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  • Gedankenknoten – Naturphilosophie 05 | Von Bernd Lukoschik
    Gedankenknoten sind kleine Texte, die philosophische Probleme erörtern, Fragestellungen aufwerfen und den Leser ins Grübeln bringen. Vom Altertum bis zur Moderne werden Begriffe besprochen, die zum Hinterfragen anregen und das philosophische Problematisieren schulen.
    Das Thema heute: Naturphilosophie
    Welle oder Teilchen? (3) – Das Durchschlagen des Doppelspaltknotens
    Wenn das „Teilchen“ auf dem Bildschirm auftrifft, trifft es als Teilchen auf. So lässt sich dieses Auftreffphänomen am besten verstehen. Solange es unterwegs ist, also von seiner Quelle losfliegt, die Spalten passiert und dann mit anderen „Teilchen“ das Interferenzmuster der Flecken erzeugt, lässt es sich am besten als Welle deuten, und zwar jedes „Teilchen“ für sich.
    Die Physiker interpretieren das Phänomen heute so, dass erst im und durch den Beobachtungs- bzw. Messprozess das „Teilchen“ die beobachtete Eigenschaft erhält, also z. B. einen bestimmten fest umrissenen Ort beim Messen bzw. Beobachten des Auftrefforts. Unbeobachtet hingegen mache es keinen Sinn, bestimmte Eigenschaften dem „Teilchen“ zuzusprechen. Es verfüge vielmehr lediglich über eine Wahrscheinlichkeit, diese Eigenschaft, etwa einen bestimmten Ort, einzunehmen, die erst durch den Messakt real werde.
    Das trifft auch für den Weg zu, den das „Teilchen“ nimmt: Solange nicht gemessen wird, welchen Spalt das „Teilchen“ passiert, lässt sich nur sagen, es besitze eine bestimmte Wahrscheinlichkeit, den Weg durch den ersten oder zweiten Spalt zu nehmen.
    Und die Wahrscheinlichkeitsaussage ist nicht nur eine Sache unseres Wissens. Es darf auch nicht angenommen werden, es sei zwar unbeobachtet, fliege aber dennoch entweder durch den einen oder durch den anderen Spalt. Das wäre dann nämlich der Fall der ersten Versuchsanordnung, in dem einmal der rechte, einmal der linke Spalt geöffnet ist. Wobei sich dann kein Interferenzmuster ergäbe, sondern vielmehr die Summe bzw. Überlagerung der beiden Verteilungen der Lichtpunkte, wie sie sich hinter jedem Spalt bilden, wenn der andere Spalt zu ist.
    Zu sagen, die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Orte oder Bahnen drückten nur unsere Unkenntnis oder beschränkte Kenntnis aus, ist also falsch. Wahrscheinlichkeiten werden vielmehr objektive Zustände der Mikroteilchen. Eine darüber hinausgehende Kenntnis, wo das „Teilchen“ nun „wirklich“ ist, ist nicht möglich, weil es, unbeobachtet, diese Wirklichkeit gar nicht hat.
    +++
    Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.
    +++
    Bildquelle: Anastasios71 / shutterstock
    3 min
  • Monkey Business | Von Paul Schreyer
    Ein Standpunkt von Paul Schreyer.
    Bill Gates veröffentlicht ein neues Buch zur Pandemiebekämpfung – er fordert mehr zentrale Kontrolle. Die G7-Gesundheitsminister unterstützen entsprechende Vorschläge der US-Regierung und trainieren parallel in einer Übung die einheitliche Reaktion auf eine neuartige Pocken-Pandemie. Gleichzeitig werden real Ausbrüche von Affenpocken in vielen Ländern gemeldet, was dringenden Handlungsbedarf suggeriert. All dies geschieht im Mai 2022, kurz bevor beim Jahrestreffen der WHO eine Verschärfung der „Internationalen Gesundheitsvorschriften“ beraten wird, bei der es ebenfalls um mehr zentrale Kontrolle geht.
    Bill Gates hat seine Vorstellungen zur Pandemiebekämpfung in einem Buch veröffentlicht, das Anfang Mai erschienen ist. Er fordert darin ein internationales, 3.000 Personen umfassendes schnelles Eingreifteam, das neue gefährliche Erreger aufspüren und dann die Reaktionen der Regierungen auf die erkannte Gefahr anleiten soll. Der Milliardär rechnet mit Kosten für das Team in Höhe von 1 Milliarde Dollar pro Jahr. Bezahlen sollen das die Regierungen, die ansonsten aber wenig zu sagen haben, da das Team, laut Gates, von der WHO koordiniert werden soll – also der Organisation, die von Gates selbst maßgeblich mitgelenkt wird. Seine Stiftung war zuletzt zweitgrößter Geldgeber.


    Gates hat bereits einen Namen für dieses Team: GERM (Global Epidemic Response and Mobilization Team). Ein Wortspiel, das englische Wort „germ“ bedeutet Keim. Der Milliardär stellt es sich so vor:

