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  • Schauspielerin Luise Rainer: Hollywood, nein danke!

    Sie war schön, selbstbewusst - und die einzige Deutsche, die je den Oscar gewann. Sogar zweimal (1937/38). Luise Rainer starb am 30.12.2014 mit 104 Jahren in London.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Christiane Kopka:

    • mit welchen Star-Allüren Luise Rainer schon als Auszubildende ihre Theater-Kollegen nervt,
    • warum sie in Hollywood als "Wiener Träne" gefeiert wird,
    • über ihr illustres Leben nach der Schauspielerei mit Freunden wie Albert Einstein, George Gershwin, Arthur Miller und Dorothy Parker.

    Der große Durchbruch gelingt Luise Rainer 1936 mit einer Szene in der Filmkomödie "Der große Ziegfeld": Am Telefon gratuliert sie als Geschiedene ihrem Ex-Mann zur neuen Vermählung. Sie erhält für ihre überzeugende Darstellung der tief verletzten Ex-Frau den Oscar. Ein Jahr später folgt ein weiterer für die weibliche Hauptrolle in "Die gute Erde".

    Kurz darauf beendet Luise Rainer ihre Karriere. Mit 28 Jahren fühlt sie sich ausgebrannt und die Rollenangebote sind ihr zu seicht. Sogar als ihr Federico Fellini eine Rolle in "La dolce Vita" anbietet, lehnt sie wegen einer Bett-Szene empört ab. Stattdessen genießt sie nun ihr luxuriöses Privatleben.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Bernd Desinger, Leiter des Filmmuseums Düsseldorf
    • Antje Kahnt, Autorin und Stadtführerin in Düsseldorf
    • Ralf Oldenburg, Biograf von Luise Rainer
    • Ralf Oldenburg: Looking back. Der Blick zurück. Luise Rainer. Felsberg 2019
    • Antje Kahnt: Düsseldorfs starke Frauen, Düsseldorf 2016
    • Judith Prokasky: Luise Rainer: Ausdruck und Anspruch. Erscheinungsbilder einer Schauspielerin. Filmblatt 2007

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: Erste Oscar-Verleihung in Hollywood
    • Stichtag: "La Dolce Vita" in Cannes prämiert
    • Filmmuseum Düsseldorf

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Christiane Kopka
    Redaktion: Sefa Inci Suvak
    Technik: Theo Kramer

    15 min
  • Große Vision kleiner Teilchen: Feynmans Rede zur Nanotechnologie

    Als der Physiker Richard Feynman am 29.12.1959 über winzige Computer und kleine Roboter im Blut sprach, klang das nach Science Fiction. Jahrzehnte später prägt es die Welt.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Mau:

    • wie sich die Filmindustrie in Hollywood vom Quantenphysiker Richard Phillips Feynman inspirieren lässt,
    • wo wir im Alltag überall Nanotechnologie nutzen,
    • wie Richard P. Feynman 1986 einer Kommission den Absturz der Raumfähre Challenger in wenigen Minuten mit einer Schraubzwinge, Eiswasser und einem Dichtungsring erklärt.

    Als Richard P. Feynman Ende 1959 seine Rede am "California Institute of Technology" hält, sind Computer riesige, raumgroße Anlagen, die sehr viel Strom für wenig Rechenleistung verbrauchen. Feynman schlägt vor, die Computer viel kleiner zu bauen, sodass etwa die Drähte nur einen Durchmesser von einigen Atomen haben. Ein damals so unrealistischer wie visionärer Gedanke.

