Wirtschaftliche Freiheit

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By Norbert Berthold, Jörn QuitzauBusinessNewsScienceSocial SciencesPolitics
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Wirtschaftliche Freiheit episodes

  • #109: Parteienlandschaft im Umbruch: Sauberer oder schmutziger Wettbewerb?

    Das Parteiengefüge in Deutschland verschiebt sich. Die ehemaligen Volksparteien leiden seit vielen Jahren unter einem eklatanten Bedeutungsverlust. Gleichzeitig schwimmen einige jüngere Parteien auf einer Erfolgswelle, sodass sich die Parteienlandschaft ausdifferenziert. Sind die Wahlergebnisse das Ergebnis eines fairen Wettbewerbs unter den Parteien, bei dem die etablierten Parteien mit Brandmauern und ähnlichen Maßnahmen "Marktzutrittsbarrieren" errichten? Oder bewegen sich die aufstrebenden Parteien außerhalb der demokratischen Spielregeln, sodass es ein schmutziger und somit korrekturbedürftiger Wettbewerb unter den Parteien ist?

    Über diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit Prof. Dr. Thomas Apolte (Universität Münster), dessen Forschungsschwerpunkt die ökonomische Politikanalyse ist.

    53 min
  • #108: Aufschwung mit Strukturproblemen - Finanzpolitik auf Abwegen

    Das Wachstum springt in Deutschland wieder an. Die Forschungsinstitute heben in Ihrer Gemeinschaftsdiagnose die BIP-Prognose für 2026 von 0,6% auf 1,3% an. Gleichzeitig bleiben die längerfristigen Wachstumsaussichten mehr als trüb und die Finanzpolitik befindet sich mit immer höheren Haushaltsdefiziten auf Abwegen.

    Prof. Dr. Oliver Holtemöller (IWH), der an der Gemeinschaftsdiagnose federführend beteiligt war, erläutert im Gespräch mit Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) die aktuelle Lage und die Perspektiven der deutschen Volkswirtschaft.

    31 min
  • #107: KI-Revolution - Was lehrt uns die Wirtschaftsgeschichte?

    Alles schon da gewesen oder etwas völlig Neuartiges? Normaler Strukturwandel oder das Ende der Arbeit? Dies sind Fragen, die vor dem Hintergrund der KI-Revolution intensiv diskutiert werden.

    Der Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Tobias Straumann (Universität Zürich) erläutert im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG), welche Lehren aus der Wirtschaftsgeschichte für die aktuelle Phase des technologischen Umbruchs zu ziehen sind.

    Hier geht es zur Homepage von Prof. Dr. Tobias Straumann: https://www.hist.uzh.ch/de/fachbereiche/neuzeit/professuren/straumann.html

    24 min
  • #106: Quo vadis EWU? Von fiskalischen und monetären Spannungen

    Die EWU ist gegenwärtig kein Krisenherd. Das könnte sich aber ändern. Der wichtigste Krisen-Treiber ist die staatliche Verschuldung. Sie läuft aus dem Ruder, nicht nur im Süden der EWU. Die Spannungen zwischen zentraler Geldpolitik und nationalen Fiskalpolitiken könnten wieder zunehmen. Mit der Ruhe in der EWU wäre es schnell vorbei. Es drohte die Gefahr der fiskalischen Dominanz. Die EWU bleibt nur stabil, wenn es gelingt, die Budgetrestriktionen der Mitgliedsländer zu härten. Nur dann kann die EZB wieder monetär dominieren und ihr Mandat der Preisstabilität erfüllen. Wie kann es gelingen, was bisher nicht gelungen ist, die nationalen Budgetrestriktionen zu härten? Was passiert, wenn der Versuch scheitert? Setzt die EZB ihre monetäre Dominanz trotzdem durch und diszipliniert die nationalen Fiskalpolitiken? Ist das in ihrem eigenen institutionellen Interesse?

    Wie reagieren die Mitgliedsländer? Weichen sie aus und gehen den Weg über gemeinsame EU-Schulden? Der Zielkonflikt zwischen Geld- und Fiskalpolitik bliebe ungelöst. Es drohten Inflation, Verteilungskämpfe und wirtschaftliches Siechtum. Was dann? „Durchwursteln“ wäre der „worst case“, also nichts Neues, nur mehr vom Alten. Der Preis wäre wirtschaftlicher Niedergang. Wäre eine politische Union ein Ausweg aus dem Dilemma? Würde das die fiskalischen und monetären Spannungen entschärfen? Wäre das der Anfang einer „goldenen“ Zukunft für die EWU und für Europa? Ist das mehr als eine Illusion? Oder steigt Deutschland aus? Ist das die künftige Realität?

    Hier der Link zu der im Podcast angesprochenen Studie: https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/de/studien/detail/der-euro-als-optimaler-waehrungsraum-eine-bestandsaufnahme

    Teilnehmer:

    Gunther Schnabl ist Direktor des Flossbach von Storch Research Institute mit Sitz in Köln und Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik an der Universität Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wirtschafts-, Geld- und Währungspolitik.

    Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. 

    40 min
  • #105: Hitzewelle und Klimapolitik - Anpassung an den Klimawandel

    Was folgt aus der Hitzewelle und den klimawandelbedingten Kosten? Manche fordern, der Klimaschutz solle verschärft und die Treibhausgasneutralität früher angestrebt werden. Doch dies bringt hohe volkswirtschaftliche Kosten mit sich, die an anderer Stelle, nämlich für die Investitionen in die Anpassung an den Klimawandel, fehlen.