    „Die Krankheitsüberwachungsexperten des Teams würden nach möglichen Ausbrüchen suchen. Sobald sie einen entdecken, sollte GERM in der Lage sein, einen Ausbruch zu erklären und mit den nationalen Regierungen und der Weltbank zusammenzuarbeiten, um sehr schnell Geld für die Reaktion zu sammeln. Experten für Produktentwicklung würden Regierungen und Unternehmen zu den Arzneimitteln und Impfstoffen mit der höchsten Priorität beraten. Menschen, die Computermodellierung verstehen, würden die Arbeit von Modellierern auf der ganzen Welt koordinieren. Und das Team würde helfen, Reaktionen zu entwickeln und zu koordinieren, zum Beispiel wie und wann Grenzschließungen umgesetzt und die Verwendung von Masken empfohlen werden.“
    Eine internationale Organisation in indirekter Abhängigkeit von Gates soll also über Maßnahmen wie Lockdowns in einzelnen Ländern mitentscheiden dürfen. Die WELT merkt dazu an:
    „Demokratische Institutionen kommen in Gates Plan nicht vor, das Wort 'Parlament' taucht im ganzen Buch genau ein Mal in einer Fußnote auf (…) Für Gates sind das alles nur organisatorische und technische Fragen, die von Experten administriert und umgesetzt werden können.“
    Passendes Timing
    Gates´ 300 Seiten starkes Buch erschien am 3. Mai zeitgleich auf Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch. Sachbücher dieser Art haben üblicherweise einen Vorlauf von mindestens einem Jahr, von der Idee und den Vertragsverhandlungen mit dem Verlag, über die Recherche, das Schreiben, das Lektorat und die Produktion bis hin zur Planung der Marketing-Kampagne. Das ist insofern von Bedeutung, als der Veröffentlichungstermin des Buches zeitlich zu der in diesen Tagen anstehenden Beratungen zur Verschärfung der „Internationalen Gesundheitsvorschriften“ passt. Diese Beratungen finden vom 22. bis 28. Mai beim Jahrestreffen der WHO in Genf statt und dort geht es im Wesentlichen um das Gleiche wie in Gates´ Buch: eine stärkere zentrale Kontrolle der Pandemie-Bekämpfung bei gleichzeitiger Schwächung nationaler Souveränitäten.
    Silvia Behrendt, ehemalige Rechtsberaterin des Sekretariats für Internationale Gesundheitsvorschriften (IHR – International Health Regulations) bei der WHO, erklärt aktuell dazu:
    „Die von den USA vorgeschlagenen Änderungen zu Artikel 12 der IHR werden zum einen die Exekutivbefugnisse des WHO-Generaldirektors zur Ausrufung globaler notstandsähnlicher Situation...
    17 min
  • Friedrich Merz, der Insolvenzverwalter für Blackrock | Von Hermann Ploppa
    Ein Kommentar von Hermann Ploppa.
    Keine Frage: aus der jetzigen katastrophalen Ampel-Regierung soll der CDU-Vorsitzende als „starker Mann“ und Messias uns aus tiefer Not führen. Tatsächlich erfolgt jedoch stattdessen die komplette Übergabe des Gemeineigentums in die Hände globaler Finanzkartelle
    Der neue starke Mann der CDU: Friedrich Merz fährt im Schlafwagen aus Deutschland in die kriegsgeplagte Ukraine. Er berichtet seiner Twitter-Fangemeinde: „Es ist schön, in diesem Land zu sein. Alles sicher, alles gut, und die ukrainischen Behörden sind äußerst kooperativ.“ <1> Natürlich trifft unser Merz auch Wolodomyr Selenskyi: „Das Gespräch war atmosphärisch und inhaltlich außergewöhnlich gut.“ <2> Mehr brauchen wir für heute nicht zu wissen.
    Oppositionsführer Merz als Staatsmann. Natürlich hat er sich im Vorfeld mit dem noch amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz abgestimmt. Weniger staatsmännisch greift Merz dann zwei Wochen später Titelverteidiger Scholz frontal an. Merz ist wütend. Denn Scholz liefert nicht schnell genug schweres Geschütz an die lodernde Ostfront: „Es gibt ganz offensichtlich in der Bundesregierung Verzögerungsstrategien, zumindest eine Verzögerungstaktik.“ Ein „Herumschwurbeln um die Themen“ – das sei der Sache einfach nicht angemessen. <3> Es gibt bereits „öffentliche Beschwerden von Rüstungsunternehmen“. Und Herr Scholz soll doch endlich mal selber nach Kiew fahren. Soll sich mal ein Vorbild nehmen an Frau Baerbock.
    Da spricht ER, der marktradikale Erlöser aus Brilon im Hochsauerlandkreis. Friedrich Merz wird kurzen Prozess machen mit den kärglichen Resten des Sozialstaats. Mit dem Gemeinwohl. Mit dem Nationalstaat als letztem Großorganismus, der den unersättlichen Globalkonzernen noch Paroli bieten könnte. Dieser Aufwasch des öffentlichen Raums ist schon lange eingefädelt. Und es fehlt eben nur noch einer wie Friedrich Merz, um dafür die Galionsfigur abzugeben. Dabei wollten die Mitglieder der CDU diesen Merz eigentlich ums Verrecken nicht haben. Als Merz 2018 CDU-Vorsitzender werden wollte, gaben die Christdemokraten demonstrativ dem politischen Leichtgewicht Kramp-Karrenbauer den Vorzug. Und 2020 hauten die CDU-Mitglieder dem Friedrich Merz den laschen Laschet um die Ohren. Doch 2021 mussten sie den Merz dann doch notgedrungen wählen. Die beiden Nobodies Röttgen und der ebenso beliebte wie beleibte Helge Braun: das wäre einem politischen Selbstmord gleichgekommen.
    Die Schluckbeschwerden der christdemokratischen Basis erklären sich daraus, dass Merz allzu ungeniert die Interessen der verhassten Superreichen vertritt. Nicht nur dass Merz zwei flotte Privatjets sein Eigentum nennen darf. <4> Das ginge ja vielleicht noch an. Aber Friedrich Merz war von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von Blackrock Deutschland. Lange Zeit konnte die größte Vermögensverwaltungsgesellschaft der Welt unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit agieren. Doch seit etwa einem halben Jahrzehnt ist nun Blackrock Synonym für Volksenteignung und skrupellose Reichtumsvermehrung der sowieso schon Superreichen dieser Welt. Friedrich Merz war 2002 von seiner Rivalin Angela Merkel aus der Politik gemobbt worden. Seitdem vertrat Merz von 2009 bis 2020 die Interessen der US-amerikanischen Oligarchen in Deutschland als Präsident der Atlantikbrücke. Während jedoch die Atlantikbrücke soziale Kontakte stiftet, sorgt die Rechtsanwaltskanzlei Mayer Brown unter anderem für die Abwicklung der Privatisierung öffentlichen Eigentums in private Konzernhände. Merz stieg bei der Kanzlei ein und wurde dort Miteigentümer. Die Reste des deutschen Kohlebergbaus waren in der Ruhrkohle AG vereinigt worden. <5> Merz und seine Freunde besorgten den lukrativen Gang an die Börse und die nachfolgende Umwandlung der RAG in das Konglomerat Evonik. Als Sozius von Mayer Brown begleitete Merz den Verkauf der einstmals dem Volk gehörenden West Landesbank (WestLB) an private Investoren. Diese Enteignung durch Mayer Brown wurde vom Lan...
    9 min
  • Sanktionskarussell: Blankoscheck für modernes Freibeutertum? | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Standpunkt von Wolfgang Effenberger.
    Am 27. Mai 2022 haben die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) im Persischen Golf zwei griechische Öltanker festgesetzt.(1) Griechenland protestierte auf das Schärfste und sprach von einem Akt der Piraterie.(2) Doch die angebliche „Piraterie“ hat einen aufschlussreichen Vorlauf. Vorausgegangen war die Festsetzung des unter russischer Flagge fahrenden Tankers "Lana" in griechischen Gewässern durch die griechischen Behörden(3) nachdem sie festgestellt hatten, dass der Tanker der unter Sanktionen stehenden russischen Promswjasbank gehörte. Als klar wurde, dass die Bank den Tanker mit dem ursprünglichen Namen "Pegas"(4) bereits im März 2022 an eine nicht sanktionierte russische Bank verkauft hatte, hätte man ihn eigentlich weiterfahren lassen müssen. Inzwischen hatten jedoch US-Behörden festgestellt, dass der Tanker iranisches Öl transportierte und somit unter gegen den Iran verhängte Sanktionen verstieß.(5) Flugs wurde die Ladung auf das von der griechischen Reederei Dynacom betriebene und unter liberianischer Flagge fahrende Tankschiff "Ice Energy" umgeladen, um in die USA transportiert zu werden.(6) Vor zwei Jahren hatte Washington schon einmal vier für Venezuela bestimmte Ladungen iranischen Treibstoffs beschlagnahmt und auf zwei andere Schiffe umgeladen, die dann in die Vereinigten Staaten fuhren.(7)
    Vor über 30 Jahren hatten die Vereinten Nationen die wirtschaftliche Totalblockade des Irak beschlossen, ohne sich um die Folgen zu kümmern – oder war es gar so gewollt?