    Auch die Idee neuronaler Netze, auf der die heutige KI basiert, bringt Feynman schon 1959 ins Spiel. Und liefert gleich die passende Anwendung: So könnten Computer Gesichter erkennen wie das menschliche Gehirn. Er wird recht behalten, heute hat jedes Smartphone Gesichtserkennung. Feynman ist wissbegierig, aber auch sarkastisch - und nie mit dem Mittelmaß zufrieden. Das bringt ihm den Vorwurf der Eitelkeit ein, aber auch den Physik-Nobelpreis.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Jörg Resag, Phyiker und Feynman-Biograf
    • Jochen Viehoff, Geschäftsführer des Heinz Nixdorf Museumsforums in Paderborn
    • Jörg Resag: Feynman und die Physik: Leben und Forschung eines außergewöhnlichen Menschen. Berlin 2017

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: Geburtstag von Richard Phillips Feynman
    • Zeitzeichen: Physiker Max Born erhält den Nobelpreis
    • Zeitzeichen: Der italienische Physiker Ettore Majorana verschwindet

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Thomas Mau
    Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins

    15 min
  • Greyhound-Busse in Amerika: Mythos oder Alptraum?

    Früher symbolisierten die silbernen Busse in den USA Ferne, Freiheit, Abenteuer. Heute ist die Greyhound-Linie, gegründet 1914, als "Hellhound" (Höllenhund) verschrien.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Susanne Rabsahl:

    • wofür Greyhound während des Zweiten Weltkrieges steht,
    • welche Annehmlichkeit die Doppeldeckerbusse ab 1954 an Bord haben,
    • wie sich der Ausbau des überregionalen Autobahnnetzes auf die Fahrgastzahlen auswirkt,
    • wogegen die "Freedom Riders" in den 1960er-Jahren mit Greyhound-Fahrten protestieren,
    • was das deutsche Flixbus-Unternehmen mit den "Greyhound Lines" zu tun hat.

    Mit Romantik haben die Anfänge erst einmal wenig zu tun: Der Schwede Carl Eric Wickman ist auf der Suche nach dem amerikanischen Traum in Minnesota gelandet, im Bergarbeiterort Hibbing. Doch er verliert seinen Job als Minenarbeiter und scheitert 1913 als Autoverkäufer. Dann hat er die rettende Idee: Er chauffiert die Bergarbeiter zu ihrem Arbeitsort in Alice. Das ist der Anfang einer der bekanntesten Buslinien der Welt.

    Über die Jahre baut Wickman mit seinem Partner Andrew Anderson ein landesweites Streckennetz auf. Die langen schlanken silbernen Busse erinnern sie an einen springenden Windhund. Der Name Greyhound etabliert sich - und schafft es in eine Hollywood-Produktion: 1934 spielen Claudette Colbert und Clark Gable ein Paar, das sich in einem Greyhound-Bus kennenlernt. Der Film erhält fünf Oscars und macht das Unternehmen zu einem Mythos. Greyhound steht für Romantik und Freiheit. Doch dann ändern sich die Zeiten.

    Das ist unser wichtigster Interviewpartner und unsere Quellen:
    • Noel Philips (Reise-Vlogger aus Texas)
    • Youtube: Bericht von Noel Philips über seine Greyhound-Tour
    • Geschichte der Greyhound Buslinie

    Weiterführende Links:
    • WDR: Mit dem Camper durch die USA - Sequoia, Death Valley und Grand Canyon mit Sarazar
    • WDR: Florida im Wohnmobil: Miami, Orlando, Everglades und Keys mit Sarazar
    • WDR-Zeitzeichen: Gründung der Greyhound Lines in den USA

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Susanne Rabsahl
    Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak
    Technik: Holger Maerten

    15 min
  • Peter Pan: Der Traum, niemals erwachsen zu werden

    Das hat das Londoner Theaterpublikum noch nicht gesehen: James M. Barrie setzt ihm mit" Peter Pan" an diesem 27.12.1904 Elfen, fliegende Kinder und Piraten vor. Und macht Erwachsene wieder zu Kindern.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Christiane Kopka:

    • wie chaotisch die Uraufführung im Londoner "Duke of York’s Theatre" verläuft,
    • welches Trauma den Dramatiker James Matthew Barrie zu "Peter Pan" motiviert hat,
    • mit welcher Tiermetapher er in der Geschichte die verrinnende Zeit und den Tod ausdrückt,
    • warum Barries Beziehung zu Kindern immer wieder Spekulationen auslöst,
    • wie unterschiedlich das "Peter-Pan-Syndrom" heute von Pop-Stars gedeutet wird.

