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  • Mungo Park und das Rätsel des Niger

    20. Juli 1796: Mungo Park erreicht den Niger. Der schottische Forscher sucht den Verlauf des legendären Flusses - und riskiert dafür sein Leben.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Melahat Simsek:

    • welchen Einfluss Mungo Parks Entdeckung auf die Entwicklung der Handelsnetzwerke in Westafrika hat,
    • warum Mungo Park von den westafrikanischen Stammesführern misstrauisch beäugt wird,
    • was der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle durch Mungo Parks Erlebnisse über Westafrika lernt,
    • warum Parks Erfolg in Frankreich für Unruhe sorgt.

    Der junge schottische Arzt Mungo Park setzt alles daran, die Rätsel um den Niger zu lösen. 1794 kann er die kurz zuvor in London gegründete "African Association" für eine Expedition gewinnen. Viel Geld, Ausrüstung und eine Mannschaft bekommt er allerdings nicht.

    Am 7. März 1796 gerät Mungo Park im heutigen Mali in Gefangenschaft. Man hält ihn für einen Spion, der Handelsrouten auskundschaftet. Fast verdurstet und dem Hungertod nahe kann er nach vier Monaten fliehen. Völlig allein erreicht er sein Ziel. Am 20. Juli 1796 steht Mungo Park als erster Europäer am Ufer des Niger.

    Wegen der beginnenden Regenzeit muss der Entdecker jedoch den Rückweg antreten. Mehr tot als lebendig erreicht er neun Monate später seinen Ausgangspunkt Pisania. An Heiligabend 1797 ist Mungo Park wieder zurück an der Themse. Im Januar 1805 beauftragt ihn die Regierung mit einer zweiten Expedition, um Quelle und Mündung des Niger zu finden. Mit einer staatlichen Ausrüstung, genug Geld und 70 Soldaten bricht Mungo Park zu seiner zweiten Afrikareise auf, die am Ende selbst zum Rätsel wird.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Dr. Andreas Eckert, Historiker und Afrikawissenschaftler, Berlin
    • Dr. T.C. Boyle, amerik. Schriftsteller und Autor
    • Mungo Park: Reisen ins Innerste Afrika. Dem Geheimnis des Niger auf der Spur, Wiesbaden 2021
    • T.C. Boyle: Wassermusik, München 2014
    • Andreas Eckert: Kolonialismus, Frankfurt am Main 2006

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Übersichtsseite Afrika

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Melahat Simsek
    Redaktion: Matti Hesse
    Technik: Christoph Schneider

    15 min
  • Nilpferd in Senfsauce: Was in den Kolonien auf den Teller kam

    Das "Kolonialkochbuch" von 1906 soll deutschen Frauen das Leben in den Kolonien erleichtern. Neben Rezepten liefert es Einblicke in den Rassismus fernab des Kaiserreichs.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk:

    • warum deutsche Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Kolonien ziehen,
    • worum sich der Frauenbund der deutschen Kolonialgesellschaft kümmert,
    • wodurch in den Speiseplänen der Kolonisten Kohlrabi, Äpfel und Spinat ersetzt werden,
    • welche ungewöhnlichen Zutaten in Fleischrezepten zum Einsatz kommen.

    Olga Rosenberg, die Autorin des ersten deutschen Kolonial-Kochbuchs, arbeitet als geprüfte Kochlehrerin in Berlin und ist wahrscheinlich nie selbst in die Kolonien gereist. Auftraggeber ihres Kochbuchs ist das Kolonialwirtschaftliche Komitee, das die wirtschaftlichen Interessen von Unternehmern, Siedlern und Wissenschaftlern bündelt, und den Alltag von Kolonisten erleichtern will.

    Das Fleisch des Flusspferdes gilt laut Kochbuch als etwas grob, aber immerhin noch ganz gut genießbar, namentlich das Rückenfleisch. Die Wangen und der Schwanz gelten als hervorragend schmackhaft, auch die Füße werden gern gegessen. Vom Elefanten gelten die Füße und das Herz als schmackhafte, beliebte Gerichte.

