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WDR Zeitzeichen episodes

  • Gesundheit für Millionen: Marta Fraenkels große Mission

    Marta Fraenkel macht vor 100 Jahren Public Health zum Thema für Millionen. Dann zerstören die Nazis ihre Arbeit. Spüren wir die Folgen dieses Bruchs bis heute?



    In diesem Zeitzeichen erzählt Stephan Beuting:

    • wie die große Ausstellung "GeSoLei" bis heute das Stadtbild von Düsseldorf prägt,
    • warum wir die Nachwirkungen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik bis heute spüren,
    • dass Deutschland bei vielen Gesundheitsthemen in internationalen Vergleichen hinten liegt.

    Marta Fraenkel ist eine Pionierin der Gesundheitsaufklärung. Als eine der ersten Frauen überhaupt studiert sie Medizin und verhilft anschließend Projekten wie der Düsseldorfer Groß-Ausstellung GeSoLei (Gesundheit, Soziale Fürsorge, Leibesübung) und dem Deutschen Hygiene Museum in Dresden zum Erfolg.

    Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergreifen, wird Fraenkel als Jüdin aus dem Museumsdienst entlassen und das Thema Gesundheit instrumentalisiert. So geht eine für die damalige Zeit sehr fortschrittliche Vorstellung von Gesundheitskompetenz verloren. Fraenkel selbst flieht in die USA, wo sie bis zu ihrem Tod am 9. August 1976 im staatlichen Gesundheitswesen wirkt.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Doris Schaeffer, Gesundheitswissenschaftlerin, Expertin für Gesundheitskompetenz und Sprecherin NAP-Gesundheitskompetenz
    • Matthis Krischel, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
    • Benjamin Kuntz, Matthis Krischel Friedrich Moll, Wolfram Nagel: Marta Fraenkel - Pionierin der gesundheitlichen Aufklärung. Leipzig 2026
    • Christian Sammer: Gesunde Menschen machen. Die deutsch-deutsche Geschichte der Gesundheitsaufklärung, 1945–1967. München/Berlin 2020

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Medizin Geschichte des Arztberufs
    • Planet Wissen: Max von Pettenkofer - Hygiene für München
    • Planet Wissen: Vitaminsteckbriefe

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Stephan Beuting
    Redaktion: Matti Hesse

    15 min
  • Der Sternenforscher mit der falschen Nase: Tycho Brahe

    Tycho Brahe hat die Astronomie revolutioniert, in einem der ersten Großforschungszentren der Welt, einem für ihn gebauten Schloss in der Ostsee. Am 8.8.1576 war Grundsteinlegung für "Uraniborg".



    In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:

    • dass Tycho Brahe schon als Dreijähriger entführt wird,
    • was eine mathematische Formel mit dem Teilverlust seiner Nase zu tun hat,
    • von einem zahmen Elch und dem kleinwüchsigen Wahrsager Jepp,
    • von der komplizierten Beziehung zwischen Brahe und Johannes Kepler.

    Eine Supernova im Jahr 1572 entflammt seine Neugier: Seitdem beobachtet und dokumentiert der dänische Astronom Tycho Brahe mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit den Lauf der Sterne. Auf der Insel Ven im dänischen Öresund baut Brahe das Planetarium Uraniborg - benannt nach Urania, der Muse der Astronomie. König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen ermöglicht und finanziert ihm dieses Projekt, für das am 8. August 1576 der Grundstein gelegt wird.

    Uraniborg ist eine gigantische Anlage. Ein quadratisches Schloss mit prachtvollem Garten und zahlreichen Zimmern. Außerdem zwei Observationstürmen, einem Alchemie-Labor und einer riesigen Bibliothek. Uraniborg wird zu einem der ersten Großforschungszentren Europas. Der Wissenschaftler selbst gerät nach seinem Tod immer mehr in Vergessenheit - auch weil Brahe sich zu oft selbst im Weg steht.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Lovisa Danielsson, Tycho Brahe Museum auf der Insel Ven
    • Tycho Brahe: Über den neuen Stern. Ein Loblied auf die himmlischen Wissenschaften. Tübingen 2015
    • John Robert Christianson: Tycho Brahe and the Measure of the Heavens. London 2020

