vis à vis – Menschen und ihre Geschichten

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vis à vis – Menschen und ihre Geschichten episodes

  • Hoffnung malen mitten ins Elend – Rahel Lam
    Angst dabei? Absolut. Trotzdem geht Rahel Lam immer wieder dorthin, wo sie an ihre Grenzen kommt, aber auch Hoffnung erlebt.

    Warum zieht eine Schweizer Familie mit drei kleinen Kindern ausgerechnet ins Rotlichtmilieu von Indien?

    Für Rahel Lam war die Antwort klar: Weil sie überzeugt war, dass Gott sie dorthin ruft.
    Klingt verrückt? Das findet Rahel manchmal selbst auch. Denn oft ist sie mit dem, was Gott von ihr verlangt, überhaupt nicht einverstanden. Sie diskutiert mit ihm, streitet mit ihm und nimmt gelegentlich sogar Abstand. Trotzdem folgt sie immer wieder seiner Stimme. Auch dann, wenn sie Angst hat.
    Und Angst kennt Rahel gut. Die Bauerntochter aus der Schweiz beschreibt sich selbst als eher ängstlichen Menschen. Genau deshalb hat sie früh entschieden, dass Angst nicht über ihr Leben bestimmen soll.
    Also geht sie Wege, die andere kaum in Betracht ziehen würden: Sie heiratet ihren Mann Damon Lam bereits nach dem vierten Treffen, unterrichtet ihre Kinder zu Hause und zieht mit ihrer Familie immer wieder an Orte, vor denen andere eher zurückschrecken.
    2016 gründen die beiden die NGO «Cup of Color». Ihre Mission: Gemeinsam mit benachteiligten, traumatisierten oder von Gewalt betroffenen Menschen Kunst schaffen. Nicht aus sicherer Distanz, sondern mittendrin.
    So lebt die Familie unter anderem in Pakistan, auf den Philippinen, in Rumänien, im Tschad und in Indien. In Pakistan entkommen sie nur knapp einem Massaker. Immer wieder begegnen sie Menschen, die kaum noch Hoffnung haben.
    Doch genau dort setzt ihre Arbeit an:. Wenn Menschen etwas Schönes erschaffen, entdecken viele auch neue Hoffnung für ihr eigenes Leben.
    Für Rahel ist das mehr als ein Projekt:. Es ist ihre Berufung. Gleichzeitig bringt sie das Leid, das sie weltweit sieht, immer wieder an ihre Grenzen.
    Wie sie mit Hoffnungslosigkeit umgeht, weshalb sie mit Gott ringt und warum sie trotz aller Zweifel weitermacht, erzählt sie in diesem «vis à vis».

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      https://www.cupofcolor.org/

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      52 min
    • Kunst, Krisen und ganz viel Hoffnung – Marcel Spiess
      Von nächtlichen Sprayaktionen zu grossen Sozialprojekten: Marcel «Mäce» Spiess meistert den Spagat zwischen seiner Kunst und der Aufgabe als Geschäftsführung.

      Sein Büro ist geschmackvoll und kreativ eingerichtet, eine Wohltat für die Augen. Auch Marcel Spiess selbst wirkt ruhig, ausgeglichen und sympathisch. Er ist Geschäftsführer der Quellenhof-Stiftung in Winterthur.

      Nichts deutet darauf hin, dass sich Marcel, den alle nur «Mäce» nennen, als Jugendlicher einmal eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hat.
      Schon als Kind zeichnete er überall hin. Bereits im Kindergarten fiel sein aussergewöhnliches Talent auf. Später skizzierte er während des Unterrichts auf dem Pult: nicht aus Langeweile, sondern weil er sich so besser konzentrieren konnte. Schon früh erhielt er den Stempel des Künstlers. Das gefiel ihm einerseits, andererseits engte es ihn auch ein.
      Als Teenager liess er sich schliesslich überreden, seine Kunst auf die Strasse zu bringen. Er begann zu sprayen und war fasziniert davon. Lange ging das jedoch nicht gut: Die Polizei entdeckte ihn und erwischte ihn nach einer Verfolgungsjagd. An diesen Moment erinnert er sich bis heute.
      Die Geschichte hatte aber auch eine positive Seite. Marcel setzte sich dafür ein, dass legale Graffiti-Flächen in Winterthur geschaffen wurden. So konnte sich eine ganze Szene legal entfalten.
      Mit der Zeit entdeckte er neben seiner kreativen auch seine soziale Seite. Während der Ausbildung zum Sozialpädagogen öffneten er und seine Frau ihr Zuhause für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen.
      Heute führt Marcel Spiess die Quellenhof-Stiftung in Winterthur. Auch wenn er nicht mehr täglich direkt mit Jugendlichen arbeitet, schlägt sein Herz nach wie vor für Menschen in Not.
      Kunst, Kreativität und Führung bringt er bis heute unter einen Hut. So realisiert er gemeinsam mit Jugendlichen oder Seniorinnen und Senioren auch mal grosse Wandbilder und Kunstprojekte in Winterthur.

