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„Ihr Leute von Israel, kehrt um zum HERRN, eurem Gott!“, so beginnt unser heutiger Abschnitt im Buch des Propheten Hosea. Das war die Aufgabe von Hosea, die Menschen zur Umkehr zu rufen. Gott war es eben nicht egal, dass sein Volk Israel sich verrannt hatte. Gott liebt sein Volk und will ihm helfen, wieder auf den richtigen Weg zurückzukommen. Dafür setzt er den Propheten ein. Und Hosea ist dazu bereit. Er ruft nun seinen Leuten zu: Kehrt um zu HERRN, eurem Gott!
Hosea ist der erste der sogenannten kleinen Propheten. Vor ihm sind es [die großen Propheten] Jesaja, Jeremia, Hesekiel und Daniel. Und nach Hosea folgen weitere elf [kleine Propheten] bis Maleachi.
Ich freue mich, dass Gott nicht nur zuschaut, wie sein Volk Israel vom guten Weg der Nachfolge abweicht. Deswegen sendet Gott immer wieder Propheten. Sie sollen sein Volk Israel zur Umkehr aufrufen.
Wer macht so einen Prophetendienst heute? Manchmal sind es einfache Menschen, die anderen versuchen, ins Gewissen zu reden, wenn diese vom rechten Weg abgekommen sind. Das können z. B. Lehrerinnen und Lehrer in der Schule sein. Sie können helfen, ein ordentliches Leben zu führen. Auch Übungsleiter im Sport oder andere, die eine Gruppe von Menschen anleiten, wie z. B. Chorleiter und Dirigenten, können helfen, dass Leben gelingt.
Es gibt auch die großen Evangelisten, die vor großen Menschenmengen predigen und zur Umkehr aufrufen. Auch solche habe ich erlebt, ich denke da z. B. an Paul Walter Schäfer, an Klaus Eickhoff, an das Janz Team. Meine Ausbildung habe ich an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal erhalten. Dort werden auch heute noch Menschen ausgebildet, damit diese unseren Zeitgenossen die Einladung zu Gott ausrichten. Da gibt es dann eben die großen Evangelistennamen, aber auch die kleinen Zeugen für JesusChristus. Der frühere Direktor der Evangelistenschule Johanneum, Pfarrer Burkhard Weber (1954–2016), hat einmal gesagt: „Wir dienen Gott nicht in einer vorbildlichen, sondern in einer vorfindlichen Kirche.“
Doch wie macht man das praktisch, dass Menschen zur Umkehr kommen? Hosea legt seinen Landsleuten Worte in den Mund:
„Vergib uns unsere Schuld! Nimm unsere Gabe an! Wir bringen dir nicht Opfertiere, sondern unser Wort: Wir suchen nicht mehr Hilfe bei den Assyrern, wir vertrauen nicht mehr auf unsere Pferde und Streitwagen, wir wollen nicht mehr das Machwerk unserer Hände als unseren Gott anrufen! Denn du hast Erbarmen mit dem, der keinen Beschützer hat.“
Also, so ein Gebet können die Zeitgenossen des Hosea nachsprechen. Er hilft ihnen, indem er ihnen das Gebet vorformuliert und verhilft ihnen so zu einer Umkehr vom verkehrten Lebensweg. Sie sollen nicht auf ihre Stärken vertrauen, nicht auf Pferde und Streitwagen, auch nicht auf den Beistand der Assyrer.
Und heute bei uns? Als Religionslehrer im Einzelgespräch in der Schule habe ich einem Kind zuerst gesagt, dass ich es mag. Und dann, dass mir sein Verhalten heute aber nicht gefallen hat. Ich habe erlebt, dass so eine freundliche Zuwendung oft eine Veränderung im Verhalten des Kindes bewirkt hat. Also zuerst erfreuliche Sympathie zeigen und dann dem Kind einen Spiegel vorhalten, damit es sein Fehlverhalten erkennt und es ändern kann.
Bei großen Evangelisationen gibt es am Schluss oft eine Nachversammlung. Dort können die Menschen z. B. ein Übergabegebet sprechen und mit der Nachfolge Jesu Christi beginnen. Ich habe gelesen, dass ein bekannter Evangelist sich anfänglich schwer damit tat. Später hat er aber erkannt, dass so ein Übergabegebet hilfreich sein kann, damit Menschen zu Gott umkehren und einen Neuanfang wagen.
