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JD Vance sieht in Europa eine Bedrohung – das hat der US-Vizepräsident während seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz ziemlich klargemacht. Diese Bedrohung sei »nicht Russland, nicht China, überhaupt kein ausländischer Akteur«, sondern es sei eine »Bedrohung von innen«.
Die Europäer würden sich hinter »Begriffen aus der sowjetischen Ära wie Missinformation und Desinformation verstecken«. Aber in Wirklichkeit gehe es nur darum, Andersdenkende zum Schweigen zu bringen, so der Vizepräsident der USA. Vance hat in gut 20 Minuten Europas Wertefundament zerlegt.
In dieser Folge von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Francesco Collini, SPIEGEL-Journalist im Auslandsressort, über eine historische Rede, die zeigt, dass die neue US-Regierung Europa vor ungekannte Herausforderungen stellt.
Diese Folge ist ursprünglich am 18. Februar 2025 erschienen. Im Rahmen des aktuellen Highlight-Programms während der Sommerpause von »Acht Milliarden« veröffentlichen wir sie hier noch einmal.
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China und die USA liefern sich ein Wettrüsten in künstlicher Intelligenz. Die Überzeugung dahinter: Wer KI dominiert, wird die Welt dominieren. Europa, allen voran Deutschland, ist im Tiefschlaf.
Es gibt derzeit nur zwei Länder, die im globalen Rennen um KI-Vorherrschaft aussichtsreiche Startplätze belegen: China und die USA. US-Präsident Donald Trump hat kürzlich Investitionen von mehr als 500 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur angekündigt. China hat am Tag von Trumps Inauguration sein eigenes KI-Modell vorgestellt: DeepSeek. Das Modell hat nach eigenen Angaben deutlich weniger gekostet, ist aber genauso leistungsfähig wie amerikanische Systeme.
Dieser Wettbewerb wird geopolitisch das 21. Jahrhundert prägen. Europa versucht primär, mit Regulierung zu reagieren. In der KI-Entwicklung scheint der Kontinent, trotz brillanter Forschung, hoffnungslos abgeschlagen.
In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit dem Politologen und KI-Experten Martin Wendiggensen, der in den USA an der Schnittstelle von KI und internationaler Politik forscht. »Europa ist in diesem Wettbewerb um die KI-Vorherrschaft derzeit abgeschlagen, dabei haben wir genug brillante Mathematiker und Physiker, um mit den USA und China mitzuhalten«, so Wendiggensen. Sollte Europa den Anschluss verlieren, droht mittelfristig eine enorme KI-Abhängigkeit und letztlich ein Wettbewerbsnachteil, der alle Wirtschaftsbereiche angehen wird – mit katastrophalen Folgen für den Wohlstand in der EU und in Deutschland.
Diese Folge ist ursprünglich am 31. Januar 2025 erschienen. Im Rahmen des aktuellen Highlight-Programms während der Sommerpause von »Acht Milliarden« veröffentlichen wir sie hier noch einmal.
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SPIEGEL-Korrespondent René Pfister hat sechs Jahre lang aus den USA berichtet. Bis heute bewundert er Tatkraft und Entscheidungsfreudigkeit der Amerikaner. Jetzt ist er wieder zurück und macht sich Sorgen um Europa.
Vor gut vier Wochen verließ René Pfister die Vereinigten Staaten, nach sechs Jahren als SPIEGEL-Korrespondent in Washington, D.C. Er ist in der Zeit nicht zum Verächter der USA geworden. Bis heute bewundert er, wie Amerikaner ihr Leben anpacken. Gleichzeitig hat Pfister in seiner Zeit große Veränderungen wahrgenommen: »Wenn man die politischen Debatten in Amerika anguckt, auch das politische Klima, das gesellschaftliche Klima, dann haben wir noch nicht so eine Spaltung wie in Amerika. Wir haben keine so giftige politische Kultur.«
In dieser Folge zieht René Pfister, künftig Paris-Korrespondent des SPIEGEL, eine ernüchternde Bilanz seiner Zeit in Washington. Er ist davon überzeugt, dass sich Europa in Zukunft sehr anstrengen muss, um gegen die Dynamik der USA anzukommen. Gerade was die KI-Revolution angeht, sei die Lage schwierig. Auf Dauer könnte das den Wohlstand in Deutschland und Europa ernsthaft gefährden.
