Waldorf.Perspektiven

Waldorf.Perspektiven

By Yampier Aguiar DurañonaSociety & CultureEducationKids & Family
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Waldorf.Perspektiven episodes

  • Die Folge, in der es um Demokratiekultur an Waldorfschulen geht
    Gespräch mit Hans Hutzel

    Weiterführende Links

    https://dasgoetheanum.com/ein-buendnis-fuer-die-demokratie/

    https://www.zusammen-fuer-demokratie.de/
    https://www.erziehungskunst.de/artikel/fragen-zur-aktuellen-situation-der-waldorfschulen

    https://www.erziehungskunst.de/artikel/entscheiden-mit-spielerischem-ernst

    https://www.erziehungskunst.de/artikel/demokratie-im-schulorganismus-ueben#:~:text=Politische%20Bildung%20und%20Demokratieerziehung%20geh%C3%B6ren,Sch%C3%BCler%3Ainnen%20konkret%20bedeuten%20kann.
    https://www.waldorfschule.de/ueber-uns/printmedien/broschueren/erklaerungen/aufruf-demokratie

    56 min
  • Die Folge, in der es um Extremismus und Demokratie in Waldorfschulen geht
    Gespräch mit Frank Steinwachs

    In dieser Episode diskutieren wir mit Frank Steinwachs, dem Koordinator für demokratische Kultur und Schule im Bund der Freien Waldorfschulen, die wachsenden Herausforderungen, vor denen Waldorfschulen im Kontext von Extremismus, Rassismus und Verschwörungstheorien stehen. Wir beleuchten, wie die Struktur und Philosophie der Selbstverwaltung von Waldorfschulen eine attraktive Basis für staatsferne und extreme Gruppen bieten kann und was Schulen präventiv und reaktiv dagegen tun können.

    Frank Steinwachs erklärt auch, warum demokratische Werte und Partizipation nicht nur im Lehrplan, sondern auch im Alltag von Waldorfschulen verankert sein sollten. Er gibt praktische Empfehlungen, wie Lehrkräfte, SchülerInnen und Eltern diese Themen gemeinsam angehen und welche Rolle Lehrerfortbildungen spielen, um extremistischen Tendenzen frühzeitig entgegenzuwirken.
    Besonders wichtig ist die Transparenz im Umgang mit extremistischen Vorfällen: Frank betont, dass Schulen offen kommunizieren und ihre Werte klar nach außen tragen müssen, um das Vertrauen der Schulgemeinschaft und der Öffentlichkeit zu erhalten. Diese Folge gibt dir einen tiefen Einblick in die aktuelle Diskussion über die Waldorfpädagogik und zeigt, wie diese Schulen aktiv zu einer vielfältigen und demokratischen Gesellschaft beitragen können.

    Zum Gast

    Dr. Frank Steinwachs
    Koordination Demokratische Kultur und Schule
    Fachstelle Antisemitismus Extremismus, rassistische und andere Formen von Diskriminierung
    Bund der Freien Waldorfschulen e. V.
    Kontakt:
    Tel.: 030 577113347
    https://www.forschung-waldorf.de/person/frank-steinwachs/

    Wichtige Learnings aus der Episode:

    • Extremismus ist eine wachsende Bedrohung für Waldorfschulen:
    • Waldorfschulen stehen seit der Corona-Pandemie verstärkt im Fokus extremistischer Gruppen wie ReichsbürgerInnen und VerschwörungstheoretikerInnen. Diese nutzen die Selbstverwaltung der Schulen als Einfallstor, um staatskritische und extremistische Ideologien zu verbreiten.
    • Rassismus ist ein Thema, das aktiv behandelt werden muss:
    • Frank betont, dass Waldorfschulen nicht vor Rassismus gefeit sind. Es gibt immer wieder antisemitische und rassistische Vorfälle, die offen thematisiert und bekämpft werden müssen. Die Schulgemeinschaft spielt hierbei eine zentrale Rolle.
    • Demokratie muss im Schulalltag gelebt werden:
    • SchülerInnen sollten früh demokratische Prozesse erleben und aktiv an Entscheidungen beteiligt werden. Dies fördert das Verständnis für Mitbestimmung und Teilhabe, was für eine demokratische Kultur essentiell ist.
      Fortbildungen sind unerlässlich:
    • LehrerInnen müssen regelmäßig fortgebildet werden, um die Anzeichen von Extremismus und Rassismus zu erkennen und darauf reagieren zu können. Frank empfiehlt Fortbildungsprogramme für alle Lehrkräfte.
    • Transparente Kommunikation stärkt das Vertrauen:
      Wenn es zu extremistischen Vorfällen kommt, sollten Schulen offen und transparent mit der Öffentlichkeit kommunizieren. Frank erklärt, wie wichtig es ist, "die Presse mit Informationen zu langweilen", um Vertrauen aufzubauen und Missverständnisse zu vermeiden.
    • Waldorfschulen als Orte der Vielfalt:
    • Frank betont, dass Waldorfschulen eine zentrale Rolle bei der Förderung von Vielfalt und Toleranz spielen können, indem sie ihre SchülerInnen auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer pluralistischen Gesellschaft vorbereiten.
      Weiterführende Links:
      Bund der Freien Waldorfschulen:
      Informationen über den Bundesverband, der sich für die Weiterentwicklung der Waldorfpädagogik und den Schutz demokratischer Werte einsetzt.
      www.waldorfschule.de
      Amadeu Antonio Stiftung:
      Eine Stiftung, die sich der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus verschrieben hat und mit Waldorfschulen zusammenarbeitet.
      www.amadeu-antonio-stiftung.de
      Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage:
      Ein bundesweites Netzwerk, dem sich auch viele Waldorfschulen angeschlossen haben, um aktiv gegen Rassismus anzugehen.
      www.schule-ohne-rassismus.org
      Beutelsbacher Konsens:
      Ein wichtiger Bezugspunkt für politische Bildung und Demokratieerziehung an Schulen, der auch in dieser Episode besprochen wird.
      www.bpb.de/beutelsbacher-konsens
      Fachstelle für demokratische Kultur und Schule:
      Ein Projekt, das von Frank Steinwachs mitgegründet wurde und sich der Förderung demokratischer Prozesse an Schulen widmet.
      Mobile Beratung: https://hamburg.arbeitundleben.de/politische-bildung/mbt/
      beherzt (Lüchow-Dannenberg) -https://beherzt.info/kreuze/
      Empfohlene Literatur:
      "Die Philosophie der Freiheit" von Rudolf Steiner
      Dieses Werk ist eine zentrale Grundlage der Waldorfpädagogik und wird in dieser Episode als Bezugspunkt für die Diskussion über Freiheit und Verantwortung erwähnt.
      "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" (Diverse Autoren)
      Eine Sammlung von Beiträgen über erfolgreiche Schulprojekte zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung.
      "Extremismus und Schule: Pädagogische Ansätze" von Albrecht Hüttig
      Ein wichtiges Buch, das konkrete Vorschläge für den Umgang mit Extremismus im schulischen Kontext bietet und auf die in der Folge besprochenen Herausforderungen eingeht.
      "Demokratische Kultur an Schulen stärken" (Herausgegeben vom Bund der Freien Waldorfschulen)
      Eine Sammlung von Aufsätzen, die sich mit der Bedeutung von Demokratie in der Schulbildung auseinandersetzt.

