Morgenimpuls mit Schwester Katharina
Wenn dir was in die Quere kommtHerzlich willkommen am Mittwoch.Ich stehe am Zebrastreifen an der Straße und kann nicht rüber, weil ein überlanger LKW sehr langsam zirkeln muss, dass er vom Kreisel aus in die Straße einbiegen kann. Wir wollten in Assisi in die Basilika, aber wir mussten anstehen und warten, bis die Besucher des Vorgottesdienstes draußen waren und die Absperrungen aufgehoben worden sind, die den Zugang versperrt haben.Ich konnte die Tage nicht die Treppe neben der Kirche benutzen, weil ein Rudel Jugendlicher die ganze Treppe besetzt hatte und mir keinen Platz machen wollte.Aber den witzigsten Hinweis, dass einem etwas querkommt, habe ich dieser Tage an der Tür zum Garten unseres Altenheims gelesen. Da stand: „Achtung und Vorsicht: Rasenmähroboter queren die Wege.“Ich habe herzlich gelacht. Mir ist schon klar, dass es für die Altenheimbewohner wichtig ist. Wenn sie mit Gehhilfe oder Rollator gemütlich spazieren gehen und plötzlich so ein Roboter quer vor ihnen über den Weg fährt, kann man sich schon erschrecken und vielleicht stolpern und fallen.Wann ist Dir schon mal etwas richtig quergekommen, hat Dich richtig ausgebremst, hat Dich aufgehalten und Deine Zeit, Deine Nerven oder sogar Deine Courage gekostet?Heute denken wir mit der Kirche an Karl Lwanga und seine Gefährten aus Uganda. Nach einer Zeit der Christianisierung Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts kamen dem neuen König die vielen christlichen Pagen an seinem Hof quer. Er ließ sie bekennen, dass sie nur ihn und sein Königreich anerkennen, und bedrohte die, die zum König Christus beteten, mit dem Tod. Mehr als hundert junge Leute bekannten sich zu Christus und wurden um dieses Bekenntnisses willen getötet.Manchmal ist es auch heute noch so, dass Christen mit ihren Bekenntnissen zu Gott und zur Würde seiner Menschen anderen böse querkommen und ihnen mehr als Stolperfallen aufgestellt werden.