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: 24.10.1601 - Todestag des Astronomen Tycho Brahe
    • Zeitzeichen: 27. Dezember 1571 - Astronom Johannes Kepler wird geboren
    • Zeitzeichen: 07.03.2009 - Das Weltraum-Teleskop "Kepler" startet ins All

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Daniela Wakonigg
    Redaktion: David Rother

    15 min
  • König Otto I.: Eine Krönung voller Rätsel

    Am 7.8.936 wird Otto der Große zum König gekrönt. Für manche beginnt mit ihm die Geschichte Deutschlands. Doch wie wahr die Berichte über sein Leben sind, ist fraglich.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:

    • wie genau sich das Ostfränkische Reich zusammensetzt,
    • warum der König ausgerechnet in Aachen gewählt wird,
    • vom Mönch Widukind von Corvey, einer der bedeutendsten, aber auch rätselhaftesten Quellen der deutschen Geschichte im Mittelalter.

    Am 7. August 936 wird der sächsische Herzog Otto in Aachen zum König des ostfränkischen Reichs gekrönt. Zunächst bricht Otto die Macht des Reichsadels und schlägt die Herrschaftsansprüche diverser Familienmitglieder nieder. Krieg ist der Normalzustand während Ottos Regierungszeit und Otto ist ein überaus erfolgreicher Krieger. Unter Ottos Herrschaft wächst der Zusammenhalt des Landes.

    In seiner Königskrönung sehen manche den Beginn der Geschichte der Deutschen. Unbestritten hat er dazu beigetragen, dass aus dem Ostfränkischen einmal ein Reich der Deutschen wird. Und Kaiser, wie sein großes Vorbild Karl der Große, wird Otto auch noch. Als Otto der Große geht er schließlich in die Geschichte ein.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Mathias Becher, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Bonn
    • Widukind von Corvey: Res gestae Saxonicae. Die Sachengeschichte (Lateinisch / Deutsch). Stuttgart 1992
    • Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie. München 2012
    • Johannes Laudage: Otto der Große. Eine Biographie. Regensburg 2001

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Die Krönung Ottos I. in Aachen
    • Stichtag: 23. November 912 - Otto der Große wird geboren

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Marko Rösseler
    Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins
    Technik: Sarah Fitzek

    15 min
  • Warum der Neandertaler uns ähnlicher ist, als wir denken

    Im August 1856 werden im Neandertal die ersten Fossilien frühzeitlicher Menschen gefunden. Es zeigen sich viele Ähnlichkeiten zwischen den Neandertalern und uns.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Uwe Schulz:

    • warum der Neandertaler viel intelligenter und sozialer ist als lange angenommen,
    • welche neuen Erkenntnisse unser Bild von ihm grundlegend verändert haben,
    • weshalb bis heute ein Teil des Neandertalers in uns weiterlebt.

    "Du Neandertaler!" – bis heute gilt das oft als Schimpfwort. Dabei zeichnet die Wissenschaft inzwischen ein ganz anderes Bild unseres nächsten evolutionären Verwandten. Archäologie und Genforschung zeigen, dass Neandertaler vermutlich sprechen können, raffinierte Werkzeuge entwickeln und sich um Kranke und Alte kümmern.

    Das Bild vom primitiven Höhlenmenschen gilt längst als überholt – und der Neandertaler ist uns näher, als viele lange glauben. Denn bis heute finden sich Spuren von ihm in unserem Erbgut.

    Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
    • Dustin Welper, Paläoanthropologe
    • Svante Pääbo, Paläogenetiker
    • Metin Eren, Experimentalarchäologe, Kent State University Ohio
    • Hoimar von Ditfurth, Wissenschaftsjournalist

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: Die Eiszeitkünstler - Als der Homo Sapiens kreativ wurde
    • Zeitzeichen: Ende der Altsteinzeit - Wie friedlich waren unsere Vorfahren?
    • Zeitzeichen: Göbekli Tepe - ein Social Hub der Jungsteinzeit
    • Radiowissen: Mary Anning - Pionierin der Paläontologie

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Uwe Schulz
    Redaktion: Jakob Schiffer und Sefa Inci Suvak

    15 min
  • Straffreiheit für Vergewaltiger? Franca Violas mutiges Nein

    Der Fall Franca Viola wühlt Italien auf. Die 17-Jährige verweigert die "Wiedergutmachungsehe" - die Heirat ihres Vergewaltigers zur Straffreiheit. 1981 fällt das Gesetz.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:

    • wie sich die Sizilianerin Franca Viola gegen die Erzwingung einer Eheschließung wehrt,
    • warum das in den 1960er-Jahren als Sensation gilt,
    • was das italienische Gesetz damals unter "Wiedergutmachungsehe" versteht,
    • warum der Prozess gegen Violas Vergewaltiger zum Signal gegen patriarchale Machtstrukturen wird,
    • wie Feminismus, Medien und gesellschaftlicher Wandel die Gesetzgebung verändern.