Und dann lesen wir hier bei Hosea, wie die göttliche Antwort aussieht: Die Verheissung des Heils. „Ich überwinde ihre Auflehnung gegen mich. Ich wende ihnen meine Liebe zu, obwohl sie es nicht verdient haben; ich will nicht länger zornig auf sie sein. Ich will für Israel wie der Tau sein. Es soll blühen wie eine Lilie und seine Wurzeln tief einsenken wie eine Zeder; es wird sich reich verzweigen wie ein prächtiger Ölbaum und duften wie die Zedern auf dem Libanon.“ So verheißt Hosea seinen Leuten Gottes Antwort, wenn sie umkehren und ein neues Leben beginnen.
Ich merke, wie Gott sich freut, wenn seine Kinder umkehren und nun ihm wieder gefallen wollen.
Es ist auch heute ein Segen, wenn Menschen einen verkehrten Weg verlassen und den Weg des Glaubens einschlagen. Auf diesem Weg sind sie nicht allein. Es sind viele mit ihnen auf diesem Weg unterwegs. Und miteinander können wir uns helfen und beistehen, dass wir den Weg des Friedens gehen können. So baut auch heute Gott sein Reich mitten unter uns.
Mit einem Appell endet das Buch des Propheten Hosea. Ich zitiere seinen Aufruf nach der Übersetzung der Guten Nachricht:
„Wer klug und einsichtig ist, der achte auf das, was in diesem Buch beschrieben steht! Die Gebote des HERRN weisen den Weg zu einem erfüllten Leben. Wer sie befolgt, kommt ans Ziel; aber wer sich gegen den HERRN auflehnt, kommt zu Fall.“
Welche Lehren können wir daraus ziehen?
Zum Beispiel die: Es lohnt sich, fleißig in der Bibel zu lesen. Wir können immer wieder hören, wie Gott uns durch seine Gebote, durch sein Wort leitet und führt. Und durch Gottes Gnade finden Menschen nach dieser Erdenzeit ans Ziel, in Gottes neue Welt, ins himmlische Jerusalem.
Gott rüstet Verkündiger und Verkündigerinnen mit Vollmacht aus. Und er braucht jeden einzelnen Christen mit seiner jeweiligen Berufung, dass auch heute sein Reich gebaut wird. Er baut es bei uns und weltweit.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Pfarrer Christian Hählke
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By ERF - Der Sinnsender5
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„Ihr Leute von Israel, kehrt um zum HERRN, eurem Gott!“, so beginnt unser heutiger Abschnitt im Buch des Propheten Hosea. Das war die Aufgabe von Hosea, die Menschen zur Umkehr zu rufen. Gott war es eben nicht egal, dass sein Volk Israel sich verrannt hatte. Gott liebt sein Volk und will ihm helfen, wieder auf den richtigen Weg zurückzukommen. Dafür setzt er den Propheten ein. Und Hosea ist dazu bereit. Er ruft nun seinen Leuten zu: Kehrt um zu HERRN, eurem Gott!
Hosea ist der erste der sogenannten kleinen Propheten. Vor ihm sind es [die großen Propheten] Jesaja, Jeremia, Hesekiel und Daniel. Und nach Hosea folgen weitere elf [kleine Propheten] bis Maleachi.
Ich freue mich, dass Gott nicht nur zuschaut, wie sein Volk Israel vom guten Weg der Nachfolge abweicht. Deswegen sendet Gott immer wieder Propheten. Sie sollen sein Volk Israel zur Umkehr aufrufen.
Wer macht so einen Prophetendienst heute? Manchmal sind es einfache Menschen, die anderen versuchen, ins Gewissen zu reden, wenn diese vom rechten Weg abgekommen sind. Das können z. B. Lehrerinnen und Lehrer in der Schule sein. Sie können helfen, ein ordentliches Leben zu führen. Auch Übungsleiter im Sport oder andere, die eine Gruppe von Menschen anleiten, wie z. B. Chorleiter und Dirigenten, können helfen, dass Leben gelingt.