      Zitate

      Extremismus und Verschwörungstheorien an Waldorfschulen:
      "Spätestens seit Corona hat es einen richtigen Twist gegeben: Viele Verschwörungstheoretiker und staatsferne Gestalten wie Reichsbürger haben sich für Waldorfschulen interessiert, weil sie gemerkt haben, dass eine selbstverwaltete Schule Raum bietet, um gegen den Staat zu arbeiten."
      Demokratie als Kern der Waldorfpädagogik:
      "Demokratie muss von Anfang an aktiv gelebt werden. Kinder sollten schon in jungen Jahren lernen, was es bedeutet, teilzuhaben, Verantwortung zu übernehmen und Vielfalt zu respektieren."
      Rassismus als gesellschaftliches Problem, auch an Schulen:
      "Wir haben eine politische Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Und das heißt: Nein, es gibt keine Schule ohne Rassismus. Schulen sind Abbild der Gesellschaft, also auch von Rassismus betroffen."
      Die Rolle der LehrerInnen in der Extremismusprävention:
      "Lehrerinnen und Lehrer müssen sich dieser Themen bewusst sein und geschult werden. Wir brauchen eine klare Haltung gegen Diskriminierung und Extremismus – das ist eine zentrale Aufgabe für Schulen heute."
      Freiheit und Verantwortung in der Waldorfpädagogik:
      "Die Philosophie der Freiheit ist der Kern der Waldorfpädagogik. Doch das bedeutet nicht, dass wir uns von der gesellschaftlichen Realität abkoppeln dürfen. Wir müssen uns aktiv mit den politischen und gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen."
      Die Bedeutung von Transparenz bei extremistischen Vorfällen:
      "Langweilt die Presse mit Informationen. Schulen müssen offen und transparent kommunizieren, wenn es zu extremistischen Vorfällen kommt. Das ist der Schlüssel, um Vertrauen zu bewahren und zu zeigen, dass man die Sache ernst nimmt."
      Vielfalt als Ziel der Waldorfpädagogik:
      "Ich wünsche mir eine viel buntere Waldorfschule. Vielfalt – sei es kulturell, politisch oder ethnisch – sollte ein zentraler Bestandteil unserer Schulen sein, um wirklich die Gesellschaft zu spiegeln, in der wir leben."

      Hör dir die komplette Folge an und erfahre, wie Waldorfschulen mit den Herausforderungen von Extremismus und Demokratie umgehen! Teile deine Gedanken in den Kommentaren und lass uns wissen, wie du diese Themen an deiner Schule erlebst. Schreibt uns gerne an [email protected]

      47 min
    • Die Folge, in der es um Rassismus Sensibilisierung in Waldorfschulen geht
      Gespräch mit Mirjam Nuenning und Maria Umbach

      Waldorf Perspektiven: Rassismuskritische Arbeit in Waldorfschulen

      Beschreibung: In dieser Episode von „Waldorf Perspektiven“ spreche ich mit Mirjam Nuenning und Maria Umbach, die sich dankbarerweise bereits intensiv mit der rassismuskritischen Arbeit in Waldorfschulen auseinandersetzen. Gemeinsam diskutieren wir, wie Rassismus bereits im Kindesalter thematisiert werden sollte, welche Herausforderungen es bei der Implementierung von antirassistischen Maßnahmen gibt und wie Waldorfschulen ihre historische Verantwortung gegenüber den rassistischen Aussagen von Rudolf Steiner übernehmen können.
      Kerninhalte:

      • Systemischer Rassismus in Waldorfschulen: Diskussion darüber, wie tief Rassismus in den Strukturen unserer Gesellschaft und Institutionen und gleichwohl in Bildungseinrichtungen wie Waldorfschulen verwurzelt ist.
      • Auseinandersetzung mit der historischen Verantwortung der Waldorfpädagogik in Bezug auf die rassistischen Aussagen von Rudolf Steiner.
      • Rassismuskritische Sensibilisierung und Bildung: Die Wichtigkeit, Lehrkräfte durch Sensibilisierungsmaßnahmen für Rassismus zu schulen, um rassistische Vorfälle richtig einzuordnen und Gegenmaßnahmen zu unternehmen.
      • Vorstellung von Workshops und Fortbildungen, die Mirjam Nuenning und Maria Umbach in Waldorfschulen durchführen, um ein Bewusstsein für Rassismus zu schaffen.
      • Vielfalt und Inklusion im Lehrplan: Kritik an der eurozentrischen Ausrichtung des Lehrplans und die Notwendigkeit, diverse Perspektiven und Inhalte stärker zu integrieren. Praktische Ansätze, um inklusivere und vielfältigere Lernumgebungen zu schaffen, z.B. durch Repräsentation in Unterrichtsmaterialien und -inhalten.
      • Widerstände und Herausforderungen: Typische Herausforderungen und Widerstände, die Lehrkräfte und Schulgemeinschaften bei der Auseinandersetzung mit rassismuskritischen Themen erleben.
      • Strategien, um diese Widerstände zu überwinden und eine offene, lernbereite Haltung zu fördern.
      • Zukunft der Waldorfpädagogik: Die Rolle von Waldorfschulen als Orte der Inklusion und die Verantwortung, eine Pädagogik zu fördern, die für alle Schülerinnen sicher und einladend ist. Diskussion über die Notwendigkeit, die pädagogischen Grundlagen der Waldorfpädagogik zu modernisieren und an die Anforderungen einer diversen Gesellschaft anzupassen.
      • Wichtige Zitate aus der Episode:
        Mirjam Nuenning über systemischen Rassismus:
        "Ganz Deutschland hat ein Rassismusproblem. Die ganze Welt hat ein Rassismusproblem. Die Leute wollen sich immer ganz schnell von dem Begriff Rassismus distanzieren, weil sie mit Rassismus so was verbinden wie Neonazis, Skinheads, wirklich aggressive Gewalt, die an Menschen verübt wird. Aber eigentlich leben wir in einem System, in dem wir alle rassistisch sozialisiert sind."
        Maria Umbach über die historische Verantwortung der Waldorfpädagogik:
        "Es ist schon mit den Ursprüngen der Waldorfpädagogik und auch in Verbindung mit der Anthroposophie, teilweise eben Aussagen, Texten und Vorträgen von Rudolf Steiner, worin eine deutliche weiße Überlegenheit dargestellt wurde. Und das erfordert eine besondere Sensibilität, da hinzuschauen und sich klar zu positionieren und davon zu distanzieren."
        Mirjam Nuenning über die Herausforderungen für nicht-weiße Schülerinnen:
        "Ich kenne es aus meinem Umfeld, dass es viele Leute gibt, die schon interessiert sind an einer Pädagogik wie der Waldorfpädagogik. Aber die wissen, um die rassistischen Aussagen Steiners. Sie schauen sich die Schulen an, sehen, wie weiß sie sind, und möchten nicht, dass ihr Kind das einzige Schwarze Kind an so einer Schule ist."
        Maria Umbach über die Notwendigkeit einer inklusiven Schulkultur:
        "Schulen sollten sicherstellen, dass Schüler*innen aktiv an Entscheidungsprozessen beteiligt sind und ihnen Möglichkeiten bieten, ihre Meinung zu äußern und Projekte zu initiieren. Das ist wesentlich, um eine demokratische Schulkultur zu schaffen."
        Mirjam Nuenning über frühkindliche Rassismusprävention:
        "Das Thema Rassismus muss im frühesten Kindesalter anfangen. Vorurteile entwickeln sich im frühesten Kindesalter. Das ist auch ein Teil unseres Workshopangebots."
        Maria Umbach über die Integration vielfältiger Inhalte:
        "Repräsentationsmöglichkeiten zu schaffen in Geschichten, Bildern, Erzählungen – das ist eine Möglichkeit, um auch auf das Thema Rassismus einzugehen, ohne es problematisierend darzustellen, sondern auf eine stärkende Art und Weise."
        Mirjam Nuenning über die kritische Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner:
        "Wir müssen uns diese rassistischen Aussagen wirklich angucken, weil viele Leute wissen, dass es sie gibt, aber sie haben sie noch nie gelesen. Wenn man sie liest, wird klar, wie schrecklich diese Aussagen tatsächlich waren. Und dann müssen wir uns dazu positionieren."
        Weiterführende Links:
        https://www.umoja-waldorf.de/ – Institut für rassismuskritische Waldorfpädagogik (Link)
        waldorflernt Podcast: Gespräch mit Mirjam Nuenning und Maria Umbach open.spotify.com/episode/6nJe7qE2WUc4AnSn91C3CC
        Online-Schulung zur Sensibilisierung für Rassismus in Waldorfschulen (Link) https://e-learningwaldorf.de/courses/rassismussensibilisierung-in-waldorfschulen/
        https://dasgoetheanum.com/schule-ohne-rassismus/
        https://www.anthroposophie-gegen-rassismus.de
        TEDtalk: Chimamanda Adichie: Die Gefahr einer einzigen Geschichte https://www.youtube.com/watch?v=mgs2Do88zp0
        https://www.fischerverlage.de/buch/chimamanda-ngozi-adichie-mamas-zaubertuch-9783737372329
        https://www.eoto-archiv.de/literatur/#bibliothek
        https://twm-bibliothek.de/
        https://schwarze-kinderbibliothek.de/
        https://www.teachingforchange.org/tag/africa
        “Ten Quick Ways to Analyze Children’s Books for Racism and Sexism” https://www.teachingforchange.org/selecting-anti-bias-books )
        https://socialjusticebooks.org/booklists/booklist-and-resources-for-teaching-about-africa/
        https://youtu.be/mgs2Do88zp0?si=hW3H4dyhSH4B-CF8
        -Sprache und Sein, Kübra Gümüşay https://www.deutschlandfunk.de/sprache-dekolonisieren-in-rassistischen-woertern-steckt-100.html
        https://www.exitracism.de/
        https://open.spotify.com/intl-de/album/6LLl2tvQel0dJiTLQpTAUE
        https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/alice-hasters-was-weisse-menschen-nicht-ueber-rassismus-hoeren-wollen-aber-wissen-sollten-9783446270619-t-3465
        https://www.youtube.com/watch?v=ZfnVXd_k7gk
        https://open.spotify.com/intl-de/album/0FhTAyG7izSGUi7x8xaPgm
        https://www.interkontinental.org/kategorie/anti-rassismus?page=1
        https://www.dtv.de/buch/rassismus-antirassismus-und-du-64098
        https://aewtass.org/
        https://www.amz-berlin.de
        https://www.initiative-perspektivwechsel.org/
        Rassismussensibilisierung:
        https://www.amnesty.de/glossar-fuer-diskriminierungssensible-sprache
        https://www.amnesty.de/deutschland-antirassistische-literatur-filme-und-podcasts
        https://www.notoracism.ch/glossar
        https://www.oegg.de/wp-content/uploads/2019/12/Leitfaden_PDF_2014.pdf
        https://vielfalt.uni-koeln.de/antidiskriminierung/diskriminierungssensible-sprache
        https://www.gew.de/migration/materialien-zur-rassismuskritischen-bildungsarbeit
        https://www.vielfalt-mediathek.de/anti-schwarzer-rassismus
        https://mitvergnuegen.com/lesevergnuegen/buecher-alltagsrassismus-diskriminierung/
        https://www.zeit.de/zett/politik/2020-06/diese-fuenf-antirassistischen-buecher-podcasts-und-filme-solltet-ihr-euch-jetzt-anschauen
        https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/Expertisen/expertise_mehrdimensionale_diskriminierung_jur_analyse.pdf?__blob=publicationFile&v=2
        https://heimatkunde.boell.de/de/2023/04/28/verflechtungen-von-sprache-macht-und-rassismus-wie-sprache-wirklichkeit-schafft