    Nach einer Vergewaltigung gedrängt werden, den Vergewaltiger zu heiraten, damit er nicht in den Knast muss: Bis vor wenigen Jahrzehnten war das in mehreren europäischen Ländern tatsächlich üblich und legal – in einigen Ländern der Welt ist es das sogar bis heute.

    In Italien ändert sich die Gesetzeslage ab den 1960er-Jahren langsam: Damals lehnt es die 17-jährige Franca Viola ab, ihren Vergewaltiger zu heiraten. Der Fall wühlt die Gesellschaft auf. Doch erst am 5. August 1981 wird die "Wiedergutmachungsehe" abgeschafft. Weitere 15 Jahre dauert es, bis Vergewaltigung rechtlich nicht mehr als "Verstoß gegen die öffentliche Moral", sondern als Verbrechen gegen eine Person klassifiziert wird.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Maria Sole delle Donne (italienische Juristin)
    • Dima Dabbous (MENA-Regionalbeauftragte der Frauen- und Menschenrechtsorganisation "Equality Now")

    Weiterführende Links:
    • ARD Wissen: Toxische Männlichkeit - Woher kommt die Wut auf Frauen?
    • Arte: Vergewaltigt! Der lange Weg zur Gerechtigkeit

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    Autorin: Daniela Wakonigg
    Redaktion: Matti Hesse
    Technik: Alexander Buske

    15 min
  • Pow-Wow am Sankt-Lorenz-Strom: Das Ende der Biberkriege

    Mehr als 100 Jahre haben die indigenen Stämme rund um die Großen Seen Nordamerikas Krieg geführt. Am 4.8.1701 schließen sie in Montreal Frieden - vorerst.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Almut Finck:

    • warum die sogenannten Biberkriege weit mehr sind als ein Kampf um Pelze,
    • wie indigene Nationen und europäische Kolonialmächte über ein Jahrhundert lang um Macht und Einfluss ringen,
    • weshalb die Friedenskonferenz von Montreal 1701 keinen dauerhaften Frieden bringt.

    Mehr als 1.300 Delegierte aus fast 40 indigenen Nationen versammeln sich im Sommer 1701 vor den Toren Montreals. Wochenlang wird verhandelt, gestritten, getrauert und schließlich ein Friedensvertrag geschlossen.

    Vorausgegangen sind über 100 Jahre Gewalt in den Regionen um Nordamerikas Große Seen. Der Pelzhandel spielt dabei eine wichtige Rolle, doch die Ursachen reichen viel weiter: Rivalitäten zwischen indigenen Nationen, koloniale Machtpolitik, eingeschleppte Krankheiten und wechselnde Bündnisse prägen den Konflikt.

    Der ausgehandelte Frieden beendet den großen Krieg zwar nicht endgültig, markiert aber einen Wendepunkt in der Geschichte Nordamerikas.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Michael Hochgeschwender, Historiker und Amerikanist, LMU München
    • Richard White: The Middle Ground. Indians, Empires, and Republics in the Great Lakes Region, 1650-1815, Cambridge 1991
    • Heike Bungert: Die Indianer. Geschichte der indigenen Nationen in den USA, München 2020

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: Sitting Bull - unbeugsamer Chief und sein gewaltsames Ende
    • Zeitzeichen: USA - Indianer erhalten Bürgerrechte (am 02.06.1924)
    • Zeitzeichen: Keine Heldengeschichte im Wilden Westen - der Indian Removal Act
    • Zeitzeichen: Lebensabend im Museum - Ishi, der Letzte seines Stammes
    • Planet Wissen: Indianer / Indigene Völker Nordamerikas

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Almut Finck
    Redaktion: Frank Zirpins
    Technik: Annette Skrzydlo

