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Die Kabarettfestspiele im Kölner Kaiserhof waren noch nicht zuende, als der Star der Show im Dezember 1933 verhaftet wurde: Paul O‘Montis, ein schillernder Varietékünstler der Weimarer Republik und einer der ersten echten Pop-Musiker Deutschlands, musste in den Klingelpütz. Ein Kölner Gericht verurteilte den Sänger, der mit großem Erfolg zahlreiche Schallplatten aufgenommen hatte, wegen eines Verstoßes gegen den Paragrafen 175 und wegen Kuppelei zu einem Jahr und neun Monate Gefängnis. Zwei Strichjungen hatten ihn belastet.
Hildegard Meier findet man im Netz unter www.hildegard-meier.de; Infos zum Programm „Die verrückte Hilde – Paul O'Montis und die Frau im Dunklen“ findet man hier. Aufführungen sind am 5., 7., 12. und 14. Mai, jeweils um 20 Uhr im Musikhaus K7A in der Kyllstraße 7a in der Kölner Südstadt. Tickets für 19 Euro (ermäßigt 15 Euro) kann man per Mail reservieren unter [email protected]
Wer Fragen und Anregungen zu „True Crime Köln“ hat, kann dem Redakteur Helmut Frangenberg schreiben: [email protected]
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Der Kriminalfall hat sich tief ins Gedächtnis der Stadt eingeprägt: 149 Tage lang hielten unbekannte Entführer Nina von Gallwitz gefangen. Das Mädchen war am 18. Dezember 1981 auf dem Weg zur Schule entführt worden. Der Fall ist bis heute die längste Entführung eines Kindes in Deutschland, bei der es um die Erpressung eines Lösegelds ging.
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„Es reichen kleine Trigger. Dann wird alles wieder hochgeholt.“ Auch acht Jahre nach dem Tod ihrer Tochter könne sich ein Gefühl einstellen wie beim Überbringen der Nachricht durch die Polizei am 14. April 2015, sagt Marita Scheidel. „Das ist nicht lange her. Die Trauer wird immer bleiben.“ Wäre die 19-jährige Miriam ein paar Sekunden früher oder später am Auenweg in Köln-Mülheim gewesen, würde sie vielleicht noch leben. Ein junger Mann hatte bei einem illegalen Autorennen die Kontrolle über sein Auto verloren. Er knallte gegen den Bordstein, schleuderte quer über die Fahrbahn auf den Radweg, wo ihm Miriam entgegenkam. Sie war auf dem Weg von der Universität nach Hause. Marita Scheidel und ihr Mann warteten mit dem Abendessen.
Alle zwei Wochen erscheint eine neue Folge von "True Crime Köln" - überall da, wo es Podcasts gibt und über die Homepage ksta.de.
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Ein Leichenwagen, der sich in die Schull- un Veedelszöch einreihen muss; Spurensicherung an einem Tatort, während nebenan Alaaf und Kamelle gerufen wurde - der Mord an Petra Nohl im Jahr 1988 ist als „Karnevalsmord“ in die Kriminalgeschichte eingegangen. Ihre Leiche wurde am Karnevalssonntag am Zugweg hinter einem Reibekuchenwagen gefunden. Auf dem Weg von einer Diskothek zu einer anderen war sie ermordet worden. Die Ermittlungen der Polizei liefen ins Leere. 35 Jahre lang blieb der Täter auf freiem Fuß. Dann brach ein Zeuge sein Schweigen. Ein Freund, mit dem er damals unterwegs gewesen war, wurde daraufhin im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen verhaftet.
Diese Folge von "True Crime Köln" ist ein Spezial anlässlich einer Serie im Kölner Stadt-Anzeiger. Alle Serienteile findet man bei ksta.de/koeln/cold-case
"True Crime.Köln" berichtet über wahre Verbrechen und Kriminalfälle aus Köln und Umgebung. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie an Helmut Frangenberg. Sie erreichen ihn unter der Mailadresse: [email protected]
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30 Meter lang ist die kleine Brücke zwischen Aachener Weiher und Ostasiatischem Museum – ein kleines Bauwerk, über die Tausende spazieren, ohne sich viel dabei zu denken. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass die Brücke zum Symbol für Korruption und Schlamperei in der Kölner Stadtverwaltung wurde. Sechzehn Jahre war sie Gegenstand von Ermittlungen und heftigen Diskussionen. Auf den Bestechungsskandal folgte eine lang andauernde Bauposse rund um ihre immer teurer werdende Sanierung.
