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In dieser Folge sprechen Dr. Ilka Staub und Dr. Lukas Mundelsee über die Ergebnisse einer eigenen Studie, die sich mit prägenden Ereignissen und Wendepunkten in den Karrieren von Nachwuchsathleten und -athletinnen im Schwimmsport befasst. Ziel der Studie war es, individuelle Ereignisse zu identifizieren und einzuordnen, um Erkenntnisse für die Entwicklung des Schwimmsports in Deutschland zu gewinnen. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgte mittels 14 retrospektiver Interviews mit Athleten und Athletinnen, die nach erfolgreicher Qualifikation für internationale Jugend- und Juniorenmeisterschaften nicht den Sprung in die Offene Klasse geschafft haben. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für junge Schwimmsporttalente und bieten damit wertvolle Impulse für die Förderung und Betreuung von Nachwuchsathleten und -athletinnen.
Die Studie ist in der Blauen Reihe (Schwimmen - Lernen & Optimieren) der DSTV veröffentlicht:
https://www.bisp-surf.de/Record/PU202505003735/HierarchyTree?recordID=PU202505003735#tree-PU202505003735
Die 7 extrahierten Kategorien, um diese z.B. zur Saison-Reflexion mit den Sportlerinnen und Sportlern zu nutzen, sind:
Anknüpfend an Folge 25, ist in dieser Folge erneut Prof. Dr. Lutz Thieme zu Gast und spricht mit Dr. Lukas Mundelsee über Fragen, die sich aus der Folge 25 ergaben. Im Mittelpunkt stehen Themen aus dem Bereich der psycho-sozialen Einflüsse von Leistungssport wie beispielsweise die potenzielle Bereitschaft „Lebenseinsatz“ zu bringen, umErfolge zu erzielen oder mögliche Besonderheiten, die sich durch das Betreiben von Teamsportarten ergeben. Des Weiteren sprechen Lutz Thieme und Lukas Mundelsee über Befunde, inwieweit sich sportliche Belastungen positiv odernegativ auf die Sterblichkeit auswirken können. Für zuverlässigere Aussagen zu diesen Einflussfaktoren werden spannende Erkenntnisse aus Zwillingsstudien vorgestellt, da mit diesem Studiendesign zwischen genetischen Effekten und Lebensumständen differenziert werden kann.
Besprochene Studien dieser Folge:
Goldman-Dilemma:https://link.springer.com/article/10.1007/s40279-018-0881-9
https://www.researchgate.net/profile/David-Savage-2/publication/225652472_Auswirkungen_von_Macht_auf_das_Uberleben_in_Extremsituationen_Ein_Vergleich_der_Titanic_und_Lusitania_Schiffskatastrophen/links/571dee5008aead26e71a63d5/Auswirkungen-von-Macht-auf-das-Ueberleben-in-Extremsituationen-Ein-Vergleich-der-Titanic-und-Lusitania-Schiffskatastrophen.pdf
https://doi.org/10.1007/s10654-024-01200-x
https://bjsm.bmj.com/content/54/20/1195
https://doi.org/10.1136/bmj.e8308
Nachdem Christoph Zinner und Sebastian Fischer vor einigen Wochen bereits über das sogenannte Post-Activation-Potentation (auf Deutsch: Post-Aktivierungs-Potenzierung, oder kurz: PAP) gesprochen haben, vertiefen beide in dieser Folge das Thema. Dieses Mal geht es um die konkrete Umsetzung von PAP sowie um PAPE, dem sogenannten Post Activation Performance Enhancement.
Die schriftliche Zusammenfassung der im Podcast genannten Studien finden sich hier:
https://www.scienceforsport.com/post-activation-potentiation/
Hier ist sie: Die erste Cross-Over-Folge vom swimcast und der BigPoolTheory. Die beiden Hosts André Engel und Lukas Mundelsee haben die Sportpsychologin Anna Ehlert zu Gast. Gemeinsam mit der DSVjugend bietet Anna vor und während der diesjährigen DJM ein umfangreiches Angebot rund ums Thema Mentaltraining an. Deshalb geht es in dieser Folge auch passenderweise um das Thema Vorstellungstraining. Wir beantworten die Fragen, welche Effekte die Wissenschaft bislang nachweisen konnte, warum es funktioniert und ganz konkret, wie es sich als Sportler, aber auch Trainer umsetzen lässt.
Weitere Infos zum gemeinsamen Angebot von Anna und der DSVjugend gibt es hier:
https://boostsportpsychologie.notion.site/Herzlich-Willkommen-beim-Projekt-Mental-stark-im-Wasser-1c536371255b80b68b9fd9c8f5ca64c4
Die angesprochenen Buchtipps findet ihr hier:
Engbert et al. (2011). Mentales Training im Leistungssport. Ein Übungsbuch für den Schüler- und Jugendbereich. Neuer Sportverlag.