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        Mehr zu den kreativen Projekten von Marcel Spiess:
        https://www.marcelspiess.com/

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        https://quellenhof-stiftung.ch/

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        Ruth Stutz

        51 min
      • Erfolg sieht sie als Geschenk und Verantwortung: Birgit Troschel
        Birgit Troschel: «Ich habe nie den Eindruck gehabt, ich bin privilegierter, weil ich das verdient habe. Es war immer klar, dass das Gnade ist.»

        Birgit Troschel gehört zu den Menschen, die beruflich viel erreicht haben. Als Psychologin, Business Coach und Beraterin begleitet sie seit vielen Jahren Führungskräfte und Unternehmen in wichtigen Entscheidungen. Doch im Gespräch wird schnell deutlich: Erfolg misst sie nicht an Titeln, Status oder Einkommen. Für sie ist Erfolg dann gegeben, wenn Menschen am richtigen Platz sind, Verantwortung gut wahrnehmen können und dabei sich selbst nicht verlieren.

        Geprägt wurde Birgit schon früh durch ein aussergewöhnliches Leben zwischen verschiedenen Kulturen. Ihre Kindheit führte sie nach Syrien, auf die Philippinen und zurück nach Deutschland. Insgesamt zog sie bis heute 16 Mal um. Die Begegnungen mit echter Armut, der ständig wiederkehrende Neuanfang und die Erfahrung, immer wieder Abschied nehmen zu müssen, haben ihren Blick auf das Leben nachhaltig verändert.
        Wir sprechen über die oft verborgene Einsamkeit von Führungspersonen, über Druck, Verantwortung und die Herausforderungen moderner Arbeitswelten. Gleichzeitig erzählt Birgit offen von ihrem persönlichen Glaubensweg. Eine Bleibe in einer Wohngemeinschaft während der Studienzeit veränderte ihr Leben grundlegend. Die Diskussionen und Begegnungen, die sie dort hatte, brachten ihr bisheriges Lebenskonzept ins Wanken. Sie traf eine Entscheidung, die bis heute ihr Leben, ihr Denken, ihre Arbeit und ihre Beziehungen prägt.
        Ein ehrliches und persönliches Gespräch über Erfolg, Dankbarkeit, Vergebung, Verantwortung und die Frage, was im Leben wirklich trägt.

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          https://www.troschel-consulting.ch/

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          Ruth Stutz

          52 min
        • Fit im Körper, frei im Herzen: Rolf Nussbaumers Lebensgeheimnis
          Rolf Nussbaumer ist überzeugt: Wahre Gesundheit beginnt mit Versöhnung. Warum Frieden im Herzen wichtiger ist als Fitness.

          Rolf Nussbaumer ist mit 70 Jahren topfit: Er fährt Velo, spielt Fussball, geht fischen und verbringt möglichst viel Zeit in den Bergen. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit Gesundheit – und doch ist er überzeugt: Das Wichtigste für ein gesundes Leben sind nicht die perfekte Ernährung oder möglichst viel Bewegung, sondern ein versöhntes Herz.