(S+) Werden wir schleichend zur pittoresken Kulisse für reiche amerikanische Touristen? Einige sommerliche, wenn auch düstere Gedanken zu meiner Rückkehr nach Europa – von René Pfister: https://www.spiegel.de/ausland/usa-unter-donald-trump-warum-europa-sich-gegen-das-silicon-valley-wehren-sollte-a-16fe002d-bfc5-4895-bd7a-6534a2c966b8
(S+) Außenhandelsexperte Jürgen Matthes erklärt, was die Einigung im Zollstreit für deutsche Unternehmen bedeutet – und was Europa tun muss, um künftig weniger erpressbar zu sein – ein Interview von Michael Brächer: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-zolldeal-mit-usa-bringt-neue-herausforderungen-fuer-europa-a-962a3109-f60f-46d4-b401-331ea3c47022
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Hinweis der Redaktion: Nach der Fertigstellung dieser Folge wurde bekannt, dass Brasiliens Oberster Gerichtshof Hausarrest für den früheren Präsidenten Jair Bolsonaro angeordnet hat. Alle aktuellen Entwicklungen dazu finden Sie / findet ihr auf spiegel.de.
Immer häufiger nutzt der US-Präsident Zölle nicht, um Handelskonflikte auszutragen. Ihm geht es vielmehr darum, dass Länder sich seinem Willen beugen. Jüngstes Opfer: Brasilien.
Vor rund 200 Jahren verkündete der damalige US-Präsident James Monroe die sogenannte »Monroe-Doktrin«. Die USA würden sich nicht mehr in Europas Angelegenheiten einmischen, verböten sich aber Europas Einmischung in die Angelegenheiten des amerikanischen Kontinents. Was vordergründig als defensive Haltung wahrgenommen werden konnte, entpuppte sich sehr bald als das genaue Gegenteil. Die USA mischten sich massiv in die Angelegenheiten Lateinamerikas ein, nicht zuletzt militärisch.
In dieser Folge von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Jens Glüsing, Lateinamerika-Korrespondent des SPIEGEL. Glüsing ist davon überzeugt, dass Donald Trump eine Wiederbelebung der Monroe-Doktrin anstrebt. Als Hinweis darauf sieht er die Ankündigung der USA, Brasilien mit massiven Strafzöllen zu belegen. Die Forderung an die Regierung unter Präsident Lula da Silva: Die brasilianische Justiz soll trotz erdrückender Beweislage den Prozess gegen den Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro aussetzen. »Trump hat einen neuralgischen Punkt berührt, die Einmischung in die inneren Angelegenheiten mit dem Bolsonaro-Prozess, und da wird es keine Kompromisse geben«, so Glüsing.
Jair Bolsonaro muss bereits auf richterliche Anweisung eine Fußfessel tragen. Jetzt verschärft Richter Alexandre de Moraes das Vorgehen gegen den früheren Präsidenten Brasiliens: https://www.spiegel.de/ausland/brasilien-gericht-ordnet-hausarrest-fuer-jair-bolsonaro-an-a-777c2c41-41cc-4a91-97de-9d6a053c5a31
(S+) Donald Trump will Brasilien 50 Prozent Zoll aufbrummen, es sei denn, das Verfahren gegen seinen Freund Bolsonaro werde gestoppt. Damit zeigt der US-Präsident: Es geht ihm nicht um Handelsbilanzen, sondern politischen Gehorsam – von Jens Glüsing: https://www.spiegel.de/ausland/brasilien-mit-strafzoellen-versucht-donald-trump-den-prozess-gegen-jair-bolsonaro-zu-verhindern-a-00e9fc1b-ef4f-45f4-a5fc-2dfc0e11e933
(S+) US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, dass sein Land Sanktionen gegen einen brasilianischen Richter verhängen könnte. Was steckt hinter der Maßnahme, die die Beziehungen beider Länder ruinieren könnte? – von Marian Blasberg: https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-diplomatie-wie-die-usa-einen-brasilianischen-richter-mit-sanktionen-bedrohen-a-2302c62e-b1df-497d-be1a-f2babc43bde7
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Hinweis der Redaktion: Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung dieser Folge wurde bekannt, dass Donald Trump die Entsendung von zwei Atom-U-Booten in Richtung Russland beauftragt hat. Alle aktuellen Entwicklungen dazu finden Sie / findet ihr auf spiegel.de.
