True Crime.Köln

True Crime.Köln

By KStA, Kölner Stadt-Anzeiger, Helmut FrangenbergTrue Crime
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True Crime.Köln episodes

  • Die eiskalte Giftmischerin: Die Geschichte der mehrfachen Mörderin Irmgard Swinka
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Eine Strickweste, ein paar Wollknäuel und Lebensmittelkarten – das war die Beute, für die Helene Schmitz in ihrer Wohnung an der Kalk-Mülheimer Straße sterben musste. Die Kölnerin war das letzte Opfer von Irmgard Swinka, die als Giftmörderin für Angst und Schrecken sorgte. In mehreren Städten in Westdeutschland war die gebürtige Berlinerin zuvor aufgetaucht. Überall erschlich sie sich das Vertrauen älterer Frauen, die sie dazu brachte, sie als angebliche Helferin mit in ihre Wohnungen zu nehmen. Dort mischte sie Gift in Getränke oder bot präparierte Zigaretten an, um danach zusammen mit Komplizen die Wohnungen nach Diebesgut zu durchsuchen.

    Der neue Fall der Podcast-Reihe „True Crime Köln“ sorgte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für viel Aufsehen, entsprach Swinka doch jedem Klischee einer giftmischenden Mörderin ohne jeden Skrupel. Der Prozess vor dem Kölner Landgericht wegen fünffachen Mordes und zehn Mordversuchen wurde zum Spektakel für die Öffentlichkeit. Während die meisten über die NS-Verbrechen, die erst kurze Zeit zurücklagen, lieber schwiegen, konnte man sich über eine offenbar eiskalte Mörderin mit Sensationslust entrüsten.
    Der Prozess ging auch deshalb in die Justizgeschichte ein, weil Swinka zum Tode verurteilt wurde – als letzte Angeklagte in Westdeutschland. Die politische Entwicklung hilft ihr, der Todesstrafe zu entkommen.
    Die Geschichte von Irmgard Swinka hat viele spannende Facetten: So wurde sie vor Gericht von der Kölner Anwältin Elsbeth van Ameln verteidigt, mit der sich eine bemerkenswerte Biografie verbindet. Van Ameln war nicht nur die einzige Frau in der Männerwelt der deutschen Strafjustiz in der Nachkriegszeit. Als Tochter eines jüdischen Prokuristen hatte sie die Jahre der Nazi-Herrschaft überlebt, indem sie sich in Köln und im Umland versteckt hatte.
    Zu Gast bei „True Crime Köln“ ist der pensionierte Richter Norbert Klein, der zusammen mit Helmut Frangenberg die Geschichte von Irmgard Swinka, ihrer Anwältin und dem nicht nur für die Angeklagte überraschenden Ende des Prozesses erzählt.

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    56 min
  • Todesstrafe für einen Karnevalisten: Franz Raveaux und die Revolution
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Manchmal ist der Weg vom Volkshelden zum Hochverräter ein ganz kurzer. Das musste auch der Politiker und Karnevalist Franz Raveaux erleben. Im Sommer 1851 wurde er zum Tode verurteilt. Weil er sich im belgischen Exil befand, wurde er „nur“ symbolisch auf dem Alter Markt hingerichtet – ein recht einzigartiger Vorgang in der Kölner Justizgeschichte. Zusammen mit dem ehemaligen Chef des Kölnischen Stadtmuseums, Mario Kramp, macht die Podcast-Reihe des Kölner Stadt-Anzeiger „True Crime Köln“ eine spannende Zeitreise 175 Jahre zurück ins Jahr der bürgerlichen Revolution. Köln „mit einer fast modernen Gesellschaft“, so Kramp, war ein Zentrum der politischen Debatten über die Zukunft eines möglichst demokratischen Deutschlands. Revolutionäre wie Franz Raveaux stritten auf der Straße, im Stadtrat, im Parlament, aber auch auf dem Schlachtfeld für Gerechtigkeit und sozialen Fortschritt. „Erfolgreich gescheitert“ sei die demokratische Revolution in Köln und in Deutschland, resümiert Historiker Kramp – „ein schöner Begriff, auf den man sich einlassen kann“.