    Im Mai 1996 wurde die damalige US-Außenministerin Madeleine Albright im US-TV-Magazin »60 Minutes« zu den Folgen der auf Druck Washingtons verhängten UN-Sanktionen gegen den Irak befragt. 500.000 Kinder seien gestorben, „mehr als in Hiroshima“, hieß es in der Moderation. „Glauben Sie, dass es den Preis wert ist?“ Es sei eine „sehr schwere Entscheidung“ gewesen, meinte Albright und bekräftigte dann: „Wir denken, es ist den Preis wert.“(8)

    Seit Inkrafttreten des US-Langzeitstrategiepapiers „Win in a Complex World 2020-2040“ im September 2014 - darin werden die US-Streitkräfte angewiesen, sich zunächst auf den Abbau der Bedrohung durch Russland und China und dann durch Nordkorea und den Iran vorzubereiten – nehmen die Sanktionen gegen diese Staaten kein Ende. Laut dem Islamwissenschaftler Fabian Goldmann sind sie „Krieg mit anderen Mitteln“(9)Die Zivilbevölkerung bezahlt den Preis vor allem mit ihrem Leib und Leben. Häufig provozieren diese Sanktionen auch Gegenmaßnahmen, wie jetzt im Iran oder in Moskau. Dort veröffentlichte am 21. Mai 2022 das russische Außenministerium eine Sanktionsliste mit den Namen von 963 US-Bürgern.(10)


    Sanktionen sind zweifellos die Vorstufe für weitere Eskalationen, an deren Ende der Einsatz von militärischen Mitteln nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Nachweislich steigern Sanktionen die Kriegsgefahr.

