1000 Antworten - Frag den Paal - SWR2 Impuls vom 6.8.2014 | Wir sind als Naturschutzverwaltung sehr damit beschäftigt, die Schutzgebiete ordentlich zu managen - zusammen mit den Natura-2000-Gebieten haben wir ungefähr 17 Prozent der Landesfläche, die unter Schutz fallen. Daher können wir uns nicht noch um die städtischen Pflanzvorgaben kümmern.
Sie haben aber die Möglichkeit, dies ehrenamtlich voranzubringen. Wir sind sehr froh darüber, dass es so viele Ehrenamtler gibt, die sich um die Artenvielfalt kümmern.
Aber wir können uns beim Naturschutz ja nicht auf diese kleinen Flächen beschränken. Wäre es nicht besser, es gäbe eine Vorgabe für alle - auch in der Landwirtschaft - dass z.B. 80 Prozent mit heimischen Gehölzen bepflanzt werden müssen, die der Insektenvielfalt und damit Vogel- und allgemein der Tiervielfalt dienen? Dann hätten wir etwas erreicht. Dann würde ich verstehen, dass das Regierungspräsidium Naturschutzarbeit leistet.
Aber ich sehe hier, auf der Ostalb, nur eine völlig ausgeräumte Landschaft, maschinengerecht zugerichtet. Sie haben hier noch nicht einmal einen 50 Zentimeter breiten Streifen an den Fahrwegen der Landwirte. Sie müssen sogar befürchten, dass die umgeackert werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier ein Rebhuhn oder eine Feldlerche heimisch bleiben kann.
Sie haben jetzt noch einen anderen Aspekt in die Diskussion gebracht. Zunächst ging es um die Pflanzpläne, die der einzelne Privatbürger Ihrer Meinung nach befolgen sollte.
Darüber hinaus haben wir natürlich noch den großen Bereich der Landwirtschaft und es stimmt, dass dort die Ausräumung der Landschaft zunimmt und dass man dort etwas tun muss - mit Streifen, mit Saumerhaltung, Gewässerrandstreifen, Wegerandstreifen etc.