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Der Anschlag kommt völlig überraschend: Unter einem Vorwand hat sich der Attentäter Zutritt zum Redaktionsbüro der Zeitschrift „Rheinische Republik“ verschafft. Dort feuert er mit einer Pistole auf Josef Smeets und dessen Schwager, der noch am Tatort stirbt. Smeets wird im Hinterkopf getroffen und lebensgefährlich verletzt. Der Täter kann entkommen. Das spektakuläre Attentat vom 17. März 1923 wird erst „aufgeklärt“, als zehn Jahre später die Nationalsozialisten an die Macht gekommen sind. Weil diese Straftäter begnadigen, die für die „Bewegung“ der Nazis Verbrechen begangen haben, bekennt sich der Täter öffentlich zur Tat. Es war nicht der einzige Anschlag, an dem er beteiligt war.
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Der Betreiber einer Tankstelle wird blutüberströmt in seinem Schlagzimmer gefunden – stranguliert, erstochen und mit einem seltsamen Loch im Kopf. Wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellt, ist mit einer Armbrust auf ihn geschossen worden. Ist ein Einbruchversuch ein Gewaltexzess geworden? Das war der erste Verdacht von Polizei und Medien im März 1999. Doch schnell wird klar, die Ermordung des Mannes muss einen anderen Grund haben.
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Es sei offensichtlich nicht um die Opfer gegangen, meint Jasmin Mahler. Da sollte wohl „ein großes Thema unter den Tisch gekehrt werden“. Die Frau ist eines der Opfer des Serientäters Philipp G., der in einem Krankenhaus in Bielefeld mindestens 32 Patientinnen betäubt und vergewaltigt hat. Jasmin Mahler, die in einem Ort im Kölner Umland wohnt und eigentlich anders heißt, berichtet in der neuen Folge von „True Crime Köln“ von ihrem Leid und auch von ihrer Wut über die Ermittler in diesem Kriminalfall.
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Es sollte ein Geheimtreffen sein: Adolf Hitler wechselte auf dem Weg nach Lindenthal das Auto, um mögliche Verfolger loszuwerden. In der Villa am Stadtwaldgürtel 35 erwartete ihn und seine Begleiter der ehemalige Reichskanzler Franz von Papen. Der Kölner Bankier Kurt Freiherr von Schröder hatte sein Haus zur Verfügung gestellt und sorgte für einen angenehmen Rahmen. Es ging darum auszuloten, unter welchen Bedingungen Hitler und die NSDAP in eine deutsche Regierung mit deutschnationalen und konservativen Kräften eintreten könnten. Am 4. Januar jährt sich das Treffen, das viele Historiker als die „Geburtsstunde des Dritten Reichs“ nennen, zum 90. Mal.
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Entgen Lenarts, ein erst zehnjähriges Mädchen, das vom Betteln lebte, ist der letzte Mensch, der in Köln wegen Hexerei angeklagt und zum Tode verurteilt wurde. Aus heutiger Sicht scheint kaum vorstellbar, was in der frühen Neuzeit überall in Europa dazu geführt hat, dass Frauen und auch einige Männer auf Scheiterhaufen verbrannt wurden. Und doch führt auch heute noch Wahn und Hysterie in vielen Ländern der Welt dazu, dass Menschen für Phänomene und Ereignisse verantwortlich gemacht werden, die sich nicht jeder rational erklären kann. Auch heute werden noch Menschen verfolgt und getötet, weil man sie für Hexen oder Zauberer hält.
In der neuen Folge von „True Crime Köln“ spricht Helmut Frangenberg auch mit der Ordensschwester Lorena Jenal, die Erschütterndes aus Papua Neuguinea berichten kann. Dort kämpft sie gegen Hexenwahn und Verfolgung. Zweimal hatte sie bereits selber ein Messer am Hals. Wer mehr über die Arbeit der Ordensschwester und von Mission erfahren will, findet Informationen im Netz unter www.missio-hilft.de.
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