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  • Naturheilmittel Strophanthin packt Herzinfarkt beherzt an seiner Wurzel | Von Hans-Jörg Müllenmeister
    Ein Standpunkt von  Hans-Jörg Müllenmeister.
    Moderne Herzmedikamente samt ihrer “Neben“-Wirkungen gaukeln mehr vor, als sie Positives am Herzen bewirken. Aufgemerkt: Die eigentliche Ursache des Herzinfarkts liegt nicht in der Verstopfung (Stenose) eines Koronargefäßes, vielmehr in der Übersäuerung des Herzmuskels – das vegetative Nervensystem ist dabei aus der Balance geraten. Das Naturmultitalent Strophanthin moderiert diese Nervensteuerung, und zwar ohne Nebenwirkungen! Gegenüber Viren (auch Covid-19) ist Strophanthin eher nicht freundlich gesinnt. Und: Die Pharma-Gewaltigen blockieren. Mit der Natur ist eben kein „korpulentes“ Geld zu verdienen.
    Fakt ist: Ischämische (durchblutungsbedingte) Herzerkrankungen fordern allein in der EU jährlich zwei Millionen Todesopfer; weltweit zählt man an die neun Millionen Verblichene. Dagegen nimmt sich selbst die menschenverursachte Corona-Pandemie bescheiden aus. Gegen den „Weltkiller Herzinfarkt“ ist in der Tat ein feines Kraut gewachsen: ein Lianengewächs (Strophanthus) des Dschungels. Kaum zu fassen, aber dem einst erprobten Naturpräparat (bis in die 70-er Jahre) erteilten die Pharma-Götter früh die Weihen des Zwangsvergessens. Warum? Um den Riesenmarkt nur für ihre eigenen synthetischen Herz-Medikamente zu fluten. So eine Geldmaschine mit Perpetuum mobile-Charakter lässt man sich nicht durch eine Schlingpflanze aus der Hand winden. Schließlich hängen alle Herzinfaktler am Tropf der Pharma-Riesen und sie bleiben lebenslang Dauerkunden. Zudem sind Naturheilmittel nicht patentierbar, spülen also kein fettes Geld in die Kassen der Pharma-Gewaltigen.
    Herzinfarkt-Prophylaxe und erste Hilfe in Notfällen
    Als vorsorglicher Mensch können sie gerade im Urlaub ein silbernes Pillendöschen mit drei g-Stophantin-Kapseln mit je 6 mg für den Notfall einer Herzattacke mitführen. Öffnen Sie die Kapseln und schütten den Inhalt der raschen Stoffaufnahme wegen einfach in Ihre Backentasche.
    Strophantus: hochwirksames Herz-Therapeutikum aus dem Dschungel
    Die Natur-Apotheke bietet ein Füllhorn natürlicher Blutdrucksenker, z.B. Knoblauch, Rote Bete, Paprika,Tomaten. Auch Walnüsse sind gut für's Herz. Vor allem senkt Vitamin D3 den diastolischen (niedrigsten) und systolischen (höchsten) Blutdruck, Magnesium verringert das Verklumpen der Blutplättchen; in der Weißkittelsprache: die Thrombozyten-Aggregation. Keine frohe Botschaft habe ich für notorische Bewegungsmuffel, denn der wichtigster Herzstärker ist die eigene tägliche Körperbewegung bis ins hohe Alter.
    Der eigentliche Clou kommt aber jetzt: Die hochwirksamen Naturheiler Strophanthus gratus und Strophanthus kombé; diese Lianengewächse stammen aus Afrika und Asien. Ihre Herz-wirksamen Inhaltsstoffe (Glycoside) sind das g-Strophanthin und k-Strophanthin; sie unterstützen die Herzleistung effektiv auf natürliche Weise.
    Speziell auf die Leistung des Herzhohlmuskels (Myokard) hat Strophanthin eine verbessernde Wirkung durch die Oxidation der Milch- und Fettsäuren. Durch kurzfristige kontraktionsfähige (inotrope) Wirkung, bessert sich die Auswurfleistung der Herzkammern (Ventrikel): das komplexe Gefäßsystem entspannt sich. Die Durchblutung des Reizleitungssystems und die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels werden also gefördert. Darüber hinaus entlastet Strophanthin auch die Nieren wegen seiner wassertreibenden und entsäuernden Wirkung.
    Der Dauer-Medikamenten-Cocktail nach Stent- oder Bypass-OP's
    Glauben Sie gar nicht, dass Sie sich als betroffener Patient durch die OP mehr Lebenszeit erkaufen. Im Gegenteil: Derartige OP's sind nicht ohne Risiko. Und die postoperativen, lebenslang einzunehmenden Medikamente sorgen für eng gesteckte Planken der Lebenszeit. Da wären noch die sogenannten Nebenwirkungen; bitte nicht schönreden, denn sie haben satte Wirkungen. Alle modernen Herzmedikamente gaukeln mehr vor als sie Positives für's Herzen leisten. So verschreibt Ihnen der Arzt reflexartig Betab...
    15 min
  • „Volksverhetzung“ – eine Verschärfung der Strafbestimmung | Von Wolfgang Bittner
    Ein Kommentar von Wolfgang Bittner.
    Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit verabschiedete der Deutsche Bundestag am 20. Oktober 2022 eine Änderung des Paragrafen 130 (Volksverhetzung) des Strafgesetzbuches (StGB).(1) Nach dem neu hinzugefügten Absatz 5 kann – vereinfacht und allgemeinverständlich formuliert – bestraft werden, wer gegen eine nationale Gruppe zu Hass oder Gewalt aufstachelt und gemäß Völkerstrafgesetzbuch strafbare Handlungen billigt, leugnet oder verharmlost und dadurch den öffentlichen Frieden stört. Das ist skandalträchtig, denn es könnte Tür und Tor für willkürliche Verurteilungen öffnen.
    Der für juristische Laien kaum verständliche Paragraf 130 Absatz 5 StGB lautet:


    „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Handlung der in den §§ 6 bis 12 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art gegen eine der in Absatz 1 Nummer 1 bezeichneten Personenmehrheiten oder gegen einen Einzelnen wegen dessen Zugehörigkeit zu einer dieser Personenmehrheiten öffentlich oder in einer Versammlung in einer Weise billigt, leugnet oder gröblich verharmlost, die geeignet ist, zu Hass oder Gewalt gegen eine solche Person oder Personenmehrheit aufzustacheln und den öffentlichen Frieden zu stören.“

     Absatz 1 Nummer 1, auf den verwiesen wird, lautet:


    „Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zughörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert … wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.“

     In den Paragrafen 6 bis 12. des Völkerstrafgesetzbuches geht es um Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen gegen Personen, Kriegsverbrechen gegen humanitäre Operationen und Embleme, Kriegsverbrechen des Einsatzes verbotener Methoden der Kriegsführung und Kriegsverbrechen des Einsatzes verbotener Mittel der Kriegsführung.
     Das alles erscheint – soweit man es zu entschlüsseln vermag – im ersten Moment vernünftig und plausibel. Das Problem liegt in der Ergänzung:


    „Wer eine Handlung … öffentlich oder in einer Versammlung in einer Weise billigt, leugnet oder gröblich verharmlost …“

    Eine Einschränkung ist lediglich, dass die Äußerung „geeignet“ sein müsse, zu Hass und Gewalt anzustacheln und den öffentlichen Frieden zu stören.
     Augenscheinlich ist hier im Paragraf 130 Absatz 5 des StGB eine verklausulierte Norm geschaffen worden, die in dem herrschenden gesellschaftspolitischen Klima zu unerträglichen Urteilen führen könnte, weil diese Strafbestimmung in ihrer Auslegung einen überaus weiten Ermessensspielraum für Staatsanwaltschaft und Gerichte bietet. Im Klartext bedeutet das nämlich:


    Wer sich in einer Weise öffentlich äußert, die unerwünscht ist und von der Obrigkeit missbilligt wird, kann (womöglich) streng bestraft werden. Das ist unmissverständlich ein weiterer Schritt zur Einschränkung von Grundrechten, insbesondere der Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Freiheit der Wissenschaft.

    Denn die Frage ist doch, was nicht öffentlich gebilligt, geleugnet oder gröblich verharmlost werden soll? Genau da wird mit zweierlei Maß gemessen. Angeblich ist Volksverhetzung nicht gegeben, wenn jemand zu Hass gegen Russland aufstachelt und wenn das öffentlich gebilligt wird. Das wird nicht verfolgt, weil sich die ideologisierten und indoktrinierten Strafverfolgungsbehörden moralisch im Recht wähnen, wenn sie das Gesetz hier ignorieren. Derartige Straftaten werden von den weisungsgebundenen Staatsanwälten gar nicht erst zur Anklage gebracht, so dass es von vornherein zu keiner Gerichtsentscheidung kommen kann.
    8 min
  • Afrika: Bühne des Wettbewerbs | Von Jochen Mitschka
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Seit Monaten erkläre ich, dass die USA, mit oder ohne einen größeren Krieg, einen Eisernen Vorhang in Europa hochziehen werden, um ihre Hegemonie im westlichen Teil Europas zu sichern, sich aber unwiederbringlich aus dem Nahen und Mittleren Osten zurückziehen müssen, in Asien die Fronten weitgehend klar sind, und dass daher die zukünftigen Kämpfe um Rohstoffe, Einfluss und Vorherrschaft in Afrika stattfinden werden. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass am 8. August die US-Regierung ihre Strategie für Afrika neu definierte, die das bestätigt. Hoffen wir, dass der Kampf „Für Demokratie“ nicht so zerstörerisch wird wie in Nah- und Mittelost. Nun hat aber Xi Jinpin das Gegenmodell in einer Jahrhundertrede vorgestellt. Beides wird in diesem PodCast erklärt.
    Bevor wir in das US-Papier einsteigen sei darauf hingewiesen, dass schon im Titel versucht wird, Afrika in eine Zone des Nordens und der Sub-Sahara aufzuteilen. Was den Intentionen von afrikanischen Führern, einen einheitlichen Kontinent mit einer Währung und einem einheitlichen Markt zu schaffen, widerspricht. Das sollte man als Hinweis erkennen, dass versucht werden wird, auch Afrika mit „teile und herrsche“ zu dominieren.
    Als die USA einen Standort für ihr Konzept der Beherrschung Afrikas innerhalb des Kontinents suchten, hatten alle Länder abgewunken, so dass Deutschland einspringen musste. Das US-Afrika-Kommando wird nun in Stuttgart beherbergt. Aber nun schauen wir uns an, was geplant ist.
    Der Griff der USA nach Afrika
    In dem Papier der Biden-Regierung (1) wird ausgesagt, was man als Androhung verstehen kann, dass die afrikanischen Länder südlich der Sahara von entscheidender Bedeutung für das Vorantreiben der globalen US- Prioritäten seien. Das Gebiet habe eine der am schnellsten wachsenden Bevölkerungen der Welt, die größten Freihandelszonen, die vielfältigsten Ökosysteme und eine der größten regionalen Stimmrechtsgruppen in den Vereinten Nationen (UN).  Ohne den Beitrag und die Führungsrolle Afrikas sei es unmöglich, die entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Die Region, so die Autoren, werde eine wichtige Rolle bei der Beendigung der COVID-19-Pandemie spielen, der Bewältigung der Klimakrise, der Umkehrung des weltweiten Rückgangs der Demokratie. Mit Letzterem ist wohl die Schrumpfung des Einflussbereiches der US-Politik gemeint.
    Weiter sei die Region wichtig bei der Bewältigung der weltweiten Ernährungsunsicherheit, und der Stärkung eines offenen und stabilen internationalen Systems. Damit ist die Vorherrschaft von großen US-Konzernen und die Verhinderung von Schutzzöllen zur regionalen Entwicklung angesprochen. Weiter sei Afrika bei der Gestaltung der Regeln der Welt in wichtigen Fragen wie Handel, Internet und neue Technologien wichtig. D.h. die USA hoffen, durch die Hegemonie über Afrika in der UNO und anderen internationalen Organisationen ihre Vorstellungen durchzusetzen.
    Das Gefährlichste aber ist die Aussage, dass Afrika bei der Bewältigung der Bedrohung durch Terrorismus, Konflikte und grenzüberschreitende Kriminalität entscheidend sei. Damit drohen die USA an, was sie im Nahen Osten praktizierten. Die dort gescheiterte „Schöpferische Zerstörung“ zum Neuaufbau eines ihnen genehmen Systems zu praktizieren.
    Und wie üblich, wenn es darum geht, den Einsatz von Militär und Gewalt zu rechtfertigen, heißt es in dem Bericht:


    „Diese Strategie verdeutlicht die Bedeutung der Region für die nationalen Sicherheitsinteressen der USA. (…)“ (1)

    Der Bericht weist darauf hin, dass Außenminister Blinken schon im November 2021 erklärt hatte, dass „Afrika die Zukunft gestalten wird“. Dann werden die angeblichen eigenen Bemühungen beschrieben, Afrika international mehr Gehör zu verschaffen aber natürlich mit dem Ziel „globale Probleme an der Seite der Vereinigten Staaten zu lösen“. Und sicher nicht in Kooperation mit China oder ...
    23 min
  • “Kooperative Neutralität”: Die Schweiz auf Abwegen | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.
    Auf dem World Economic Forum Ende Mai 2022 verwendete der schweizerische Bundespräsident Ignazio Cassis erstmals den Begriff der "kooperativen Neutralität".1) Was versteckt sich hinter dieser zunächst doch wohlklingenden Begriffsschöpfung? Nach den Empfehlungen für ein "Update der Schweizer Neutralität" des Autorenteams um Carl Jauslin wird darunter eine auf Partnerschaft basierende werteorientierte Neutralität verstanden. So sollte sich die Schweiz gemeinsam mit ihren europäischen Partnern für Frieden, Demokratie und Menschenrechte einsetzen und Völkerrechtsverletzungen öffentlich und proaktiv aufs Schärfste verurteilen, die internationale Strafjustiz und Ermittlung- und Untersuchungskommissionen im Kampf gegen die Straflosigkeit fördern, Wirtschaftssanktionen der UNO, der OSZE und der wichtigsten Handelspartner (EU) übernehmen und wo angezeigt und effektiv, selbstständig Sanktionen ergreifen.2)
    Im September 2017 wurde der Schweizer Ignazio Daniele Giovanni Cassis von der Vereinigte Bundesversammlung in den Bundesrat gewählt. Als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zeichnete ihn verständnisvolle Nähe zur USA/NATO/EU aus. Unter ihm mutierte die aktive Neutralitätspolitik zur "kooperativen" Neutralitätspolitik.
    Am 8. Dezember 2021 wurde er zum Schweizer Bundespräsidenten gewählt. In seiner Antrittsrede als Bundepräsident betonte Cassis, dass er  als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stets die Verbindung zwischen Innenpolitik und Außenpolitik betont habe und nun diese Verknüpfung noch deutlicher machen werde.3) Der endgültige Paradigmenwechsel erfolgte mit der kritiklosen Übernahme der EU-Wirtschaftsboykotte gegen Russland. Am 9. Juni 2022 wählte die Generalversammlung der UNO mit 187 von 190 Stimmen die Schweiz in den Sicherheitsrat. Auf den ersten Blick ein starkes Zeichen für das von der Weltgemeinschaft entgegengebrachte Vertrauen welches die Weltgemeinschaft der Schweiz entgegenbringt.
    So definierte auch der Bundesrat die Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat als zentrales Element des Schwerpunkts "Frieden und Sicherheit" seiner Außenpolitischen Strategie 2020-2023. Die Mitgliedschaft stehe im Einklang mit „dem friedenspolitischen Engagement und den Guten Diensten der Schweiz“. Auch könne so die Schweiz ihr „langjähriges Fachwissen und ihre Glaubwürdigkeit in der friedlichen Streitbeilegung zugunsten der Weltgemeinschaft einbringen“.4)
    Wo hat es in den letzten 30 Jahren eine friedliche Streitbeilegung gegeben? Die wichtigste Veto-Macht im Sicherheitsrat sind die USA. Kein Land der Welt hat im 21. Jahrhundert mehr gegen den Geist der Charta der Vereinten Nationen verstoßen: Völkerrechtswidrige Kriege (Afghanistan 2001, Irak 2003, Libyen 2011, Syrien 2012)5) und ebenfalls vom Völkerrecht nicht gedeckte orchestrierte Umstürze (Jugoslawien 2000, Georgien 2003, Ukraine 2004 uvm.) mit Millionen Toten und Vertriebenen.
    Zweifelsfrei hat die russische Führung mit dem Einmarsch in die Ukraine das völkerrechtliche Gewaltverbot missachtet und mit dieser Operation Linke und Rechte, Liberale und Konservative, Nationalisten und Globalisten in einer Front vereinigt. Nicht vergessen aber werden darf, dass die USA m März 1999 bei Beginn des Kriegs gegen Jugoslawien/Kosovo mit der neuen NATO-Strategie MC 400/2 die Kriseninterventionsrolle der NATO dauerhaft verankert haben. Seitdem behält sich das Bündnis das Recht vor, auch ohne explizites Mandat des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen militärisch zu intervenieren. So wurde dann Serbien 78 Tage und Nächte lang bei entsprechender Feindpropaganda bombardiert. 2001 folgte die Bombardierung und der Einmarsch in Afghanistan. Das einzige Vergehen: Die Taliban hatten nicht schnell genug den Asylanten Osama bin Laden ausgeliefert.6) Es folgten 20 Jahre Krieg und die Zerstörung des Landes.