    Londons High Society applaudiert so enthusiastisch, dass die junge Darstellerin des Peter Pan in Tränen ausbricht. Alle sind dem Zauber der Geschichte erlegen und selbst wieder zu staunenden Kindern geworden. Am Ende des Abends gibt es keinen Zweifel: Dieses Stück ist ein triumphaler Erfolg.

    Die Geschichte vom Jungen, der nicht erwachsen werden will, hat viel mit ihrem Schöpfer James Matthew Barrie selbst zu tun. Und sie ist eine Geschichte, die noch heute Strahlkraft besitzt: die Sehnsucht, ewig Kind zu bleiben. Regelmäßig zur Weihnachtszeit fliegt Peter Pan über die Theaterbühnen, immer wieder werden seine Abenteuer neu verfilmt.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Emily Larkin (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Anglistik an der Universität Osnabrück)
    • James M. Barrie: Peter Pan. Berlin und München 1995
    • James M. Barrie: Kleiner weißer Vogel. Saarbrücken 2010
    • James M. Barrie: Margaret Ogilvy – Von ihrem Sohn. Barnstorf 2018
    • Heinz Günnewig: Annäherung an James M. Barrie. Luxemburg 2010
    • Andrew Birkin: J.M. Barrie and the Lost Boys - The real story behind Peter Pan. London 1979

    Weiterführende Links:
    • ARD-Maus-Hörspiel: Peter Pan - nach dem Klassiker von J. M. Barrie
    • ZDFtivi: Peter Pan - Neue Abenteuer
    • SWR: "Peter Pan und Wendy" auf Disney+: Weg mit dem Rassismus der 1950er-Jahre!

    Unser Hörtipp: Der Hörspiel-Podcast des rbb “Das kunstseidene Mädchen” nach dem gleichnamigen Roman von Irmgard Keun. Jella Haase spielt die Hauptrolle der Doris und begleitet euch durch das Berlin der Jahre 1931 und 1932."

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Christiane Kopka
    Redaktion: Frank Zirpins
    Technik: Theo Kramer

    16 min
  • Deutsche in den USA: Der Anfang in der neuen Heimat ist hart

    Die Überfahrt in die neue Welt ist lebensgefährlich. Wer überlebt, dem will die German Society of Pennsylvania helfen. Gegründet wurde sie am 26.12.1764.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Almut Finck:

    • warum Menschen extra aus Pennsylvania kamen und in Deutschland Leute anwarben,
    • was dran ist an der Legende, Deutsch sei beinahe offizielle Landessprache der USA geworden,
    • wie sich die "German Society" gegenüber den Nationalsozialisten verhält,
    • welche Unterstützung der deutschstämmige Donald Trump bei deutschstämmigen US-Bürgern hat.

    Der Gründungsdirektor der "German Society of Pennsylvania", Heinrich Keppele, will deutschen Neu-Immigranten helfen: Die Überfahrt ist lebensgefährlich, der Anfang in der neuen Heimat hart.

    Bereits ein Jahr nach ihrer Gründung erzielt die "German Society" einen Erfolg: Nur noch Schiffe mit ausreichender Liegefläche für Passagiere dürfen anlegen. Zuvor hatten die Menschen wie die Ölsardinen zusammengepfercht die lange Reise ertragen müssen, oft sind viele Passagiere gestorben.

