True Crime.Köln

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By KStA, Kölner Stadt-Anzeiger, Helmut FrangenbergTrue Crime
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True Crime.Köln episodes

  • Vom Kaiserhof in den Klingelpütz: Strichjungen belasten Varieté-Star Paul O'Montis
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Die Kabarettfestspiele im Kölner Kaiserhof waren noch nicht zuende, als der Star der Show im Dezember 1933 verhaftet wurde: Paul O‘Montis, ein schillernder Varietékünstler der Weimarer Republik und einer der ersten echten Pop-Musiker Deutschlands, musste in den Klingelpütz. Ein Kölner Gericht verurteilte den Sänger, der mit großem Erfolg zahlreiche Schallplatten aufgenommen hatte, wegen eines Verstoßes gegen den Paragrafen 175 und wegen Kuppelei zu einem Jahr und neun Monate Gefängnis. Zwei Strichjungen hatten ihn belastet.

    Die neue Folge von „True Crime Köln“ erinnert an einen fast vergessenen Künstler und reist zurück in die „Roaring Twenties“, als auch in Köln in unzähligen Theatern und Tanzlokalen zur Musik von Salonorchestern und kleineren Ensembles gefeiert wurde. Die Folge begibt sich aber auch auf ein komplexes Terrain. Paul O'Montis wurde später wegen seiner Homosexualität zum Opfer der NS-Diktatur im KZ Sachsenhausen, nachdem er 1939 im Exil in Prag verhaftet worden war. Doch die Festnahme sechs Jahre zuvor in Köln hatte erst einmal nichts mit dem NS-Unrechtsstaat zu tun. Der berüchtigte Paragraf 175 existierte lange vor der Machtübernahme der Nazis und galt nach dem Krieg auch zunächst in der Bundesrepublik. Hinzu kommt: Die Strichjungen waren minderjährig, einer von ihnen war erst 15 Jahre alt. Das würde bis heute bestraft.
    Zu Gast im Podcast-Studio des „Kölner Stadt-Anzeiger“ sind der O'Montis-Biograf Ralf Jörg Raber und die Schauspielerin Hildegard Meier. Beide singen Chansons von Paul O'Montis: Raber im Salonorchester Ruhrioso, Meier in ihrem Programm „Die verrückte Hilde – Paul O'Montis und die Frau im Dunkeln“. Bei „True Crime Köln“ berichten sie im Gespräch mit Helmut Frangenberg über das Leben und Wirken des Künstlers, die Umstände seiner Kölner Verhaftung und über sein Leben im Exil, nachdem er nach dem Verbüßen seiner Haftstrafe ins Ausland gegangen war. Zu einer Flucht ins weit entfernte Ausland konnte sich der Sänger nicht entschließen, weil er weiter auftreten wollte und dazu ein deutschsprachiges Publikum brauchte, das ihn verstand. Das wurde schließlich zu seinem Verhängnis.

    Hildegard Meier findet man im Netz unter www.hildegard-meier.de; Infos zum Programm „Die verrückte Hilde – Paul O'Montis und die Frau im Dunklen“ findet man hier. Aufführungen sind am 5., 7., 12. und 14. Mai, jeweils um 20 Uhr im Musikhaus K7A in der Kyllstraße 7a in der Kölner Südstadt. Tickets für 19 Euro (ermäßigt 15 Euro) kann man per Mail reservieren unter [email protected]

    Informationen zu den Programmen des Salonorchesters Ruhrioso findet man im Netz unter www.ruhrioso.de.
    Das Buch von Ralf Jörg Raber heißt „Beliebt bei älteren Damen und jüngeren Herrn: Paul O’Montis– Biografie eines Vortragskünstlers: Paul O'Montis- Biografie eines Vortragskünstlers“. Es ist 2021 im Verlag Metropol erschienen.

