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Es ist vermutlich der weltweit bekannteste Bibelvers: Johannesevangelium Kapitel 3, Vers 16: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."
Der Grund für die weltweite Bekanntheit dieser Aussage ist eher nicht die kirchliche Verkündigung, sondern der Sport. Ein Fußball-Fan begann in den 70er Jahren mit einem Pappschild und der Aufschrift „John 3,16“ auf Jesus aufmerksam zu machen. Das wurde später von vielen Fans und Sportlern nachgeahmt. Nach einem Spiel, in dem ein Sportler „John 3,16“ unter seine Augen malte, sollen mehr als 90 Millionen Fans anschließend nach diesem Vers gegoogelt haben. In den letzten Jahren geschieht dies seltener, denn zwischenzeitlich hat man religiöse Werbung weitgehend aus den Sport-Arenen verbannt. Schade! Denn dieser Bibelvers ist tatsächlich das kürzeste Glaubensbekenntnis, welches das Evangelium von Jesus Christus treffend auf den Punkt bringt. Jeder Mensch sollte das wissen und kennen: Gott gibt seinen einzigen Sohn aus Liebe in unsere Welt, damit wir nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.
Wenn man dann die ganze Geschichte im Johannesevangelium, Kapitel 3, liest, wird es noch eindrücklicher. Im Gespräch mit einem hoch angesehenen Juden namens Nikodemus sagt Jesus diesen vorgenannten Satz aus Johannes 3,16. Und mit dem „Sohn" meint Jesus sich selbst. Um zu verstehen, was es bedeutet, dass Gott seinen Sohn für die Welt gibt, geht er kurz auf eine Geschichte im Alten Testament ein.
Beim langen Marsch durch die Wüste ins verheißene Land wurden die Israeliten unzufrieden mit Mose, ihrem Anführer. Sie begannen zu rebellieren, weil es kein Brot und Wasser gab und sie den sicheren Tod vor Augen zu haben glaubten. Als Strafe gegen die beginnende Meuterei ließ Gott daraufhin giftige Schlangen auftauchen, die viele Israeliten bissen und töteten. In der Einsicht, dass sie ohne Mose erst recht keine Chance auf ein Überleben hatten, kamen sie reumütig zu ihm und baten um Abhilfe. Mose schmiedete im Auftrag Gottes eine Schlange aus Kupfer und hängte sie um eine Querstange an einen hohen Pfahl, so dass sie weithin sichtbar war. Jeder mit Schlangenbiss sollte auf diese aufgehängte Schlange schauen und dadurch am Leben bleiben. Der Anblick der toten Schlange sollte deutlich machen, dass ihr Gift jetzt nicht mehr töten konnte, weil Gott ihr durch diese Symbolhandlung die tödliche Kraft genommen hatte. Die noch lebenden Schlangen konnten zwar noch beißen, aber nicht mehr töten.
Jesus führt weiter aus: Wie der Schlange so muss es auch ihm selbst ergehen. Damit jeder, der das sieht, auf Gottes Macht über den Tod vertraut und nicht mehr stirbt. Für Jesus, Nikodemus und alle Juden dieser Zeit war klar, was mit dem Pfahl und der Querstange gemeint war: das verhasste Kreuz der Römer, an dem sie ihre Feinde und Gegner zu Tode folterten. Jesus kündigt also an, dass er an einem römischen Kreuz – für viele weithin sichtbar – getötet werden würde. Johannes der Täufer hatte kurz vorher Jesus der großen Öffentlichkeit vorgestellt als „das Opferlamm, das die Sünde der ganzen Welt trägt." Wenn die gesamte Sünde der Welt aber getötet mit Jesus am Kreuz hängt, ist sie unwirksam. Die „getötete" Sünde kann am Kreuz nicht mehr ihr Gift entfalten, so wenig wie die eherne Schlange am Pfahl des Mose. Wenn Jesus all unsere Sünde, alle unsere Taten und Gedanken gegen Gott und seinen Willen auf sich nimmt, wird sie von Gott gerichtet und getötet, und damit schadlos. Sie kann uns nicht mehr für alle Zeiten von Gott trennen. Die getötete Sünde kann uns nicht mehr in die ewige Gottverlorenheit schicken. Das ist das Evangelium von Jesus in Kurzform.
Nun ereignet sich leider gelegentlich ein tragisches Missverständnis:
Ich fürchte, das Zeichen des Kreuzes hat heute bei vielen Menschen eine rein negative Bedeutung: Vorsicht Kontrolle, Vorsicht Strafe! Dabei soll das Kreuz doch gerade das Gegenteil zum Ausdruck bringen: Die Sünde ist besiegt, entmachtet, nicht mehr tödlich. Auch manche Christen strahlen vielleicht mehr das Image von Kontrolleuren Gottes aus anstatt von Helfern und Ermutigern. Dabei sollte es Christen, wie ich einer bin, aus allen Knopflöchern dringen: Gott hat euch eure Sünde vergeben! Er hat sie Jesus aufgeladen und damit der Sünde den giftigen Zahn gezogen.
Das ist ja auch der Kern der Weihnachtsbotschaft: Jesus möchte sich mit Sündern anfreunden. Das können Christen nur glaubhaft rüberbringen, wenn sie selbst so leben, dass man ihnen abnimmt: Sie wollen Freunde mit Sündern werden. Ich will nicht aufhören, mich darin zu üben.