          Rolf wächst in schwierigen Verhältnissen auf. Sein Vater ist alkoholabhängig, autoritär und gewalttätig. Liebe und Anerkennung erlebt Rolf vor allem dann, wenn er Leistung bringt. Diese Prägung begleitet ihn über Jahrzehnte. Auch sein starkes Stottern während der ersten 20 Lebensjahre steht für ihn im Zusammenhang mit dem enormen Druck und der Angst, die seine Kindheit bestimmten.
          Der Fussball wird zu einem Ort, an dem Rolf sein Potenzial entdeckt. Später führen ihn seine Begeisterung für Pflanzen und sein Interesse an Gesundheit über den Beruf des Drogisten in die Psychiatrie und schliesslich zur Gründung der Schule für christliche Gesundheits- und Lebensberatung.
          Doch trotz seines enormen Wissens über Gesundheit merkt Rolf Nussbaumer irgendwann: Es reicht nicht, den Körper gesund zu halten, wenn die Seele voller unverarbeiteter Verletzungen ist. Während eines 40-tägigen Sabbaticals auf der Schwägalp beginnt eine intensive Versöhnungsgeschichte. Schritt für Schritt stellt er sich seinem Schmerz, bringt diesen zu Jesus und erlebt Heilung.
          Dabei verändert sich nicht nur sein Verhältnis zu seinem Vater, sondern auch sein Blick auf sich selbst und seine eigene Familie. Und er erlebt, dass Versöhnung der wahre Schlüssel zur Gesundheit ist.

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            Hier erfährst du mehr über die Bewegung CgH:
            https://cghschweiz.ch/

            Mehr zur Schule von Rolf Nussbaumer ScGL:

            https://cghschweiz.ch/schule-scgl/

            Zu den Gesundheitsbüchern von Rolf Nussbaumer:

            https://cghschweiz.ch/referate-seminare/

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            Ruth Stutz

            50 min
          • Von Heimatlosigkeit, Selbstzweifeln und Erfolg – Claudio Minder
            Claudio Minder: «Ich fühlte mich trotz dem offiziellen Titel als Mister Schweiz oft minderwertig»

            Claudio Minder liebt, was er tut. Heute führt er als Co-Geschäftsführer die Schweizer Schuhmarke Joya mit – und tut dies mit viel Leidenschaft, Bodenständigkeit und klaren Zielen.

            Doch sein Weg dahin war alles andere als vorgezeichnet.
            Aufgewachsen ist Claudio in einem kleinen Dorf in Italien. Seine Eltern arbeiteten dort als Missionare und engagierten sich für die Menschen vor Ort. Obwohl er die italienische Schule besuchte und Italien seine Heimat hätte sein sollen, fühlte er sich oft zwischen zwei Welten. Nicht ganz Italiener, nicht ganz Schweizer. Weder hier noch dort wirklich zuhause. Das Gefühl von Heimatlosigkeit begleitete ihn viele Jahre.
            Mit 16 Jahren wagt er einen grossen Schritt: Er verlässt Italien, zieht alleine in die Schweiz und beginnt ein neues Leben. Die ersten Monate sind schwierig. Er kennt kaum jemanden, spricht fast kein Schweizerdeutsch und kämpft mit der Integration. Gleichzeitig geniesst er die neu gewonnene Freiheit. Zum ersten Mal bestimmt er selbst über sein Leben.
            Er stürzt sich ins Nachtleben, lebt für Partys und den Ausgang – und wird dabei als Model entdeckt. Darauf folgt die Einladung zum Casting für die Wahl zum Mister Schweiz. Claudio zweifelt, ob er überhaupt teilnehmen soll. So selbstsicher wie er gegen aussen wirkt, fühlt er sich innerlich gar nicht. Er nimmt trotzdem teil – und gewinnt tatsächlich.
            Plötzlich steht Claudio im Rampenlicht. Doch der Titel «schönster Mann der Schweiz» löst seine Unsicherheiten nicht auf. Im Gegenteil: Die Selbstzweifel bleiben. Kritische Fragen der Medien und eine verschrobene Darstellung seiner Interviews überfordern den jungen Mann.
            Bald erkennt er, dass Schönheit kein Fundament ist, auf das er sein Leben bauen möchte. Er zieht sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück und schlägt einen neuen Weg ein.
            Mehr als 20 Jahre später ist aus dem jungen Mister Schweiz ein erfolgreicher Unternehmer, ein Familienvater und eine Führungspersönlichkeit geworden. Im vis à vis spricht Claudio Minder offen über Identität, Selbstzweifel, Erfolg, Führung – und wie er gelernt hat seine Menschenfurcht abzulegen.
            Und er verrät, weshalb er sich auch heute noch gerne ambitionierte Ziele setzt – zum Beispiel in diesem Jahr 1400 Kilometer zu laufen.