    Nur ein Rezept stößt bei den Leserinnen und Lesern des Kolonial-Kochbuchs auf Protest: Der Affenrücken wird in einer zeitgenössischen Rezension des Kochbuchs kritisiert, weil man sagt, das muss nicht sein. Vermutlich, weil der Affe und Mensch zu nah verwandt sind.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dr. Regina Frisch, Expertin für historische Kochbücher, Würzburg
    • Olga Rosenberg: Kolonial-Kochbuch, Berlin 1906
    • Antonie Brandeis: Kochbuch für die Tropen, Berlin 1907
    • Regina Frisch: Schwarzsauer von einer Ente auf javanische Art. In: Kolonialismus - Imperialismus - Dekolonisation. Beiträge zur Globalgeschichte Nr. 6, herausgegeben von Markus A. Denzel und Mark Häberlein
    • Marianne Bechhaus-Gerst, Mechthild Leutner: Frauen in den deutschen Kolonien, Berlin 2009
    • Livia Loosen: Deutsche Frauen in den Südsee-Kolonien des Kaiserreichs, Bielefeld 2014

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Kolonialismus - Europas Kolonien
    • Planet Wissen: Deutsche Geschichte - Deutsche Kolonien
    • Zeitzeichen: 12.06.1931 - Der Kölner Zoo stellt "Neukaledonier" als "Kannibalen" aus
    • Planet Wissen: Wohnen - Die Geschichte der Küche

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    Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Maren Gottschalk
    Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inci Suvak

    15 min
  • Dies Alliensis - der verfluchte 18. Juli im alten Rom

    Ein schwarzer Tag: der 18. Juli 390 v. Chr. Das Heer wird von den Kelten geschlagen, die Stadt belagert und gedemütigt. Rund um den Tag ranken sich wilde Mythen.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:

    • wie der griechische Historiker Plutarch den Überfall der Kelten auf Rom erklärt,
    • wo der Unterschied zwischen Kelten und Galliern liegt,
    • wie die Furcht vor den Kelten noch Jahrhunderte nach dem Überfall politisch genutzt wird,
    • wie der Historiker Titus Livius die römische Geschichte in Zyklen von rund 400 Jahren einteilt.

    Schon Wochen vor dem 18. Juli 390 v. Chr. verbreitet sich im alten Rom die Nachricht, dass die Kelten aus dem Norden über die Alpen gezogen und mit Riesengeschrei in Italien eingefallen seien.

    Jeder Römer weiß auch nach Jahrhunderten noch, was sich an jenem heißen Sommertag des 18. Juli 390 vor Chr. etwa 15 Kilometer nördlich von Rom ereignet. Da, wo das kleine Flüsschen Allia in den Tiber mündet.

    Die Römer sehen sich umringt von Feinden. Schrecken und Panik verbreiten sich. Zu richtigen Kämpfen kommt es gar nicht. Die Römer fliehen Richtung Tiber, wo viele in den Strudeln ertrinken. Andere retten sich ins benachbarte Veji, wieder andere flüchten zurück nach Rom, zu ihren Frauen und Kindern.

    Die Kelten fallen in Rom ein. Sie verwüsten die Stadt, morden, rauben und setzen vieles in Brand. Die Römer flüchten mit Waffen, Getreide und Gold hoch auf die Burg und das Kapitol.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Simon Lentzsch (Althistoriker, Universität Greifswald)
    • Uwe Walter (Althistoriker, Universität Bielefeld)
    • Simon Lentzsch: Roma Victa. Von Roms Umgang mit Niederlagen. Berlin 2019
    • Titus Livius: Ab Urbe Condita. Buch IV-VI., Römische Geschichte. Düsseldorf/Zürich 1991
    • Uwe Walter: Memoria und res publica. Zur Geschichtskultur im republikanischen Rom. Frankfurt 2004

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: 21.04.753 v. Chr. - Romulus gründet Rom
    • Zeitzeichen 02.10.235 v. Chr.: Pax Romana - 200 Jahre Frieden im Römischen Reich
    • Zeitzeichen: 02.08.216 v. Chr.: Schlacht von Cannae zwischen Karthagern und Römern
    • Zeitzeichen: 60 n.Chr. - Der Boudicca-Aufstand der Kelten gegen Rom
    • Boudicca. Die Keltenkriegerin - Infos und Hintergründe