    Besser geschützt werden sollen auch jene mittellosen Einwanderer, die ihre Schiffspassage nicht bezahlen konnten und ihre Schuld abarbeiten müssen. Alteingesessene nutzen das schamlos aus und lassen die sogenannten Schuldknechte jahrelang für sich schuften, oft bei miserabler Unterbringung und karger Kost - ohne Rechte und ohne ihnen zu sagen, wann ihre Schuld denn beglichen ist.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Birte Pfleger (Professorin für Neuere Geschichte, California State University, Los Angeles)
    • Birte Pfleger: Ethnicity Matters. A History of the German Society of Pennsylvania. Washington D.C. 2006
    • Leo Schelbert und Hedwig Rappolt (Hgs.): Alles ist ganz anders hier. Auswandererschicksale in Briefen aus zwei Jahrhunderten. Freiburg im Breisgau und Olten 1977

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen 27.09.1719: Todestag von Franz Daniel Pastorius, dem Gründer von "German Town" in Pennsylvania
    • Planet-Wissen: Auswandern nach Amerika - von Hamburg in die "Neue Welt"
    • Planet-Wissen: Deutsche in Amerika
    • The German Society of Pennsylvania: Selbstdarstellung ihrer Geschichte

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    Autorin: Almut Finck
    Redaktion: Matti Hesse

    15 min
  • Udo Steinberg: Der vergessene deutsche Star des FC Barcelona

    Barcelona gegen Madrid, "el Clásico", ist das wohl prestigeträchtigste Fußballduell. Erster Torschütze im Jahr 1902 ist ein Deutscher: Udo Steinberg, ein außergewöhnlicher Sportpionier (gestorben am 25.12.1919).



    In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:

    • warum die Fußballer Lionel Messi und Lamine Yamal ihre Karriere auch Udo Steinberg zu verdanken haben,
    • wie der Ingenieur Steinberg das Straßenbahnnetz von Barcelona ausbaute,
    • von Udo Steinbergs frühem Tod mit nur 42 Jahren.

    Anfang des 20. Jahrhunderts ist Barcelona eine moderne, aufstrebende Stadt mit rund 550.000 Einwohnern. Ende November 1901 kommt ein weiterer hinzu: Udo Steinberg, 24 Jahre alt, gebürtiger Berliner, Elektrotechnik- und Maschineningenieur mit einer großen Leidenschaft für Fußball. Im deutschen Kaiserreich hat Steinberg bereits mehrere Vereine ins Leben gerufen, eine Zuschauertribüne entworfen und die Gründung des Deutschen Fußballbundes unterstützt.

    Nach Barcelona geht Udo Steinberg für den noch jungen FC Barcelona. Als 1902 ein Fußballturnier zu Ehren des spanischen Monarchen ausgetragen wird, schießt Udo Steinberg Barça im ersten "Clásico" gegen die späteren "Königlichen" zum 3:1-Sieg. Mit diesen Toren wird er in Spanien berühmt, bekommt sogar eine eigene Briefmarke. Dabei wirkt er weit über das Toreschießen hinaus: Udo Steinberg erkennt die gesellschaftliche Bedeutung des Spiels und beginnt, Fußballtalente schon früh zu fördern.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dietrich Schulze-Marmeling, Fußball-Historiker aus Münster
    • Ludwig Hilmer, ehemaliger Rektor der Fachhochschule Mittweida
    • Marion Stascheit, Karoline Pernt, Sabine Blechschmidt-Vogel: Zum Leben und Wirken von Udo Steinberg, Mittweida 2016
    • Dietrich Schulze-Marmeling: Barça oder: Die Kunst des schönen Spiels. Bielefeld 2013

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: Andrés Escobars Eigentor mit tödlichen Folgen
    • Zeitzeichen: Torwart Bert Trautmann stirbt in Spanien
    • Zeitzeichen: Erstes Fußball-Länderspiel der Geschichte endet torlos

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Burkhard Hupe
    Redaktion: David Rother

    15 min
  • "Weihnachtsfrieden": Verbrüderung auf dem Schlachtfeld

    Keine Granaten, keine Schüsse - Soldaten verlassen ihre Schützengräben und teilen Schnaps mit dem Feind. Der Krieg hat Pause im belgischen Ypern am 24. Dezember 1914.




    In diesem Zeitzeichen erzählen Joachim Heinz und Markus Harmann:

    • wie einfache Soldaten den Weihnachtsfrieden herbeiführen – gegen den Willen ihrer Offiziere,
    • wie Weihnachtslieder emotionale Verbindungen zwischen den verfeindeten Lagern schaffen,
    • und welche Rolle ein Weihnachtsbaum spielt.