        Hört euch die vollständige Episode an, um mehr darüber zu erfahren, wie Waldorfschulen rassismuskritische Arbeit effektiv umsetzen können. Euer Feedback ist uns wichtig! Schreibt uns eure Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema. Verpasst keine Episode mehr und abonniert „Waldorf Perspektiven“ auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform! Vergiss nicht, uns auch auf Instagram zu folgen. Falls ihr Kontakt aufnehmen wollt, schreibe uns gerne dein Lob oder Kritik, deine Themen oder Gästeempfehlungen an [email protected]

        52 min
      • Die Folge, in der es um Abschied vom Guru? 2.0 geht. (Teil 2)
        Gespräch mit Markus Schulze und Thomas Voß

        Die Folge, in der es um "Abschied vom Guru?" 2.0 geht.(Teil 2)

        Gäste: Thomas Voß und Markus Schulze
        Beschreibung:
        In dieser Episode von "Waldorf Perspektiven" geht es weiter im Gespräch mit Markus Schulze und Thomas Voß. In der vorherigen Episode sind wir näher auf den Text eingegangen und die konkreten Rassismusvorwürfe die es gegenüber der Anthroposophie gibt. Heute gehen wir näher auf die konkrete Anwendung in der Waldorfpädagogik ein, die Haltung und Auseinandersetzung gegenüber Kritikvorwürfen und ganz konkrete Handlungsvorschläge und Wünsche für die Zukunft.
        Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat um 06:30 Uhr auf TIDE.radio und alle zwei Wochen auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform.

        Inspiriert durch den Artikel "Abschied vom Guru?" aus der Zeitschrift "Erziehungskunst" im Dezember 2002, beleuchten beide Gäste die Notwendigkeit einer differenzierten und kritischen Auseinandersetzung mit Steiners Lehren.

        In dieser Episode setzen wir unsere Diskussion über die Waldorfpädagogik und die damit verbundenen Herausforderungen fort. Unsere Gäste Markus Schulze und Thomas Vogt sprechen über den Umgang mit den kritischen Aspekten von Rudolf Steiners Werk, insbesondere den Vorwürfen des Rassismus und Antisemitismus. Wie können Waldorfschulen und Anhänger der Anthroposophie sicherstellen, dass ihre Ablehnung von Diskriminierung klar zum Ausdruck kommt? Wie begegnet man dem schwierigen Erbe Steiners und den Herausforderungen der heutigen Zeit?

        Themenübersicht:

        00:00 - Einleitung: Kurze Zusammenfassung des ersten Teils und Vorstellung der Gäste.

        00:22 - Rückblick: Diskussion über die Veröffentlichung in der „Erziehungskunst“ und den Umgang mit der Kritik an Rudolf Steiner.
        00:47 - Vertiefung der Vorwürfe: Markus Schulze und Thomas Vogt erläutern die antisemitischen und rassistischen Vorwürfe gegenüber Steiners Texten.
        01:29 - Positionierung: Wie können Waldorfschulen klar gegen Rassismus und Diskriminierung auftreten?
        02:38 - Diskurs und Kritik: Die Bedeutung eines offenen und differenzierten Diskurses innerhalb der Waldorfbewegung.
        04:42 - Soziale Medien und Waldorfpädagogik: Die Rolle der Waldorfpädagogik in der digitalen Welt und wie sie auf Kritik reagiert.
        10:18 - Steiners Diskursfähigkeit: Kritische Betrachtung der historischen und aktuellen Relevanz von Steiners Ansätzen.
        16:06 - Analyse der Goetheanum-Stellungnahme von 2021: Markus und Thomas bewerten die Stellungnahme des Goetheanum zu Rassismus in der Anthroposophie.
        25:04 - Waldorfpädagogik und Menschlichkeit: Diskussion über die Rolle der Waldorfpädagogik in der Förderung von Menschlichkeit und interkulturellem Verständnis.
        32:10 - Diskursbereitschaft und Engagement: Die Notwendigkeit, innerhalb der Waldorfbewegung mehr Diskursbereitschaft zu zeigen und aktiv gegen Rassismus vorzugehen.
        39:17 - Schlussgedanken: Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft der Waldorfschulen und der Anthroposophie.

        Highlights der Episode:

        Kritische Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner

        Die Gäste diskutieren intensiv über die antisemitischen und rassistischen Vorwürfe gegenüber Rudolf Steiners Werk und beleuchten die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung seiner Texte in der heutigen Zeit.

        Zitate
        Markus Schulze: „Es gibt rassistische Stellen bei Steiner, die wir kritisch betrachten müssen. Wir können nicht einfach sagen, die Anthroposophie ist grundsätzlich gegen Rassismus und Nationalismus – das wäre zu einfach.“
        Thomas Voß: „Wir müssen Steiner so sehen, wie er war: eine komplexe Figur mit verschiedenen Facetten, die es erfordert, seine Aussagen in ihrem historischen Kontext kritisch zu hinterfragen.“
        Diskurs und Umgang mit Kritik

        Es wird betont, wie wichtig es ist, innerhalb der Waldorfbewegung eine offene und angstfreie Diskussion zu führen, anstatt in Abwehrreflexe zu verfallen. Dabei wird auch die Stellungnahme des Goetheanum von 2021 kritisch hinterfragt.

        Zitate
        Markus Schulze: „Die Diskursbereitschaft muss größer werden. Wir dürfen nicht sofort in Abwehrhaltungen verfallen, sondern müssen uns der Kritik stellen und sie ernst nehmen.“
        Thomas Voß: „Wir dürfen uns nicht wundern, wenn wir als rückwärtsgewandt wahrgenommen werden, wenn wir uns nicht aktiv mit der Kritik auseinandersetzen. Das Annehmen von Kritik stärkt uns langfristig.“

        Rolle der Waldorfpädagogik in der modernen Welt

        Die Episode thematisiert die Herausforderungen und Chancen, die sich für die Waldorfpädagogik in einer globalisierten und digitalen Welt ergeben. Besonders die Präsenz in sozialen Medien wird als wichtiger Baustein für die Zukunft gesehen.