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    Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Marfa Heimbach
    Redaktion: Emily Jeuckens und Sefa Inci Suvak
    Technik: Sarah Fitzek

    15 min
  • Spaniens zerbrochener Traum von der freien Republik

    Kämpfer aus aller Welt unterstützen die Spanische Republik nach dem Staatsstreich vom 17.7.1936. Doch die Waffenhilfe von Europas Faschisten für Franco ist zu groß.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Pfaff:

    • von einer enormen Welle der Solidarität mit der Spanischen Republik,
    • dass das Land schon vor dem Krieg politisch, wirtschaftlich und sozial zerrissen ist,
    • wie Spanien zum idealen Testfeld für den geplanten Luftangriffskrieg der Nazis in Europa wird,
    • wie der Krieg in Kunst und Literatur bis heute weiterlebt.

    In Spanien herrscht Anfang der 1930er-Jahre eine explosive Stimmung. Verschiedene Gruppen stehen sich gegenüber, Linke und Republikaner sowie Konservative und Militärs. Am 17. Juli 1936 kommt es schließlich zum großen Knall. Unter General Francisco Franco putscht das Militär gegen die republikanische Regierung.

    Es ist der Beginn eines Bürgerkriegs, bei dem auch Deutschland unter Hitler und Italien unter Mussolini mitmischen. Sie kämpfen auf Seiten der Putschisten und schicken Soldaten- und Fliegerverbände. Der Krieg in Spanien dauert fast drei Jahre, hinterlässt hunderttausende Opfer und eine Diktatur unter Franco. Diese endet 1975, die innere Aussöhnung Spaniens aber lässt da noch lange auf sich warten.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Paul Ingendaay, 18 Jahre Kulturkorrespondent der FAZ in Spanien
    • Paul Ingendaay: Entscheidung in Spanien. München 2026
    • George Orwell: Mein Katalonien (1938)
    • Alfred Kantorowicz: Spanisches Kriegstagebuch (1948)
    • Hans-Magnus Enzensberger: Der kurze Sommer der Anarchie. Berlin 1972

    Weiterführende Links:
    • Stichtag: 20. November 1975 - Francisco Franco stirbt in Madrid
    • Stichtag: 26. April 1937 - Die "Legion Condor" zerstört Guernica

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Thomas Pfaff
    Redaktion: Frank Zirpins

    15 min
  • Der Fänger im Roggen: Wie der Krieg Salingers Welterfolg prägte

    Am 16.7.1951 erscheint "Der Fänger im Roggen". Ein Welterfolg, der Generationen prägt. J.D. Salinger schrieb Teile im Krieg - ein Trauma, das den Roman verändert. 



    In diesem Zeitzeichen erzählen Markus Harmann und Joachim Heinz:

    • wie Salingers Kriegserlebnisse den Roman prägen,
    • von seiner Begegnung mit Ernest Hemingway,
    • warum das Buch fast nicht erschienen wäre,
    • wer genau dieser "Fänger im Roggen" eigentlich ist.

    "Der Fänger im Roggen" ist ein Roman, der Generationen prägt. Erschienen am 16. Juli 1951, wird das Buch bis heute mehr als 65 Millionen Mal verkauft. Und das, obwohl es aufgrund seiner derben Wortwahl zensiert, entstellt und gekürzt wird, wie kaum ein zweiter amerikanischer Roman des 20. Jahrhunderts. Der englische Originaltext enthält 44 Mal das Wort "fuck" und 255 Mal das Wort "goddam".

    Das Buch handelt von einem 16-jährigen Ausreißer, der durch New York irrt und gegen die Welt der Erwachsenen rebelliert. Der Autor ist J.D. Salinger. Teile des Romans schreibt er im Zweiten Weltkrieg, manchmal direkt an der Front. Nach dem Erfolg dieses ersten und einzigen Romans verschwindet Salinger von der Bildfläche. Sein Werk aber wirkt bis heute nach.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Kenneth Slawenski, Salinger-Biograf
    • Alfred Hornung, Professor für Amerikanistik am Obama Institute for Transnational American Studies an der Uni Mainz
    • Kenneth Slawenski: Das verborgene Leben des J.D. Salinger. Berlin 2012
    • David Shields/Shane Salerno: Salinger - Ein Leben. München 2013
    • Jerome D. Salinger: Der Fänger im Roggen. Boston 1951
    • Jerome D. Salinger: The Magic Foxhole, 1944/45 (Kurzgeschichte)

