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In Detroit war die Autoindustrie Mitte der 1960er Jahre bereits in einer tiefen Krise. Martin Luther King war 1963 noch friedlich durch die Stadt marschiert - Seite an Seite mit dem bekannten Pastor CL Franklin. Wenige Jahre später erschütterten Ausschreitungen mit vielen Dutzend Toten die Stadt. Das Ebony-Magazin schrieb 1967 über den Sommer von "Retha, Rap und Revolte". 'Rap' meinte den radikalen Bürgerrechtler H. Rap Brown, Retha war die Tochter des Pastors aus Detroit - Aretha Franklin. Sie wurde im selben Jahr über Nacht zum weiblichen Aushängeschild von Soul-Musik, unter anderem durch "Respect" - im Original vom früh verstorbenen Otis Redding. Aretha Franklin kehrte allerdings die Rollen von Mann und Frau um und verwandelte den Song damit in eine stolze Hymne aller Entrechteten.
Diese Folge wurde in Ö1 am 05. 10. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1.
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Die Scorpions waren zu Beginn der 1980er Jahre die wahrscheinlich international erfolgreichste deutsche Band. 1988 brachen die Scorpions in die Sowjetunion auf, um dort eine Reihe von Konzerten zu spielen. Ihre neuen Kontakte mündeten dann in einen Auftritt beim Festival für den Frieden in einem der größten Stadien Moskaus im darauffolgenden Sommer. Wieder zurück verarbeitete Sänger Klaus Meine seine Eindrücke in einem Song, der spät aber doch als Single ausgekoppelt wurde. Die Powerballade mit sentimentalem und leicht schwülstigem Text wurde sofort zum Welthit und letztlich zum dem Song der Wende sowie der deutschen Wiedervereinigung schlechthin.
Diese Folge wurde in Ö1 am 06. 10. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1.
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Die Gorillaz gründeten sich als Reaktion auf eine blutleere, ideenlose Musikindustrie, die kurz nach der Jahrtausendwende in einer tiefen Krise steckte. Die Band bestand aus vier Comic-Figuren, die sich die Briten Damon Albarn (Sänger der Britpop-Band Blur) und James Hewitt (Tank Girl) ausgedacht hatten, die sich damit dem Zugriff von Musikpresse und Marketing entziehen konnten. Die erste Single "Feel Good Inc" ihres zweiten Albums "Demon Days" zeigte 2005 die Ambivalenzen auf, mit denen sich die Gorillaz weiterhin konfrontiert sahen.
Diese Folge wurde in Ö1 am 07. 10. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1.
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"Liebe ist kurz, Vergessen ist lang" - dieses Zitat von Pablo Neruda war am Beginn des Videos zu "All Too Well: The Short Film" zu lesen. Taylor Swift hatte den Song bereits 2012 veröffentlicht, in dem sie eine gescheiterte Beziehung mit vielen Details und Erinnerungen aufarbeitete. Jahre später wurden die Rechte an zahlreichen Alben von Taylor Swift weiterverkauft, die Songwriterin wehrte sich dagegen, jedoch ohne Erfolg. Deshalb nahm sie nicht nur neue Songs auf, mit manchmal beißender Kritik an einer männlich dominierte Entertainment-Industrie, sondern sie veröffentlichte auch alte Songs in neuen Einspielungen. Darunter war auch "All Too Well", das auf Drängen vieler Fans auf die ursprünglichen zehn Minuten verlängert wurde.
Diese Folge wurde in Ö1 am 08. 10. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1.
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Das Debütalbum der kalifornischen Band Linkin Park markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung von Nu-Metal: es verband melodischen, introspektiven Alternative Rock mit Rap und schweren Gitarrenriffs. Die Band wurde so zum wichtigsten Einfluss auf Emo-Punk der 2000er-Jahre und Emo-Rap der 2010er-Jahre. "In The End" wurde dabei zur maßgeblichen Single. Am Tag, als US-Radiostationen mit ihr bemustert wurden, dem 11. September 2001, schlugen zwei Flugzeuge im World Trade Center ein. Die schmerzhafte, alles übertönende und letztlich vergebliche Sinnsuche, die im Song geschildert wird, mag dabei vielen jungen Amerikaner:innen aus der Seele gesprochen haben.
Diese Folge wurde in Ö1 am 17. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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Diese Folge ist aus Staffel 23. Nicht alle Podcatcher haben sie veröffentlicht. Daher Wiederholung.