    13 min
  • Das Leben, der Tod und der Wunsch nach Unendlichkeit – Teil 1 | Von Dr. phil. Werner Köhne
    Zum Vorverständnis des Coronaszenarios
    Ein Standpunkt von Dr. phil. Werner Köhne.
    Teil 1.
    Kleiner Einwand gegen ein Prinzip
    Erfolg oder Scheitern: Die besten Romane der Weltliteratur haben uns eindrucksvoll vorgeführt, dass sich Scheitern und Niederlage besser erzählen lassen als Erfolg. Das könnte Gründe haben, welche die Intensität der damit verbundenen Erfahrung betreffen.
    Vom Ende des Lebens aus betrachtet, folgt ohnehin jedem Erfolg eine Ernüchterung, ja es nagt an ihm eine existentiell spürbare Paradoxie: Dessen letzthinnige Unmöglichkeit. Welcher Sterbende würde in Zeiten einer erschöpften religiösen Heilsgeschichte noch sagen können: »Ich habe es geschafft – oder: Mein Leben ›endet‹ im Erfolg – zumal er nach dem erklommenen Gipfel ›faustischen‹ Strebens nicht mehr auf der Welt ist, um den Erfolg auszukosten.
    Das wusste schon Goethes Faust, der nicht im Erfolg und einem unendlichen Glück, sondern allein im erfüllten Augenblick die Matrix des Lebens sah. Die Überlegung mag naiv und abwegig anmuten, zeigt jedoch ihre Wirkung, wenn man sich jahrtausende alte Fragen stellt, vor allem die: »Wohin gehen wir? Was erwartet uns? Und wohin können wir nicht mehr zurück?« Die kulturelle Überlieferung bietet keine Garantie mehr für ein »Es wird schon alles gut gehen«. Sie wirkt heute abgeschliffen bis zur Unkenntlichkeit.
    Phänomenologisch betrachtet trifft hier zu, was allgemein für menschliches Leben gilt: Dem Erfolg folgt gemeinhin nach kurzem Hochgefühl eine innere Leere, die man vergeblich wegzudrücken versucht. Scheitern vermag dagegen ein Loslassen freizusetzen, eine Art Gelassenheit auch. Die schrille Fixierung auf den Erfolg und ein zähes »Weitermachen« in der Spur eines wahnhaften Fortschritts mündet heute nicht zufällig im gereizten Affekthaushalt derjenigen, die verbissen dem Coronanarrativ zuarbeiten.
    In dieser modernen Erzählung vom Einbruch eines vermeintlich Unheimlichen ins normale Leben wird das oberste Ziel nicht am Glück des fragilen Menschen ausgerichtet, der scheitern kann, sondern an seiner puren Selbsterhaltung ohne weiteren Mehrwert an Sinn, als eben dem, sich selbst zu erhalten. Diese Festlegung wird heute bekanntlich umgesetzt mit den Mitteln einer zynisch betriebenen Gesundheitsdiktatur. Gerade die Unterwerfung des menschlichen Körpers unter die ausschließliche Regentschaft der Gesundheit macht es den Agenten des Transhumanismus so leicht, uns in die Fallstricke einer verbiesterten Moral- und Empörungskultur zu zwingen, worin wir alle Ziele der Aufklärung aufgeben.
    Diese Kulturressourcen, darunter selbst religiöse Rituale des friedvollen Zusammenfindens, aber waren es doch, die das Leiden, die Vergeblichkeit und das Scheitern des Individuums immer wieder abmilderten und daraus Mentalitäten der zwanglosen Empathie für andere freisetzten. Was sollte sonst Humanismus bedeuten? Darum sollte es doch gehen: Die nicht auf Eigennutz zielende absichtslose Solidarität mit dem fragilen einzelnen Menschen setzt der gegenwärtigen moralingesäuerten Maßnahmenkultur des blinden  »Richtigmachens« im Coronaszenario etwas essentiell Anderes entgegen. Gelebtes Leben ohne Panik, gebaut am Gestade des Glücks! Keines unendlich fortdauernden Glücks, aber eines von hoher tiefer Intensität.
    Davon aber sind wir, die wir unter dem Diktat von Daten und Statistiken der verengten Lebensgestaltung stehen, weit entfernt. »Immerzu, immerzu« ist der Rhythmus dieses Daseins.
    Ecce homo – oder eine ungewöhnliche Vision vom Menschen