    Wer Fragen und Anregungen zu „True Crime Köln“ hat, kann dem Redakteur Helmut Frangenberg schreiben: [email protected]

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    59 min
  • 149 Tage in der Gewalt von Erpressern: Die Entführung von Nina von Gallwitz
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Der Kriminalfall hat sich tief ins Gedächtnis der Stadt eingeprägt: 149 Tage lang hielten unbekannte Entführer Nina von Gallwitz gefangen. Das Mädchen war am 18. Dezember 1981 auf dem Weg zur Schule entführt worden. Der Fall ist bis heute die längste Entführung eines Kindes in Deutschland, bei der es um die Erpressung eines Lösegelds ging.

    Diese Folge der Podcast-Reihe „True Crime Köln“ erinnert an einen der spektakulärsten Kriminalfälle der Stadtgeschichte. Die Anteilnahme in der Stadt und weit darüber hinaus war damals riesig, während immer neue Versuche der Lösegeldübergabe scheiterten. Prominente Vermittler wie der Dompropst Heinz Werner Ketzer oder der Bundestagspräsident Richard Stücklen bemühten sich erfolglos um die Freilassung des Mädchens. Die Täter ließen sich immer neue Modalitäten einfallen, die Ninas Vater und andere Beteiligte vor gefährliche Herausforderungen stellten: Bei einem Übergabeversuch hätten die Amerikaner fast einen Hubschrauber abgeschossen. Schließlich wurde über Zeitungsanzeigen und den mysteriösen Geheimcode „Fünf-Zeilen-Cäsar“ kommuniziert…
    „Die Entführer waren unglaublich kaltblütig und haben eiserne Nerven bewahrt“, sagt Günther Braun im Gespräch mit Helmut Frangenberg bei „True Crime Köln“. Braun arbeitete damals für den Kölner Stadt-Anzeiger als Polizeireporter. Seine Erinnerungen hat er in einem Tagebuch festgehalten. Beim Rückblick auf den Fall geht es auch um eine Kette von Pannen bei der Polizei, die Rolle eines privaten Vermittlers, den die Familie einschaltete, und um Spekulationen über die Hintergründe. Bis heute bleiben viele Fragen offen. Der Fall ging als ungelöster "Cold Case" in die Geschichte ein. Haben wir es mit einem "perfekten Verbrechen" zu tun?

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    51 min
  • Raserunfall auf dem Auenweg: "Die Trauer über Miriams Tod wird immer bleiben"
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    „Es reichen kleine Trigger. Dann wird alles wieder hochgeholt.“ Auch acht Jahre nach dem Tod ihrer Tochter könne sich ein Gefühl einstellen wie beim Überbringen der Nachricht durch die Polizei am 14. April 2015, sagt Marita Scheidel. „Das ist nicht lange her. Die Trauer wird immer bleiben.“ Wäre die 19-jährige Miriam ein paar Sekunden früher oder später am Auenweg in Köln-Mülheim gewesen, würde sie vielleicht noch leben. Ein junger Mann hatte bei einem illegalen Autorennen die Kontrolle über sein Auto verloren. Er knallte gegen den Bordstein, schleuderte quer über die Fahrbahn auf den Radweg, wo ihm Miriam entgegenkam. Sie war auf dem Weg von der Universität nach Hause. Marita Scheidel und ihr Mann warteten mit dem Abendessen.