        Zitate
        Markus Schulze: „Die Waldorfpädagogik muss mutiger werden und sich stärker in den sozialen Medien präsentieren, um auch in der heutigen digitalen Welt relevant zu bleiben.“
        Thomas Voß: „Die Zukunft der Waldorfpädagogik liegt darin, dass wir unsere Präsenz in der Welt des Internets und der sozialen Medien deutlich verstärken müssen, um die jüngeren Generationen zu erreichen.“

        Steiners Dualität – Guru und Zuhörer

        Es wird diskutiert, wie Rudolf Steiner einerseits als autoritärer Lehrer und andererseits als empathischer Zuhörer wahrgenommen wurde und wie diese Dualität in der heutigen Betrachtung seines Werks berücksichtigt werden sollte.

        Zitate
        Markus Schulze: „Steiner trat oft als Guru oder Priester auf, aber es gab auch die Seite von ihm, die unglaublich gut zuhören konnte – das muss man zusammen betrachten.“
        Thomas Voß: „Steiner hatte einerseits den Vorsatz, Personenkult zu vermeiden, aber gleichzeitig trat er oft als autoritäre Figur auf. Diese Dualität ist entscheidend für das Verständnis seiner Rolle.“

        Förderung von Menschlichkeit und Interkulturalität

        Die Bedeutung der Waldorfpädagogik für die Förderung von Menschlichkeit und interkulturellem Verständnis wird hervorgehoben. Es wird darüber gesprochen, wie Waldorfschulen ihre Angebote inklusiver und vielfältiger gestalten können.

        Zitate
        Markus Schulze: „Die Waldorfpädagogik muss die Individualität des Kindes in den Vordergrund stellen, unabhängig von Hautfarbe oder kulturellem Hintergrund. Das ist zentral für eine interkulturelle Erziehung.“
        Thomas Voß: „Es ist wichtig, dass wir als Waldorflehrer eine Haltung entwickeln, die frei von Vorurteilen ist und die menschliche Würde jedes Kindes anerkennt und fördert.“

        Aktuelle Relevanz und politische Bildung

        Die Episode betont die Notwendigkeit, Themen wie Rassismus und Antisemitismus stärker in den Unterricht an Waldorfschulen zu integrieren und die politische Bildung der Schüler zu fördern, um sie besser auf die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft vorzubereiten.

        Zitate
        Markus Schulze: „Wir müssen mehr politische Bildung in die Schulen bringen. Schüler sollten die gesellschaftspolitischen Realitäten besser verstehen, um gegen Rassismus und Antisemitismus gewappnet zu sein.“
        Thomas Voß: „Die Auseinandersetzung mit Themen wie Rassismus und Antisemitismus ist heute genauso relevant wie vor 100 Jahren, vielleicht sogar noch mehr. Das muss Teil unserer Bildungsarbeit sein.“

        Zukunft der Waldorfpädagogik

        Zum Abschluss werden Wünsche und Hoffnungen für die Weiterentwicklung der Waldorfpädagogik geäußert, mit einem klaren Appell für mehr Diskursbereitschaft, Engagement und die Überwindung von Bequemlichkeit in der Bewegung.

        Zitate
        Markus Schulze: „Wir brauchen mehr Engagement und eine stärkere Bereitschaft, uns den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen. Das erfordert Mut und die Fähigkeit, Bequemlichkeit zu überwinden.“
        Thomas Voß: „Die Zukunft der Waldorfpädagogik liegt in einem offenen Diskurs, in der Bereitschaft zur Selbstkritik und im Mut, neue Wege zu gehen. Wir müssen uns ständig weiterentwickeln.“

        Literaturhinweise:

        Wozu Rassismus:
        https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/514062/wozu-rassismus/

        Steiner und Rassismus:

        https://info3-verlag.de/projekte/frankfurter-memorandum/
        https://www.anthroposophie-gegen-rassismus.de

        Steiners Entwicklungsgedanke, der sich wie ein roter Faden durch die Anthroposophie und Waldorfpädagogik zieht und damit im Zusammenhang stehend Steiners Kulturstufenmodell, bei dem KritikerInnen auf die Gefahr der Hierarchisierung und strukturellen Diskriminierung verweisen sind die entscheidenden Punkte, von denen die Waldorfschulen sich distanzieren müssen. Sowohl beim Entwicklungs- und Evolutionsgedanken als auch dem Kulturstufenmodell, bei dem Steiner Völker (und leider auch „Rassen“) in verschiedene sich abwechselnde, aufeinander aufbauende, sich höher entwickelnde „Kulturen“ einteilte, werfen in der Tat Fragen auf und können trotz historischer Kontextualisierung so nicht hingenommen werden. KritikerInnen sehen hier berechtigterweise die Gefahr der Hierarchisierung, der Diskriminierung und des Rassismus. Markus (als Biologe) und Thomas (als Historiker) bewegt schon seit längerem die Frage, ob und in welcher Weise Steiners Denken „kontaminiert“ ist bzw. war von dem Denken des Evolutionsforschers (Rassisten, Sozialdarwinisten und Eugenikers) Ernst Haeckel (1834-1919). Um sich von dieser Haltung und Richtung zu distanzieren - auch Rudolf Steiner war ein Lernender - müssen diese Texte in der WaldorflehrerInnenausbildung wachsam zur Kenntnis genommen werden, um sie aktiv abzulehnen.

        Hier könnte das seit 3-4 Jahren wieder stärker diskutierte Thema interessant sein: Rolle der Waldorfschulen im 3. Reich, ausgelöst u. a. durch den Artikel von Annika Brockschmidt, „Sind das jetzt alles Nazis?“, auf ZEIT ONLINE, 1. September 2020.