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              Hier erfährst du mehr über das Schuhunternehmen Joya:
              https://ch.joyashoes.swiss/pages/news-blog

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              48 min
            • Best of: Laura Kellenberger fand immer einen Weg – bis ihre Tochter zerbrach
              Ein ehrlicher Einblick in ein autistisches Burnout und den Kampf einer Mama

              Wiederholung vom 2. April 2026

              Was passiert, wenn das Leben immer wieder neu beginnt? Wenn man zweimal eine Lehre abbrechen muss, jung Mutter wird, gesundheitlich an Grenzen kommt – und später erkennt, dass die eigene Tochter im autistischen Burnout steckt und man plötzlich nur begrenzt helfen kann?
              In dieser Episode erzählt Laura Kellenberger ihre aussergewöhnliche Lebensgeschichte: eine Kindheit voller Geborgenheit, aber auch frühe Erfahrungen von Ausgrenzung und Unsicherheit. Während sie zuhause angenommen war, fühlte sie sich in der Schule nie wirklich gesehen. Lehrabbrüche, ADHS, eine ungeplante Schwangerschaft – immer wieder stand sie vor Neuanfängen, die sie jedoch mit beeindruckender Stärke meisterte.
              Am meisten mitgenommen hat Laura aber die grosse Krise ihrer Tochter: Ein Mädchen, das nach aussen angepasst wirkte, zuhause jedoch zunehmend zusammenbrach. Als Bauchschmerzen, Meltdowns und schliesslich suizidale Gedanken auftauchten, geriet die Familie an ihre Grenzen. Erst die Diagnose im Autismus-Spektrum brachte Verständnis für die Situation und eröffnete einen Weg zurück in einen geregelteren Alltag.
              Laura spricht offen über die Überforderung, die Hilflosigkeit und gleichzeitig über den tiefen Glauben, der sie und ihre Familie getragen hat. Schritt für Schritt fanden sie neue Lösungen, die ihrer Tochter Halt geben und ihr psychisches Wohlbefinden stabilisieren.

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                Wenn du mehr zum Thema Autismus wissen willst:
                https://www.autismus.ch/informationsplattform.html

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                52 min
              • Best of: Esther Müller – ihr Leben startete im Schuhkarton
                «Ich hatte das Gefühl, innerlich zu verhungern»

                Wiederholung vom 5. Februar 2026

                Esther Müller ist heute 70 Jahre alt – und strahlt eine ehrliche, ansteckende Lebensfreude aus. Sie ist herzlich, sympathisch, fast ein wenig quirlig. Nichts an ihr lässt erahnen, wie herausfordernd ihr Lebensweg war.
                Schon ihr Start ins Leben ist mehr als holprig. Esther ist das fünfte von sieben Kindern – und der jüngere Zwilling. Mit nur 1,5 Kilogramm Geburtsgewicht rechnet niemand mit ihrem Überleben. Man legt sie in eine Schuhschachtel. Doch Esther kämpft. Und sie überlebt.
                Ihr grösster Wunsch war eine heile Familie. Doch auch im Erwachsenenleben musste sie schwere Ablehnung und existentielle Krisen durchstehen. Mehr als einmal stand sie am Abgrund.
                Trotz all der Trauer, die Esther in ihrem Leben erfahren hat, zog sie sich nicht in ihre Verletzungen zurück. Im Gegenteil. Sie erzählt offen über ihre tiefste Verzweiflung und wie sie in ihrer grössten Not langsam wieder Hoffnung fand. Heute kann sie aufrichtig sagen[DM1] : «Ich bin glücklich.»
                Esther setzt sich bis heute unermüdlich für andere Menschen ein – mit einem offenen Herzen, grosser Empathie und Leidenschaft.