    In Ridley Scotts Film »The Blade Runner« kommt es zum Ende dieses Kultstreifens zum finalen Kampf. Der Jäger, der im Auftrag einer obersten Behörde agiert, soll den gefährlichsten der Replikanten zur Strecke bringen. Dieser war mit drei anderen seiner Bauart, von einem Planeten für Sklavenarbeiter geflohen, um ein Ziel zu verfolgen; die vier wollten ihren Konstrukteur – ihren »Vater«, wie sie ihn auch nennen,
    25 min
  • Iran: Proteste und Profiteure | Von Felix Feistel
    Ein Kommentar von Felix Feistel.
    Die seit Ende September aufgeflammten Proteste im Iran haben eine geopolitische Dimension, die in den zahlreichen Medienberichten kaum erwähnt wird. Die Unzufriedenheit im Land ist groß – ebenso aber auch die Interessen westlicher Staaten an einem Regierungswechsel in Teheran.
    Der chinesische Gelehrte Sun Tzu ist vor allem bekannt für sein Werk „Die Kunst des Krieges“, eine Anleitung für Feldherren, Kriege richtig zu führen und zu gewinnen. Darin beschreibt er unter anderem die Strategie für den Fall, dass der Feldherr seinen Feind nicht direkt angreifen könne, weil dieser zu mächtig sei. Dann solle er diesem zunächst die Verbündeten nehmen, sodass er allein dastehe. Seit 2014, als in der Ukraine der Maidan-Putsch stattfand, intensiver aber seit dem Jahr 2020, erleben nun die Verbündeten Russlands Wellen des Protests und Umsturzversuche. So gab es 2020 Unruhen in Weißrussland, die darauf abzielten, den Präsidenten Alexander Lukaschenko zu stürzen. In jüngster Zeit erlebten Kasachstan, Armenien und Kirgisistan Unruhen und Grenzstreitigkeiten, die scheinbar aus dem Nichts aufflammten.
    Nun trifft es den Iran. Am 16. September verstarb die 22-jährige Kurdin Mahsa Amini im Gewahrsam der Sittenpolizei, wohin sie verbracht worden war, weil ihr Hijab nicht richtig saß und einige Haarsträhnen zu sehen waren. Aktivisten zufolge habe sie in Gewahrsam eine Kopfverletzung erlitten, in deren Folge der Tod eingetreten sei. Seitdem erlebt der Iran eine Protestwelle. Westliche Regierungen stellten sich augenblicklich auf die Seite der Protestierenden. Die US-Regierung verhängte neue Sanktionen.
    Auch in den sozialen Medien ist der Protest groß. Auf Twitter trendete der Hashtag rund um den Fall Amini in einem historischen Ausmaß, wurde bereits mehr als 100 Millionen Mal geteilt. Eine Welle der Solidarität geht anscheinend um den Globus, Videos von symbolischen Aktionen, in denen Frauen sich Haarsträhnen abschneiden, werden massenhaft geteilt. Auch deutsche Schauspielerinnen beteiligen sich. Der internationale Widerstand gegen die iranische Regierung, gegen die Unterdrückung von Frauen und eine ungerechte Gesellschaft erscheint riesig, gewalttätig dagegen die Reaktion der Regierenden.
    Geopolitik
    Die Proteste begannen unmittelbar nach dem Tod der Frau am 16. September, und damit auch unmittelbar nach dem Treffen der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) in Samarkand, bei dem am 15. September der Iran als vollwertiges Mitglied aufgenommen wurde. Die SCO ist eine internationale Organisation mit Sitz in Peking, der unter anderem China, Russland, Kasachstan, Indien und Pakistan angehören. Sie erstreckt sich damit von mittleren Osten über Zentralasien bis Süd- und Südostasien und repräsentiert mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung. Erklärtes Ziel der Organisation ist es, die Sicherheit und Stabilität in der Region zu wahren sowie in Wirtschaft und Handel eng zusammen zu arbeiten. Auch militärisch arbeiten die Länder innerhalb der SCO zusammen. Damit stellt die SCO einen Gegenentwurf zu vom Westen dominierten Bündnissen dar.
    Ebenfalls Mitte September 
    21 min
  • Das Vorbild | Von Ulrike Guérot