        Aufmerksam verfolgt haben beide autoren die Publikationen des Bundes der Waldorfschulen und des GOETHEANUMS, die offiziell zu den Rassismus- und Antisemitismusvorwürfen Stellung zu nehmen versuchen: Stuttgarter Erklärung 2007 und 2020 sowie Peter Selg, Constanza Kaliks, Justus Wittich, Gerald Häfner, „Anthroposophie und Rassismus“. Ein Beitrag aus der Goetheanums-Leitung/Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft, 2021.
        Stuttgarter Erklärung
        Erziehungskunst
        Goetheanum Stellungnahme
        Ulrich Kaiser: "Der Erzähler Rudolf Steiner: Studien zur Hermeneutik der Anthroposophie"
        Weiterführende Links
        https://www.bpb.de/mediathek/reihen/548523/angekommen-rassismus-schule/
        https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/schule-2020/322695/das-recht-auf-bildung-verwirklichen/
        https://www.erziehungskunst.de/artikel/berlin-ick-liebe-dir
        https://www.erziehungskunst.de/artikel/autonomie-statt-autoritarismus
        https://www.forschung-waldorf.de/publikationen/detail/goebekli-tepe-und-der-prozess-der-sesshaftwerdung-2/
        https://p116437.mittwaldserver.info/artikel/leserbriefe/selektive-wahrnehmung/
        https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-erste-grosse-menschheitsrevolution

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        55 min
      • Die Folge, in der es um "Abschied vom Guru?" 2.0 geht.
        Gespräch mit Markus Schulze und Thomas Voß - Teil I

        Die Folge, in der es um "Abschied vom Guru?" 2.0 geht.

        Gäste: Thomas Voß und Markus Schulze
        Beschreibung:
        In dieser Episode von "Waldorf Perspektiven" diskutieren wir mit unseren Gästen Thomas Voß und Markus Schulze über die Kontroversen um Rudolf Steiner und die Waldorfpädagogik, insbesondere im Kontext von Antisemitismus und Rassismus. Inspiriert durch ihren Artikel "Abschied vom Guru?" aus der Zeitschrift "Erziehungskunst" im Dezember 2002, beleuchten sie die Notwendigkeit einer differenzierten und kritischen Auseinandersetzung mit Steiners Lehren.
        Highlights der Episode:
        Einführung:
        Moderator Yampier Aguiar Durañona gibt einen Überblick über die Bedeutung von Rudolf Steiner und die aktuellen Herausforderungen der Waldorfpädagogik.
        Zitat Thomas Voß: "Rudolf Steiner hat ein Erbe hinterlassen, das bis heute Bestand hat, aber wir müssen uns kritisch mit bestimmten Aspekten seiner Lehren auseinandersetzen."
        Zitat Markus Schulze: "Die Tiefe, die man für diese Diskussion braucht, wurde oft nicht erreicht, weil viele in einer vorsichtigen, manchmal abwehrenden Haltung verharrten."
        Diskussion über Rassismusvorwürfe:
        Markus Schulze: "Der absolute zentrale Punkt in meinen Augen waren eben die Rassismusvorwürfe, die erstmals von Jutta Ditfurth, einer Grünen-Abgeordneten, in ihrem Buch 'Feuer im Herzen' formuliert wurden."
        Thomas Voß: "Viele haben emotional reagiert, weil sie sich so stark mit Rudolf Steiner als Person verbunden fühlen. Das ist ihr Lebenselixier."
        Persönliche Erfahrungen und Entwicklungen:
        Thomas Voß: "Ich habe Steiner durch die letzten 30 Jahre einfach mehr schätzen gelernt als einen Ringenden, Lernenden, sich Entwickelnden."
        Markus Schulze: "Ein großer Punkt war dabei, ihn stärker in den historischen Zusammenhang zu stellen und uns klarzumachen, der Junge hat zu Jahrhundertwende gelebt."
        Kritik an der Stuttgarter Erklärung und der Stellungnahme des Goetheanums:
        Markus Schulze: "Ich war einfach nur entsetzt… Reiner Abwehrreflex."
        Thomas Voß: "Man kann vielleicht doch nochmal auf dieses Arbeitspapier des Goetheanums insofern etwas genauer eingehen, dass man mal auf den ganzen Aufbau, die ganze Machart eingeht."
        Zukunft der Waldorfpädagogik:
        Die Notwendigkeit eines dynamischen und kritischen Umgangs mit Steiners Werk.
        Thomas Voß: "Wir sehen in zwei Richtungen eigentlich die Aufgabe. Das eine ist ganz klar zu erkennen, dass wir in einer globalen Welt der Diversität und der Vielfalt leben."
        Markus Schulze: "Mit Steiner anders umgehen und Sachen auch rausschmeißen sicherlich, aber manche Sachen sind von den Konzepten einfach gut und interessant und bearbeitbar."

        Literaturhinweise:

        Steiner und Rassismus:
        https://info3-verlag.de/projekte/frankfurter-memorandum/
        https://www.anthroposophie-gegen-rassismus.de

        Steiners Entwicklungsgedanke, der sich wie ein roter Faden durch die Anthroposophie und Waldorfpädagogik zieht und damit im Zusammenhang stehend Steiners Kulturstufenmodell, bei dem KritikerInnen auf die Gefahr der Hierarchisierung und strukturellen Diskriminierung verweisen sind die entscheidenden Punkte, von denen die Waldorfschulen sich distanzieren müssen. Sowohl beim Entwicklungs- und Evolutionsgedanken als auch dem Kulturstufenmodell, bei dem Steiner Völker (und leider auch „Rassen“) in verschiedene sich abwechselnde, aufeinander aufbauende, sich höher entwickelnde „Kulturen“ einteilte, werfen in der Tat Fragen auf und können trotz historischer Kontextualisierung so nicht hingenommen werden. KritikerInnen sehen hier berechtigterweise die Gefahr der Hierarchisierung, der Diskriminierung und des Rassismus. Markus (als Biologe) und Thomas (als Historiker) bewegt schon seit längerem die Frage, ob und in welcher Weise Steiners Denken „kontaminiert“ ist bzw. war von dem Denken des Evolutionsforschers (Rassisten, Sozialdarwinisten und Eugenikers) Ernst Haeckel (1834-1919). Um sich von dieser Haltung und Richtung zu distanzieren - auch Rudolf Steiner war ein Lernender - müssen diese Texte in der WaldorflehrerInnenausbildung wachsam zur Kenntnis genommen werden, um sie aktiv abzulehnen.