    Das Gegenteil will die UN angeblich mit den Sanktionen bzw. Embargen erreichen. Nach Art. 39 und 40 der UN-Charta sollen sie bei Verstößen gegen Menschenrechte, bei Bedrohung des Friedens oder Friedensbruch oder bei Angriffshandlungen zur Erhaltung des Friedens sowie zur Lokalisierung bewaffneter Konflikte auf Empfehlung des Sicherheitsrats eingesetzt werden.(11) Auffällig ist nur, dass die völkerrechtswidrigen Angriffskriege und die ebenfalls völkerrechtswidrigen „Regime-Changes“ der USA bisher nicht zu Sanktionen geführt haben.
    Nachdem am 24. März 1999 die USA mit einer „Koalition der Willigen“ völkerrechtswidrig Jugoslawien angegriffen hatten, verkündete die NATO zu ihrem 50. Jahrestag eine neue NATO-Doktrin. Unabhängig von einem NATO- oder OSZE-Mandat sollten nun US-amerikanische Interessen weltweit durchgesetzt werden. Die Schranke aus Artikel 5 des NATO-Vertrags („Einsatz nur zur Verteidigung des Bündnisgebiets“) hatte man damit aus den Angeln gehoben. Seitdem gilt das Faustrecht.
    8 min
  • Ukrainisches Parlament entlarvt Vergewaltigungsvorwürfe gegen Russen als Lügen | Von Rainer Rupp
    Ein Kommentar von Rainer Rupp.
    Wir haben gerade wieder erlebt, wie die Mainstream Medien in den westlichen Ländern ihre Bevölkerung mit unglaublicher Gräuelpropaganda gegen Russland aufgehetzt haben. Es geht um eine Flut von Nachrichten, die über systematische Massenvergewaltigungen von Frauen und Kindern unter unvorstellbar grausamen Bedingungen mit Folter und Mord durch russische Soldaten berichteten. Die Berichte waren so schlimm, dass in Leserbriefen die Russen nur noch pauschal als bestialische Tiere bezeichnet wurden.
    Seit fast 100 Tagen ist das so gegangen, dass die angeblich der Wahrheit verpflichteten, westlichen „Qualitätsmedien“ ungeprüft immer wieder ihr Publikum mit diesen abscheulichen Schandtaten aus einer Mischung von sexuellen Gewaltexzessen und Gräuel-Porno konfrontiert haben, mit denen die „russischen Bestien“ die unschuldige Zivilbevölkerung in den eroberten ukrainischen Gebieten quälten.
    Was noch schlimmer sei, so hieß es in den empörten Kommentaren aus dem Westen, war, dass es sich bei diesen Taten nicht um Einzelfälle gehandelt habe, sondern diese Vergewaltigungsorgien seien Teil der unmenschlichen russischen Politik, die Zivilbevölkerung mit Terror zu unterwerfen.


    Und nun hat sich herausgestellt, das war alles nur ein riesiger FAKE war, ausgeheckt von Frau Lyudmila Denisova, Menschenrechtsbeauftragte des „Verkhovna Radas“, des Ukrainischen Parlaments, von dem sie auch in aller Öffentlichkeit im hohen Bogen gefeuert wurde, nachdem am 25. Mai das ganze Ausmaß ihres Lügennetzes aus sexuellem Gräuel-Porn bekannt geworden war.