    Weiterführende Links:
    • Stichtag: 16. November 1944: Schwerste Schlacht im Hürtgenwald beginnt
    • Stichtag: 6. Juni 1944 - Alliierte landen in der Normandie

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autoren: Markus Harmann und Joachim Heinz
    Redaktion: Matti Hesse
    Technik: Thomas Bleul

    15 min
  • Fotografie als Widerstand: Lee Millers Blick in die Dunkelheit

    Lee Miller erlebt den Zweiten Weltkrieg als Fotografin. Am 15.7.1941 druckt die US-Vogue ihr Bild "Fire Masks". Ihr Weg führt sie immer tiefer in die Schrecken des Krieges.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Irene Geuer:

    • wie Lee Miller im Frühjahr 1941 das Foto "Fire Masks" in London aufnimmt,
    • warum die darauf gezeigten zwei Frauen dem Leitspruch "Beauty and Duty" entsprechen,
    • was Lee Miller an die Front zieht,
    • wieso sie sich in Hitlers Badewanne fotografieren lässt.

    Der Legende nach wird Lee Miller auf den Straßen von New York als Model entdeckt. Das Lächeln vor der Kamera genügt ihr bald nicht mehr. Sie sucht sich den seinerzeit berühmtesten Fotografen Man Ray als Lehrer und trifft durch ihn die Pariser Avantgarde und Surrealisten. Deren Bildsprache überträgt sie in die Fotografie.

    Mit Willensstärke schafft es Lee Miller, sich als US-Kriegsreporterin zu akkreditieren. Sie dokumentiert die Landung in der Normandie und Befreiung von Konzentrationslagern. Berühmt wird das Foto von ihr in Hitlers Badewanne: mit den noch von Dachau verschmutzten Stiefeln, aufgenommen von David Scherman. Ein inszenierter, stiller Triumph über das Regime.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Evelyn Urban, Institut für Kunst- und Musikwissenschaften, Uni Graz
    • Prof. Dr. Robert Bering, Professor für Rehabilitationswissenschaften an der Uni Köln
    • Lee Miller: Krieg – Mit den Alliierten in Europa, herausgegeben von Antony Penrose. München 2015.
    • Evelyn Urban: Eine Amerikanerin fotografiert das Kriegsende und nimmt ein Bad in Hitlers Wanne: Lee Millers Kriegsfotografien 1945, Masterarbeit. 2023.
    • Antony Penrose: Immer lieber woanders hin – das Leben der Lee Miller. Berlin 2023.

    Weiterführende Links:
    • Stichtag: 6. Juni 1944 - Die Alliierten landen in der Normandie
    • Zeitzeichen: 01.08.1910: Geburtstag der Fotografin Gerda Taro

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Irene Geuer
    Redaktion: Frank Zirpins

    15 min
  • Killer mit Babyface und Western-Mythos: Billy the Kid

    In der Nacht zum 14.7.1881 wird in einem Schlafzimmer in New Mexico Billy the Kid erschossen. Er wird nur 21 Jahre alt. Seine Revolverhelden-Legende lebt bis heute.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:

    • warum aus Henry McCarty der gefürchtete Revolverheld „Billy the Kid“ wird,
    • ob Billy mit zwölf Jahren wirklich schon seinen ersten Mord begeht,
    • dass die klassischen Showdowns auf der Hauptstraße wohl Hollywood-Erfindungen sind,
    • wie Zeitungen, Groschenromane und Songs seinen Mythos größer machen als sein echtes Leben.

    Wie viele Menschen Billy the Kid tatsächlich umgebracht hat, ist unklar. Verlässliche Quellen sind rar: Zeitungen drucken im 19. Jahrhundert Sensationen, ohne Fakten genau zu prüfen, und selbst Gerichtsakten sind von Machtinteressen geprägt.