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                  Hast du oder jemand in deinem Umfeld Suizidgedanken? Hier findest du einige Anlaufstellen, die dir gerne helfen – auch anonym:
                  Die Dargebotene Hand: https://www.143.ch/
                  Reden kann retten: https://www.reden-kann-retten.ch/

                  Hast du jemanden aus deinem Umfeld durch Suizid verloren? Hier findest du Selbsthilfegruppen oder Anlaufstellen für Hinterbliebene von Suizid:

                  Trauernetz: https://trauernetz.ch/
                  Verein Refugium: https://www.verein-refugium.ch/
                  Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: https://nebelmeer.net/

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                  52 min
                • Best of: Duri Sulser – New-Age-Mentor wirft alles hin und startet neu
                  Wie seine spirituelle Suche beinahe seine Familie zerstörte

                  Wiederholung vom 8. Januar 2026

                  Duri Sulser wächst dort auf, wo andere am liebsten Ferien machen: im Engadin. Umgeben von majestätischen Bergen und eindrücklicher Natur ist Duri vor allem eines – draussen. Täglich stundenlang.
                  Doch Duri ist nicht nur ein Naturbursche. Er sitzt auch gerne in der Schule, lernt mit Leidenschaft und möchte am liebsten der Beste sein. Seine guten Noten zeigen: Er kann’s.
                  Auch sportlich liefert er ab. Kaum den Windeln entwachsen, steht er schon auf Skiern. Mit zehn Jahren steigt er in den Wettkampfsport ein – und fährt gleich vorne mit. Talent, Disziplin, Förderung: Alles spricht für eine grosse Karriere.
                  Doch mit 18 ist plötzlich Schluss. Die Freude am Sport ist weg. Und Duri, ein «Ganz-oder-gar-nicht»-Typ, hört konsequent auf.
                  Ruhiger wird sein Leben dadurch aber nicht. Es folgen enge Kurven und steile Abfahrten – privat.
                  Er startet in eine intensive Partyphase, konsumiert Alkohol und Drogen. Später eine Diagnose, die wie ein Schock einschlägt: unheilbar krank. Und dazu eine jahrelange, tiefgehende Suche nach Sinn.
                  Diese Suche führt ihn in die Esoterik. Er bildet sich weiter, wird spiritueller Mentor und arbeitet zehn Jahre lang überzeugt in diesem Bereich. Er glaubt, hier endlich Antworten gefunden zu haben.
                  Bis ein unscheinbarer Moment alles verändert: Ein Filmabend. Einfach so. Doch genau dieser Film stellt sein Weltbild komplett auf den Kopf – und Duri spürt, dass ein Neuanfang bevorsteht.

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                    Zum Podcast von Duri Sulser: https://open.spotify.com/show/0IDVizKHCP7JhRfY2wMwpD?si=rewRxNuFTGuMP6LBrFE03Q&nd=1&dlsi=5db04e1a605143ed

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                    51 min
                  • Staatsanwalt Christoph Decker – zwischen Strafverfahren und Menschlichkeit
                    Christoph Decker: «Ich habe mich geschämt, weil ich versagt habe. Jetzt habe ich so lange studiert und habe es aus irgendeinem Grund nicht geschafft. Wie blöd bin ich eigentlich?»

                    Wie geht man damit um, wenn man jeden Tag mit der schlechten Seite des Menschen konfrontiert ist? Christoph Decker ist Staatsanwalt aus ganzem Herzen und er macht diese Aufgabe mit Leidenschaft – und mit einem erstaunlich positiven Blick auf die Welt.

                    Christophs Weg war jedoch alles andere als geradlinig: Sechs Jahre lang studierte er Jura. Er fiel durch die erste Prüfung, lernte weiter, trat erneut an – und fiel auch beim zweiten Versuch durch. Damit war alles vorbei. Sechs Jahre Studium waren dahin, eine weitere Chance gab es nicht. Christoph stand vor dem Nichts.
                    Nicht nur das: Er schämte sich und fühlte sich wie ein Versager.
                    Nie hätte er gedacht, dass er eines Tages als Staatsanwalt arbeiten würde – ein Werdegang, der rückblickend einige Wunder beinhaltet.
                    Heute blickt Christoph auf eine Karriere zurück, die er als Berufung versteht: ein Beruf, der täglich grosse Verantwortung mit sich bringt – und tiefe Einblicke in die dunkelsten Seiten der Gesellschaft gewährt.
                    Er spricht offen darüber, wie er als Staatsanwalt mit schweren Delikten, Todesfällen und menschlichen Abgründen umgeht – und weshalb er dennoch den Glauben an das Gute im Menschen nicht verloren hat.
                    Sein christlicher Glaube spielt dabei eine zentrale Rolle: Er beschreibt, wie er Gott bewusst in seinen Arbeitsalltag einbezieht und ihn auch in schwierigen Fällen nicht ausklammert. Immer wieder bittet er Gott um Orientierung – und erlebt diese Hilfe ganz konkret.
                    Christoph Decker gelingt der scheinbare Spagat zwischen beruflicher Pflicht und christlichen Werten: ermitteln und aufdecken – und gleichzeitig Raum für Menschlichkeit lassen. Den Menschen hinter dem Strafverfahren versucht er dabei nicht aus dem Blick zu verlieren.

