ERF Plus - Bibel heute

Das Ende Jerusalems und das Kommen des Menschensohns


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Die Skyline von Manhattan, jenem New Yorker Stadtteil mit seinen Wolkenkratzern, oder der Burj Khalifa in Dubai, das höchste Gebäude der Welt. Imposant, atemberaubend, selbst, wenn ich sie nur von Bildern kenne.

So ähnlich mag es den Menschen ergangen sein, die vor gut 2.000 Jahren die beeindruckenden Bauwerke des Tempels in Jerusalem sahen. Augenzeugen schwärmen in ihren Beschreibungen von der Schönheit und der Herrlichkeit dieses Tempels.

Aber als Jesus zum letzten Mal zu seinen Lebzeiten die Stadt Jerusalem mit diesem Tempel aufsuchte, war er in ganz anderer Stimmung. Jesus hat geweint, als er die Stadt gesehen hat. Die Worte, die Sie gerade gehört haben, offenbaren, warum: Die Zukunft Jerusalems war dunkel. Die Stadt würde in absehbarer Zukunft zerstört werden – nach einer langen Belagerung durch die römischen Armeen.

Für die Jünger, die jüdischen Männer, die Jesus in seine Nachfolge gerufen hat, war dies kaum zu fassen. So dunkel konnten sie die Zukunft Jerusalems kaum sehen. Aber Jesus sah das Gericht über Jerusalem kommen. Jesus wusste: Die Menschen in Jerusalem werden ihn ablehnen, ihn, den Messias, den von Gott gesandten Erlöser. Sie werden ihm, der die Menschen Israels zur Umkehr zu Gott ruft, nicht folgen. Sie werden sich gegen ihn entscheiden und ihn den Römern überlassen. Am Kreuz auf Golgatha wird er sterben.

Erst nach seiner Auferstehung werden viele begreifen, dass Jesus gekommen ist, die Menschen mit Gott zu versöhnen. Als Jesus am Kreuz stirbt, trägt er die Sünde der Welt auf seinen Schultern. Die Sünde der Welt – auch Ihre und meine Sünde. Es bleibt bestehen: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben.“ Aber auch das andere bleibt bestehen: „Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“

Es geht um den persönlichen Glauben an Jesus, die Hinwendung zu ihm. Es geht um die Einladung und um die Entscheidung, in die Jesus die Menschen, Sie und mich stellt. Sind Sie bereit, Jesus anzunehmen, an ihn zu glauben?

Diese Einladung gilt weiterhin auch den Menschen Israels. Und viele finden tatsächlich zum Glauben an Jesus. Zum Glauben an den auferstandenen Herrn, der zurückgekehrt ist zum Vater in den Himmel. Zum Glauben an den, der versprochen hat, wiederzukommen am Ende der Zeit. Tatsächlich: in Jerusalem entsteht eine große Gemeinde aus Nachfolgern von Jesus.

Gericht über Israel

Aber das kann Gottes Gericht über Israel nicht aufhalten. Damals folgten viele in Israel den Versprechungen politischer Führer und ließen sich zum Krieg gegen die römische Besatzungsmacht drängen. Römische Soldaten zogen gegen Jerusalem. Die Belagerung Jerusalems war schrecklich. Im Jahr 70 nach Christus wurde Jerusalem von römischen Soldaten eingenommen und zerstört.

Die christliche Gemeinde war nicht mehr in der Stadt. Als die Soldaten heranrückten, erinnerten sie sich an die Worte von Jesus: „Wenn ihr aber sehen werdet, dass Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist. Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe ins Gebirge, und wer in der Stadt ist, gehe hinaus, und wer auf dem Lande ist, komme nicht hinein.“ (Lukas 21,20-22) Sie vertrauten den Worten von Jesus und folgten ihnen – das war ihre Rettung.

Und so, wie sie die Worte über Jerusalems Schicksal ernst nahmen, so nahmen und nehmen Christen heute die Worte von Jesus ernst, wenn er sagt: „ Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.“ (Lukas 20,25 ff.)

Globale, ja kosmische Veränderungen künden Jesus am Ende der Zeit an. Sie führen zu Naturkatastrophen, Überschwemmungen und Zerstörung. Sogar der Lauf der Gestirne gerät in Unordnung. Wir erleben es: Die Probleme in dieser Welt nehmen zu. Und gleichzeitig die Skepsis, ob sie in den Griff zu bekommen sind.

Die Menschen werden diesen Ereignissen zunehmend ohnmächtig und verwirrt gegenüberstehen. Angst und schreckliche Ratlosigkeit geht um. Dunkelheit, Mitternacht in der Welt! Keine angenehmen Aussichten!

Jesus gibt Hoffnung

Doch Jesus will nicht Angst verbreiten, sondern einladen, sich auf Gott einzustellen.  Seine Aussagen sind eine Mahnung zur Umkehr und zum Glauben an Gott: „Kehrt um, so werdet ihr gerettet werden, aller Welt Enden.“

Gerade in der Angst vor der Zukunft möchte Gott uns begegnen. Denn: Der Höhepunkt der Dunkelheit für Israel und für die Welt ist gleichzeitig ein Wendepunkt: Nun erfüllt sich die Verheißung: Jesus kommt wieder! Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.“

Jesus kommt zurück in diese Welt. Er kommt als der Herr aller Herren und der König aller Könige.

Das ist der Zielpunkt, auf den die Geschichte dieser Welt hinausläuft! Denn damit kommt der, der versprochen hat, diese Welt neu zu machen. Damit kommt der, der versprochen hat, seine Gemeinde hineinzunehmen in seine Ewigkeit. Damit kommt der, auf den Israel so lange gewartet hat, den sie einst verworfen hatten, nun aber als ihren Messias erkennen werden.

Der Erlöser, der Retter kommt!

Darum kann Jesus sagen: „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“

Kopf hoch! Der Retter kommt! Für Christen ist nicht Verzweiflung angesagt, wenn wir diese Worte über das Ende der Welt hören. Im Gegenteil: Gerade wenn wir erkennen, die Worte Jesu beginnen sich zu erfüllen, sollen wir den Kopf heben, Hoffnung fassen, gespannt ihm entgegensehen. Damit verliert das Angekündigte nichts von seiner Schrecklichkeit. Auch Christen kennen Angst.

Aber nun dürfen wir den Blick wechseln: Jesus kommt!

Autor: Dietmar Kranefeld

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