        Hier könnte das seit 3-4 Jahren wieder stärker diskutierte Thema interessant sein: Rolle der Waldorfschulen im 3. Reich, ausgelöst u. a. durch den Artikel von Annika Brockschmidt, „Sind das jetzt alles Nazis?“, auf ZEIT ONLINE, 1. September 2020.

        Aufmerksam verfolgt haben beide autoren die Publikationen des Bundes der Waldorfschulen und des GOETHEANUMS, die offiziell zu den Rassismus- und Antisemitismusvorwürfen Stellung zu nehmen versuchen: Stuttgarter Erklärung 2007 und 2020 sowie Peter Selg, Constanza Kaliks, Justus Wittich, Gerald Häfner, „Anthroposophie und Rassismus“. Ein Beitrag aus der Goetheanums-Leitung/Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft, 2021.
        Stuttgarter Erklärung
        Erziehungskunst
        Goetheanum Stellungnahme
        Ulrich Kaiser: "Der Erzähler Rudolf Steiner: Studien zur Hermeneutik der Anthroposophie"
        Weiterführende Links
        https://www.erziehungskunst.de/artikel/berlin-ick-liebe-dir
        https://www.erziehungskunst.de/artikel/autonomie-statt-autoritarismus
        https://www.forschung-waldorf.de/publikationen/detail/goebekli-tepe-und-der-prozess-der-sesshaftwerdung-2/
        https://p116437.mittwaldserver.info/artikel/leserbriefe/selektive-wahrnehmung/
        https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-erste-grosse-menschheitsrevolution

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        40 min
      • Die Folge, in der es um Sexualkunde an Waldorfschulen geht
        Gespräch mit Karlotta Piening

        Episode 11: Sexualkunde an Waldorfschulen – Ein Gespräch mit Karlotta Piening

        In dieser Episode von "Waldorfperspektiven" begrüßen wir Karlotta Piening, Physiotherapeutin und angehende systemische Sexualtherapeutin, die an Waldorfschulen unterrichtet. Karlotta teilt ihre Einsichten und Erfahrungen aus ihrer Arbeit im Bereich der Sexualkunde und erläutert, warum dieses Thema gerade an Waldorfschulen von großer Bedeutung ist.

        Themen dieser Episode:

        Einführung in die Sexualkunde an Waldorfschulen: Karlotta erklärt, wie sie ihr Konzept der Sexualkunde entwickelt hat und wie es in den Unterricht integriert wird.

        Waldorfpädagogik und Sexualerziehung: Die Verbindung zwischen Waldorfpädagogik und moderner Sexualerziehung, und wie Karlotta diese beiden Ansätze kombiniert.
        Bedeutung der Prävention: Warum frühzeitige sexuelle Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen so wichtig ist, und wie sie Kindern hilft, ihre eigenen Grenzen kennenzulernen und zu benennen.
        Herausforderungen und Ängste: Die häufigsten Herausforderungen und Ängste, denen Karlotta in ihrem Unterricht begegnet, und wie sie diese überwindet.
        Vision eines umfassenden Lehrplans: Karlottas Vision eines einheitlichen Lehrplans für Sexualkunde an Waldorfschulen, um sicherzustellen, dass alle SchülerInnen eine fundierte und einfühlsame Sexualerziehung erhalten.
        Praktische Methoden: Einblicke in die spielerischen und gefühlsbasierten Methoden, die Karlotta in ihrem Unterricht verwendet, um Wissen über den eigenen Körper zu vermitteln.

        Wichtige Zitate:

        „Ich habe Texte gelesen, ja sogar Steiner gelesen. Und da mein Mann Waldorflehrer ist, mein Sohn auf eine Waldorfschule geht und ich selber ja auch 13 Jahre auf die Schule gehen durfte, habe ich so ein Grundgefühl für die Waldorfpädagogik entwickelt.“

        „Ich mache das auf so eine Art und Weise, dass die vor allem das fühlen und dass sie es spüren. Und das geht in alle Klassen weiter, also wirklich bis zur Jugendlichkeit und bis zur zwölften Klasse.“
        „Sexuelle Bildung ist für die Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen in der Waldorfpädagogik so unfassbar wichtig, gerade deshalb, weil es viele Aspekte gibt. Der wichtigste Aspekt ist der Präventionsaspekt, dass Kinder wirklich schon früh bestimmtes Wissen über ihren eigenen Körper mitbringen.“
        „Ich sage Gott sei Dank deshalb, weil das, glaube ich, den Kindern und Jugendlichen es einfacher macht, mir eine Offenheit auch entgegenzubringen, also kein Schamgefühl zu haben, was aber auch völlig okay ist, wenn man das hat.“
        „Die Kinder lieben Ehrlichkeit und um Wahrheit, wie gesagt, die Fragen, die von denen kommen, die sind meistens genau so, wie sie es auch aufnehmen können.“

        Links und Ressourcen:

        https://karlotta-piening.de/

        https://www.waldorf-resources.org/de/einzelansicht/grundlagen-des-waldorf-ansatzes-fuer-den-sexualkundeunterricht-zehn-pfeiler
        https://www.waldorf-ideen-pool.de/Schule/faecher/naturkunde-klasse-4---7/sexualkunde
        https://www.forschung-waldorf.de/forschungsprojekte/eigene-forschungsprojekte/alle-forschungsprojekte/detail/sexualkunde-gender-und-individualitaet/
        https://www.instagram.com/karlotta_piening/

        Empfehlungen von Büchern, die Karlotta Pienings Erfahrung nach hilfreich sein könnten. Gern meldet Ihr Euch mit eigenen Empfehlungen, so kann es eine große Liste geben, die nach und nach hoffentlich allen Ansprüchen und Erwartungen gerecht werden kann und immer weiter wächst. Ich möchte betonen, dass diese Empfehlungen keine Werbung darstellen:

        Büchern für Eltern
        „Aufklärung von Anfang an“ Christiane Kolb, „Kleine Menschen große Gefühle“, „Sex in Echt“, „Sex und so“
        Bücher für Kinder:
        „Ein BABY! Wie eine Familie entsteht“, „Von wegen Bienchen und Blümchen“, „Klär mich auf“, „Einfach irre! Liebe, Sex und Kinderkriegen“, „Expedition nach Genitalien“,„Mein Körper ist mein Königreich“, „Mut zum Blut“, „Liebe deinen Körper“, „Lina die Entdeckerin“, “Bruno will hoch hinaus”, „Körper sind toll“
        Bücher für die Pupertät:
        „Total normal- was Du schon immer über Sex wissen wolltest“, „Was glitzert denn da?“, „Alles voll normal, 1000 Fakten über die Pupertät“, „Sex in Echt“, „Sex und so“

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        Wir freuen uns auch über euer Feedback und eure Fragen zur Episode. Schreibt uns gerne an [email protected] oder besucht unsere Instagram-Seite.