    Der "Weihnachtsfrieden" ist eine der bewegendsten Episoden des Ersten Weltkriegs. Mitten in den Schlachtfeldern Flanderns, zwischen Schützengräben und Stacheldraht, begegnen sich Soldaten beider Seiten ohne Waffen. Sie tauschen Tabak, Schnaps und Lieder, bestatten gemeinsam ihre Gefallenen und spielen Fußball auf gefrorenen Feldern.

    Diese spontanen Verbrüderungen sind nicht geplant und enden bald unter strengen Verboten. Doch für einen Moment überwinden die Soldaten das Grauen des Krieges – vereint durch das Weihnachtsfest und die Sehnsucht nach Frieden.

    Auch 110 Jahre später mahnt diese kurze Pause des Grauens: Menschlichkeit ist möglich, selbst dort, wo sie am wenigsten erwartet wird.

    Das ist unsere wichtigste Quelle:
    • Michael Jürgs: Der kleine Frieden im Großen Krieg. München 2014

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen – Erster Weltkrieg
    • NDR Kultur – Ein kleiner Frieden im Großen Krieg
    • 3sat – Der Weg zum Ersten Weltkrieg

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Joachim Heinz und Markus Harmann
    Redaktion: Sefa Inci Suvak
    Technik: Thomas Bleuel

    15 min
  • Der vergessene Wegbereiter des Aspirin: Arthur Eichengrün

    Ohne Arthur Eichengrün (gestorben am 23.12.1949) wäre das erfolgreichste Medikament der Welt nie zugelassen worden. Den tiefen Fall des Erfinders hat das nicht verhindert...



    In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk:

    • wie Arthur Eichengrün den Wirkstoff Acetylsalicylsäure illegal auf Nebenwirkungen testet,
    • welche Rolle der Chemiker bei der Entwicklung von Aspirin spielt,
    • wie es dazu kommt, dass Eichengrün auf dem Obersalzberg Hitlers Nachbar ist und in Berlin mit Göring in einem Haus wohnt.

    Arthur Eichengrün wird in eine Familie von Tuchfabrikanten geboren, doch ihm steht der Sinn nach etwas anderem: Chemie. Nach dem Studium in Aachen erfindet Eichengrün das erste Tripper-Medikament, später entwickelt er bei Bayer neue Arzneimittel und andere chemische Stoffe. 1909 erfindet Eichengrün den Kunststoff Cellon und erhält das Patent darauf.

    Doch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verliert er als Jude alles, auch die von ihm gegründeten Cellonwerke in Berlin. 1944 wird Eichengrün ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt er nach Berlin zurück - bankrott, ausgebombt, seiner Patente beraubt und gesundheitlich angeschlagen. Der Chemiker zieht nach Bad Wiessee in Bayern, wo er am 23. Dezember 1949 stirbt.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Ulrich Chaussy (Investigativ-Journalist)
    • Ulrich Chaussy: Arthur Eichengrün - Der Mann, der alles erfinden konnte, nur nicht sich selbst. Freiburg im Breisgau 2023

    Weiterführende Links:
    • Stichtag 21.01.1868: Aspirin-Erfinder Felix Hoffmann wird geboren
    • Stichtag 06.03.1899: Die Marke Aspirin entsteht
    • NDR: Aspirin - Wirkung und Nebenwirkungen von ASS

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    Autorin: Maren Gottschalk
    Redaktion: David Rother

    15 min
  • "Like A Virgin" stürmt die Charts: Die Geburt der Queen of Pop

    Madonna liebt die Provokation - auch im Hochzeitskleid, in dem sie "Lika A Virgin" bei den MTV-Awards vorstellt. Am 22.12.1984 stürmt der Song auf Platz 1 der US-Charts.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Jana Fischer:

    • was Madonnas Manager ihr nach ihrem Po-Auftritt prophezeit,
    • wie Madonna selbst das Geschehen auf der Bühne schildert,
    • welche Rolle Sex bei ihrer Karriere spielt,
    • wo die Musikerin ihre Durchsetzungsfähigkeit gelernt hat,
    • welches Motto hinter Madonnas ehrgeiziger Arbeitshaltung steht.