    Fest steht: Der früh verwaiste Billy verdient seinen Lebensunterhalt bald auch mit Diebstählen und Gewalt. Im „Lincoln County War“ wird er zum Regulator in einem blutigen Konflikt um Land, Vieh, Monopole und politische Macht im Süden der USA.

    Nach Kriegsende bleibt er der einzige steckbrieflich gesuchte Revolverheld – und auf seinen Kopf werden 5.000 Dollar ausgesetzt, tot oder lebendig. Sein früherer Weggefährte Pat Garrett entscheidet sich für „tot“: In der Nacht vom 13. auf den 14.7.1881 erschießt er Billy in einem Haus bei Fort Sumner.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Michael Hochgeschwender, Universität München
    • Pat F. Garrett: Das wahre Leben von Billy the Kid, SharpInk 2025
    • Bill O’Neil: Billy the Kid und seine Brüder. Frankfurt 1979
    • Geo Epoche: Der Wilde Westen, Nr. 68, 09/2014

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: 1.8.1903 - Todestag der Western-Legende Calamity Jane
    • Zeitzeichen: 18.6.1880 - Schweizer Kaufmann und Auswanderer John Sutter stirbt

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Burkhard Hupe
    Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse

    15 min
  • Als Gerresheims Glasmacher zum Arbeitskampf bliesen

    Vor allem aus Solidarität mit andernorts streikenden Kollegen legen am 13. Juli 1901 auch viele Glasmacher der Gerresheimer Hütte für Wochen ihre Arbeit nieder. Und verlieren am Ende alles.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Marcela Drumm:

    • über den rebellischen Geist der Arbeiter im Düsseldorfer Stadtteil Gerresheim,
    • warum die Werkswohnungen der Hütte alle ein Zimmer ohne Fenster haben,
    • dass die Arbeiter eine eigene Sprache, das "Hötter Platt", entwickelt haben,
    • wie es mit der Gerresheimer Glashütte nach dem Streik weitergeht.

    Im Juni 1901 ruft der Verband der Glasarbeiter zum landesweiten Generalstreik auf. Die Arbeiter der Gerresheimer Glashütte stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie aus Solidarität mitstreiken, obwohl es ihnen dank zahlreicher Sozialeinrichtungen vergleichsweise gut geht?

    Dennoch legt auch in Düsseldorf rund die Hälfte der Flaschenmacher die Arbeit nieder. Der Gerresheimer Fabrikherr Heinrich Heye reagiert rigoros. Streikende müssen samt Familien die Werkswohnungen räumen. Und während wochenlange Konflikt viele Arbeiter ins Elend stürzt, wird am vollautomatischen Flaschenautomat getüftelt, der ihre Arbeit bald überflüssig machen wird.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dorothee Krings, Journalistin und Autorin "Tage aus Glas"
    • Harald Peters, ehemaliger Arbeiter der Gerresheimer Glashütte
    • Peter Schulenberg, Förderkreis Industriepfad Gerresheim

    Weiterführende Links:
    • Stichtag: 18. Januar 1920 - Betriebsrätegesetz wird verabschiedet
    • Stichtag: 1. Mai 1919 - Der 1. Mai wird Feiertag in Deutschland
    • Rheinische Industriekultur: Glashütte Gerresheim

    Mediathek-Tipp:
    Deutsch. Jüdisch. Sicher? – Maccabiah. Sportfest im Krieg

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    Autorin: Marcela Drumm
    Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak
    Technik: Christiane Blanke

    16 min
  • D.T. Suzuki: Der Mann, der Zen in den Westen brachte

    Was wir mit "Zen" verbinden, ist auch das Werk eines Mannes: D.T. Suzuki (gestorben am 12. Juli 1966) exportierte den Zen-Buddhismus in den Westen - mit Folgen bis heute.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Sabina Zollner:

    • was US-Schriftsteller Jack Kerouac mit der D. T. Suzuki und der Verbreitung des Zen zu tun hat,
    • warum die Ideen von D. T. Suzuki Intellektuelle, Beat-Autoren und Hippies faszinieren,
    • weshalb Suzukis Verständnis von Erleuchtung oft missverstanden wird,
    • wie aus klösterlicher Praxis ein globaler Achtsamkeitstrend entsteht.