Engbert et al. (2021). Mentales Training im Leistungssport - Teil 2. Ein Praxisbuch für SportlerInnen, TrainerInnen & Eltern. Neuer Sportverlag.
Und schließlich kommt hier noch eine Auswahl an Studien und Überblicksarbeiten zum Thema Vorstellungstraining:
Guillot, A., & Collet, C. (2008). Construction of the motor imagery integrative model in sport: A review and theoretical investigation of motor imagery use. International Review of Sport and Exercise Psychology, 1(1), 31-44.
Lindsay, R. S., Larkin, P., Kittel, A. & Spittle, M. (2023). Mental imagery training programs for developing sport-specific motor skills: A systematic review and meta-analysis. Physical Education and Sport Pedagogy, 28(4), 444–465.
Morone, G., Ghanbari Ghooshchy, S., Pulcini, C., Spangu, E.,Zoccolotti, P., Martelli, M., Spitoni, G. F., Russo, V., Ciancarelli, I., Paolucci, S. & Iosa, M. (2022). Motor imagery and sport performance: A systematic review on the PETTLEPModel. Applied Sciences, 12(19), 9753.
Parnabas, V., Parnabas, J., Parnabas, A. M. & am Parnabas (2015). Internal and external imagery on sports performance among swimmers. European Academic Research, 2(11), 14735‐14731.
Post, P., Muncie, S. & Simpson, D. (2012). The effects of imagery training on swimming performance: An applied investigation. Journal of Applied Sport Psychology, 24(3), 323–337.
Selian, S., Humaid, H., Sukur, A., Dlis, F., Simatupang, N.,Rusdi, R., Dermawan, D. F. & Setiawan, E. (2023). Effects of imagery training to improve the quality of athletes' swimming skills: A mixed research method. Health,Sport, Rehabilitation, 9(4), 20–32.
Simonsmeier, B. A., Andronie, M., Buecker, S. & Frank, C. (2021). The effects of imagery interventions in sports: A meta-analysis. International Review of Sport and ExercisePsychology, 14(1), 186–207.
In dieser Folge unterhalten sich Christoph Zinner und Sebastian Fischer über das sogenannte Post-Activation-Potentation, auf Deutsch: Post-Aktivierungs-Potenzierung, oder kurz: PAP. Während es diese Warm-Up-Methode schon seit den 70ern gibt, finden sich erst in den letzten Jahren vermehrt empirische Belege zu ihrer Wirksamkeit - auch im Schwimmen. Christoph und Sebastian stellen die Grundlagen dieser Methode sowie einige aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vor und geben bereits erste Tipps für die Anwendung. In einer zukünftigen weiteren Folge wird es dann um die konkrete Umsetzung von PAP sowie um PAPE gehen, dem sogenannten Post Activation Performance Enhancement.
Die schriftliche Zusammenfassung der im Podcast genannten Studien finden sich hier:
https://www.scienceforsport.com/post-activation-potentiation/
Vor ziemlich genau 5 Jahren sorgte eine von unserem heutigen Gast, Prof. Dr. Lutz Thieme, publizierte Studie für Aufsehen in Sport-Deutschland: Die Mortalitätsrate unter deutschen Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmern ist demnach höher als in der Normalbevölkerung! Obwohl gar nicht so intendiert, scheint das alte Sprichwort "Wen die Götter lieben, der stirbt jung" eine gewisse Gültigkeit zu besitzen. Doch ist Sport, insbesondere Leistungssport, somit nicht ratsam und sollten wir alle davon die Finger lassen? Nein, so einfach ist es natürlich nicht! Denn Sport hat auch zahlreiche positive Langzeiteffekte, wie inzwischen weitere Studien nachweisen konnten. Welche das sind und wie diese konträren Ergebnisse in einen größeren Kontext eingeordnet werden können, darüber diskutieren in dieser Folge Lukas Mundelsee und Lutz Thieme.
Die Studie von Lutz Thieme findet sich hier:
https://www.researchgate.net/profile/Lutz-Thieme-2/publication/341034522_Jung_stirbt_wen_die_Gotter_liebenWhom_the_gods_love_die_young_Zur_Mortalitat_deutscher_Olympiateilnehmer_1956_bis_2016The_mortality_of_German_Olympic_participants_from_1956_to_2016/links/5ede3405a6fdcc47688ddb9c/Jung-stirbt-wen-die-Goetter-liebenWhom-the-gods-love-die-young-Zur-Mortalitaet-deutscher-Olympiateilnehmer-1956-bis-2016The-mortality-of-German-Olympic-participants-from-1956-to-2016.pdf?_sg%5B0%5D=started_experiment_milestone&origin=journalDetail
Weitere Studien, über die wir in dieser Folge sprechen:
Wie halten es Bundestrainer eigentlich mit wissenschaftlicher Evidenz? Und Welche Daten sammeln sie und welche Ableitungen wurden zuletzt im Nachwuchsschwimmsport des DSV daraus gezogen? Über diese Fragen spricht Lukas Mundelsee in dieser Folge mit unseren Bundestrainer Nachwuchs/Jugend Hannes Vitense. Doch nicht nur über die wissenschaftliche Seite seines Tuns berichtet Hannes, sondern er gibt auch persönliche Einblicke in seinen Werdegang als Trainer, seine Philosophie als Bundestrainer sowie aktuelle Projekte des DSV.