        Wir freuen uns darauf, mit dir gemeinsam neue Impulse in der Waldorfpädagogik zu setzen. Bis zum nächsten Mal!

        54 min
      • Die Folge, in der es um Klassismus geht
        Gespräch mit Marcus Oberreuter
        In meinem zweiten Gespräch mit Marcus Oberreuter beleuchten wir ganz konkret die Frage des Klassismus und versuchen zu ergründen, wie es möglich sein könnte, Waldorfschulen heterogener aufzustellen und wie dies allem voran einer breiteren Repräsentation von Vielfalt jeglicher Kategorien im Kollegium voraussetzt.
        48 min
      • Die Folge in der es um Waldorfschulsozialarbeit geht
        Gespräch mit Fridtjof Meyer-Radkau

        Fragst du dich, wie Schulsozialarbeit die Herausforderungen an Waldorfschulen meistern kann? In dieser Folge erfährst du alles über die wichtige Rolle der Schulsozialarbeit bei der Bewältigung von Mobbing, familiären Konflikten und mehr.

        Zusammenfassung: Unser Gast, Fridtjof Meyer-Radkau, ein erfahrener Sozialarbeiter, erklärt, warum Schulsozialarbeit unverzichtbar ist, um die ganzheitliche Bildung und Entwicklung der Schülerinnen zu fördern. Erfahre, wie präventive Maßnahmen und systemische Beratung das Schulklima verbessern und wie Lehrerinnen und Schulsozialarbeiterinnen gemeinsam ein unterstützendes und sicheres Umfeld schaffen.
        Wichtige Themen:
        Ganzheitliche Förderung: Die Rolle der Schulsozialarbeit in der Waldorfpädagogik.
        Moderne Herausforderungen: Umgang mit Mobbing, Cybermobbing, familiären Konflikten und Medienkonsum.
        Systemische Beratung: Unterstützung für Lehrerinnen und Schülerinnen.
        Präventive Maßnahmen: Workshops und Programme zur Prävention und Intervention.
        Kinderschutz: Die Bedeutung von Kinderschutzbeauftragten an Waldorfschulen.
        Rollenklärung: Klare Rollen und geschützte Räume für Schülerinnen schaffen
        Integration: Unterstützung neuer Schüler*innen mit sprachlichen und kulturellen Barrieren.
        Zitate:
        „Themen wie Mobbing, Cybermobbing, Konflikt- und Gewaltmanagement sowie Medienkonsum bestimmen die Lebenswelten von jungen Menschen auch an Waldorfschulen.“
        „Schulsozialarbeit soll eine Antwort darauf geben, diesen Themen zu begegnen und neue Handlungsoptionen zu haben.“
        Links und Ressourcen:
        Mehr über Schulsozialarbeit an Waldorfschulen
        Prisma Berlin
        Vortrag zum Waldorfschulsozialarbeit
        Weitere Links
        https://www.waldorfschule.de/beratung-kontakt/gewaltpraevention/schulsozialarbeit
        https://www.erziehungskunst.de/archiv-suche/archiv/es-ist-zeit-fuer-waldorfschulsozialarbeit-von-der-ersten-idee-zur-taeglichen-praxis
        https://berlin.interkulturellewaldorfschule.org/arbeitsgruppen.html
        https://www.erziehungskunst.de/artikel/waldorfschulsozialarbeit-empfehlungen-und-einblicke
        https://berlin.interkulturellewaldorfschule.org/begegnung/team/waldorfschulsozialarbeit.html

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        48 min
      • Die Folge in der es um die SchülerInnenvertretung der Waldorfschulen geht
        Gespräch mit Jannes Llull und Henrika Büter
        Heute sprechen wir mit Henrika und Jannes, Sprecherinnen der Waldorf Schülerinnenvertretung. Ich freue mich darauf, sozusagen mit der Quelle ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, was sich SchülerInnen wünschen für die Herausforderungen unserer Zeit und die Zukunft von Waldorfschulen und wie sie ihre Möglichkeit der Teilhabe einschätzen und was sie sich diesbezüglich wünschen.
        Alle zwei Wochen auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform. Immer am ersten und dritten Dienstag im Monat um 06:30 auf TIDE.radio
        46 min
      • Die Folge, in der es um Identität(sfindung) geht
        Gespräch mit Sarah van Hamme
        In unserem Gespräch mit Sarah van Hamme sprechen wir darüber, wie wir als Lehrkraft und Eltern die Entwicklung von Jugendlichen im Hinblick auf Gender Vielfalt und Identitätsbildung unterstützen können und was wir vor allem auch vond er Generation Z lernen können, indem wir aufmerksam zuhören und ins Gespräch gehen.
        Wie immer hilft es bei der Akzeptanz für Gender Vielfalt und einer abweichenden Entwicklung hinsichtlich unserer eigenen Sozialisation, ein offener Blick und das ehrliche Interesse, unser Gegenüber kennenzulernen. Was wir nicht kennen, lässt uns erfahrungsgemäß stutzen - oft werden Dinge projiziert und Szenarien imaginiert, die wenig mit der Realität zu tun haben. Ist diese Zurückhaltung einmal überwunden und treten wir in Austausch, stellen wir fest, dass die Assoziationen, die wir mit den unterschiedlichen Gender Identitäten haben so vielfältig sind, wie die Menschheit selbst.
        46 min

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      Unser Podcast entführt dich in die faszinierende Welt der Waldorfpädagogik. Hier geht es unter anderem um gesellschaftliche Themen, Ideen für aufregende Schul- und Unterrichtskulturen, die Stärkung von Kindern und Jugendlichen, Spiritualität, Bildung in postkolonialen und postmigrantischen Kontexten. Auch brisante Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus finden bei uns Raum.

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