    Dafür hatte ausgerechnet eine Reihe von westlichen und ukrainischen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) einen wesentlichen Beitrag geleistet. Aus welchen Motiven auch immer, ob rein humanitär, um den Opfern der Vergewaltigungen zu helfen, oder weil man sich erhoffte, mit der Geschichte einen Teil der aktuell reich fließenden westlichen Finanzströme anzapfen zu können, auf jeden Fall wollten diese NGOs die Namen und Adressen der Opfer, Ort und Zeitpunkt der Taten, Umstände der Tat, und viele weitere Details, wie man den Opfern helfen könnte. Aber im Büro der vor allem im Westen in Medienkonzernen umtriebigen Menschenrechtsbeauftragten Denisova gab es NICHTS, keine Namen, keine Details oder sonstige Hinweise. Nichts! Der Spiegel-Journalist Relotius, der für seine frei erfundenen „Tatsachenberichte“ mit vielen Preisen ausgezeichnet worden war, muss angesichts des riesigen Erfolges auf allen Kanälen der westlichen Qualitätsmedien vor Neid erblassen.
    An dem bereits erwähnten 25. Mai hatten die enttäuschten NGOs einen offenen Appell an Frau Denisova veröffentlicht, mit der Aufforderung, ihre Erzählungen über die sexuellen Verbrechen der russischen Soldaten während des Krieges zu korrigieren, denn es gäbe keine Beweise dafür.
    Tatsächlich war Frau Denisova die zentrale Figur, die westliche Korrespondenten mit den schockierenden Vergewaltigungsgeschichten füttert, u.a. einen besonderen Schocker von 25 Mädchen im Teenageralter, die von russischen Truppen vergewaltigt wurden, von denen neun schwanger wurden. Selbst in dem „US-Qualitätsnachrichtenmagazin“ Time wurde die Gruselgeschichte von Frau Denisova ungeprüft veröffentlicht. Auf CBS-News, ein US-„Qualitäts-TV-Nachrichtensender“ zeigte ältere Frauen die vor laufender Kamera darüber sprachen, von russischen Soldaten vergewaltigt worden zu sein, und dass Körper von Kinder nackt mit hinter dem Rücken gefesselten Händen gefunden worden seien, mit verstümmelten Genitalien. Zu diesen Opfern gehörten angeblich sowohl Mädchen als auch Jungen.
    Das Grauen, in dem sich die Frau Denisova mit ihrer krankhaften Phantasie scheinbar problemlos bewegte, scheint keine Grenzen zu kennen. In einem Facebook-Post behauptete Denisova noch Freitag letzter Woche, dass ein 11-jähriger Junge in der ukrainischen Stadt Bucha von Russen vor den Augen seiner Mutter vergewaltigt wurde,
    19 min
  • Beginn einer wunderbaren … | Von Jochen Mitschka
    Einleben in Namibia
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Wir haben Deutschland verlassen, weil die Ideen des Grundgesetzes in der Politik nicht mehr zu erkennen waren, aber die Mehrheit in der Gesellschaft die politischen Parteien, die dafür verantwortlich sind, unterstützte. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war die Einführung der Behandlungspflicht mit experimentellen Gentherapeutika. Afrika erschien uns als politische Region, deren Bevölkerungen den Corona- Zwangsmaßnahmen die geringste Sympathie entgegenbrachten. Namibia ist ein kleines Land ohne geopolitische Ambitionen, mit einer sich entwickelnden Demokratie und dem geringsten Unruhepotential in Afrika, in dem außerdem nicht nur Englisch, sondern oft auch Deutsch gesprochen wird. Wir sind nun seit ein paar Wochen nicht mehr als Touristen, sondern als Bewohner im Land und noch sehen wir es durch eine rosarote Brille. Hier nun wieder ein paar Informationen aus dem Land, welches sehr pragmatisch mit der Kolonialzeit umgeht.
    Der Alltag
    Es war 11 Uhr in Swakopmund, genauer gesagt in Rossmund. Die Temperatur betrug 19°C vor dem Haus, aber im Haus lediglich 17°C, da die letzten Nächte ziemlich kalt waren und wir nicht heizten. Die Temperatur sollte nicht über 21°C steigen, obwohl die Sonne den ganzen Tag schien. Regen gab es  wie in den vergangenen Wochen nicht. Der Fluss Swakop war wieder weitgehend von der Oberfläche verschwunden, hat aber noch viele feuchte Stellen, sogar seeartige Wasserstellen, auf denen man auch Wasservögel sehen kann.
    Rossmund liegt ca. 6 km östlich von Swakopmund und damit von der Küste entfernt. Als ich am staatlichen Feiertag, dem Afrikatag, diesmal mit dem Auto zur Küste fuhr, empfing mich schon am Ortsausgang von Rossmund ein dicker Nebel, während bei uns schon die Sonne schien.
    Kurz hinter dem Ortseingang von Swakopmund wurde auf der linken Seite der Straße um eine alte Dampfmaschine ein kleines Museum, genannt Martin Luther gebaut. Es dokumentiert einen schiefgegangenen Versuch von Kolonisten, Dampfmaschinen an Stelle von Ochsenkarren zum Transport von Gütern ins Inland einzusetzen. Aufgrund von Wasser und Brennstoffmangel war sie stehen geblieben und hatte sich nicht mehr vom Fleck gerührt.
    Die Behandlung dieses Artefaktes einer kolonialen Vergangenheit, welche den Menschen Namibias viel Leid gebracht und viele Opfer gekostet hat, ist symptomatisch für das pragmatische Umgehen mit der eigenen Geschichte. Dieser Umgang mit der Geschichte ist entspannend gegenüber den Denkmalstürmern im Westen. Wenn man das Verhalten der deutschen Gesellschaft im Verlaufe der Ukraine-Krise sieht, ihr Verhalten gegenüber der russisch sprechenden Bevölkerung und Kultur, mag man sich schämen, ob des großzügigen Verhaltens der Namibier. Dort werden Denkmäler von massenmordenden Kolonisten nicht zerstört, sondern in Museen verfrachtet, und an ihrer Stelle eben Denkmäler der eigenen Freiheitskämpfer errichtet.
    Vor dem Afrikatag hatte ich meine erste größere Mountainbiketour gemacht. Allerdings ging ein großer Teil der 55 km mit der Suche nach dem richtigen Weg verloren. Der Grund war, dass in den letzten zwanzig Jahren im Osten von Swakopmund entlang des Flussbettes eine große Zahl von großen Grundstücken ausgewiesen, verkauft und teilweise bebaut wurden. An einem Anwesen mit dem vielsagenden Namen Richthofen traf ich dann auf ein verschlossenes Tor, welches die bis dahin öffentliche aber unbefestigte Straße beendete. Erst nach einigen Irrfahrten und Hinweisen von Anwohnern fand ich dann eine Sandpiste im ausgetrockneten Flussbett, durch die man das Gut südlich umgehen konnte.
    Bei dem Folgen der Spur traf ich dann auf Wasserstellen im Fluss, einen Bereich, an dem Sand geschürft wurde und endlich schwarze Felsen und einen immer schwerer zu erkennenden Trail. Es wird spannend, demnächst diesem weiter zu folgen.
    Die Namibier
    Bei meiner Irrfahrt stieß ich dann auf den großen Grund...
    20 min
  • Verschwörerische Zeiten | Von Roberto J. De Lapuente
    Ein Kommentar von Roberto J. De Lapuente.
    In Bologna soll ein Sozialkreditsystem getestet werden: Was man vor kurzem noch als Verschwörungstheorie abgetan hätte, ist wieder mal eine sich anbahnende Realität geworden.
    Die Verschwörungstheorie ist an ihr Ende gekommen. Nein, nicht weil sich Xavier Naidoo für sie entschuldigt hat. Überhaupt ist das ein interessanter Vorgang. Da kauert ein mehr stammelnd als sprechender Mann vor einer Kamera, laviert ein bisschen, säuselt was von einer Entschuldigung und meint damit ganz offensichtlich Verschwörungstheorien, die er verbreitet hat: Und ganz Deutschland tut so, als sei das völlig in Ordnung, wenn sich jemand dafür entschuldigt, gewisse Dinge geglaubt zu haben.
    Eigentlich müsste es ja ganz anders laufen. Andersherum nämlich. Nicht die Verschwörungstheoretiker haben sich zu entschuldigen: Ihre Kontrahenten müssten das tun. Warum?


    Wenn Sie demnächst mal unbedacht ein Bonbonpapier auf den Boden werfen und zehn Minuten später nicht ins Café können, weil ein nicht so netter Concierge sie darauf aufmerksam macht, dass Sie eben gerade einen Punktverlust erlitten haben, der ihren Gesamtpunktestand unter die Marke drückt, die man braucht, um hier residieren zu können, wissen Sie vielleicht, was ich meine.