Ihr habt Fragen, die ihr Hannes Vitense immer schon mal oder jetzt nach dieser Folge stellen wollt? Dann schreibt uns an: [email protected]
In dieser Folge sprechen Ilka Staub und Christoph Zinner im Rahmen des Symposiums „Science in Swimming – Wissenschaft ins tägliche Training übersetzen“ (09/2024) mit dem Sportphysiologen Tom Vandenbogaerde (PhD) über seine Arbeit im internationalen Spitzenschwimmsport in Neuseeland, Australien und Kanada.
Das größte Potenzial für die Gestaltung von Schwimmtraining von Weltklasseathleten sieht Tom Vandenbogaerde in dem Verständnis und Berücksichtigung der individuellen Anpassungen von Sportler*innen sowie von übergreifendem Training, d.h. zum intensiven Wassertraining ergänzende Trainingsreize durch weitere Sportarten, wie beispielsweise Klettern oder Martial Arts. Dadurch können in der konditionell-determinierten Sportart Schwimmen neben der vielfältigen athletischen Ausbildung auch charakterbildende Reize gesetzt werden. Des Weiteren schreibt Tom Vandenbogaerde der Analyse und dem Verständnis von Einzelfallstudien einen großen Stellenwert zu, um aus der Leistungsentwicklung und der Erfahrung von erfolgreichen Sportler*innen zu lernen. Bezogen auf den Einsatz von technologischen Tools erachtet Tom Vandenbogaerde Videofeedback und Videoanalysen als sehr sinnvoll und hilfreich. Hingegen ordnet er den übermäßigen Einsatz von Technikübungen als überbewertet ein. Auf die abschließende Frage, was in seinem beruflichen Werdegang für ihn entscheidend war, betont Tom Vandenbogaerde den großen Stellenwert seiner Mentoren, die ihn begleitet haben und intensiven inhaltlichen sowie ehrlichen Austausch mit verschiedenen Fachleuten an den jeweiligen beruflichen Stationen.
Wir Trainerinnen und Trainer sind ziemlich stark gefordert, nicht selten haben wir gleich mehrere Rollen zu erfüllen: Neben Technik- und Taktikvermittler sind wir Trainingsplaner, Organisator, Mentor, Pädagoge und oftmals auch Psychologe und Gesundheitsmanager für unsere Athleten. Und das gerade im Leistungssport so gut wie jeden Tag. Zur Ruhe kommen wir selten. Selbst in vermeintlichen Pausenzeiten sitzen wir zum Beispiel über der Saisonplanung oder organisieren das nächste Trainingslager. Dass es uns selbst dabei auch mal mental nicht gut gehen kann, ist mittlerweile durch Studien gut belegt. Gesprochen wird darüber jedoch selten. Das wollen wir ändern! In dieser Folge widmen sich die Sportpsychologin Tabea Werner und Lukas Mundelsee als Host daher der mentalen Gesundheit von Trainerinnen und Trainern. Welche Faktoren können zu psychischen Schwierigkeiten führen, wie erkennt man diese, was kann man tun, wenn man sich mental nicht fit fühlt? All das sind Fragen, denen diese Folge der BigPoolTheory nachgeht.
Allgemeine Anlaufstellen
Spezielle sportpsychologische Anlaufstellen
Publikationen, auf die wir uns beziehen:
Feedback ist ein zentraler Bestandteil im Verlauf eines Lernprozesses, um einen wiederholten Soll-Ist-Vergleich herzustellen und die Motivation innerhalb des motorischen Lernens zu steigern. Zu dem Thema Feedback wurden bereits in Folge 12 das Show Room Prinzip vorgestellt und in Folge 16 das Echtzeitfeedback mithilfe von Spiegeln am Schwimmbeckenboden thematisiert.
In der heutigen Folge sprechen Ilka Staub und Lukas Abel über verschiedene Varianten des Videofeedbacks. Zur
Die Übersichtsarbeit, auf die sich die Podcast-Folge hauptsächlich bezieht:
Abel, L., Staub, I., & Vogt, T. (Angenommen/Im Druck). Motorisches Lernen und Video Modeling: Eine systematische Analyse von Gelingensbedingungen im Kontext schulischen Schwimmens. in C. Steinberg, & B. Bonn (Hrsg.), Digitalisierung und Sportwissenschaft (S. 133 - 148). (Brennpunkte der Sportwissenschaft; Band 41). Academia Verlag.
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