Zuletzt hatte Trump sein Ultimatum an Kremlchef Putin von 50 auf zehn Tage verkürzt: In dieser Zeit soll eine Waffenruhe zwischen Russland und der von Moskau angegriffenen Ukraine erreicht werden. Wie realistisch ist ein baldiges Kriegsende in der Ukraine? Und wie geht Russland mit Trumps Forderung um?
In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Christina Hebel, die seit acht Jahren für den SPIEGEL aus Moskau berichtet. Hebel ist nicht davon überzeugt, dass ein Ultimatum Putin zum Einlenken bewegen werde. Putin sei nicht an Geländegewinnen interessiert. Einen baldigen Frieden zwischen der Ukraine und Russland sieht sie eher als Wunschdenken einiger Beobachter in Deutschland und nicht als reale Möglichkeit.
(S+) Donald Trump zankt mit dem russischen Ex-Präsidenten Medwedew auf Social Media – und verkündet anschließend die Verlegung von Atom-U-Booten. Der Schritt gibt Rätsel auf. Die Reaktion aus Moskau spricht Bände – von Alexander Sarovic: https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-streit-mit-russland-das-steckt-hinter-seiner-u-boot-drohung-a-757210c8-8db0-4b98-95f5-f8cf343e3af5
(S+) In Russland sind nur noch wenige Verteidiger bereit, Oppositionelle und jene zu vertreten, die das Putin-Regime als »Verräter« und »Terroristen« verfolgt. Die Anwältin Marija Bonzler half ihnen dennoch – und sitzt jetzt im Gefängnis – von Christina Hebel: https://www.spiegel.de/ausland/russland-die-anwaeltin-marija-bonzler-die-menschenrechte-und-der-inlandsgeheimdienst-a-c159b2ec-1d64-4fcf-b423-6ee7272d7111
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Hinweis: In einer früheren Version der Beschreibung dieser Podcastfolge hieß es, die israelische Regierung habe ihren Sitz in Tel Aviv. Tatsächlich befindet sie sich in Jerusalem. Wir haben die entsprechende Textstelle entfernt.
Die Kämpfe in Suwaida, Hochburg der syrischen Drusen, brachen überraschend aus und haben sogar viele Syrer geschockt. Binnen kürzester Zeit kam es im Süden Syriens zu Schießereien zwischen Angehörigen der religiösen Minderheit der Drusen und sunnitischen Beduinen. Die syrische Regierung schickte daraufhin Truppen. Israel bombardierte das Verteidigungsministerium in Damaskus. Wie konnte die Lage so schnell eskalieren?
In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden«, dem Auslands-Podcast des SPIEGEL, spricht Host Juan Moreno mit dem SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter, der die Hintergründe dieser Gewalteskalation recherchiert hat. Reuter sieht vor allem zwei Scharfmacher.
(S+) Die Kämpfe in Suwaida, Hochburg der syrischen Drusen, haben das Land geschockt. Wie konnte es zu Hunderten Toten und zum Eingreifen der israelischen Armee kommen? Die Chronologie der Ereignisse und der Versuch einer Erklärung – von Christoph Reuter und Mohannad Alkhalil Alnajjar: https://www.spiegel.de/ausland/syrien-wie-der-krieg-in-der-drusenprovinz-suwaida-eskalierte-a-05fd0e93-58b6-4e16-8be8-4226f5d7e2c9
(S+) Der neue Präsident Sharaa will Syrien als zentralistischen Staat aufbauen. Doch die Scharmützel der vergangenen Tage zeigen: Das Land ist konfessionell und ethnisch tief gespalten, die Regierung von Kontrolle weit entfernt – von Max Heber und Fritz Schaap: https://www.spiegel.de/ausland/syrien-wer-kaempft-hier-eigentlich-gegen-wen-a-397efc7d-2448-47e5-ac3a-164d10353b16
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Der Fall des US-Milliardärs und Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ist längst mehr als ein Kriminalfall. Der 2019 im Gefängnis gestorbene Epstein pflegte zu Lebzeiten beste Verbindungen in höchste gesellschaftliche Kreise. Darunter auch zum damaligen Geschäftsmann und späteren US-Präsidenten, Donald Trump, der lange als enger Freund galt. Später wurde bekannt, dass Epstein Hunderte Mädchen und junge Frauen missbraucht hatte.