    Verschwörungstheorien, die keine mehr sind
    Gemeinhin nennt man die letzten beiden Jahre ja Pandemie. Man könnte diese Zeitspanne aber auch die Jahre der sich bestätigenden Verschwörungstheorien nennen. Als einen Abschnitt bezeichnen, in dem man erst leugnete, abwiegelte, bestimmte Vorstellung der Lächerlichkeit preisgab, nur um hernach all diese fixen Ideen aus Köpfen kruder Leute zu etablieren, zu installieren und uns vor die Nase zu setzen.
    Schon relativ früh sprach man von möglichem Impfstoff und einige Verschwörungstheoretiker haben geunkt, dass da eine Impfpflicht und ein Impfregime drohte. Man hat diese Stimmen abgeschmettert, als niederträchtige Angstmacherei aus der Ecke der Verschwörungstheorie abgetan. Gegen Menschen, die so einen ausgemachten Unsinn verbreiteten, müsse man vorgehen, erklärte die Presse. Nun muss ich wohl nicht ausführen, wie es kam – die Auswirkungen dieser vermeintlichen Phantasie niederträchtiger Wichtigmacher haben wir alle am Leib gespürt. Als etliche von uns vor Kinos und Restaurants warten mussten – oder ihren Job verloren. Andere spüren das im Moment an sich selbst, Impfnebenwirkungen nennt sich dieser Zustand dann.
    Das war an sich nur die größte Verschwörungstheorie, die dann Verschwörungsalltag wurde. Viele kleinere Geschehnisse, die man vor Monaten noch als Unfug weggeschoben hat, bestätigten sich in der Folge: Ob nun Impfwirkung, Impf-Abo, fehlende Überlastung der Krankenhäuser, RKI-Mauscheleien oder eben auch nur die Tatsache, dass einige davon ausgingen, dass die Eingriffe in die Grundrechte niemals wirklich rückgängig gemacht würden. Die WHO ermächtigt sich zeitgleich selbst, überall brechen die Dämme. Es braucht nicht wirklich eine Erläuterung, wie es dann in Wirklichkeit kam, oder? Wer nur über Sinneswahrnehmungen verfügt, muss das doch erkennen.
    Zuletzt konnte man fast die Uhr danach stellen: Wenn heute einer unkt, dass eine bestimmte Behauptung wieder nur so ein Quatsch aus dem Aluhut ist, dem man auf keinen Fall auch nur ein Gramm Glauben schenken sollte, dauert es etwa drei bis sechs Monate, bis die genannte Behauptung als potenzieller Fakt in der Zeitung steht. Dass es einige sogenannte Verschwörungstheoretiker gab, die schon vor drei oder eben sechs Monaten auf die Sache hinwiesen, steht im Regelfall nicht in der Zeitung. Richtigstellungen muss man sich gemeinhin erklagen.
    Erst Theorie, dann die Praxis
    Man könnte auch sagen, dass die Pandemie genau so wurde, wie es etliche Querdenker und Schwurbler immer schon prophezeit haben. Ja, selbst dass das Virus aus einem Labor stammt, ursprünglich der wahnwitzigen Phantasie einiger Spinner zugeschr...
    10 min
  • Das Problem der Kontokündigungen | Von Anselm Lenz, Hendrik Sodenkamp und Doro Neidel
    Ein Standpunkt von Anselm Lenz, Hendrik Sodenkamp und Doro Neidel.
    Es ist ein Phänomen, mit dem die Demokratiebewegung in Deutschland von Beginn an zu kämpfen hat, über das jedoch viel zu selten öffentlich gesprochen wird. Staatsfunktionäre in der Bundesrepublik der Gegenwart veranlassen Kontokündigungen gegen Oppositionelle, willige Helfershelfer in den Konzernen setzen die Vorgaben um. Bankenleiter scheinen aus Angst vor Repression durch Regierungsentitäten nicht mehr an ihrem Kerngeschäft interessiert zu sein: Die Sicherung und Verwaltung von Geld von Firmen, Vereinen und natürlichen Personen. Der Angriff gilt jeder oppositionellen Regung, im Grunde jedem freien Menschen. Der Zustand von »Freedom and Democracy«, Freiheit und Demokratie, lässt sich auch an diesem Verfall zivilisatorischer Errungenschaften beweisen. Das Regime will Mittelstand, Arbeiterklasse und deren oppositionelle Vereinigungsfähigkeit zerstören.
    So können wir aus der Arbeit für die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand (DW) von Beginn an von dieser Form von Angriff auf unsere tägliche und erfolgreiche Arbeit berichten. Der DW ist seit der ersten Ausgabe vom 17. April 2020 eine der auflagenstärksten Wochenzeitungen in deutscher Sprache mit echt verbreiteter Auflage von teils über 700.000 Exemplaren und einer Kontakt-Leserschaft von teils über 3 Millionen Menschen inklusive der E-Papers. DW ist, bei aller Bescheidenheit, das weltführende Print-Organ bei bei der Aufklärung des Corona-Skandals und berichtet zudem ohne propagandistische Färbung irgend einer Kriegspartei von den Hintergründen und Abläufen des Krieges zwischen dem Nato-Apparat und der russischen Staatsführung in der Ukraine.
    Zuletzt kündigte die Skatbank dem Unterstützerverein der Wochenzeitung das Konto. Schon 2020 hatte die Berliner Sparkasse auf Veranlassung windiger politischer Verbindungen in dem Bankenkonzern das Printprodukt angegriffen. Zudem wurden dem Journalisten Anselm Lenz und dessen späterer Ehefrau die privaten Konten gekündigt. Bei der Staatsanwaltschaft tauchen dicke Aktenordner auf, in denen die Kommunikation zwischen Staatsfunktionären und Berliner Sparkasse offensichtlich werden inklusive seitenlanger E-Mail-Korrespondenzen der beiden Entitäten und mehrer Beteiligter, die der Redaktion und Anwälten im In- und Ausland namentlich bekannt sind.