    Der Musiksender MTV richtet 1984 zum ersten Mal eine eigene Preisverleihung aus: die "Video Music Awards", kurz VMAs. Madonna ist damals eine aufstrebende Pop-Sängerin. Ihr erstes Album hat sich gut verkauft und enthielt mit "Holiday" sogar einen kleineren Hit. Jetzt soll sie ihr zweites Album promoten: "Like a Virgin", benannt nach der gleichnamigen Single.

    Im weißen Brautkleid posiert Madonna auf einer riesigen Hochzeitstorte und beginnt zu singen. Dann passieren Dinge, die manchen mehr und anderen weniger gefallen - auf jeden Fall aber gut fürs Geschäft sind. Am 22. Dezember 1984, anderthalb Monate nach der Veröffentlichung, steigt "Like a Virgin" an die Spitze der Billboard-Charts.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen:
    • MTV: Madonnas berühmter VMA-Auftritt mit "Like a Virgin"
    • The Howard Stern Show: Madonna bei Howard Stern über "Like a Virgin"
    • MTV: Christina Aguilera und Britney Spears bei den VMA

    Weiterführende Links:
    • ZDF: The True Story of Madonna
    • Stichtag 16.08.1958: Popsängerin Madonna wird geboren

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    Autorin: Jana Fischer
    Redaktion: Frank Zirpins

    15 min
  • 21.12.1844: Hans Christian Andersens "Schneekönigin" erscheint

    Er will Chorsänger werden. Tänzer. Schauspieler. Stattdessen wird er Märchendichter. Seine Märchen bringt er zu Papier, als würde er sie erzählen – und wird weltberühmt.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Tiemann:

    • wie Hans Christian Andersens ärmliche Kindheit seine späteren Geschichten prägt,
    • welchen Einfluss Andersens äußeres Erscheinungsbild auf seine Karriere hat,
    • wie das Märchen über Kindheit, Freundschaft und Erwachsenwerden eines der bekanntesten von Andersen wird,
    • dass es Disneys "Eiskönigin" ohne Andersens Märchen nicht geben würde.

    Hans Christian Andersen schreibt „Die Schneekönigin“ im Dezember 1844, gerade rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft. In sieben Geschichten erzählt er von der mutigen Gerda, die ihren Freund Kay rettet, nachdem Splitter eines Zauberspiegels sein Herz gefrieren lassen und ihn ins eisige Schloss der Schneekönigin entführen.

    Das Märchen ist geprägt von Andersens eigener Lebensreise: Armut, die Suche nach künstlerischem Erfolg und die Kraft des Erzählens. Gerdas Abenteuer durch ein skandinavisches Winterwunderland, voller magischer Begegnungen und düsterer Schönheit, berührt bis heute Leser weltweit – und wird, wenn auch lose, durch Disneys "Eiskönigin"-Saga rund um die Heldinnen Anna und Elsa neu interpretiert.

    Das ist unsere wichtigste Interviewpartnerin:
    • Prof. Dr. Frederike Felcht, Institut für Skandinavistik, Goethe-Universität Frankfurt

    Und das sind unsere wichtigsten Quellen:
    • Hans Christian Andersen: Tagebücher 1825 – 1875.
    • Hans Christian Andersen: Das Märchen meines Lebens.
    • Gisela Perlet: Hans Christian Andersen – Leben, Werk, Wirkung. Frankfurt am Main 2005.

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen – Märchen
    • Planet Wissen – Hans Christian Andersen
    • ARTE – Die Schneekönigin – als Eis- Ballett
    • WDR 3 Hörspiel – Die Schneekönigin

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    Autor: Christoph Tiemann
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    Technik: Moritz Raestrup

    15 min

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