Archivradio – Geschichte im Original

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By SWR
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Archivradio – Geschichte im Original episodes

  • Vom Widerstand zum Atomausstieg – Die Epoche der Kernenergie in Deutschland (2/2)
    Der Widerstand gegen das AKW Wyhl in den 1970ern war die Keimzelle der großen Anti-Atomkraft-Bewegung. Am Ende hat sie gesiegt, die letzten Meiler sind 2023 vom Netz gegangen – anders als im Ausland. Wie kam es dazu?
    Gábor Paál spricht mit dem Historiker Joachim Radkau (SWR 2022/2026)
    Historische Tonaufnahmen im Archivradio:
    Geschichte der Kernenergie
    http://swr.li/kernenergie-geschichte
    Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und die Folgen
    http://swr.li/tschernobyl-folgen
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    32 min
  • Frühe Atom-Euphorie – Die Epoche der Kernenergie in Deutschland (1/2)
    In Deutschland war die Begeisterung für die Atomkraft zunächst groß: unerschöpfliche Energie! 1960 wird im Kernkraftwerk Kahl am Main "das atomare Feuer entfacht", wie der Reporter damals schwärmt. Die Kritik war eher leise und kam vor allem von rechts.
    Gábor Paál spricht mit dem Historiker Joachim Radkau (SWR 2022/2026)
    Historische Tonaufnahmen im Archivradio:
    Geschichte der Kernenergie
    http://swr.li/kernenergie-geschichte
    Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und die Folgen
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    37 min
  • Gründungsparteitag der AfD | 14.4.2013
    2013 gründet sich die Partei "Alternative für Deutschland", kurz AfD. Was die Gründer verbindet, ist ihre Ablehnung des Euro. Hintergrund ist die vorangegangene Finanzkrise und die europäische Unterstützung für Krisenländer wie Griechenland. Die gemeinsame Währung, so die Überzeugung der Parteigründer, habe die Krise nur noch verschärft.
    Erster Vorsitzender wird der Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke. Weitere prominente Unterstützer findet die Partei im ehemaligen BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel, im ehemaligen FAZ-Herausgeber Konrad Adam oder im aus der hessischen CDU ausgetretenen Politiker Alexander Gauland.
    Der Gründungsparteitag am 14. April in Berlin ist geprägt von Aufbruchstimmung und dem Bemühen, keinen rechts-nationalistischen Eindruck zu hinterlassen. Man sei weder links noch rechts, man sei vielmehr anders, so die Devise – und man zeigt sich enttäuscht von den etablierten, wie man sie auf dem Parteitag schon nennt: "Altparteien".
    Parteichef Bernd Lucke bleibt zwei Jahre an der Spitze, 2015 muss dann den Posten für Frauke Petry räumen, die ebenfalls bald gestürzt wird. 2017 zieht die AfD in den Bundestag ein. Ihre haben sich seitdem immer weiter ins rechtsnationalistische Spektrum verschoben. 2021 stuft sie das Bundesamt für Verfassungsschutz als extremistischen Verdachtsfall ein. Vom einstigen Spitzenpersonal haben viele die AfD inzwischen verlassen.
    9 min
  • Nach Fukushima: Merkel läutet Atomausstieg ein | 14.3.2011 | Kernenergie
    Die Atomkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011 führt zu einem Kurswechsel. Ursprünglich hat die schwarz-gelbe Koalition unter Angela Merkel den von der rot-grünen Vorgängerregierung beschlossenen Atomausstieg rückgängig gemacht und im Herbst 2010 die Laufzeitverlängerung für die bestehenden Atomkraftwerke beschlossen. Doch drei Tage nach dem Reaktorunglück verkünden Kanzlerin Merkel (CDU) und Vizekanzler Westerwelle (FDP) am 14. März 2011 ein dreimonatiges Moratorium. Es ist der Anfang vom endgültigen Atomausstieg.