    Der 1810 geborene Franz Raveaux war eine schillernde Figur. Seine Popularität verdankte er dem Karneval, wo er als gesellschaftskritischer Büttenredner und als Präsident der „Allgemeinen Carnevalsgesellschaft“ aktiv war. Raveaux wurde ein politischer Führer in der demokratischen Bewegung und zog 1848 als Volksvertreter ins Parlament in der Frankfurter Paulskirche ein. Karneval und Politik – das gehörte in Köln schon immer eng zusammen.
    Die Aufbruchstimmung währte nur kurz. Die preußische Obrigkeit und ihr Militär erstickten alle Hoffnungen auf Demokratie und mehr Freiheit mit Gewalt. Köln ist die einzige größere Stadt in Europa, in der es während der Revolutionsjahre keine Toten gab. Auch in Köln waren in Erwartung des preußischen Militärs Barrikaden errichtet worden. Doch irgendwann waren die Kämpfer auf den Barrikaden das Warten leid und entschlossen sich in die Kneipen der Stadt zu gehen. Als dann die Preußen tatsächlich am nächsten Morgen anrückten, waren die Barrikaden verwaist. Das Militär musste sie nur noch wegräumen.

    Mehr Infos zu dem Programm "Die alten Barrikaden - Revolution zum Mitsingen", unter anderem mit Mario Kramp, am 22.10. im Gaffel am Dom in der Kölner Innenstadt, in dem in dieser Podcast-Folge hingewiesen wird, findet man auf den Seiten des Kölner Krätzjer Festes im Netz unter www.koelnerkraetzjerfest.de. Tickets für 11 Euro gibt es unter kraetzjerfest.ticket.io

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    51 min
  • Höllenritt in die Vergangenheit: Johannes Erlemann spricht über seine Entführung
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Im März 1981 endet die Kindheit von Johannes Erlemann. So beschreibt der heute 54-Jährige die Folgen seiner Entführung, nachdem ihn drei Täter im Forstbotanischen Garten vom Fahrrad gerissen hatten. 14 Tage saß der damals 11-Jährige mit Handschellen angekettet in einem kleinen Holzverschlag in der Eifel und kämpfte gegen Todesangst und Kontrollverlust. Der Fall hielt damals nicht nur die ganze Stadt in Atem. Der Junge war der Sohn des bundesweit bekannten, schillernden Geschäftsmanns und prominenten Partylöwen Jochem Erlemann, der mit Steuertricks und Anlagemodellen Reiche noch reicher machte und nach einem Millionenbetrug im Gefängnis saß.

    Jahrzehnte nach seiner Entführung hat sich Johannes Erlemann dazu entschlossen, sich mit dem Verbrechen und seinen Folgen zu beschäftigen. In der neuen Folge von „True Crime Köln“ schildert er noch einmal, was ihm damals widerfuhr. Nicht nur die Tage in Gefangenschaft seien schlimm gewesen. Nach seiner Freilassung habe ein regelrechter Alptraum begonnen, bei die Kölner Polizei eine unrühmliche Rolle spielte. Spekulationen über eine Beteiligung seines Vaters oder anderer Familienmitglieder an der Entführung wirkten bis zum Prozess gegen die Täter nach. Dass ihm Ermittler und Richter nicht glaubten, obwohl er sich intensiv an der Aufklärung beteiligt hatte, macht ihn bis heute zornig.

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    49 min
  • Die Attentäterin im weißen Kleid: Der Mord-Anschlag auf Oskar Lafontaine
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Wenn der 81-jährige Siegfried van Almsick über die Geschehnisse am 25. April 1990 in der Mülheimer Stadthalle berichtet, merkt man schnell, wie sehr sie ihn auch über 30 Jahre später noch beschäftigen. Er hätte die Tasche dieser seltsamen Frau im weißen Kleid durchsuchen müssen, die mehrfach versuchte, auf die Bühne zu kommen. Niemand hat dem ehemaligen Polizisten jemals einen Vorwurf gemacht. Die Durchsuchung der Tasche war nicht sein Job, das hätte ein Ordner bei der Einlasskontrolle tun müssen. „Alle reden sich immer mit Zuständigkeiten heraus. Ich habe mir aber immer große Vorwürfe gemacht“, berichtet van Almsick in der neuen Folge von „True Crime Köln“.