Autor: Martin Hirschmüller
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By ERF - Der Sinnsender5
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Es ist vermutlich der weltweit bekannteste Bibelvers: Johannesevangelium Kapitel 3, Vers 16: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."
Der Grund für die weltweite Bekanntheit dieser Aussage ist eher nicht die kirchliche Verkündigung, sondern der Sport. Ein Fußball-Fan begann in den 70er Jahren mit einem Pappschild und der Aufschrift „John 3,16“ auf Jesus aufmerksam zu machen. Das wurde später von vielen Fans und Sportlern nachgeahmt. Nach einem Spiel, in dem ein Sportler „John 3,16“ unter seine Augen malte, sollen mehr als 90 Millionen Fans anschließend nach diesem Vers gegoogelt haben. In den letzten Jahren geschieht dies seltener, denn zwischenzeitlich hat man religiöse Werbung weitgehend aus den Sport-Arenen verbannt. Schade! Denn dieser Bibelvers ist tatsächlich das kürzeste Glaubensbekenntnis, welches das Evangelium von Jesus Christus treffend auf den Punkt bringt. Jeder Mensch sollte das wissen und kennen: Gott gibt seinen einzigen Sohn aus Liebe in unsere Welt, damit wir nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.
Wenn man dann die ganze Geschichte im Johannesevangelium, Kapitel 3, liest, wird es noch eindrücklicher. Im Gespräch mit einem hoch angesehenen Juden namens Nikodemus sagt Jesus diesen vorgenannten Satz aus Johannes 3,16. Und mit dem „Sohn" meint Jesus sich selbst. Um zu verstehen, was es bedeutet, dass Gott seinen Sohn für die Welt gibt, geht er kurz auf eine Geschichte im Alten Testament ein.
Beim langen Marsch durch die Wüste ins verheißene Land wurden die Israeliten unzufrieden mit Mose, ihrem Anführer. Sie begannen zu rebellieren, weil es kein Brot und Wasser gab und sie den sicheren Tod vor Augen zu haben glaubten. Als Strafe gegen die beginnende Meuterei ließ Gott daraufhin giftige Schlangen auftauchen, die viele Israeliten bissen und töteten. In der Einsicht, dass sie ohne Mose erst recht keine Chance auf ein Überleben hatten, kamen sie reumütig zu ihm und baten um Abhilfe. Mose schmiedete im Auftrag Gottes eine Schlange aus Kupfer und hängte sie um eine Querstange an einen hohen Pfahl, so dass sie weithin sichtbar war. Jeder mit Schlangenbiss sollte auf diese aufgehängte Schlange schauen und dadurch am Leben bleiben. Der Anblick der toten Schlange sollte deutlich machen, dass ihr Gift jetzt nicht mehr töten konnte, weil Gott ihr durch diese Symbolhandlung die tödliche Kraft genommen hatte. Die noch lebenden Schlangen konnten zwar noch beißen, aber nicht mehr töten.
Jesus führt weiter aus: Wie der Schlange so muss es auch ihm selbst ergehen. Damit jeder, der das sieht, auf Gottes Macht über den Tod vertraut und nicht mehr stirbt. Für Jesus, Nikodemus und alle Juden dieser Zeit war klar, was mit dem Pfahl und der Querstange gemeint war: das verhasste Kreuz der Römer, an dem sie ihre Feinde und Gegner zu Tode folterten. Jesus kündigt also an, dass er an einem römischen Kreuz – für viele weithin sichtbar – getötet werden würde. Johannes der Täufer hatte kurz vorher Jesus der großen Öffentlichkeit vorgestellt als „das Opferlamm, das die Sünde der ganzen Welt trägt." Wenn die gesamte Sünde der Welt aber getötet mit Jesus am Kreuz hängt, ist sie unwirksam. Die „getötete" Sünde kann am Kreuz nicht mehr ihr Gift entfalten, so wenig wie die eherne Schlange am Pfahl des Mose. Wenn Jesus all unsere Sünde, alle unsere Taten und Gedanken gegen Gott und seinen Willen auf sich nimmt, wird sie von Gott gerichtet und getötet, und damit schadlos. Sie kann uns nicht mehr für alle Zeiten von Gott trennen. Die getötete Sünde kann uns nicht mehr in die ewige Gottverlorenheit schicken. Das ist das Evangelium von Jesus in Kurzform.
Nun ereignet sich leider gelegentlich ein tragisches Missverständnis:
Ich fürchte, das Zeichen des Kreuzes hat heute bei vielen Menschen eine rein negative Bedeutung: Vorsicht Kontrolle, Vorsicht Strafe! Dabei soll das Kreuz doch gerade das Gegenteil zum Ausdruck bringen: Die Sünde ist besiegt, entmachtet, nicht mehr tödlich. Auch manche Christen strahlen vielleicht mehr das Image von Kontrolleuren Gottes aus anstatt von Helfern und Ermutigern. Dabei sollte es Christen, wie ich einer bin, aus allen Knopflöchern dringen: Gott hat euch eure Sünde vergeben! Er hat sie Jesus aufgeladen und damit der Sünde den giftigen Zahn gezogen.
Das ist ja auch der Kern der Weihnachtsbotschaft: Jesus möchte sich mit Sündern anfreunden. Das können Christen nur glaubhaft rüberbringen, wenn sie selbst so leben, dass man ihnen abnimmt: Sie wollen Freunde mit Sündern werden. Ich will nicht aufhören, mich darin zu üben.
Autor: Martin Hirschmüller
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