    Angela Merkel und Guido Westerwelle treten vor die Presse
    Gemeinsam mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle tritt Angela Merkel am Montag, den 14. März 2011, vor die Presse. Das Unglück im Kernkraftwerk Fukushima werde nukleare Folgen für die ganze Welt haben, daher können man nicht zur Tagesordnung übergehen, so die Bundeskanzlerin. Eine solch gewaltige Naturkatastrophe wie in Japan sei in Deutschland nicht wahrscheinlich, die deutschen Kernkraftwerke seien sicher und die friedliche Nutzung der Kernenergie werde nach wie vor als Brückentechnologie benötigt. Dennoch gelte es, nach dem Reaktorunglück in Fukushima innezuhalten.
    Nach dem Reaktorunglück in Fukushima muss die Lage neu analysiert werden
    "Die Ereignisse in Japan lehrten uns, dass Risiken, die für absolut unwahrscheinlich gehalten wurden, doch nicht vollends unwahrscheinlich sind", sagt Bundeskanzlerin Merkel. Und aus diesem Grund müsse die Lage neu analysiert werden.
    Moratorium: alle Atomanlagen in Deutschland werden überprüft
    Für die im Herbst 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung kündigt Merkel ein 3-monatiges Moratorium an. In dieser Zeit, so die Kanzlerin, sollten alle Atomanlagen in Deutschland einer umfassenden Sicherheitsprüfung unterzogen werden. Die Sicherheit der Bevölkerung sei dabei oberstes Gebot. Und auch die Menschen in Japan und deren Leid sollten bei der Diskussion um Kernenergie nicht vergessen werden.
    14 min
  • Treckerzug nach Gorleben – Protest gegen Endlagerpläne | 31.3.1979 | Kernenergie
    Ende der 1970er-Jahre gerät das niedersächsische Gorleben nahe der deutsch-deutschen Grenze in den Fokus von Kernkraftgegnern. Denn dort soll ein Entsorgungszentrum für Atommüll eingerichtet werden, mit angeschlossener Wiederaufbereitungsanlage. Gleichzeitig wird der Salzstock unter Gorleben als mögliches Endlager ins Spiel gebracht – von der Bundesregierung Helmut Schmidt und der niedersächsischen Landesregierung unter Ernst Albrecht.
    Der Protest gegen diese Pläne findet in Form eines Treckerzugs statt. Er beginnt am 25. März 1979 im Wendland und endet am 31. März mit einer Abschlusskundgebung in Hannover. Zwischen 50.000 und 100.000 Menschen nehmen daran teil.
    Reaktorunfall in Harrisburg am 28. März 1979
    Zusätzlichen Auftrieb bekommt der Protest durch ein Reaktorunglück beim US-amerikanischen Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg / Pennsylvania.
    4 min
  • Widerstand gegen Atomkraftwerk Wyhl eskaliert | 17. bis 27.2.1975 | Kernenergie
    Wyhl: Baubeginn trotz anhängigem Eilantrag gegen die Baugenehmigung
    Am 17. Februar 1975 beginnen die Bauarbeiten für das Kernkraftwerk Wyhl im Kaiserstuhl – obwohl beim Landgericht Freiburg noch ein Eilantrag gegen die Baugenehmigung anhängig ist.
    Gegner des Kraftwerks besetzen deshalb tags darauf die Baustelle. Die Ereignisse eskalieren – zum ersten Mal bei einem Kraftwerksbau in der Bundesrepublik. Es folgt ein Polizeieinsatz mit gepanzerten Fahrzeugen, Hundestaffeln und Wasserwerfern. Nach zehn Tagen fasst der Südwestfunk am 27. Februar den Ablauf der Ereignisse in einem Rückblick zusammen.
    Wyhl wird nicht gebaut
    In der Zeit nach diesen Ereignissen geht gerichtlich noch ein paar Mal hin und her. Am Ende wird das Kernkraftwerk Wyhl nicht gebaut. Ministerpräsident Lothar Späth legte das Projekt auf Eis. 1994 wird der Bau offiziell eingestellt. Einige Komponenten wurden stattdessen im fast baugleichen Kernkraftwerk Philippsburg eingesetzt.