    Van Almsick arbeitete beim Staatsschutz der Kölner Kriminalpolizei und war an dem Abend in Mülheim für die Sicherheit der SPD-Führung auf der Bühne mitverantwortlich. Er stand auf der Treppe, die hinaufführte. Auch wenn es sich um eine Veranstaltung im NRW-Landtagswahlkampf handelte, waren die meisten gekommen, um Oskar Lafontaine zu hören. Der mitreißende Redner und damalige SPD-Chef wollte die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl gewinnen. Eine, die sich wenig für die Reden der Politiker interessierte, war Adelheid Streidel. Sie war nach Köln-Mülheim gekommen, um einen Spitzenpolitiker zu töten. Eigentlich war der damalige NRW-Ministerpräsident Johannes Rau das Ziel, doch dann entschied sie sich spontan für Lafontaine. Zweimal hatte Siegfried van Almsick Streidel daran gehindert, die Bühne zu betreten. Beim dritten Mal war es Rau selbst, der sie hinaufließ. Van Almsick sollte sie vorbeilassen, damit sie ihre Blumensträuße überreichen könnte, erinnert sich der Polizist. Kurz darauf lag Lafontaine in seinem Blut.
    „True Crime Köln“ berichtet von diesem folgenreichen Tag in der Mülheimer Stadthalle und über die seltsame Motivation der Täterin. Sie sprach von einem göttlichen Auftrag, die Öffentlichkeit über unterirdische Menschentötungsfabriken aufzuklären. Polizisten erinnern sich an den nicht immer einfachen Umgang mit ranghohen Politikern. Lafontaine selbst sagte, dass das Attentat seine Einstellung zum Leben und zur Politik verändert habe. An tiefer gehenden Reflexionen hat er die Öffentlichkeit nie teilhaben lassen. Auch davon berichtet die neue Folge von „True Crime Köln“.

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    51 min
  • Cannabis in Kuchenheim: Razzien gegen die Eifeler Unterwelt
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Die Aufregung war groß in den Eifeldörfern Titz und Kuchenheim. Mit einem Großaufgebot hatte die Polizei zwei große Cannabis-Plantagen im Vorort von Euskirchen und im Kreis Düren ausgehoben. Insgesamt wurden bei diesem Schlag gegen die Eifler Unterwelt 25 Objekte durchsucht, zahlreiche Menschen wurden verhaftet – darunter ein Unternehmer aus Köln und ein lokaler Promi aus Düren. In Titz hatte eine Rentner-Gang Aufzucht und Pflege der Marihuana-Pflanzen übernommen. Ihr ältestes Mitglied war 76 Jahre alt. In Kuchenheim arbeiteten gebürtige Vietnamesinnen „in sklavenartigen Verhältnissen“ wie in einem „Rattenloch“, wie es später vor Gericht hieß.

    Die neue Folge von „True Crime Köln“ berichtet von einem spektakulären Fall um einen belgisch-deutschen Drogenring und geht der Frage nach, ob sich dieses Geschäft in Zukunft überhaupt noch lohnt. Wenn Cannabis weitgehend legalisiert wird, könnten solch illegale Plantagen unattraktiv werden. Der Redakteur des „Kölner Stadt-Anzeiger“ Helmut Frangenberg spricht mit seinem Kollegen aus Euskirchen, Tom Steinicke, und Kriminaldirektor Dirk Schuster, der bei der Kölner Polizei als Leiter der Kriminalinspektion 2 für organisierte Kriminalität zuständig ist.

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    Hier geht es zur Folge "Kölner Haie: über Eis und die ewige Nummer 12" des Podcasts "Was kostet die Welt?" der Sparkasse KölnBonn.

    Wer Anregungen, Kritik oder Fragen zu "True Crime Köln" loswerden will, kann Helmut Frangenberg schreiben: [email protected]

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    43 min
  • Mord, Totschlag und Betrug: Die wahre Geschichte der Heiligen Ursula und der 11000 Jungfrauen
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Die neue Folge von „True Crime Köln“ erzählt die wahre Geschichte der Heiligen Ursula und ihrer 11 000 Gefährtinnen. Was ist dran an der Legende? Alles nur ausgedacht? Wenn nichts dran wäre, hätte man es mit einem anderen Straftatbestand zu tun: einem massenhaften Betrug mit einem mutmaßlichen Massenmord. Denn nachdem im Umfeld der Bauarbeiten für die romanische Kirche zu Ehren der Ursula ein riesiges Gräberfeld entdeckt wurde, begann ein schwunghafter Handel mit Knochen, die man als Reliquien der Heiligen in alle Welt verkaufen könnte.