Nun scheint dieser Fall Trump erneut einzuholen.
In der aktuellen Podcast-Folge von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit dem SPIEGEL-New-York-Korrespondenten Marc Pitzke über den Epstein-Skandal und unter welcher Bedingung der Fall für Trump gefährlich werden könnte.
(S+) Schrieb Donald Trump einen schlüpfrigen Geburtstagsbrief an Jeffrey Epstein? Ein Medienbericht legt das nahe. Der Präsident streitet alles ab und verklagt den Verleger. Doch er bekommt die Sache nicht vom Hals – von Alexander Sarovic: https://www.spiegel.de/ausland/jeffrey-epstein-donald-trump-verklagt-nun-rupert-murdoch-a-276854ea-a9f0-4e07-aefc-c792e81f006d
(S+) Jahrelang befeuerte die MAGA-Bewegung wilde Gerüchte um Jeffrey Epstein und seine reichen Freunde. Jetzt erklärt die US-Regierung: alles Unsinn. Trumps Basis geht wütend auf die Barrikaden – gegen ihre Stars, allen voran den Präsidenten – von Marc Pitzke: https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-regierung-entkraeftet-jeffrey-epstein-geruechte-trumps-basis-empoert-a-b0a3efee-8c04-4206-94ff-bacd934d3f39
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SPIEGEL-Reporter Christian Esch war an der Frontlinie des Ukraine-Kriegs. Er bringt zwei Erkenntnisse mit: Eine Front gibt es praktisch nicht mehr – und: Ästhetisch ähnelt moderner Krieg einem Mad-Max-Film.
Hat der US-Präsident seine Meinung zu Russlands Präsident Wladimir Putin tatsächlich geändert? Er sei enttäuscht von Putin, sagte Donald Trump vor Journalisten. Dieser sei nicht bereit, einen »Deal« einzugehen. Die Reaktion darauf hat viele überrascht: Trump erklärte sich bereit, mehr Waffen in die Ukraine zu liefern. Dazu gab es ein Ultimatum: 50 Tage habe Moskau Zeit, einem Friedensabkommen zuzustimmen, sonst werde er neue Sanktionen gegen das Land verhängen und Zölle gegen Russlands Handelspartner erheben.
In der aktuellen Folge des SPIEGEL-Podcasts »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit SPIEGEL-Reporter Christian Esch, der gerade aus der Ukraine zurückgekehrt ist. Esch war an der Front, besser gesagt, in dem Areal, das mittlerweile als Front bezeichnet wird. Durch den immer intensiver gewordenen Drohnenkrieg hat sich die Gefahrenlage mittlerweile komplett geändert: »Soldaten können Stellungen teilweise über Monate nicht verlassen, weil sie bei jeder Bewegung von Drohnen entdeckt und attackiert werden können. Psychologisch ist das kaum auszuhalten.«
(S+) Russlands Krieg tritt in eine neue Phase ein: Drohnenschwärme stoßen weit ins ukrainische Hinterland vor. Im Donbass entsteht eine Todeszone, in der jede Bewegung die letzte sein kann. Ein Bericht von der Kampflinie – von Christian Esch und Fedir Petrov (Fotos): https://www.spiegel.de/ausland/russland-ukraine-krieg-in-neuer-phase-durch-drohnen-angriffe-bericht-von-der-kampflinie-a-08d3dc29-b967-49a7-82a1-37cd0dc1f2dc
50 Tage Friedensfrist, dann Strafzölle: Trumps Ultimatum an Russland klingt kraftvoll. Doch der Kreml gibt sich demonstrativ gelassen. Er hat guten Grund dazu – von Alexander Chernyshev und Jan Puhl: https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-und-der-ukraine-krieg-wladimir-putin-geruht-vielleicht-spaeter-zu-antworten-a-cdb442b3-10a7-4e22-96a1-d9a7ffd1bb64
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Der 76-jährige PKK-Gründer Abdullah Öcalan hat sich diese Woche erstmals seit seiner Festnahme 1999 in einer Videobotschaft aus dem Hochsicherheitsgefängnis Imrali an die Öffentlichkeit gewandt. In dem siebenminütigen Clip ruft er die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans auf, den bewaffneten Kampf einzustellen und auf »demokratische Politik« zu setzen. Der jahrzehntelange Befreiungskampf sei beendet, weil die Existenz der Kurden mittlerweile anerkannt werde, erklärte Öcalan.