    Boris Vian sang nach dem Zweiten Weltkrieg ein Loblied auf den Deserteur, in dem er diesen vom Stigma befreite, ein feiger Fahnenflüchtling zu sein.



    Ein Kommentar von Ulrike Guérot.




    Das zweite Lied, das Ulrike Guérot unbedingt bei den Friedenssongs dabeihaben wollte, ist „Le Déserteur“ von Boris Vian. Dieses Chanson ist ein französisches Kultlied aus dem Jahr 1954, in dem der Schriftsteller mit einfachen Worten die Gräuel des Krieges beschreibt. Viele berühmte Sänger haben es interpretiert, zum Beispiel auch Joan Baez, die hier mit einem anderen Friedenssong vertreten ist. Es ist jenes Lied, mit dem das hölzerne Schweigen der Nachkriegsgeneration in Frankreich über das absurde Kriegsgeschehen im Zweiten Weltkrieg durchbrochen wurde. Ein Text zur Aktion Friedensnoten.







    Als das Chanson zum ersten Mal im französischen Radio gesendet wurde, war Paul Faber, ein Mitglied des französischen Rundfunkrats im Departement Seine, so schockiert, dass er dessen Zensur verlangte. Boris Vian hat ihm mit einem offenen Brief geantwortet.

    Das Lied blieb bis zum Ende des Algerienkriegs 1962 in französischen Radiostationen verboten. Dies ist genau 60 Jahre her. So fragil also ist die europäische Friedenserzählung, dass über Deserteure — damals ebenso wie heute im Ukrainekrieg — nicht geredet werden darf: Derzeit sterben rund 1.000 ukrainische Soldaten täglich, in einigen Bataillonen hat Desertation längst eingesetzt ob der militärischen Sinnlosigkeit dieses Krieges, die jedem Beobachter ins Auge springt, aber statt einen sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen zu fordern, wurde monatelang nur über schwere Waffen diskutiert, und jetzt sieht es so aus, als würde die NATO sogar bald aktiv ins Kriegsgeschehen eingreifen. Noch dazu hat die britische Außenministerin verlauten lassen, sie hätte kein Problem, den „Nuclear Button“ zu drücken.

    Anstatt alle europäischen Straßen mit einer Friedensbewegung zu fluten, wie damals, 2003, anlässlich des amerikanischen Einmarsches in Irak, sind die meisten Europäer heute stolz auf ihre ukrainischen Buttons am Revers. „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“, war der Sponti-Spruch der Grünen in den 1980er-Jahren. Kennt Annalena Baerbock den überhaupt?

    Boris Vians Lied ist ein Loblied auf den Deserteur, auf den einen Mutigen, der den kriegerischen Unsinn, das sinnlose Schießen oder Töten einfach nicht mitmacht. Der sich nicht propagandistisch aufladen lässt mit Parolen, für die sich angeblich in den Krieg zu ziehen lohne.
    Vian dreht den Begriff des Deserteurs um: Aus dem Feigling, der sich aus dem Schützengraben stiehlt, wird ein Held, wird jemand, der begriffen hat, dass Kriege immer nur Interessen dienen, niemals aber Menschen, und jenseits von Interessen im Zweifel nur der Waffenindustrie.
    Sein Text besticht genau dadurch, dass er eine Brücke von den Kriegsparolen zu den Menschen schlägt, denen durch den Krieg größtes Leid zuteil wird. Er besingt, wie er seinen Vater und seine Brüder hat ziehen und nicht wiederkommen sehen:

    J’ai vu partir mon père,
    J’ai vu partir mes frères,

    wie er seine Kinder hat weinen sehen:

    J’ai vu pleurer mes enfants,

    wie seine Mutter so gelitten hat, dass sie im Grab verschwunden ist:

    Ma mère a tant souffert qu’elle est dedans sa tombe.

    Er beschreibt in schlichten Worten das ganze Elend des Krieges, das immer die einfachen Leute abbekommen — nicht die Regierenden oder die Generäle.

    Deswegen steht die eindrücklichste Liedzeile gleich zu Beginn, wo er sich an den Präsidenten direkt wendet:

    Monsieur le Président
    (….)
    6 min
  • IWF und Weltbank als Waffen im Wirtschaftskrieg | Von Thomas Röper
    Dass IWF und Weltbank unter der Kontrolle des US-dominierten Westens stehen, ist nicht neu. Hier zeige ich auf, wie diese Waffen von den USA in der Praxis eingesetzt werden.
    Ein Standpunkt von Thomas Röper.

