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Muskelkater? Vielleicht. Tränen? Immer. Das ist zumindest Nina Ruhlands Erfahrung von vielen Alpenüberquerungen, die sie als Bergwanderführerin mit verschiedensten Menschen, mit verschiedensten Erwartungen erlebt hat. Die Bergfreundinnen hat sie leider nur auf ihrer ersten Etappe ein Stück weit begleitet - doch Zeit genug, um sich zu unterhalten über ihren alten Freund den E5 und die große Entscheidung, ihr Leben nach den Bergen auszurichten.
#mountainlove
Anna war neulich bei 1 Thema, 3 Köpfe zu Gast, und hat mit Kilian Neuwert, ebenfalls aus der Bergsteigerredaktion des BR und Christine Auerbach die Verantwortung des Bergjournalismus diskutiert.
Weiter geht’s!
Im Herbst knöpfen sich die Bergfreundinnen neue Themen vor. Falls ihr Ideen und Input habt, schickt uns gerne eine Sprachnachricht an 0151 12 19 5555 oder Mails an [email protected]
Die Bergfreundinnen, das sind Anna Hadzelek, Antonia Schlosser und Katharina Kestler. Mehr hier: br.de/bergfreundinnen
Bergfreundinnen gibt es auch auf Instagram.
Anna Hadzelek führt für den Deutschen Alpenverein einfache Wanderungen und liebt die Stille. Sie ist am liebsten dort unterwegs, wo einem schon mal die Knie schlackern und sie so wenige Leute trifft, dass sich mit allen ein kurzer Ratsch ausgeht.
Antonia Schlosser ist im Allgäu aufgewachsen und hatte die Berge die meiste Zeit ihres Lebens vor der Nase. Sie liebt Wandern, Skifahren und die süßen Seiten des Berglebens – am liebsten in Form von Ausblick, Brotzeit und Gipfelweißbier.
Katharina Kestler hat als Kind am Schlittenberg die Achsen vom Skateboard weggeschraubt und gedacht, sie hätte einen neuen Sport erfunden. Heute ist sie am liebsten mit zwei, drei ihrer Freundinnen von der Bergfrauen-Community Munich Mountain Girls mit dem Mountainbike oder den Freeride-Ski unterwegs.
Wenn ihr auf der Suche nach (neuen) Bergfreundinnen seid, dann geht es zur Community der Munich Mountain Girls hier lang.
Kaum zurück von der Tour, haben die Bergfreundinnen sich euren Fragen rund um ihre Alpenüberquerung gestellt. Kann man auch weniger mit den Öffis fahren? Habt ihr eine tiefe Erkenntnis mit nach Hause gebracht? Und was hättet ihr wiederum lieber von Anfang an zu Hause lassen sollen? Mögt ihr euch noch, und was kommt als nächstes? Im Q&A zur Alpenüberquerung machen Anna, Kaddi und Toni einen ehrlichen Rundumschlag von Tipps zu Trekkingsandalen, über die Frage, was der Spaß gekostet hat, bis hin zum großen Streit auf dem Berg.
Gehzeitenberechnung
Um grob zu berechnen, wie lange eine Wanderstrecke dauern wird, gibt es eine einfache Rechnung. Als erstes legt man eine Selbsteinschätzung zugrunde: Gehe ich wirklich richtig zügig und habe kaum Gepäck, kann ich mit 500 Höhenmetern Aufstieg pro Stunde und 5 Kilometern Distanz pro Stunde rechnen. Wer flott geht, kann mit 400 Höhenmetern und 4 Kilometern planen. Wir haben 300 Höhenmeter und 3 Kilometer pro Stunde als Grundlage gewählt.
Dann schaut man sich an, wie viele Höhenmeter insgesamt zu gehen sind – fürs Beispiel sagen wir mal 900 hm – und wie weit – sagen wir 12km. Mit unseren 300m und 3km bräuchten wir allein für die Höhe also 3 Stunden, für die Distanz 4 Stunden. Das addiert man aber nicht einfach, sondern schnappt sich den höheren Wert und packt nur die Hälfte des kleineren oben drauf, also 4 Stunden plus 1,5 Stunden, macht 5 Stunden und 30 Minuten. Ist das alles der Ab- und nicht der Aufstieg, nimmt man von dieser Zeit nur zwei Drittel.
Obacht, jetzt wird es kompliziert: Mit dem zügigen Wert durchgerechnet kommt man in Sachen Höhe auf 1 Stunde und 48 Minuten, für die Distanz auf 2 Stunden 24 Minuten, also zusammen auf 3 Stunden und 16 Minuten. Stimmt’s?