    Bankgeheimnis? Adé. – Unabhängigkeit der Justiz von der Exekutive? Pustekuchen. Wenn mutmaßlich völkerrechtskriminelle Polittrucks wie etwa der frühere Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) oder der Bankkaufmann und Pharmalobbyist im Bundesgesundheitsministerium Jens Spahn (CDU) unter Druck der Öffentlichkeit stehen und die Wahrheit ans Licht kommen könnte, wird die BRD neuerdings zur Bananendiktatur. Selbstverständlich für das ganz große Ziel, das nicht einmal mehr das Gute auf Erden ist. Sondern letztlich nur der Versuch, der Kopf aus der Schlinge zu ziehen, die eigene mögliche Schuld zu verbergen – schließlich, die Demokratie abzuschaffen und im Ausnahmezustand eine Dikatur zu errichten. – Dem ist gar nicht so? Nun, in einer Demokratie liegt die Rechenschaftspflicht für die Vorgänge bei der Regierung, nicht bei der Opposition und schon gar nicht bei der freien Presse.

    Die Folgen der unangekündigten Kontosperrungen und -kündigungen sind absehbar: Es entsteht nicht nur ein Verwaltungsaufwand, sondern auch ein Schock wie bei einem Einbruch der Funktionäre ins Private. Persönliche Sorgen und private Verwerfungen können die Folge sein. Aber das Wichtigste: Die Demokratiebewegung, die sich seit 28. März 2020 für das Grundgesetz, für den Nürnberger Kodex und das Menschenrecht einsetzt, wird beschäftigt und teilweise geschwächt, mit dem Ziel, die Demokratiebewegung und die freie Presse handlungsunfähig zu machen. Die korrupten Vorgänge in den Banken haben selbstverständlich keinen Bestand, die Guthaben müssen freigegeben werden. Doch der Aufwand ist enorm und Unterstützerinne...
    8 min
  • Das Ziel ist ein Regime Change in Moskau | Von Wolfgang Bittner
    Ein Kommentar von Wolfgang Bittner.
    Im Oktober 2014 brüstete sich der damalige US-Vizepräsident Joseph Biden in einem Vortrag an der Harvard Kennedy School in Cambridge/Massachusetts mit den Worten: „Wir haben Putin vor die einfache Wahl gestellt: Respektieren Sie die Souveränität der Ukraine oder Sie werden sich zunehmenden Konsequenzen gegenübersehen.“(1) Zu dieser Zeit war der von den USA lange vorbereitete Staatsstreich in Kiew – unter Missachtung der Souveränität der Ukraine – bereits vollzogen, der Bürgerkrieg in der Ostukraine hatte begonnen und US-Präsident Barack Obama nötigte die führenden europäischen Politiker, Russland mit harten Sanktionen zu belegen.
    Die Folgen dieser Sanktionen waren, so Biden, „eine massive Kapitalflucht aus Russland, ein regelrechtes Einfrieren von ausländischen Direktinvestitionen, der Rubel auf einem historischen Tiefststand gegenüber dem Dollar, und die russische Wirtschaft an der Kippe zu einer Rezession.“(2) Es ging darum, Russland zu ruinieren, wenn es sich nicht den westlichen Kapitalinteressen öffnete. Da sich der russische Präsident Wladimir Putin widersetzte, war das nächste Ziel ein Regime Change in Moskau. Darauf wurde und wird seither hingearbeitet.
    Ständig wurden die Sanktionen mit fadenscheinigen Begründungen verschärft, die Ukraine wurde aufgerüstet, und es begann unter Mitwirkung der europäischen, insbesondere der deutschen Politiker und Journalisten eine regelrechte Hetzkampagne gegen Russland, die in der unmittelbaren Gegenwart unfassbare Ausmaße angenommen hat. Im März 2021 sagte Joseph Biden, Wladimir Putin sei ein Mörder.(3) Aber diese Entgleisung entgegen sämtlichen diplomatischen Gepflogenheiten, war nicht neu.
    Schon 1983 hatte Ronald Reagan die Sowjetunion – damals noch zum Entsetzen auch vieler US-amerikanischer Politiker – kurzerhand zum „Reich des Bösen“ erklärt,(4) womit sich dann alle Aggressionen und Sanktionen gegen die Sowjetunion und in der Folge gegen Russland und dessen Präsidenten, der sich den Machtansprüchen der USA widersetzte, vor den Augen der Weltöffentlichkeit rechtfertigen ließen. Das war nie ein Thema bei westlichen Politikern und ihren Medien. Auch nicht, dass die USA den Orient in Brand gesetzt haben und dass Joseph Biden, der seit Jahrzehnten auf den Regime Change in Russland hingearbeitet hat, als Senator, Außenpolitiker und Vizepräsident fast alle Konflikte und Kriege der vergangenen Jahrzehnte mit zu verantworten hat.
    Seit Jahren ist nun Russland von einer monströsen Militärmacht umstellt. Wenn jetzt noch Schweden und Finnland der NATO beitreten, schließt sich der Kreis. Eine rote Linie, die Wladimir Putin gesetzt hatte, nachdem seine berechtigte Forderung nach Sicherheitsgarantien nicht erfüllt wurde, war in dem Moment überschritten, als die USA und Großbritannien der Ukraine modernste Waffen für den Krieg im Donbass lieferten, die gegen die Separatisten, aber auch gezielt gegen Zivilisten der russischsprachigen Minderheit eingesetzt wurden, und die eine akute Bedrohung Russlands darstellten.
    Seit dem 24. Februar 2022 herrscht jetzt nicht mehr nur Bürgerkrieg in der Ukraine, sondern Russland ist in die Ukraine einmarschiert. Darauf folgte ein Aufschrei all derer, und es sind fast alle, die seit Jahrzehnten zuschauen, wie die USA die Weltfriedensordnung zerstörten und machen, was sie wollen. Aus einem ursprünglich innerstaatlichen ukrainischen Konflikt ist ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland entstanden, in dem die Ukraine zerrieben wird, und Deutschland wirkt mit. Am 25. Februar 2022 hat sich Außenministerin Annalena Baerbock der zerstörerischen Politik Bidens angeschlossen, als sie erklärte, Russland müsse ruiniert werden.(5)