    Letztlich geht es um das richtige Verhältnis von Vorbeugung und Anpassung, sagt Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).

    15 min
  • #104: Hitzewelle und Klimaschutzziele - Kühlen Kopf bewahren

    Am Ende des Hitzesommers stellt sich die Frage: Ist Nicht-Handeln beim Klimaschutz teurer als der Preis, den wir für zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen bezahlen müssen?

    Wie ist vor diesem Hintergrund das deutsche Ziel zur Treibhausgasneutralität 2045 zu bewerten? Was wären die ökonomischen und ökologischen Effekte, wenn das Ziel auf 20250 verschoben wird?

    Darüber spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit Prof. Dr. Manuel Frondel, Leiter des Kompetenzbereiches "Umwelt und Ressourcen" am RWI und außerplanmäßiger Professor für Energieökonomik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum.

    Link zum im Podcast erwähnten Diskussionspapier: https://www.rwi-essen.de/fileadmin/user_upload/RWI/Publikationen/RWI_Materialien/rwi-materialien_172.pdf

    26 min
  • #103: China-Schock 2.0 und Deindustrialisierung

    Die deutsche Industrie leidet. Auto, Maschinen, Chemie sind in Not. In den letzten 5 Jahren hat das Verarbeitende Gewerbe mehr als 520.000 Arbeitsplätze abgebaut. 10.000 industrielle Arbeitsplätze gehen pro Monat verloren. Die Ursachen sind vielfältig. Ein Grund ist der China-Schock 2.0. Er trifft Deutschland hart. Sein Export-Mix überschneidet sich stark mit einem China, das bei mittel- und hoch-technologischen industriellen Massenprodukten wettbewerbsfähig geworden ist. Die deutsche Industrie, das produktive Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist im Niedergang.

    Die Chinesen sind inzwischen oft besser und billiger. Und sie sind sehr innovativ entlang der (vertikal integrierten) Wertschöpfungskette. Was sind die Gründe für diese Erfolgsgeschichte? Der Hinweis auf Subventionen ist nicht falsch, er greift aber zu kurz. Damit stellt sich die spannende Frage: Wie sollten Deutschland und vor allem die EU auf die chinesische Herausforderung reagieren? Laufen lassen, handelspolitisch restriktiv reagieren, strategische Abhängigkeiten verringern, weltweit mit mehr Freihändlern kooperieren oder einfach nur die nationalen Hausaufgaben machen?

    Teilnehmer:

    Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts- und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW.

    Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. 

    50 min
  • #102: Vorschläge der Alterssicherungskommission - Befreiungsschlag, mutiger Entwurf oder Nullnummer?

    Die Alterssicherungskommission hat geliefert. 33 Vorschläge sollen die Gesetzliche Rentenversicherung nachhaltig sanieren. Besteht begründete Hoffnung, dass ein glaubwürdiger Reformprozess in Gang kommt? Schwerpunkte der Vorschläge sind: Länger arbeiten, neue Beitragszahler erschließen, Kapitaldeckung stärken, Nettoersatzquote sichern, Transparenz erhöhen. Die Meinungen über das Rentenpaket der Kommission gehen auseinander. Unterstützer meinen: Die (grobe) Richtung stimmt, der Gesamtentwurf ist mutig, die Reform ist nachhaltig. Kritiker bemängeln: Die Vorschläge greifen (oft) zu kurz, sind inter-generativ „ungerecht“ und kommen (meist) zu spät. Der Bundeskanzler hat angekündigt, die Bundesregierung wolle die Vorschläge 1:1 übernehmen. „Rosinenpicken“ soll ausgeschlossen werden. Die Erfahrung lehrt: Bei der konkreten Ausgestaltung der Gesetze kann viel passieren. Schauen wir mal!

    Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. (em.) Dr. Bernd Raffelhüschen (ALU)

    Teilnehmer:

    Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. 

    Bernd Raffelhüschen ist Professor (em.) für Finanzwissenschaft, war Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019).

    48 min
  • #101: US-Zentralbank - Eine neue geldpolitische Ära

    Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Zentralbank Fed, hat einen bemerkenswerten Start hingelegt. In seiner ersten Pressekonferenz betonte er nicht nur, dass die US-Zentralbank unter seiner Führung Preisstabilität liefern wird, er kündigte auch Reformen für fünf Themenfelder an. Die Reformvorschläge sollen in den nächsten Monaten von fünf Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Beginnt damit eine neue geldpolitische Ära? Verteidigt Kevin Warsh die Zentralbankautonomie gegen die politische Einmischung von Donald Trump?

    Prof. Dr. Michael Heise (HQ Trust) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).

    24 min
  • #100: Hat die Marktwirtschaft eine Zukunft? Und wenn ja, wie viele?

    Das Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft steht unter Druck. Der Glaube an die Gestaltungsfähigkeit des Staates erlebt ein Comeback. Die deutsche Staatsquote von über 50% ist ein klares Zeichen.

    Wohin führt der Weg? Gibt es Beispiele für marktwirtschaftliche Kehrtwenden? Welches Modell könnte sich durchsetzen?

    In der Jubiläumsfolge diskutieren Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Universität Freiburg; Stiftung Marktwirtschaft), Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) u.a. über die Rolle der Demographie, der Digitalisierung/Künstlichen Intelligenz und des Parteiensystems.

    51 min

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Der Ökonomen-Podcast für wirtschaftspolitische Themen. Zielgruppe: Interessierte Nicht-Ökonomen und professionelle Volkswirte.

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