Und nochmal Obacht: natürlich spielen in den Wert noch Wetterlage, Wegebeschaffenheit, Konzentration und Gepäck mit hinein. Mehr als eine grobe Orientierung ist er also nicht!
Personenverwirrung im Podcast?
Übrigens: Falls bei euch Verwirrung aufkommt: KADDI ist ein Host der Bergfreundinnen, neben Anna und Toni. KATIE ist unsere Projektleiterin, Chefin, unser offenes Ohr, manchmal unsere größte Kritikerin, in jedem Fall immer eine Bank.
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Einfach nur noch aus dem Tal rauslaufen, Pizza essen, gut ist's? Ganz so simpel ist die letzte Etappe der Alpenüberquerung für die Bergfreundinnen dann doch nicht. Denn mit dem Ende der Tour prasseln plötzlich Fragen über Fragen rein: Wie kommen wir eigentlich wieder heim? War das jetzt cool und würden wir das nochmal machen? Und: Wieso regnet es jetzt überhaupt schon wieder?
Wir sind auf Alpenüberquerung – sei dabei und verfolge unsere täglichen Folgen von unterwegs!
Wir freuen uns sehr über eure Sprachnachrichten zum Thema an 0151 12 19 5555 oder Mails an [email protected]
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Die Zeit drängt: Von der Sasc Furä-Hütte müssen die Bergfreundinnen über den steilen und kettenversicherten Trubinascapass ins italienische Val Codera. Mittags drohen Gewitter, also heißt es flott sein. Zuerst scheint das Timing zu passen, doch dann ziehen rasend schnell Wolken auf. Und mitten im alpinen Felsgelände beginnt es zu regnen.
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Langsam wird's mühsam: Nach dem großen Gipfeltag am Piz Kesch hängt die Laune bei den Bergfreundinnen ziemlich durch. Toni tun die Beine weh, Anna bereut das zweite Bier auf der Hütte und Kaddi bestellt ein neues Hirn. Ihres ist von den vielen Tasks total erschöpft. Alle sind froh, wenn sie bald den Comer See erreichen. Davor wartet noch eine große Challenge.
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3418 Meter hoch ist der Piz Kesch - der höchste Berg der Albulaalpen. An Tag 6 ihrer Alpenüberquerung wollen Anna, Kaddi und Toni zusammen mit Bergführerin Julia von den Linden auf den Gipfel. Für Toni ist es die erste Hochtour, und auch für die anderen wird der Weg nach oben eine Herausforderung. Denn nach dem Gletscher beginnt eine nicht ganz leichte Kraxelei.
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Vom Schlaflager im Stall geht's hinein in die Albulaalpen. Ziel ist die schön gelegene und familiär geführte Keschhütte. Beim Abendessen gibt's Nachschlag vom Servierwagen. Danach steigt bei Anna, Kaddi und Toni die Nervosität vor der hochalpinen Tour am nächsten Tag. Ob das Wetter halten wird? Und wie schwer werden die Kletterstellen am Gipfel?
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Ein typischer Tourentag beginnt: die einen wachen mit Vorfreude im Lager auf, andere sind genervt von den anderen. Waschraum, Aufstieg, Pass - der Tag geht ganz normal weiter im Sinne der Vorankommens. Bei der Ankunft in der Schweiz erwartet die Bergfreundinnen aber eine kleine, ungewöhnliche Bergfreude.
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Die Bergfreundinnen Kaddi, Toni und Anna erwachen im Lechquellengebirge und beenden den Tag im Montafon. Auf ihrer Alpenüberquerung begegnen sie der Skiführerin und Lawinensprengmeisterin Geli Kaufmann, die ihre Liebe zum Schnee und zur Region mit ihnen teilt. Doch Geli liebt auch die Alpenflora. Die Pflanzenwelt wird für die Bergfreundinnen zum Motto für den Tag.
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Dem Lech entgegen: Von der Rappenseehütte steigen die Bergfreundinnen heute erst einmal durch den Mutzentobel, das ist eine kleine Schlucht in den Allgäuer Alpen, bis in das österreichische Örtchen Lechleiten ab. Von dort geht's weiter mit dem Bus bis nach Lech - einmal Umsteigen - und dann ab an den Formarinsee und zur Freiburger Hütte! Sind die Schuhe über Nacht getrocknet? Ist der Mutzentobel wirklich so rutschig, wie von der Hüttenwirtin befürchtet?
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