    Kurze Zeit nach dem Tod ihrer Tochter entschied sich Marita Scheidel dazu an die Öffentlichkeit zu gehen. „Ich musste zeigen, wer sie gewesen ist“, sagt sie in der neuen Folge der Podcast-Reihe „True Crime Köln“. In den Berichten damals sei immer anonym von einer Radfahrerin die Rede gewesen. Sie wollte dem Opfer ein Gesicht und einen Namen geben. Scheidel schrieb alles auf, was ihr durch den Kopf ging. So entstanden beeindruckende Texte, die der „Kölner Stadt-Anzeiger“ abdruckte. Bewegend ist auch, was sie im Interview über ihre Trauer und ihre Wut sowie über die juristische Aufarbeitung des Falls erzählt.
    Der Prozess und vor allem das erste Urteil gegen die beiden Raser vom Auenweg sorgte für bundesweite Aufmerksamkeit. Sie wurden wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, kamen zunächst mit einer Bewährungsstrafe davon. Die Entrüstung der Mutter über das Urteil, das der Richter sogar als „hartes Urteil“ bezeichnet hatte, teilten viele. Auf Bundesebene befeuerte es die Debatte um härtere Strafen für Raser.
    Bei „True Crime Köln“ berichtet Marita Scheidel im Gespräch mit Helmut Frangenberg auch von ihrer Zusammenarbeit mit der Kölner Polizei bei einem Präventionsprojekt an Schulen. Polizeireporter Tim Stinauer ordnet die Gerichtsurteile vor und nach der Verschärfung der Gesetze ein und gibt einen Einblick in die aktuelle Raserszene.

    Alle zwei Wochen erscheint eine neue Folge von "True Crime Köln" - überall da, wo es Podcasts gibt und über die Homepage ksta.de.

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    53 min
  • Cold Case nach 35 Jahren aufgeklärt: Spurensuche gegen das Vergessen
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Ein Leichenwagen, der sich in die Schull- un Veedelszöch einreihen muss; Spurensicherung an einem Tatort, während nebenan Alaaf und Kamelle gerufen wurde - der Mord an Petra Nohl im Jahr 1988 ist als „Karnevalsmord“ in die Kriminalgeschichte eingegangen. Ihre Leiche wurde am Karnevalssonntag am Zugweg hinter einem Reibekuchenwagen gefunden. Auf dem Weg von einer Diskothek zu einer anderen war sie ermordet worden. Die Ermittlungen der Polizei liefen ins Leere. 35 Jahre lang blieb der Täter auf freiem Fuß. Dann brach ein Zeuge sein Schweigen. Ein Freund, mit dem er damals unterwegs gewesen war, wurde daraufhin im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen verhaftet.

    Der überraschende Fahndungserfolg bestärkt die Kölner Polizei bei ihrem Vorhaben, sogenannte „Cold Cases“ wieder aus dem Aktenschrank zu holen. Eine Ermittlungsgruppe wurde gegründet, die sich nun noch einmal die „kalten Fälle“ ansehen und nach neuen „heißen Spuren“ suchen soll. Vielleicht lässt sich mit neuen technischen Methoden etwas herausfinden, was man damals noch nicht konnte. Vielleicht helfen neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Analyse des Tatorts oder des Täterverhaltens. Vielleicht hilft es, den Fall noch einmal zu erzählen, weil das mögliche Zeugen dazu bringt, sich ihrem schlechten Gewissen zu stellen.
    Diese Folge von „True Crime Köln“ rollt einige der alten Fälle noch einmal auf. Die Polizeireporter des Kölner Stadt-Anzeiger, Alexander Holecek und Tim Stinauer, haben Fälle für die Serie „Cold Cases Köln“ recherchiert. So wie den Fall einer 24-Jährigen, die in ihrer Wohnung brutal erschlagen worden ist. Sie hatte ein Doppelleben geführt und als Prostituierte gearbeitet. Von dem Täter fehlt bislang jede Spur, ähnlich wie beim sogenannten „Karatemord“. Ein Mann war am Heumarkt mit gezielten Tritten getötet worden.
    Die ganze Stadt nahm Anteil, als Oktober 1991 in Poll eine 16-Jährige auf dem Weg von der Arbeit nach Hause überfallen, sexuell missbraucht und ermordet wurde. Hier hat die Polizei nun über drei Jahrzehnte später 355 Männer zu einer Speichelprobe aufgefordert. Technik, die es vor 32 Jahren noch nicht gab, könnte weiterhelfen. Ganz anders ist die Lage im Zusammenhang mit dem Tod eines jungen Bundeswehrsoldaten, der in einer leeren Kaserne tot in seiner Wachstube gefunden wurde. Der Fall gehört zu den rätselhaftesten, die bei der Polizei auf dem Schreibtisch liegen.
    „True Crime Köln“ fragt, welche Anhaltspunkte Hoffnung machen, all diese Fälle doch noch zu lösen. Tim Stinauer und Alexander Holecek berichten von ihren Recherchen, von dem Problem mit Verjährungsfristen und den Nöten der Angehörigen, die mit der Ungewissheit leben müssen, warum ein geliebter Mensch sterben musste.