    Wir werden seit Monaten in nie gekannter Intensität mit Geschichten von Geflüchteten und mit Bildern von weinenden Müttern mit ihren Kindern eingedeckt, die unser Mitleid erregen. Am 26. Februar fand in Berlin eine gut organisierte,
    9 min
  • STIKO Impfempfehlung für Kinder ab 5 Jahren | Von Bastian Barucker
    Eine kritische Analyse
    Ein Standpunkt von Bastian Barucker.
    Am 25. Mai 2022 änderte die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Empfehlung für Kinder im Alter von 5-11 Jahren hinsichtlich der Covid-19-“Impfung”. Die STIKO hatte vorerst aufgrund “ungenügender Daten zur Impfstoffsicherheit und der sehr geringen Krankheitslast” keine Empfehlung für gesunde Kinder dieser Altersklasse ausgesprochen, die in Deutschland 5,2 Mio. Kinder umfasst.
    Von nun an jedoch “empfiehlt die STIKO allen anderen Kindern zunächst nur eine COVID-19-Impfstoffdosis.” Das „nur“ bezieht sich darauf, dass Kindern mit Vorerkrankungen und Kindern, in deren Umfeld Risikogruppen vorhanden sind, bereits 2 Impfungen empfohlen wurden. Letzteres basiert auf der unbewiesenen Annahme, dass geimpfte Kinder das Virus weniger verbreiten als ungeimpfte und dem Eingeständnis, dass die “Impfung” die Risikogruppe eben nicht ausreichend schützt. Werfen wir einen Blick auf die faktische Grundlage für die neue Impfempfehlung für Kinder.
    Die Qualität der Daten
    Grundlage einer Analyse sind valide Zahlen, die Krankheitslast- und schwere durch Covid-19 für Kinder in diesem Alter darstellen und solide Erkenntnisse über die Wirksamkeit und potentielle Gefährlichkeit der “Impfung” liefern.


    Da es sich bei der gentherapeutischen Behandlung mit mRNA-Stoffen, nicht um eine klassische Impfung, also der Konfrontation des Immunsystems mit einem von außen zugeführten Antigen oder Toxin, handelt, steht das Wort im Text in Anführungszeichen.

    Wie im gesamten Corona-Geschehen begegnen wir bei einer Bewertung der Sachlage der Schwierigkeit, dass sowohl die Inzidenzzahlen als auch die Zahlen zu Hospitalisierungen nicht aussagekräftig sind. Das RKI weiß um diesen Sachverhalt und stellt bzgl. der sogenannten Fallzahlen Folgendes fest:
    “Bei der Interpretation der Fallzahlen muss berücksichtigt werden, dass seit März 2021 an Schulen eine anlasslose, routinemäßige SARS-CoV-2-Antigentestung bzw. PCR-Pooltestung durchgeführt wird und dadurch auch viele asymptomatische SARS-CoV-2-Infektionen detektiert wurden, die ohne diese regelmäßige Testung nicht nachgewiesen worden wären.”
    Bei der Errechnung der Fallzahlen fällt weiterhin ins Gewicht, dass das anlasslose Testen gesunder Kinder einen Großteil falsch-positiver Testergebnisse hervorbringt. So kann weder eine Aussage über Infektion noch über Infektiösität getroffen werden. Die Mängel des PCR-Tests hinsichtlich seiner diagnostischen Fähigkeiten sind seit 2 Jahren bekannt und unwiderlegt.
    Auch die Aussagekraft der Zahlen zu den Hospitalisierungen ist nicht valide genug, um festzustellen, wie viele Kinder im Alter von 5-11 Jahren wirklich ursächlich wegen Covid-19 in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, wie das RKI selbst im epidemiologische Bulletin 21 feststellt:
    “Als Marker für die Krankheitsschwere kann der Anteil der hospitalisierten Fälle betrachtet werden. Bei der Interpretation der Daten muss jedoch berücksichtigt werden, dass in den IfSG-Meldezahlen auch Fälle gezählt werden, die nicht aufgrund einer COVID-19-Erkrankung stationär behandelt wurden, sondern bei denen im Rahmen der stationären Behandlung wegen einer anderen Erkrankung ein SARS-CoV-2-Nachweis erfolgte. Dadurch wird die Hospitalisierungsrate überschätzt.” (Seite 22)
    Um zu verdeutlichen wie unzuverlässig die Zahlen sind, stellt das RKI selber fest:
    “Daten von 1.501 Kindern und Jugendlichen (Stand 30.04.2021) wurden in einem Preprint veröffentlicht. Die AutorInnen geben an, dass die Mehrzahl (54 %) der in der Erhebung erfassten PatientInnen nicht primär wegen COVID-19 hospitalisiert wurden. Die COVID-19-Diagnose wurde bei einem großen Teil der hospitalisierten Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Aufnahmescreenings gestellt.”
    Bei den 5-11-jährigen Kindern war diese Fehlklassifizierung noch deutlicher , da “bis zum 20.02.2022 in der Altersgruppe 5 – 11 Jahre insgesamt...
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das denk' ich auch