    15 min
  • Der Vater der Aufzugbremse: Elisha Graves Otis

    Er stoppte den freien Fall: Elisha Graves Otis (geboren 3.8.1811) erfand die Sicherheitsbremse für Aufzüge. Seine Idee veränderte Städte, Architektur und unseren Alltag.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger:

    • wie aus einer kaum beachteten Vorführung ein weltberühmter Technik-Mythos wird,
    • weshalb Fahrstühle Hochhäuser und moderne Großstädte überhaupt erst ermöglichen,
    • warum der Aufzug die soziale Ordnung in mehrstöckigen Häusern auf den Kopf stellt,
    • was sich hinter dem "Elevator Pitch" verbirgt,
    • wie das Verhalten im Fahrstuhl zum Gegenstand eigener Benimmregeln wird.

    Mit seiner Absturzsicherung schafft der US-Mechaniker Elisha Graves Otis die technische Voraussetzung dafür, dass Menschen höheren Gebäuden und ihren Aufzügen vertrauen. Aus den ersten Personenaufzügen entwickelt sich ein Fortbewegungsmittel, das das Bild moderner Großstädte nachhaltig prägt.

    Doch die Geschichte seiner Erfindung ist mehr als eine Geschichte der Technik. Sie erzählt auch von neuen Formen des Zusammenlebens auf engstem Raum, von unausgesprochenen Verhaltensregeln und von einem Ort, an dem sich Fremde für wenige Sekunden begegnen. Auch deshalb wird der Aufzug zu einem beliebten Schauplatz für Filme, Legenden und urbane Ängste.

    Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
    • Andreas Bernhard (Kulturwissenschaftler)
    • Thomas Oppermann (TÜV Rheinland)

    Weiterführende Links:
    • ARDalpha: Geschichte des Aufzugs in Bildern
    • ZDF: Wie sicher sind Aufzüge und wie verhalten wir uns in der engen Kabine?

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    Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Ralph Erdenberger
    Redaktion: Sefa Inci Suvak

    15 min
  • Fritz Lang: Der Besessene der bewegten Bilder

    Er gilt als Kino-Genie und als Despot am Set. Als Filmregisseur Fritz Lang am 2.8.1976 stirbt, nimmt er auch das Geheimnis um den Tod seiner ersten Frau mit ins Grab.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug:

    • wie Fritz Lang vom Wiener Jungen zu einem der einflussreichsten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts wird,
    • warum sein Monumentalfilm "Metropolis" die UFA an ihre finanziellen Grenzen bringt,
    • weshalb Fritz Lang in Hollywood neu anfängt.

    Als Jugendlicher entdeckt Fritz Lang im Kino seine Faszination für bewegte Bilder und beschließt, selbst Geschichten für die Leinwand zu erzählen. Mit Filmen wie "Metropolis", "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" und den "Dr. Mabuse"-Filmen prägt er das Kino nachhaltig.

    Seine kompromisslose Suche nach Perfektion macht ihn berühmt, aber auch gefürchtet. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlässt Lang Deutschland und setzt seine Karriere in Hollywood fort. Bis heute gilt er als einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Rolf Aurich, Deutsche Kinemathek, Berlin
    • LEMO: Fritz Lang
    • Harvard Film Archive: The complete Fritz Lang

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: UFA-Palast in Berlin eröffnet (am 18.09.1919)
    • Zeitzeichen: Alfred Hitchcocks Film "Der unsichtbare Dritte" in Deutschland
    • SWR Kultur: 100 Jahre Metropolis: SWR Symphonieorchester spielt Filmmusik ein
    • Planet Wissen: Hollywood – Mythos und Realität

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    Autor: Thomas Klug
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    15 min
  • Unentdeckt mitten in Berlin: Amerikas Partisanen im Kalten Krieg

    Am 1. August 1956 entsteht Detachment A Berlin. Für den Fall einer sowjetischen Invasion trainiert die geheime US-Einheit Sabotage und Partisanenkampf.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog:

    • warum mitten im Berliner Grunewald Waffen in geheimen Lagern vergraben werden,
    • weshalb US-Soldaten sich in zivil unter die Berliner Bevölkerung mischen,
    • ob eine geheime Spezialeinheit den Verlauf des Kalten Krieges hätte beeinflussen können.