    IWF und Weltbank sind als Teil des US-dominierten Bretton-Woods-Systems als Machtmittel zur Umsetzung von US-Interessen gegründet worden. Ein Analyst der russischen Nachrichtenagentur TASS hat am Beispiel ihrer letzten Tagungen gezeigt, wie sie im aktuellen Konflikt gegen Russland und andere Länder, die die USA zu Feinden erklärt haben, eingesetzt werden. Ich habe die Analyse der TASS übersetzt.
    Beginn der Übersetzung:
    Die Finanzfront der hybriden Kriegsführung: Wie die Jahrestagungen von IWF und Weltbank verlaufen sind
    Es ist zu einer gängigen journalistischen Formulierung geworden, dass der kollektive Westen einen hybriden Krieg an allen – von der politischen und militär-technischen bis hin zur wirtschaftlichen und medialen – Fronten gegen Russland führt. Das ist natürlich eine Metapher: Wahrscheinlich können nicht einmal Experten sagen, was beispielsweise die Finanzfront wirklich ist. Aber ich habe die jüngsten Jahrestagungen der Führungsgremien von IWF und Weltbank in Washington gelesen und gehört, und die Berichte kommen mir wie Kriegsberichte vor, nicht im übertragenen Sinne, sondern im wahrsten Sinne des Wortes.
    Der Doyen unter Belagerung
    Die Sitzungen des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses und des Entwicklungsausschusses des IWF und der Weltbank finden auf der Ebene der Finanzminister und Zentralbankgouverneure der Mitgliedsländer der beiden Organisationen statt. Aber dieses Mal, so erzählte mir Alexej Mozhin, der Exekutivdirektor des IWF für Russland und mein alter guter Freund, konnten die wichtigsten Teilnehmer aus Moskau nicht kommen. Die Amerikaner haben keinem der Mitglieder der russischen Delegation ein Einreisevisum erteilt, mit Ausnahme – wie zum Hohn – eines einzigen einfachen Spezialisten.
    Infolgedessen konnte der russische Finanzminister Anton Siluanow bei der IWF-Tagung nur virtuell erscheinen und ein anderes wichtiges Treffen – mit seinen Amtskollegen der G-20 der weltweit führenden Volkswirtschaften – musste er gänzlich auslassen. Es war für mitten in der Nacht Moskauer Zeit, von 1:30 bis 5:30 Uhr angesetzt.
    In Ermangelung einer Führungspersönlichkeit wurde Mozhin selbst damit beauftragt, Russland beim Arbeitsessen der G20-Minister zu vertreten. In einer mit Moskau abgestimmten Rede betonte er, dass sich der Zustand und die Aussichten der Weltwirtschaft „rapide verschlechtern“, dass das „Risiko einer globalen Rezession“ wachse und sie „eine der Hauptursachen für all die Auswirkungen der einseitigen westlichen Sanktionen gegen Russland“ seien. Er warnte weiter, dass „Versuche, eine Preisobergrenze für russisches Öl und andere Energieträger einzuführen, nur Öl ins Feuer gießen würde. Unsere Position ist ganz klar: Wir werden dem ‚Käuferkartell‘ kein Öl zu diktierten Preisen verkaufen“, betonte der russische Direktor. „Notfalls werden die Erdölexporte reduziert.“
    Lassen Sie mich gleich zu Beginn erklären, dass Mozhin eine bekannte und maßgebliche Person in den Bretton-Woods-Institutionen ist. Seit 1996 vertritt er Russland im IWF-Direktorium, seit 2014 ist er dort ein Doyen, also ein Senior nach Dienstalter, eine Art „Erster unter Gleichen.“ Zwar versuchten die „Hauptaktionäre“ des Fonds – die USA und ihre westeuropäischen „Freunde und Partner“ – in der gegenwärtigen Konfrontation mit Moskau, ihm im Frühjahr diesen ehrenvollen und einflussreichen Status zu entziehen, aber sie hatten keinen Erfolg; nicht-westliche Direktoren setzten sich für ihn ein und seine Ausübung der Aufgaben eines Doyen gilt nur als vorübergehend ausgesetzt.
    Dennoch musste der russische Direktor unsere Positionen beim G20-Abendessen unter äußers...
    21 min
  • Lauterbachs lebensgefährliche Lügen | Von Uwe Kranz
    Ein Standpunkt von Uwe Kranz.

    „Wo Menschen sich nicht mehr so gut konzentrieren können“:

    Das ist die Definition, die unser Bundesgesundheitsministers Prof. Karl Lauterbach im Juni 2022 für das international so genannte „Post-Vac-Syndrom“ (PV) hatte – also die Gruppe der Krankheitsbilder, die nach einer Corona-Impfung auftreten. Es handelt sich um eine üble Bagatellisierung, die zudem mit der amtlichen Lüge garniert wurde, dass sich das PVS zwar ähnlich darstelle wie das „Long-Covid”-Syndrom, aber „nur viel seltener und weniger schwer“ sei. Das war dann sogar dem „Mitteldeutschen Rundfunk“ zu viel, der sich am 29. August des Themas in seinem Format „x-exactly” annahm; wenn auch natürlich zur „besten” Sendezeit um 10 Uhr morgens, wo besonders viele Menschen zusehen (Achtung: Ironie)
    Die Universitätsklinik in Marburg (UKMG) richtete 2022 eine in Deutschland einmalige PV-Abteilung ein. Das Resultat: Unverzüglich und ohne große öffentliche Bekanntmachung des Angebots liefen in kürzester Zeit über 1.000 ambulante Behandlungen auf, die Warteliste wuchs innerhalb von Wochen von 3.000 auf fast 6.000 Behandlungsbedürftige an. Der Hilfeschrei war und ist eigentlich unüberhörbar – dringt aber nicht laut genug in das Ohr des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach, der stereotyp von „sehr seltenen Fällen“ und „Nebenwirkungen“ fabuliert und sich ansonsten in Schweigen hüllt. Professor Bernhard Schieffer, der im UKMG Hunderte von PV-Patienten behandelt hat, widerspricht vehement, spricht von einem „bunten Krankheitsbild“, das dem von „Long Covid” zwar stark ähnele, aber erst nach einer Corona-Impfung auftritt, oft unmittelbar danach:


    Kardiale Folgen (Myo-/Perikarditis), Schmerzen, Lähmungserscheinung in den Extremitäten, Taubheitsgefühle, Brain Fog, Schwindel, Muskel- und Nervenschmerzen, Puls außer Kontrolle, Kopfschmerzen, Haarausfall, Atemnot, Fieberschübe, Schüttelfrost, Hitzewallungen, Sehschäden, Bettlägerigkeit, Bewegungsunfähigkeit, Zyklushormonstörungen, Schilddrüsenprobleme, Nesselsucht, Gürtelrosen, vielfältige Thrombosen, Hyperinflammation, schwere Angriffe auf das Autoimmunsystem und vieles anderes mehr.