    Diese Folge von "True Crime Köln" ist ein Spezial anlässlich einer Serie im Kölner Stadt-Anzeiger. Alle Serienteile findet man bei ksta.de/koeln/cold-case

    "True Crime.Köln" berichtet über wahre Verbrechen und Kriminalfälle aus Köln und Umgebung. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie an Helmut Frangenberg. Sie erreichen ihn unter der Mailadresse: [email protected]

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    37 min
  • Skandal um Brücke am Aachener Weiher: Als der kölsche Klüngel seine Unschuld verlor
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    30 Meter lang ist die kleine Brücke zwischen Aachener Weiher und Ostasiatischem Museum – ein kleines Bauwerk, über die Tausende spazieren, ohne sich viel dabei zu denken. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass die Brücke zum Symbol für Korruption und Schlamperei in der Kölner Stadtverwaltung wurde. Sechzehn Jahre war sie Gegenstand von Ermittlungen und heftigen Diskussionen. Auf den Bestechungsskandal folgte eine lang andauernde Bauposse rund um ihre immer teurer werdende Sanierung.

    Die Brücke am Weiher steht symbolisch für den größten Kölner Korruptionsskandal der Kölner Nachkriegsgeschichte. Firmenchefs hatten sich mit städtischen Bediensteten abgesprochen. Zunächst flogen Preisabsprachen rund um Bauaufträge für das Klinikum in Merheim auf. Nach und nach zeigte sich, dass es um mehr als ein, zwei Einzelfälle ging. Im Dezember 1998 rückten rund 200 Ermittler einer Sonderkommission der Polizei aus, um bei einer großen Razzia Firmen und Privathaushalte zu durchsuchen. 22 städtische Bedienstete wurden festgenommen, sieben verhaftet. In den folgenden Wochen kamen immer mehr Details über Betrügereien, Absprachen und Bestechung ans Licht. Der sprichwörtliche „kölsche Klüngel“ hatte endgültig jede Unschuld verloren.
    Zu Gast bei „True Crime Köln“ ist der Kölner Autor Bernd Imgrund („Köln kriminell"), der die Geschichte um die Brücke über viele Jahre begleitet hat. Außerdem erinnert sich der Bezirksbürgermeister Andreas Hupke an einen Skandal, den man seiner Meinung nach nicht als „Klüngel" oder „Posse“ verharmlosen dürfe. Die Anti-Korruptionsbeauftragte der Stadt, Verena Meyers, wehrt sich gegen den Vorwurf, dass die Stadt heute mit ihren Regeln übers Ziel hinausschießt. Sie sagt: Schon kleinste Zuwendungen können gravierende Folgen haben.

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    37 min
  • Staatsbegräbnis für einen Mörder: Attentat auf einen rheinischen Separatisten
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Der Anschlag kommt völlig überraschend: Unter einem Vorwand hat sich der Attentäter Zutritt zum Redaktionsbüro der Zeitschrift „Rheinische Republik“ verschafft. Dort feuert er mit einer Pistole auf Josef Smeets und dessen Schwager, der noch am Tatort stirbt. Smeets wird im Hinterkopf getroffen und lebensgefährlich verletzt. Der Täter kann entkommen. Das spektakuläre Attentat vom 17. März 1923 wird erst „aufgeklärt“, als zehn Jahre später die Nationalsozialisten an die Macht gekommen sind. Weil diese Straftäter begnadigen, die für die „Bewegung“ der Nazis Verbrechen begangen haben, bekennt sich der Täter öffentlich zur Tat. Es war nicht der einzige Anschlag, an dem er beteiligt war.