    Zu Gast im Podcast-Studio des „Kölner Stadt-Anzeiger“ sind der Stadtdechant der Kölner katholischen Kirche, Robert Kleine, und der Experte für das Frühmittelalter in Köln, Karl Ubl. Der Kölner Universitätsprofessor kann anschaulich beschreiben, welche Bedeutung die Märtyrer-Geschichten für die mittelalterliche Stadt und ihre Bewohner hatte. Sie waren eine Art Versicherung gegen Bedrohungen aller Art. Und so wirft die neue „True Crime Köln“-Folge auch einen Blick auf ein Kapitel der Stadtgeschichte, von dem viele noch nie gehört haben: Auch in Köln plünderten die Wikinger, die über den Rhein tief ins europäische Festland gelangten. Und weil der Heilige Gereon, der ältere der Kölner Schutzpatronen, da offenbar versagt hatte, mussten weitere Heilige beziehungsweise ihre Reliquien zum Schutz der Stadt herangezogen werden. So prägen mutmaßlich erfundene Geschichten tatsächlich die reale Geschichte.

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    56 min
  • Ein Mörder im Polizeidienst: Wie ein Schwerverbrecher zum Werkzeug Gottes wurde
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Der Raubüberfall mit Geiselnahme im Oktober 1982 in Koblenz ging als einer der brutalsten und spektakulärsten in die Kriminalgeschichte ein – und das lang nicht nur an der Tat und einer wilden Schießerei, an deren Ende die Gangster mit 1,2 Millionen Mark im Nebel der Eifel verschwanden. Die Geschichte des Kölner Schwerverbrechers Gerhard Benoit ist auch deshalb so außergewöhnlich, weil nach und nach immer neue bemerkenswerte Details bekannt wurden: Benoit hatte nämlich eine Karriere bei der Kölner Polizei hinter sich. Und das, obwohl er bereits als Jugendlicher zum Mörder geworden war. Er schaffte es bis zum Sondereinsatzkommando, obwohl der Verfassungsschutz seine Vorgesetzten über die Jugendstrafe informiert hatte. Benoit hatte seinen Onkel erschossen, nachdem dieser ihn bei einem Einbruch in seine Jagdhütte erwischt hatte.

    Die neue Folge der Podcast-Reihe „True Crime Köln“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“ erzählt die Geschichte von Gerhard Benoit, die von vielen weiteren überraschende Wendungen geprägt ist. Im Gefängnis, so berichtet er es selbst, habe er „Gott hinter Gittern“ gefunden. Nach dem Verbüßen einer langen Haftstrafe verschwindet er spurlos. Ob er noch lebt, ist unklar. Bei der Suche nach dem ehemaligen SEK-Beamten, Mörder und Geiselgangster ist in Wien ein Interview mit Benoit aufgetaucht, das der österreichische Journalist Johannes Kaup mit ihm im Gefängnis geführt hat. Das, was Benoit ihm erzählt, beschreibt Kaup als „fantastische Geschichte“ – ob sie Benoits Fantasie entspricht oder ob im Gefängnis eine echte Wandlung stattgefunden hat, wird jede Hörerin und jeder Hörer selbst entscheiden müssen. Kaup hält Benoit, der sich den neuen Namen Dan Siluan gegeben hat, für glaubwürdig. Dan Siluan wird zu einem der besten Ikonenmaler Deutschlands. Einige seiner Werke sind in Kirchen der Region zu sehen.
    Die neue Folge von „True Crime Köln“ „Ein Mörder im Polizeidienst: Wie ein Schwerverbrecher zum Werkzeug Gottes wurde“ zeichnet die außergewöhnliche Biografie eines lange Zeit skrupellosen Mannes nach, ohne seine Opfer zu vergessen. Bei der Geiselnahme in Koblenz musste ein junger Angestellter sterben, weil ihm Benoit ins Bein geschossen hatte. Er erlag Tage nach dem Überfall völlig überraschend seiner Verletzung. Zuvor hatte er ein Interview im Krankenhaus gegeben und sich auf seine baldige Entlassung gefreut.