    Am 1. August 1956 gründet die US-Armee in West-Berlin die geheime Spezialeinheit Detachment-A. Ihre Mitglieder bereiten sich auf den Ernstfall eines Krieges zwischen NATO und Warschauer Pakt vor: Im Falle eines sowjetischen Angriffs sollen sie hinter den feindlichen Linien Bahnstrecken, Brücken und Wasserkanäle sabotieren.

    Dafür legen sie in Berlin geheime Waffenlager an, üben konspiratives Arbeiten und tarnen sich als Zivilisten. Jahrzehntelang bleibt die Existenz der Einheit nahezu unbekannt – selbst befreundeten Geheimdiensten. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges wird bekannt, welche Rolle Detachment A im Verteidigungsplan der USA für West-Berlin spielen sollte.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • James Stejskal, Militärhistoriker und Autor, Ex-Green-Beret, Ex-CIA, Ex-Detachment-A
    • Erich Schmidt-Eenboom, Historiker, Journalist und Autor, spezialisiert auf Geheimdienste
    • James Stejskal: Special Forces Berlin. Clandestine Cold War Operations of the U.S. Army’s Elite, 1956-1990. Philadelphia 2020
    • Erich Schmidt-Eenboom und Ulrich Stoll: Die Partisanen der NATO. Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991, Berlin 2016

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: NATO-Doppelbeschluss - Frieden schaffen mit noch mehr Waffen
    • Zeitzeichen: Die "Küchendebatte" zwischen Nixon und Chruschtschow
    • Zeitzeichen: Verrat im Kalten Krieg - wie West-Spion Tiedge zur Stasi ging

    Unser Hörtipp:
    • Podcast „Vor 33“: Was für eine Gesellschaft lässt zu, dass eine rechtsextreme Partei die Macht übernimmt? Der Podcast blickt in fünf Folgen zurück auf die Jahre vor 1933: auf eine Demokratie im Krisenmodus, in der sich Gewalt normalisiert und radikale Antworten immer attraktiver werden.

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    Autor: Martin Herzog
    Redaktion: Matti Hesse

    17 min
  • Ein Ballonflug zwischen Forscherdrang und Lebensgefahr

    Eine riskante Expedition bringt zwei deutsche Forscher an ihre Grenzen - und verändert das Verständnis der Atmosphäre grundlegend. Mit Folgen für die Klimaforschung.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:

    • wie eine Ballonfahrt im Kaiserreich zum wissenschaftlichen Großereignis wird,
    • warum zwei Meteorologen ihr Leben riskieren, um Messdaten aus extremen Höhen zu gewinnen,
    • welche überraschende Beobachtung das damalige Wissen über die Atmosphäre infrage stellt,
    • weshalb bald unbemannte Ballone bald als verlässliche Messinstrumente gelten,
    • wie daraus die Entdeckung einer neuen Atmosphärenschicht entsteht.

    Zwei Mitarbeiter des Königlich Preußischen Meteorologischen Instituts haben sich vorgenommen, in eine Höhe vorzudringen, in der zuvor noch nie ein Mensch gewesen ist: Arthur Berson und Reinhard Süring. Sie starten von Berlin aus mit einem riesigen Gasballon mit dem Namen "Preußen". Er ist der größte im Kaiserreich. Bis zur Höhe von 9.000 Metern verläuft der Aufstieg einigermaßen problemlos.

    Dann wird das Schlafbedürfnis immer größer, weil der Sauerstoffgehalt immer mehr abnimmt. Kurz bevor die beiden Männer in Ohnmacht fallen, gelingt es, den Sinkflug einzuleiten. Das rettet ihnen das Leben - und die Messergebnisse. Das ermöglicht ein neues Bild der Atmosphäre, das bis heute Forschung und Klimadebatten prägt.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Frank Beyrich (Meteorologe, Reinhard-Süring-Stiftung, Deutscher Wetterdienst)
    • Arthur Berson und Reinhard Süring: Ein Ballonaufstieg bis 10.500 m. Illustrierte Aeronautische Mitteilungen, Heft 4. Berlin 1901
    • Guy Brasseur: The Air and its Secrets. Les Ulis bei Paris 2025

    Weiterführende Links:
    • tagesschau.de: Himmelsstürmer
    • Planet Wissen: Aufbau der Erdatmosphäre
    • WDR: Sprung aus Stratosphäre - Weltrekordsprung aus 39 Kilometern Höhe (2012)

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    Redaktion: Sefa Inci Suvak
    Technik: Moritz Raestrup

    15 min

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