Es gibt auch die großen Evangelisten, die vor großen Menschenmengen predigen und zur Umkehr aufrufen. Auch solche habe ich erlebt, ich denke da z. B. an Paul Walter Schäfer, an Klaus Eickhoff, an das Janz Team. Meine Ausbildung habe ich an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal erhalten. Dort werden auch heute noch Menschen ausgebildet, damit diese unseren Zeitgenossen die Einladung zu Gott ausrichten. Da gibt es dann eben die großen Evangelistennamen, aber auch die kleinen Zeugen für JesusChristus. Der frühere Direktor der Evangelistenschule Johanneum, Pfarrer Burkhard Weber (1954–2016), hat einmal gesagt: „Wir dienen Gott nicht in einer vorbildlichen, sondern in einer vorfindlichen Kirche.“
Doch wie macht man das praktisch, dass Menschen zur Umkehr kommen? Hosea legt seinen Landsleuten Worte in den Mund:
„Vergib uns unsere Schuld! Nimm unsere Gabe an! Wir bringen dir nicht Opfertiere, sondern unser Wort: Wir suchen nicht mehr Hilfe bei den Assyrern, wir vertrauen nicht mehr auf unsere Pferde und Streitwagen, wir wollen nicht mehr das Machwerk unserer Hände als unseren Gott anrufen! Denn du hast Erbarmen mit dem, der keinen Beschützer hat.“
Also, so ein Gebet können die Zeitgenossen des Hosea nachsprechen. Er hilft ihnen, indem er ihnen das Gebet vorformuliert und verhilft ihnen so zu einer Umkehr vom verkehrten Lebensweg. Sie sollen nicht auf ihre Stärken vertrauen, nicht auf Pferde und Streitwagen, auch nicht auf den Beistand der Assyrer.
Und heute bei uns? Als Religionslehrer im Einzelgespräch in der Schule habe ich einem Kind zuerst gesagt, dass ich es mag. Und dann, dass mir sein Verhalten heute aber nicht gefallen hat. Ich habe erlebt, dass so eine freundliche Zuwendung oft eine Veränderung im Verhalten des Kindes bewirkt hat. Also zuerst erfreuliche Sympathie zeigen und dann dem Kind einen Spiegel vorhalten, damit es sein Fehlverhalten erkennt und es ändern kann.
Bei großen Evangelisationen gibt es am Schluss oft eine Nachversammlung. Dort können die Menschen z. B. ein Übergabegebet sprechen und mit der Nachfolge Jesu Christi beginnen. Ich habe gelesen, dass ein bekannter Evangelist sich anfänglich schwer damit tat. Später hat er aber erkannt, dass so ein Übergabegebet hilfreich sein kann, damit Menschen zu Gott umkehren und einen Neuanfang wagen.
Und dann lesen wir hier bei Hosea, wie die göttliche Antwort aussieht: Die Verheissung des Heils. „Ich überwinde ihre Auflehnung gegen mich. Ich wende ihnen meine Liebe zu, obwohl sie es nicht verdient haben; ich will nicht länger zornig auf sie sein. Ich will für Israel wie der Tau sein. Es soll blühen wie eine Lilie und seine Wurzeln tief einsenken wie eine Zeder; es wird sich reich verzweigen wie ein prächtiger Ölbaum und duften wie die Zedern auf dem Libanon.“ So verheißt Hosea seinen Leuten Gottes Antwort, wenn sie umkehren und ein neues Leben beginnen.
Ich merke, wie Gott sich freut, wenn seine Kinder umkehren und nun ihm wieder gefallen wollen.
Es ist auch heute ein Segen, wenn Menschen einen verkehrten Weg verlassen und den Weg des Glaubens einschlagen. Auf diesem Weg sind sie nicht allein. Es sind viele mit ihnen auf diesem Weg unterwegs. Und miteinander können wir uns helfen und beistehen, dass wir den Weg des Friedens gehen können. So baut auch heute Gott sein Reich mitten unter uns.
Mit einem Appell endet das Buch des Propheten Hosea. Ich zitiere seinen Aufruf nach der Übersetzung der Guten Nachricht:
„Wer klug und einsichtig ist, der achte auf das, was in diesem Buch beschrieben steht! Die Gebote des HERRN weisen den Weg zu einem erfüllten Leben. Wer sie befolgt, kommt ans Ziel; aber wer sich gegen den HERRN auflehnt, kommt zu Fall.“
Welche Lehren können wir daraus ziehen?
Zum Beispiel die: Es lohnt sich, fleißig in der Bibel zu lesen. Wir können immer wieder hören, wie Gott uns durch seine Gebote, durch sein Wort leitet und führt. Und durch Gottes Gnade finden Menschen nach dieser Erdenzeit ans Ziel, in Gottes neue Welt, ins himmlische Jerusalem.
Gott rüstet Verkündiger und Verkündigerinnen mit Vollmacht aus. Und er braucht jeden einzelnen Christen mit seiner jeweiligen Berufung, dass auch heute sein Reich gebaut wird. Er baut es bei uns und weltweit.
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