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    59 min
  • Über 180 Überfälle in acht Jahren: Die Geschichte des Räubers "Fetzer" Mathias Weber
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Mehr als 180 Einbrüche und Raubüberfälle sowie zwei Morde in acht Jahren – das sah das Gericht als erwiesen an, als es Mathias Weber zum Tode verurteilte. Am 19. Februar 1803 wurde der berüchtigte Räuberhauptmann, den man den „Fetzer“ nannte, zum Schafott geführt. Es war die letzte öffentliche Hinrichtung in Köln. Mit verschiedenen Räuberbanden hatte Weber das Rheinland unsicher gemacht und mit zum Teil spektakulären Überfällen für Aufsehen gesorgt. Das Bordell der „Düwels Drück“ in der Kölner Schwalbengasse war Zentrale und Anlaufpunkt. Hier wurden Pläne geschmiedet, Waffen verteilt und die Beute auf den Kopf gehauen.

    Die Geschichte eines kurzen Verbrecher-Lebens spielt zur gleichen Zeit wie die des legendären Räuberhauptmanns „Schinderhannes“. Dass der Kölner Räuber ein bisschen im Schatten des bekannten Verbrechers aus dem Hunsrück steht, sei eigentlich nicht richtig, sagt der Erfolgsautor Tilman Röhrig in der neuen Folge der Podcast-Reihe „True Crime Köln“. „Der Fetzer“ sei der wichtigere von beiden, nicht nur weil sein Strafregister länger war.
    Der mittlerweile 78-jährige, mehrfach ausgezeichnete Autor von Jugendbüchern und historischen Romanen ist zu Gast im Podcast-Studio des Kölner Stadt-Anzeiger. Die Lebensgeschichte des Mathias Weber war Röhrigs erster historischer Roman, für den er bereits in den 70er Jahren er tief in die Archive einstieg. Zusammen mit dem Köln-Literatur-Preisträger rekonstruiert Helmut Frangenberg bei „True Crime Köln“ das Leben eines Berufsverbrechers, der in den ersten Jahren seiner Räuberkarriere auch davon profitierte, dass es in einem in Kleinstaaten zersplitterten Rheinland unter einer zunächst schwachen französischen Verwaltung leicht war, immer wieder den Ermittlern zu entkommen. Weber war nicht nur ein cleverer und geschickter Räuber. Ihm gelang es auch, immer wieder aus Gefängnissen zu fliehen.
    Die neue Folge von „True Crime Köln“ berichtet von den spektakulärsten Verbrechen und Ausbrüchen des „Fetzers“ und begibt sich auf die Spur der Räuberbanden, die eine um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert für Angst und Schrecken, aber immer auch ein bisschen Bewunderung sorgten. „True Crime Köln“ hört man überall, wo es Podcasts gibt, und über die Homepage des „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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    57 min
  • Mord ohne Leiche: Das spurlose Verschwinden der "Witwe Graß"
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Die Geschichte hat alles, was ein spektakulärer Kriminalfall braucht: Eine äußerst seltsame Eigentümerin eines verwunschenen Gutshofs in Riehl verschwindet spurlos. Ihr Verwalter, der möglicherweise auch ihr Liebhaber war, fällt dabei auf, dass er von einem Tag auf den anderen größere Summen in Kölner Lokalen verprasst. Als er von der Polizei befragt wird, verstrickt er sich in Widersprüche über den Verbleib seiner Chefin. Er wird verhaftet, wegen Mordes angeklagt und schließlich auch verurteilt, obwohl es keinen echten Beweis für seine Schuld gibt.