    15 min
  • Wird Atomschiff "Otto Hahn" doch kein Frachter? | 20.10.1969 | Kernenergie
    Schon ein Jahr nach der Probefahrt von Deutschlands erstem atomaren Forschungsschiff zeichnet sich ab: Handelsschiffe mit Nuklearantrieb haben wohl doch keine Zukunft. Ein Mitarbeiter des Arbeitskreises Kernenergie des Bundes und der Küstenländer erklärt, welche ungeahnten Probleme es gibt.
    Viel Forschung – wenig Fracht
    Bilaterale Verhandlungen für Anlaufgenehmigungen zogen sich in die Länge oder waren an ungewöhnlich hohe Risikosummen gebunden. So verlangte man beispielsweise für den norwegischen Hafen Narvik eine Deckungssumme von 400 Millionen DM. Als einzige anlaufbare Häfen verblieben Lissabon, Southampton und Rotterdam.
    Die "Otto Hahn" erwirtschaftete in ihren Jahren als Nuklearfrachter 13,7 Millionen DM. Aus wissenschaftlicher Sicht war dies jedoch kein Misserfolg, Wirtschaftlichkeit erwartete man erst in der nächsten Generation ziviler Nuklearschiffe.
    Auf ihren Fahrten legte die "Otto Hahn" insgesamt 650.000 Seemeilen zurück und verzeichnete 65.000 Reaktorbetriebsstunden, was der Lebensdauer von Reaktoren an Land nahe kam. Die Erkenntnisse sollten in den Bau des Nachfolgeschiffes, der NCS-80, einfließen.
    Kein Durchbruch trotz Ölkrise
    Als 1973 die Ölkrise kam, herrschte für einige Jahre Hochstimmung unter den Befürwortern einer nuklearen Handels- und Fahrgastflotte. Trotzdem kam es nicht zum Durchbruch, die geplanten Nuklear-Containerschiffe NCS 80 und 240 fanden keinen Auftraggeber. Dies hatte neben fehlender Anlaufgenehmigungen auch mit einer gewissen Skepsis gegenüber der Kernenergie zu tun. Zudem waren die Anlagen der "Otto Hahn" noch im Prototyp-Stadium und hätten weitere Investitionen in die Entwicklung notwendig gemacht.
    Bereits 1974 wurden die Anläufe der "Otto Hahn" spärlicher. 1977 entschied man sich gegen eine dritte Erneuerung des Reaktorkerns. 1979 wurde das Schiff verkauft und bis 1982 dekontaminiert. Bis zur Stilllegung 1979 waren etwa 200 Millionen DM in das Projekt investiert worden.
    Quelle: Radio Bremen
    4 min
  • Deutschlands Nuklearfrachter "Otto Hahn" sticht in See | 11.10.1968 | Kernenergie
    Am 11. Oktober 1968 ist es so weit. Der kernkraftbetriebene Forschungsfrachter "Otto Hahn" sticht in Kiel in See. Hunderte Schaulustige stehen am Ufer der Kieler Förde und sehen zu. Von Bord berichtet Reporter Hermann Rockmann über Seefunk und ist begeistert, wie geräuscharm das Schiff fährt.
    Ein ambitioniertes Projekt
    Die "Otto Hahn" war bereits 1964 vom Stapel gelaufen, noch in Anwesenheit Otto Hahns selbst. Der Einbau des Antriebsreaktors dauerte dann noch 4 Jahre und war der mit Abstand aufwendigste Teil der Konstruktion.
    Insgesamt kostete das Projekt 56 Millionen DM, wovon die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) 16 Millionen übernahm. Etwa die Hälfte, 27,5 Millionen DM, entfiel allein auf die Konstruktion des Reaktorkerns und die dafür nötigen weiteren Einrichtungen auf dem Schiff. Dazu gehörte unter anderem ein Zwischenlager ("Serviceeinrichtung") für verbrauchte Brennelemente – eine Lagerung an Land war nämlich nicht bewilligt worden. Weitere Komponenten und Dienstleistungen wurden von französischen, niederländischen, luxemburgischen und italienischen Unternehmen geliefert.
    4 min

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Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert…

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