Heute Abend möchte sie sich überhaupt nicht politisch korrekt benehmen, sang die kanadische Sängerin Shania Twain 1997 auf "Man! I Feel Like A Woman!". In der konservativen Welt des Country war der Song trotz seiner klassischen Rollenverteilung eine kleine feministische Revolution. Shania Twain schuf einen neuen Typus Country-Pop-Star, ohne den Taylor Swift nicht möglich wäre.
Diese Folge wurde in Ö1 am 16. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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Diese Folge ist aus Staffel 23. Nicht alle Podcatcher haben sie veröffentlicht. Daher Wiederholung.
1987 nahm Maria Guadalupe Araujo Yong 32-jährig am internationalen OTI-Song-Festival teil, bei dem sie - das war außergewöhnlich - als Songwriterin und Sängerin ihres eigenen Songs den dritten Platz erreichte. Ein Jahr später gelang ihr mit dem Song "Simplemente Amigos" - einem Song über eine geheime Liebe - der endgültige Durchbruch daheim in Mexiko. Im Video wurde der Song als Mann-Frau-Beziehung inszeniert, während der Text in Wirklichkeit für die homosexuellen Fans von Ana Gabriel geschrieben wurde.
Diese Folge wurde in Ö1 am 15. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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Diese Folge ist aus Staffel 23. Nicht alle Podcatcher haben sie veröffentlicht. Daher Wiederholung.
"Jetzt hat sie uns den Schas gewonnen" - mit diesen Worten krönte ORF-Moderator Andi Knoll das Ende einer fast fünfzigjährigen Durststrecke, als Conchita Wurst als überragende Gewinnerin des Eurovision Song Contest 2014 verkündet wurde. Die internationalen Reaktionen auf "Rise Like A Phoenix" zeigten einmal mehr einen tiefen Spalt im Umgang mit Homosexualität und Gender-Stereotypen in den Ländern Ost- und Westeuropas. Für manche Analyst:innen wurde Conchita Wurst deshalb zur Symbolfigur eines progressiven Europa. Und "Rise Like A Phoenix" - ein eleganter und zugleich bombastischer Song über eine transformative Wiedergeburt - wurde zum Banner-Song eines neuen, toleranten Europa.
Diese Folge wurde in Ö1 am 11. 05. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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Diese Folge ist aus Staffel 22. Nicht alle Podcatcher haben sie veröffentlicht. Daher Wiederholung.
Birmingham war seit der Industriellen Revolution Heimat einer stolzen Arbeiterklasse und verfügte über ausgezeichnete Infrastruktur. Hier wurde in den frühen 1970er Jahren Heavy Metal erfunden - allen voran durch die Band Black Sabbath, die sich nach einem italienischen Horrorfilm benannt hatten. Ihr Gitarrist hatte bei einem Fabriksunfall zwei Fingerkuppen verloren, dadurch stimmte die Band ihre Saiteninstrumente tiefer, weil sie so weniger Kraft beim Spielen benötigten. Black Sabbaths zentraler Proto-Metal-Song "Paranoid" wurde 1970 veröffentlicht. Bassist Geezer Butler - der den Text schrieb - litt an Depressionen, die Hoffnungen der 68er-Bewegung waren mit Tränengas erstickt worden und der übermäßige Konsum von Drogen zeigte deutlich negative Wirkungen.
Diese Folge ist aus Staffel 22 und wurde in Ö1 am 12. 05. 2026 gesendet und Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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Am 11. September 2001 wurden die USA zum Ziel von islamistischen Terroranschlägen. Unmittelbar nach den Attentaten wurde der Song „Only Time“ der irischen New-Age-Musikerin Enya besonders häufig zur Bilduntermalung in Fernsehsendern eingesetzt, während der Opfer gedacht werden sollte. Gerade in den USA und alliierten Ländern wie Kanada, Deutschland, Polen, aber auch der neutralen Schweiz und Österreich konnte sich „Only Time“ sehr oft verkaufen. Die Kritiken waren dabei vernichtend. 20 Jahre später hat sich die Bewertung dieser Musikerin gedreht. „Enya ist überall“, titelte ein weitschweifender Essay in einer tonangebenden Musikzeitschrift über ihren Einfluss in der elektronischen Musik.
Diese Folge wurde in Ö1 am 11. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1: Playlist und Literaturliste zum Podcast
Diese Folge ist aus Staffel 20. Nicht alle Podcatcher haben sie veröffentlicht. Daher Wiederholung.
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