunsthändler bringt er gestohlene Originale und Fälschungen auf den Markt. Der Hobbymaler kopiert den Stil bekannter moderner Maler. Nach ihrer Verhaftung rechtfertigen sie sich mit zum Teil abenteuerlichen Ausreden vor Gericht. Der eigentliche Skandal spielt 1950 weder im Prozess noch in der Berichterstattung eine große Rolle: Die Originale, die der Hausmeister verkaufte, gehören einer jüdischen Exilantin, die vor den Nazis nach England geflohen war. Einen Teil der Kunstsammlung ihrer wertvollen Kunstsammlung hatte die Familie im Kölnischen Kunstverein deponiert, um sie vor dem Zugriff der Nazis zu schützen. Mit der kriminellen Energie des Hausmeister hatte sie nicht gerechnet.
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