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                      51 min
                    • Immer wieder anders als geplant: Deborah Blaser
                      Deborah Blaser: «Ich stellte mir die Frage: liebe ich mein Kind nur, wenn es so ist, wie ich es mir wünsche oder auch, wenn es ganz anders ist?»

                      Deborah Blaser wächst behütet auf – umgeben von einem liebevollen Zuhause. Schon früh stellt sie sich die grossen Fragen des Lebens: Wozu bin ich hier? Was ist der Sinn? Gemeinsam mit ihren Eltern taucht sie immer tiefer ein in diese Lebensfragen und findet Antworten, die ihr Halt geben. Vorallem auch in der Bibel, die Deborah schon früh fasziniert.

                      Doch nicht alles ist leicht: Als Kind kämpft Deborah mit starkem Stottern. Es prägt sie – bis zu dem Moment, der alles verändert. Sie findet Freiheit. Und mit dieser Freiheit kommt die Musik. Sie beginnt zu singen, Gitarre zu spielen – und blüht auf.
                      Ihr Weg scheint klar: Sie verbindet ihre Leidenschaft für Musik mit ihrem Glauben und entscheidet sich genau dafür – auch beruflich. Das Leben fühlt sich richtig an. Besonders dann, als sie ihren lang ersehnten Traum lebt und einen Pastor heiratet.
                      Doch plötzlich bricht dieses Leben auseinander. Die Ehe gerät ins Wanken. Deborah kämpft – mit aller Kraft. Eine Scheidung? Für sie unvorstellbar. Und doch steht sie genau davor. Ihr Mann geht.
                      Und sie bleibt zurück – mit der schmerzhaften Erkenntnis: Wahre Liebe hält nicht immer fest. Manchmal lässt sie los.
                      Kurz darauf tritt ein neuer Mensch in ihr Leben – ihr heutiger Mann. Gemeinsam wagen sie einen neuen Anfang, gründen eine Familie. Hoffnung kehrt zurück.
                      Doch auch diesmal kommt es anders.
                      In der zweiten Schwangerschaft häufen sich die beunruhigenden Diagnosen. Ultraschallbilder, die Fragen aufwerfen. Aussagen, die Angst machen. Die Nackenfalte zu breit. Werte ausserhalb der Norm. Immer mehr Unsicherheit.
                      Und mittendrin: ein schlagendes Herz. Leben. Hoffnung.
                      Nach der Geburt steht fest: Ihr Sohn Leon hat das seltene CFC-Syndrom.
                      Alles wird anders. Und doch wächst Deborah in diesen Alltag hinein. Sie entscheidet sich bewusst gegen das «Warum?» – und für die Frage:
                      «Was kann ich daraus lernen?»
                      Und sie stellt Gott eine mutige Bitte:
                      «Wenn das unser Leben ist, dann mach etwas Schönes daraus.»

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                        Diese Playlist hat Deborah Blaser in ihrer schwierigen Zeit Mut gegeben:
                        https://open.spotify.com/intl-de/album/5klqYiMY0jloCUpzMGCSz1?si=rChEd0IXRHWUsaGSqzT-DQ&nd=1&dlsi=3ed2a02c96b148b8

                        Hier erfährst du mehr über das CFC Syndrom:

                        https://www.cfc-syndrom.de/

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                        Autorin & Host:

                        Ruth Stutz

                        52 min

                      About vis à vis – Menschen und ihre Geschichten

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                      Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

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                      Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

                      Persönlich

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                      Johannes Hartl Podcast

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                      Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

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