    Josef Smeets, der zwei Jahre nach den Schüssen an den Spätfolgen des Attentats starb, hatte für ein „freies Rheinland“, für einen unabhängigen Staat zwischen Deutschland und Frankreich geworben. Dem „rheinischen Volk“ stehe das „Selbstbestimmungsrecht aller Nationen“ zu, heißt es in einem Aufruf der „Rheinisch Republikanischen Volkspartei“, deren Vorsitzender Smeets war. Das Rheinland werde ausgebeutet, leide unter Beamtenwillkür und der „Vernichtung des rheinischen Wirtschaftslebens“. Und weiter: „Rheinländer! Wahrt Eure Freiheit, nur die Trennung von Preußen kann uns retten! Es lebe die freie Republik Rheinland!“
    Auch Smeets Werdegang in der Zeit, bevor er zum Separatisten-Führer wurde, ist schillernd: Er verkehrte mit den Dada-Künstlern Max Ernst und Johannes Theodor Bargeld und war verantwortlich für die Zeitung „Ventilator“, die schon nach wenigen Ausgaben verboten wurde. Um bekannt zu werden, ließ er falsche Nachrichten über sich verbreiten. Heute würde man von „Fake News“ sprechen.
    Diese Folge von „True Crime Köln“ reist in eine spannende Zeit, die gerne als „Roaring Twenties“ verklärt wird, und berichtet von einem vergessenen, aber höchst spannenden Kriminalfall aus der Stadt, in der nach dem Ersten Weltkrieg die Briten das Sagen hatten.

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    45 min
  • Der Armbrust-Mord von Paffendorf
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Der Betreiber einer Tankstelle wird blutüberströmt in seinem Schlagzimmer gefunden – stranguliert, erstochen und mit einem seltsamen Loch im Kopf. Wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellt, ist mit einer Armbrust auf ihn geschossen worden. Ist ein Einbruchversuch ein Gewaltexzess geworden? Das war der erste Verdacht von Polizei und Medien im März 1999. Doch schnell wird klar, die Ermordung des Mannes muss einen anderen Grund haben.

    Es ist ein ganz besonderer Fall, von dem der ehemalige Mordermittler der Kölner Kriminalpolizei, Peter Schnieders in der neuen Folge von „True Crime Köln“ berichtet - ein echter Krimi mit einer überraschenden Wendung. Es geht um Zuneigung und Enttäuschung, um Abhängigkeiten und Befreiungsversuche. Ein Richter im Landgericht spricht später sogar von einem „Mord aus Liebe“, bevor er drei Menschen wegen Mordes verurteilt.
    Peter Schnieders war 43 Jahre bei der Polizei. Er schätzt selbst, dass er in seinem Berufsleben mit über 1000 Leichen zu tun hatte. Eine davon war Michael A., der Tote in einem Bungalow im Bergheimer Stadtteil Paffendorf, der im Schlaf getötet werden sollte, sich dann aber trotz schwerer Kopfverletzung noch einen Kampf mit seinen Mördern lieferte. Es war der zweite Versuch, den Mann zu töten. Beim ersten Mal hatte der Armbrustschütze in einem Gebüsch in der Nähe der Tankstelle des Opfers gewartet. Eine Wagenpanne wurde vorgetäuscht, um den Mann herauszulocken. Doch das geplante Attentat fiel aus, weil der Schütze nicht abdrückte. Das tat er erst beim zweiten Versuch.