    Daisetz Teitaro Suzuki wächst im Japan des 19. Jahrhunderts auf und findet erst über Umwege zum Zen. Später wird er zu einem der wichtigsten Vermittler zwischen östlicher Spiritualität und westlicher Philosophie. Seine Version von Zen spricht ein Publikum an, das sich nach individueller Erfahrung sehnt.

    Mit seinen Vorträgen und Schriften begeistert er ein Publikum, das nach Sinn jenseits traditioneller Religion sucht. Damit prägt er die moderne Vorstellung von Spiritualität bis heute.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Professorin Inken Prohl (Religionswissenschaftlerin und Japanologin, Universität Heidelberg)
    • Robert Goldmann (Zen-Lehrer, Buddhistische Gesellschaft Berlin)
    • Inken Prohl: Zen für Dummies. Weinheim 2010
    • Winthrop Sargeant: The Great Simplicity. New York 1957
    • Eric Cunningham: D. T. Suzuki - A Biographical Summary. Ann Arbor 2015

    Weiterführende Links:
    • Das Philosophische Radio: Inwieweit prägt das Denken des Buddhismus die abendländische Kultur?
    • Planet Wissen: Buddhismus
    • SWR: Krank durch Meditation? Die unbekannten Gefahren der Achtsamkeit

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    Autorin: Sabina Zollner
    Redaktion: Matti Hesse

    15 min
  • Vielseitige Pferde: Der lange Ritt der Trakehner

    Friedrich Wilhelm I. will mit der Gründung des Gestüts Trakehnen (am 11.7.1731) für Kavallerie-Nachschub sorgen - und legt in Ostpreußen den Grundstein für erfolgreiche Sportpferde.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Klasen:

    • warum Preußens König aus wirtschaftlichem Kalkül ein bedeutendes Gestüt gründet,
    • wie Trakehnen zum Zentrum der größten Warmblutzucht Europas wird,
    • warum erst Jahrzehnte später eine gezielte Zucht mit arabischen und englischen Pferden beginnt,
    • wie Gestütsleiter und Züchter im Zweiten Weltkrieg verzweifelt versuchen, Pferde zu retten,
    • welche dramatische Flucht die Tiere am Ende überstehen müssen.

    Mitten in Ostpreußen entsteht im 18. Jahrhundert im Dorf Trakehnen ein Zentrum preußischer Pferdezucht. Was als pragmatische Entscheidung beginnt, entwickelt sich unter visionären Züchtern zu einer der erfolgreichsten Warmblutlinien Europas: die Trakehner. Die Tiere sind robust, leistungsfähig und elegant – begehrt beim Militär und in der Landwirtschaft.

    Doch das "Pferdeland" gerät im Zweiten Weltkrieg ins Chaos. Als die Rote Armee vorrückt, beginnt für Menschen und Tiere eine verzweifelte Flucht. Trecks kämpfen sich über vereiste Landschaften und durch Beschuss, viele Tiere überleben nicht. Dennoch gelingt es einigen Züchtern, die Tradition zu retten und die Trakehner-Zucht nach 1945 neu aufzubauen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Erhard Schulte (Trakehner Verband)
    • Erhard Schulte: Ostpreußens Trakehner Zuchtstätten in ihren Blütejahren. Gelting 2019
    • Patricia Clough: In langer Reihe über das Haff - Die Flucht der Trakehner aus Ostpreußen. München 2006

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Haustiere - Pferde
    • Planet Wissen: Deutsche Geschichte - Preußen
    • Planet Wissen: Geschichte Preußens - Ostpreußen

    Unser Social-Media-Tipp:
    "Diemitdenpferden" heißt ein Social-Media-Kanal der ARD Sportschau. Zu finden ist der auf Instagram und TikTok und bietet spannende Einblicke in das tägliche Training berühmter Reiter und berühmter Pferde. Die Sportschau-Kollegen sind auf den großen Turnieren wie dem CHIO oder Luhmühlen unterwegs und erklären alles rund um den Reitsport und den Alltag im Stall Und um Trakehner geht’s auch. "Diemitdenpferden"- anklicken lohnt sich. 1.ard.de/die-mit-den-pferden

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    Autorin: Andrea Klasen
    Redaktion: Frank Zirpins

    16 min

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