100 Songs - Geschichte wird gemacht

100 Songs - Geschichte wird gemacht

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100 Songs - Geschichte wird gemacht episodes

  • „Big Yellow Taxi“ – Joni Mitchell (Kanada, 1970)

    Joni Mitchell hatte die Vorhänge ihres Hotelzimmers auf Hawaii geöffnet, sie sah in der Ferne vulkanische Berge, während sich unmittelbar vor dem Hotel ein riesiger Parkplatz auftat. „Wir haben das Paradies betoniert“, sang die kanadische Songwriterin im Jahr 1970 relativ beschwingt. „Ist es nicht immer so, dass wir erst wissen, was wir hatten, wenn es nicht mehr da ist?“, meinte sie weiter und schrieb mit „Big Yellow Taxi“ eine der frühesten ökologischen Hymnen der Popmusik.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 2. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1: Playlist und Literaturliste zum Podcast

    Diese Folge ist aus Staffel 19. Nicht alle Podcatcher haben sie veröffentlicht. Daher Wiederholung.

    20 min
  • "Simplemente Amigos" - (Mexiko, 1988)

    1987 nahm Maria Guadalupe Araujo Yong 32-jährig am internationalen OTI-Song-Festival teil, bei dem sie - das war außergewöhnlich - als Songwriterin und Sängerin ihres eigenen Songs den dritten Platz erreichte. Ein Jahr später gelang ihr mit dem Song "Simplemente Amigos" - einem Song über eine geheime Liebe - der endgültige Durchbruch daheim in Mexiko. Im Video wurde der Song als Mann-Frau-Beziehung inszeniert, während der Text in Wirklichkeit für die homosexuellen Fans von Ana Gabriel geschrieben wurde.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 15. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    20 min
  • "Man! I Feel Like A Woman!" - (Kanada, 1997)

    Heute Abend möchte sie sich überhaupt nicht politisch korrekt benehmen, sang die kanadische Sängerin Shania Twain 1997 auf "Man! I Feel Like A Woman!". In der konservativen Welt des Country war der Song trotz seiner klassischen Rollenverteilung eine kleine feministische Revolution. Shania Twain schuf einen neuen Typus Country-Pop-Star, ohne den Taylor Swift nicht möglich wäre.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 16. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    19 min
  • "In The End" - Linkin Park (USA, 2000)

    Das Debütalbum der kalifornischen Band Linkin Park markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung von Nu-Metal: es verband melodischen, introspektiven Alternative Rock mit Rap und schweren Gitarrenriffs. Die Band wurde so zum wichtigsten Einfluss auf Emo-Punk der 2000er-Jahre und Emo-Rap der 2010er-Jahre. "In The End" wurde dabei zur maßgeblichen Single, die allerdings erst ein Jahr nach dem Album-Release veröffentlicht wurde. Am Tag, als US-Radiostationen mit ihr bemustert wurden, dem 11. September 2001, schlugen zwei Flugzeuge im World Trade Center ein. Die schmerzhafte, alles übertönende und letztlich vergebliche Sinnsuche, die im Song geschildert wird, mag dabei vielen jungen Amerikanern und Amerikanerinnen aus der Seele gesprochen haben.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 17. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    18 min
  • "Mu isamaa on minu arm" (Sowjetunion, 1988)

    Die Machthaber in Moskau hatten Ende der 1980er Jahre mit Großprojekten, die tief in die Umwelt eingreifen sollten, starke Proteste im Baltikum ausgelöst. Bald regte sich auch Widerstand gegen einen alten Pakt zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion, der nach wie vor Grundlage der Annexion des Baltikums durch die Sowjetunion war. Am 11. September 1988 versammelten sich am Ort des großen estnischen Liederfests weit über 200.000 Menschen, um zu protestieren und Lieder zu singen. Krönender Abschluss war “Mu isamaa on minu arm“ ("Mein Vaterland ist meine Liebe"), ein altes Lied, das 1944 vom Komponisten Gustav Ernesaks mit einer neuen, hymnischen Melodie versehen wurde. Er war nach wie vor am Leben und dirigierte an diesem Höhepunkt der Singenden Revolution.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 13. 05. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    20 min
  • "Paranoid" - Black Sabbath (UK, 1970)