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    47 min
  • Vergewaltigung im Krankenhaus: Betäubt, missbraucht, im Stich gelassen
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Es sei offensichtlich nicht um die Opfer gegangen, meint Jasmin Mahler. Da sollte wohl „ein großes Thema unter den Tisch gekehrt werden“. Die Frau ist eines der Opfer des Serientäters Philipp G., der in einem Krankenhaus in Bielefeld mindestens 32 Patientinnen betäubt und vergewaltigt hat. Jasmin Mahler, die in einem Ort im Kölner Umland wohnt und eigentlich anders heißt, berichtet in der neuen Folge von „True Crime Köln“ von ihrem Leid und auch von ihrer Wut über die Ermittler in diesem Kriminalfall.

    Nachdem sich Philipp G. in der Untersuchungshaft das Leben nahm, indem er sich selbst erstickte, schlossen Polizei und Staatsanwaltschaft nach kurzer Zeit die Akten – ohne die Opfer zu informieren. Dabei hatte der Täter die Misshandlungen und Vergewaltigungen gefilmt und Namenslisten geführt. Doch die Ermittler glaubten, dass man betäubte Opfer nicht über ihre Vergewaltigungen ins Bild setzen muss.
    Die neue Folge von „True Crime Köln“ handelt nicht nur von einer schlimmen Verbrechensserie, sondern auch von schweren Fehlern der Ermittler und vom Versagen der Kontrollmechanismen im Krankenhaus. Denn Hinweise, die Vorgesetzte von Philipp G. hätten handeln lassen müssen, gab es viele. Die Versäumnisse und offenen Fragen führten dazu, dass sich das NRW-Justizministerium einschaltete: Die geschlossenen Akten wurden wieder geöffnet. Die Ermittlungen gehen weiter. Mittlerweile steht ein weiterer Arzt, der mit Philipp G auf der gleichen Station gearbeitet hat, unter Verdacht. Eine ehemalige Patientin hat ihn wegen sexueller Belästigung und Nötigung angezeigt.
    Zusammen mit der Redakteurin Lena Heising, die für den Kölner Stadt-Anzeiger den Fall recherchiert hat, rollt „True Crime Köln“ die Geschehnisse in Bethel und in den Ermittlungsbehörden auf und stellt auch die Frage, ob den ein Krankenhaus der geradezu ideale Ort für Straftaten ist.

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    47 min
  • Hitler in Lindenthal: Die Geburtsstunde des Dritten Reichs
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Es sollte ein Geheimtreffen sein: Adolf Hitler wechselte auf dem Weg nach Lindenthal das Auto, um mögliche Verfolger loszuwerden. In der Villa am Stadtwaldgürtel 35 erwartete ihn und seine Begleiter der ehemalige Reichskanzler Franz von Papen. Der Kölner Bankier Kurt Freiherr von Schröder hatte sein Haus zur Verfügung gestellt und sorgte für einen angenehmen Rahmen. Es ging darum auszuloten, unter welchen Bedingungen Hitler und die NSDAP in eine deutsche Regierung mit deutschnationalen und konservativen Kräften eintreten könnten. Am 4. Januar jährt sich das Treffen, das viele Historiker als die „Geburtsstunde des Dritten Reichs“ nennen, zum 90. Mal.

    Noch nicht einmal vier Wochen später war Adolf Hitler deutscher Kanzler und von Papen sein Stellvertreter. Was in den Monaten zuvor unmöglich schien, wurde Realität: Reichspräsident Paul von Hindenburg ernannte Hitler zum Regierungschef, der nicht lange zögerte, um die Weichen zur Errichtung der NS-Diktatur zu stellen. Bereits im März stimmte der Reichstag dem Ermächtigungsgesetz und somit seiner eigenen Entmachtung zu. Von Papen wie auch der Kölner Gastgeber des ersten Treffens wurden zum Geburtshelfer eines Terrorregimes.
    Die Nazis sprachen später selbst von der Machtergreifung. Der Wahrheit entsprach das nicht. Und auch der allgemein geläufige Begriff von der Machtübernahme verkürzt das tatsächliche Geschehen, denn zunächst ging es um ein „Machtangebot“. Konservative Kreise und einige Vertreter der deutschen Wirtschaft offerieren Hitler in Köln und dann in weiteren Treffen in Berlin die Regierungsgewalt auf dem Silbertablett.
    Die neue Folge von „True Crime Köln“ begibt sich anlässlich des 90. Jahrestags auf Spurensuche rund um die Villa am Stadtwaldgürtel. Sie befasst sich auch mit der rolle der deutschen und Kölner Wirtschaft in dieser Zeit. Der Gastgeber des Treffens, Kurt Freiherr von Schröder, machte in der NS-Zeit Karriere, unter anderem als Präsident der Kölner Industrie- und Handelskammer. Er wurde Ehrenmitglied der SS. Den juristischen Umgang mit ihm oder auch mit von Papen in der Nachkriegszeit empfinden viele als skandalös: Sie kamen mit äußerst milden Strafen davon.