    Fehlende Kenntnis und Akzeptanz der Ärzte
    Allzu häufig glaubt niemand den Patienten. Sie werden selbst von Ärzten nicht ernst genommen, die damit eigentlich nur ihre Unfähigkeit und ihr Unwissen demonstrieren. Das ist nur zum Teil verständlich: Eine medizinische Ausbildung konnte naturgemäß nicht stattfinden, eine Fortbildung findet nicht oder kaum statt, da sie staatlicherseits unerwünscht ist und verhindert wird, und jegliche sachliche Information wird von der polit-medialen Seilschaft größtenteils unterbunden. So hat denn vorgestern auch die MDR-Sendung „Brisant“  dem eigenen erwähnten Beitrag vom 29. August bei „x-exactly” wieder gegengesteuert – und „Long Covid” und „Post Covid” de facto gleichgesetzt. Obwohl eine wissenschaftlich gesicherte Definition fehlt, postuliert der Sender, dass der Unterschied nur in der Dauer der Erkrankung zu sehen sei: Um „Long Covid“ handele es sich, wenn die Symptome nach einer akuten Infektion oder Erkrankung auch nach vier Wochen nicht abgeklungen seien; als „Post-Covid” seien Beschwerden genannt, die 12 Wochen nach der Infektion oder Erkrankung noch immer bestehen oder neu auftreten, mindestens zwei Monate anhalten und ansonsten nicht erklärbar seien. Von „Impfung” ist da überhaupt keine Rede mehr. Der feine Unterschied: PV wird damit nicht etwa erklärt, sondern ins mediale Nirwana versenkt – aber im Unterbewusstsein des Lesers bzw.
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  • Digitales Zentralbankgeld und die Rolle des WEF | Von Ernst Wolff
    Ein Kommentar von Ernst Wolff.
    Das globale Geldsystem, unter dem wir seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges leben, geht unaufhaltsam seinem Ende entgegen. 1998 wurde es von mehreren Großbanken der Wall Street durch Milliardenzahlungen vor dem Zusammenbruch bewahrt. Nach der Weltfinanzkrise 2007/08 hielten es die Zentralbanken mittels ungebremster Geldschöpfung und dauerhaften Zinssenkungen am Leben. Mit dem dritten Beinahe-Crash vom März/April 2020 ist es in sein Endstadium eingetreten. Der Grund: Die Zinsen sind bei null angekommen, und das globale Bankwesen kann auf Dauer nicht mit Negativzinsen leben.
    Das ist natürlich auch denen bekannt, deren Herrschaft sich auf das taumelnde System stützt. Sie arbeiten deshalb seit Längerem im Hintergrund an einem neuen Geldsystem. Das Bargeld soll komplett abgeschafft, den Geschäftsbanken soll die Kreditvergabe entzogen und die Geldschöpfung soll ausschließlich in die Hand der Zentralbanken gelegt werden. Bürger und Unternehmen sollen nur noch über ein einziges bei der Zentralbank angesiedeltes Konto verfügen.
    Ein solches digitales Zentralbankgeld hätte weitreichende Folgen, denn es würde dem Staat ermöglichen, die Geldmenge zentral festzulegen und sämtliche Geldströme zu steuern. Die Zentralbank könnte individuelle Steuer- und Zinssätze erheben, jede einzelne Transaktion überwachen oder verhindern, sie könnte das Geld zweckgebunden vergeben, es an ein Ablaufdatum, an regionale Grenzen oder auch an einen Sozialcode nach chinesischem Vorbild binden. Außerdem wäre sie in der Lage, den Kontoinhabern Strafzahlungen aufzuerlegen oder sie im Extremfall von allen Zahlungsflüssen abzuschneiden.
    Digitales Zentralbankgeld wäre nicht mehr und nicht weniger als die komplette finanzielle Unterwerfung der Gesellschaft unter den Staat in Gestalt der Zentralbanken. Es verwundert daher nicht, dass dieses Projekt weitgehend hinter dem Rücken der Öffentlichkeit vorangetrieben wird.
    Was auch den meisten Insidern kaum bekannt sein dürfte, ist die Tatsache, dass die Arbeit der Zentralbanken vom World Economic Forum koordiniert wird. Das WEF hat auf seiner Jahrestagung im Januar 2020 das Global Consortium for Digital Currency (zu deutsch: globale Arbeitsgemeinschaft für die Verwaltung digitaler Währungen) ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um


    „die erste Initiative, die führende Unternehmen, Finanzinstitute, Regierungsvertreter, technische Experten, Akademiker, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und Mitglieder der Gemeinschaften des Forums auf globaler Ebene zusammenbringt.“

    Das ist allerdings noch lange nicht alles. Auf der Website, der dieser Text entnommen ist, heißt es außerdem:


    „Diese Initiative baut auf der Arbeit auf, die das Forum im vergangenen Jahr geleistet hat, indem es eine globale Gemeinschaft von Zentralbanken einberufen hat, um einen politischen Rahmen für die Einführung digitaler Währungen mitzugestalten.“ [1]

    Hier erfährt der Leser ganz nebenbei, dass das WEF im Jahr 2019 mit der Zusammenführung der Zentralbanken de facto die globale Führung bei der Entwicklung eines der für die Zukunft der Menschheit wichtigsten Projekte übernommen hat.
    Aber das ist auch noch nicht alles. Wichtiger als die Entwicklung des neuen Geldes ist nämlich die Art und Weise seiner Einführung. Im Gegensatz zum autoritären China, wo bis zum Sommer 2022 bereits mehr als 260 Millionen Bürger und Unternehmen ein digitales Zentralbankkonto in Form einer Wallet akzeptiert hatten, dürfte ein solches Projekt unter parlamentarischen Verhältnissen wohl nur gegen erheblichen sozialen Widerstand durchzusetzen sein. Kein Wunder also, dass im Hintergrund auch hier hektisch nach Lösungen gesucht und mittlerweile eine vermeintliche Lösung gefunden wurde: das universelle Grundeinkommen.
    Es sieht vor, dass jeder Bürger – unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage – eine gesetzlic...
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das denk' ich auch