    Birmingham war seit der Industriellen Revolution Heimat einer stolzen Arbeiterklasse und verfügte über ausgezeichnete Infrastruktur. Hier wurde in den frühen 1970er Jahren Heavy Metal erfunden - allen voran durch die Band Black Sabbath, die sich nach einem italienischen Horrorfilm benannt hatten. Ihr Gitarrist hatte bei einem Fabriksunfall zwei Fingerkuppen verloren, dadurch stimmte die Band ihre Saiteninstrumente tiefer, weil sie so weniger Kraft beim Spielen benötigten. Black Sabbaths zentraler Proto-Metal-Song "Paranoid" wurde 1970 veröffentlicht. Bassist Geezer Butler - der den Text schrieb - litt an Depressionen, die Hoffnungen der 68er-Bewegung waren mit Tränengas erstickt worden und der übermäßige Konsum von bewusstseinsverändernden Drogen zeigte auch deutlich negative Wirkungen.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 12. 05. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    20 min
  • "Rise Like A Phoenix" - Conchita Wurst (Österreich, 2014)

    "Jetzt hat sie uns den Schas gewonnen" - mit diesen Worten krönte ORF-Moderator Andi Knoll das Ende einer fast fünfzigjährigen Durststrecke, als Conchita Wurst als überragende Gewinnerin des Eurovision Song Contest 2014 verkündet wurde. Die internationalen Reaktionen auf "Rise Like A Phoenix" zeigten einmal mehr einen tiefen Spalt im Umgang mit Homosexualität und Gender-Stereotypen in den Ländern Ost- und Westeuropas. Für manche Analyst:innen wurde Conchita Wurst deshalb zur Symbolfigur eines progressiven Europa. Und "Rise Like A Phoenix" - ein eleganter und zugleich bombastischer Song über eine transformative Wiedergeburt - wurde zum Banner-Song eines neuen, toleranten Europa.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 11. 05. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    20 min
  • "Über sieben Brücken musst du gehn" - Karat (Deutschland, 1978)

    Im real existierenden Sozialismus sollten in der DDR inmitten blühender Landschaften menschenwürdige Arbeit geschaffen werden und ein Bollwerk gegen feindliche Klassenkräfte entstehen. Doch Mitte der 1970er Jahre wurde die Kluft zum Westen immer deutlicher sichtbar. In dieser Atmosphäre wurde "Über Sieben Brücken musst du gehen" für die Verfilmung einer Liebesgeschichte zwischen einer Deutschen und einem Polen geschrieben. Nach dem Erfolg bei der Erstausstrahlung des gleichnamigen Films im Jahr 1978 befand die ostdeutsche Einheitspartei, dass der Song zu sentimental wäre. Seiner Beliebtheit als melancholische Durchhalteparole tat das keinen Abbruch. Ein Cover des Westdeutschen Peter Maffay verhalf dem Song auch auf der anderen Seite der Zone - in der Bundesrepublik - zu enormer Bekanntheit.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 07. 04. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    21 min
  • "Plastic Love" - Mariya Takeuchi (Japan 1984)

    In den 1980ern lief die japanische Wirtschaft auf Hochtouren und schloss langsam zu den Vereinigten Staaten von Amerika auf. Citypop wurde zum klingenden Ausdruck eines urbanen, hochtechnisierten und konsumfreudigen Lebensgefühls, das sich mit Walkman und tragbaren Kassettenspielern überall hin transportieren ließ. Als Citypop während der 2010er Jahre in Europa und den USA wiederentdeckt wurde, stießen vor allem anspruchsvolle und smoothe Songs, die sich an Erwachsene richteten, auf großen Zuspruch. Dabei wurde der relativ unbekannte Song "Plastic Love" von Mariya Takeuchi weltweit bekannt. In "Plastic Love" träumt ihre Protagonistin von einem ausgelassenen Leben in der Stadt, nachdem sie verlassen wurde.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 08. 04. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    21 min
  • "Little Dark Age" - MGMT (USA, 2018)

    Ein dunkles Zeitalter war angebrochen, das stand für die Band MGMT nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA fest. Das Duo war Mitte der 2000er Jahre mit unbeschwerten Hits über das Leben als Teenager weltbekannt geworden. Danach war es jedoch still um die Band geworden. Das Album "Little Dark Age" entstand über mehrere Jahre und wurde 2018 veröffentlicht. Der Titelsong - inspiriert durch Synthesizer aus der späten Sowjet-Ära - wird zu einem klaustrophobischen Panoptikum, in dem persönliche Ängste mit gesellschaftlichen Abgründen verschmelzen, während im Video Gothic Horror auf Symbolismus und Dekadenz trafen.

    Diese Folge wurde in Ö1 am 09. 04. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:
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    19 min

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