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    50 min
  • Die letzte Hexe von Köln
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Entgen Lenarts, ein erst zehnjähriges Mädchen, das vom Betteln lebte, ist der letzte Mensch, der in Köln wegen Hexerei angeklagt und zum Tode verurteilt wurde. Aus heutiger Sicht scheint kaum vorstellbar, was in der frühen Neuzeit überall in Europa dazu geführt hat, dass Frauen und auch einige Männer auf Scheiterhaufen verbrannt wurden. Und doch führt auch heute noch Wahn und Hysterie in vielen Ländern der Welt dazu, dass Menschen für Phänomene und Ereignisse verantwortlich gemacht werden, die sich nicht jeder rational erklären kann. Auch heute werden noch Menschen verfolgt und getötet, weil man sie für Hexen oder Zauberer hält.

    In dieser Folge von „True Crime Köln“ ist die Historikerin und Initiatorin des Kölner Frauengeschichtsvereins, Irene Franken, zu Gast, um über die Hexenverfolgungen in der Stadt und das furchtbare Ende von Entgen Lenarts zu sprechen. Das Mädchen lebte allein in der Stadt, bevor sie behauptete, dem Teufel begegnet zu sein. Beim Verhör, in dem sie sich als Hexe bezeichnete, war das Kind erst zehn Jahre alt. Das Gericht verurteilte sie zum Tode. Weil sie für die Todesstrafe noch zu jung war, musste sie nach dem Urteil zwei Jahre lang auf die Vollstreckung warten. Anhand von sogenannten „Hexenprotokollen“ lässt sich das Schicksal von Entgen Lenarts gut nachvollziehen.
    „True Crime Köln“ taucht ein in eine Zeit, die die Menschen schon damals als düster und hoffnungslos empfanden. Man sprach vom „Eisernen Zeitalter“, das vom Dreißigjährigen Krieg und immer neuen Pest-Wellen geprägt war. In Köln fiel ein Viertel der Stadtbevölkerung der Pest zum Opfer.
    Das Hilfswerk „Missio“ und die Katholische Hochschule NRW haben mit einer „Weltkarte zum Hexenwahn“ dokumentiert, wie aktuell das Thema immer noch ist. Demnach werden in 43 Ländern immer noch Menschen wegen angeblicher Hexerei verfolgt, gefoltert und nicht selten auch getötet.

    In der neuen Folge von „True Crime Köln“ spricht Helmut Frangenberg auch mit der Ordensschwester Lorena Jenal, die Erschütterndes aus Papua Neuguinea berichten kann. Dort kämpft sie gegen Hexenwahn und Verfolgung. Zweimal hatte sie bereits selber ein Messer am Hals. Wer mehr über die Arbeit der Ordensschwester und von Mission erfahren will, findet Informationen im Netz unter www.missio-hilft.de.

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Im Podcast „True Crime Köln“ stehen spektakuläre Verbrechen und Kriminalfälle aus Köln im Mittelpunkt. Dabei wechselt sich historischer True Crime mit investigativen Recherchen und spannenden Fällen aus der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart ab.

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