    Die neue Folge der Podcast-Reihe des Kölner Stadt-Anzeiger „True Crime Köln“ befasst sich mit einem Mord ohne Leiche. Das sind die Kriminalfälle, die immer für besondere Aufmerksamkeit und viele Spekulationen sorgen. Bis heute ist unklar, wie das Verschwinden der reichen, aber geizigen „Witwe Graß“ im Jahr 1934 zu erklären ist. Klar ist nur, dass es manche ungeahnte Folge hatte – nicht nur im Prozess, der überraschende Wendungen nahm.
    Zu Gast im Podcast-Studio ist der pensionierte Richter Norbert Klein, der in seinem Buch „Mörder, Stadtrat und FC“ spektakuläre Justizgeschichten „um den Appellhof“ beschreibt. Er berichtet aus eigener Erfahrung von Unsicherheiten bei der Urteilsfindung, die vor allem dann auftreten, wenn sich das Urteil im Wesentlichen auf Zeugenaussagen stützt. Es könne durchaus sein, dass man „dem Falschen“ geglaubt hat. „Zeugen lügen, Zeugen irren sich und Zeugen reden dummes Zeug“, so Klein im Gespräch mit Helmut Frangenberg. Wer als Richter arbeiten will, müsse sich von „dem Gedanken verabschieden, dass man die Wahrheit zugelöffelt bekommt. Man muss sich die Wahrheit erarbeiten.“ Gerade bei einem Mord ohne Leiche sei das besonders schwer, wie ein weiterer Fall belegt. Vor zehn Jahren wurde in Köln der Fall der verschwundenen Lotis verhandelt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau von den Philippinen von ihrem Ehemann ermordet wurde. Möglicherweise verschwand ihre Leiche im Betonfundament eines Neubaus an der Düsseldorfer Straße. Auch in diesem Fall blieben viele Fragen offen.

    Wer Fragen und Anregungen zu „True Crime Köln“ hat, kann dem Redakteur Helmut Frangenberg schreiben: [email protected]

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    51 min
  • Zehn Stunden Todesangst: Kita-Leiter wird zur Geisel eines verzweifelten Familienvaters
    Wahre Verbrechen und spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung

    Für den Leiter der Kindertagesstätte in Chorweiler beginnt kurz vor neun Uhr am morgen ein Alptraum. Ein Mann hat sich Zugang zur Kita verschafft und nimmt Ulrik Worm als Geisel. Zehn Stunden lang wird der Kita-Leiter mit dem unberechenbaren 47-jährigen Täter in seinem Büro verbringen, während die Polizei versucht, den Mann hinzuhalten und mit ihm zu verhandeln. Worm hat Todesangst, weil er fast permanent ein Küchenmesser mit langer Klinge am Hals hat. Am Abend stürmen Spezialkräfte das Büro, in dem der damals 51-Jährige gefangen gehalten wurde. Es gelingt den Täter zu überwältigen.

    Ziemlich genau zehn Jahre liegt die Geiselnahme in der städtischen Kita nun zurück. Der Täter von damals ist wieder frei. Er hat seine Haftstrafe verbüßt. Ulrik Worm sagt von sich selbst, dass er die Folgen der brutalen Tat verdaut habe und wieder ein normales Leben führen kann. Doch wenn er von damals erzählt, kann man Zweifel bekommen. Worm ist zu Gast bei „True Crime Köln“, der Podcast-Reihe des Kölner Stadt-Anzeiger über Kriminalfälle aus Köln und aus der Region.
    Worm berichtet im Gespräch mit Helmut Frangenberg über den Tag, als Opfer eines Geiselgangsters wurde, über die Folgen des Verbrechens und darüber, wie es ihm heute geht. Zwischen Todesangst und Ratlosigkeit habe er versucht, klare Gedanken zu fassen, erinnert er sich. Der Täter wollte drei Millionen Euro erpressen. Immer wieder verstreichen Ultimaten. Am frühen Nachmittag geht der Täter einen Schritt weiter, legt seinem, bereits verletzten Opfer ein Kabel um den Hals und verbindet das Kabel mit dem Messer. Worm wird gezwungen, die tödliche Konstruktion am Telefon zu beschreiben. Der Täter sticht ihm mit einer Schere in den Rücken, damit man draußen seine Schmerzensschreie hört. Mit jedem Telefonat zwischen Polizei und Erpresser steigt seine Aggressivität.

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    43 min

About True Crime.Köln

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Im Podcast „True Crime Köln“ stehen spektakuläre Verbrechen und Kriminalfälle aus Köln im Mittelpunkt. Dabei wechselt sich historischer True Crime mit investigativen Recherchen und spannenden Fällen aus der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart ab.

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