Die PKK wird von Ankara, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. 1984 griff die Gruppe zu den Waffen, seitdem sind in dem Konflikt mindestens 40.000 Menschen ums Leben gekommen. Präsident Recep Tayyip Erdoğan begrüßte Öcalans Erklärung als »Meilenstein«, sprach jedoch auch von einem langen Prozess. Schon am heutigen Freitag wollen erste PKK-Einheiten im Nordirak symbolisch ihre Waffen niederlegen.
In der aktuellen Folge des SPIEGEL-Podcasts »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Maximilian Popp, stellvertretender Ressortleiter Ausland beim SPIEGEL. Popp glaubt, dass es nun vor allem auf den türkischen Präsidenten Erdoğan ankommt: »Es wäre jetzt an der Zeit, dass die türkische Regierung wirklich versucht, die Situation der Kurden und Kurdinnen zu verbessern. Es wird entscheidend sein, wie Erdoğan sich verhält. Leider ist er nicht dafür bekannt, sich für Teilhabe und Minderheitenrechte einzusetzen.«
(S+) Nach der Selbstauflösung der PKK könnte Präsident Erdoğan die Spaltung der türkischen Opposition vorantreiben. Seine politische Zukunft hängt von den Stimmen der Kurden ab. Ihnen muss er nun allerdings etwas bieten – von Şebnem Arsu und Anna-Sophie Schneider: https://www.spiegel.de/ausland/tuerkei-die-selbstaufloesung-der-pkk-ist-ein-erfolg-fuer-recep-tayyip-erdogan-aber-mit-risiken-a-7cf86c23-d0c9-47bd-80e9-db27881190a8
(S+) Für den türkischen Präsidenten ist der Aufruf von PKK-Chef Öcalan ein Triumph. Doch ob der Konflikt mit den Kurden wirklich endet, hängt von Erdoğans nächsten Schritten ab – von Maximilian Popp: https://www.spiegel.de/ausland/pkk-chef-abdullah-oecalan-kommt-es-jetzt-zum-frieden-zwischen-der-tuerkei-und-den-kurden-a-90b670c8-fbf9-4ba5-aa26-244dbaa51b6c
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Die Fronten zwischen Elon Musk und Donald Trump verhärten sich weiter: Musk kritisierte das nun beschlossene Steuer- und Ausgabengesetz, Trumps »Big Beautiful Bill«: Dieses sei eine »ekelhafte Abscheulichkeit«, weil es die US-Staatsverschuldung um mehrere Billionen Dollar in die Höhe treiben werde. Und dann kündigte der ehemalige Berater Trumps die Gründung einer eigenen Partei an.
In der aktuellen Folge des SPIEGEL-Podcasts »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Britta Kollenbroich, SPIEGEL-Korrespondentin in Washington. Kollenbroich wundert sich nicht über das Zerwürfnis. »Es ist ein Unterschied, ob Trump in einem Zollstreit verbal über das Ziel hinausschießt, im Falle von Musk ist das mittlerweile persönlich. Und das muss man sehr ernst nehmen. Es sind schließlich der reichste und der mächtigste Mann der Welt, die da übereinander herfallen.«
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Der Auslands-Podcast des SPIEGEL. Für alle, denen die Welt nicht egal ist. Juan Moreno will die Geschichten hinter den Nachrichten erfahren. Jeden Freitag neu.
Die aktuellen Entwicklungen und Hintergründe zur US-Wahl finden Sie unter https://www.spiegel.de/thema/us-praesidentschaftswahl-2024/
Die aktuellen Entwicklungen und Hintergründe zum Krieg in der Ukraine finden Sie unter https://www.spiegel.de/thema/ukraine_konflikt/
Wir freuen uns über Kritik und Vorschläge an [email protected]
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