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Die Peritonealdialyse wird in Deutschland noch selten genutzt, bietet aber unterschätzte Vorteile: mehr Selbstbestimmung, mehr Lebensqualität, schonender für den Kreislauf. Warum wird sie trotzdem so wenig eingesetzt? Expertin Dr. Grit Esser erklärt, was hinter der Bauchfelldialyse steckt, wie Betroffene informierte Entscheidungen treffen können und worauf Hausärztinnen und Hausärzte achten sollten.
Kann die Nierenfunktion medikamentös nicht mehr ausreichend aufrechterhalten werden, stehen zwei Verfahren zur Auswahl: Die deutlich bekanntere ist die “klassische” Hämodialyse, also Blutwäsche. Dem gegenüber steht die Peritonealdialyse, bei der der Stoffaustausch über das Bauchfell stattfindet. Letztere macht in Deutschland allerdings nur einen Anteil von ca. 5 Prozent aus. Dabei bietet sie zahlreiche Vorteile, ist zum Beispiel schonender für den Kreislauf und erlaubt mehr Lebensqualität für Patientinnen und Patienten. Eine frühe Aufklärung über beide Verfahren ist essenziell, sagt Expertin Dr. Grit Esser. Nur dann können Betroffene optimal in eine Nierenersatztherapie starten.
Beide Verfahren bieten Vor- und Nachteile. Eine Entscheidung muss immer individuell auf den Menschen und seine persönliche und medizinische Situation abgestimmt werden. “Es ist wichtig, dass wir zwei Verfahren haben, die gleichwertig sind”, sagt Expertin Dr. Grit Esser. “Sie ermöglichen, dass wir Patientinnen und Patienten immer ein Alternativverfahren anbieten können, wenn das Therapieverfahren ausgereizt ist.”
Welches Prinzip hinter der Bauchfelldialyse steckt, welche Faktoren in der Entscheidung für ein bestimmtes Verfahren berücksichtigt werden sollten und auf welche Warnzeichen Hausärztinnen und Hausärzte bei der Betreuung achten sollten, darüber sprechen wir in dieser Folge.
Dr. med. Grit Esser befindet sich gerade in der Weiterbildung zur Fachärztin für Nephrologie und Assistenzärztin am Universitätsklinikum in Schleswig-Holstein.
ZFA TALKS ist das Podcast-Format der Zeitschrift für Allgemeinmedizin in Kooperation mit Springer Medizin. Themen der Zeitschrift werden informativ und unterhaltsam besprochen, vertieft und auch mal kontrovers diskutiert.
Unsere Kontaktdaten, weitere Informationen und Lektüretipps finden Sie im Podcast-Artikel auf SpringerMedizin.de.
Selbsthilfe ist weit mehr als der klischeebehaftete Stuhlkreis. Sie schließt Versorgungslücken, stabilisiert Patientinnen und Patienten emotional und adressiert soziale, ökonomische und versorgungsrelevante Herausforderungen. In dieser Folge beleuchten wir die Aufgaben, Defizite und Potenziale der Krebsselbsthilfe – mit Fokus auf den Nutzen in der onkologischen Versorgung.
Die Selbsthilfe in der Onkologie wird in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer unterschätzt. Das Gespräch mit Hedy Kerek‑Bodden und Bernd Crusius vom Haus der Krebs-Selbsthilfe Bundesverband e.V. verdeutlicht jedoch, wie essenziell ihre Rolle in einem komplexen Versorgungssystem ist. Selbsthilfe umfasst zwei gleichwertige Säulen: den Austausch Betroffener untereinander und die gesundheitspolitische Interessenvertretung in Gremien, Projekten, Versorgung und Forschung.
Trotz ihrer Bedeutung bleibt die Reichweite gering: Nur rund 15 % der Betroffenen kommen überhaupt mit Selbsthilfeangeboten in Kontakt. Gleichzeitig bestehen gravierende Versorgungslücken, etwa in der sozialen Absicherung jüngerer Erkrankter. Finanzielle Einbußen, eingeschränkte Versicherbarkeit und Barrieren beim beruflichen Wiedereinstieg zeigen, wie dringend Unterstützung erforderlich ist.
Die Gesprächspartner Hedy Kerek‑Bodden und Bernd Crusius betonen, dass Selbsthilfegruppen die klinische Versorgung substanziell ergänzen – insbesondere in Situationen, in denen Ärztinnen und Ärzte aufgrund begrenzter Ressourcen nicht vollumfassend begleiten können. Und auch Angehörige geraten zunehmend in den Fokus.
Zunehmend wichtig werden auch Digitalisierung, Patient‑Reported-Outcomes und nationale Datenschnittstellen, um patientenberichtete Daten strukturiert zu nutzen und sowohl Versorgung als auch Forschung zu verbessern. Auch hierbei ist eine Vernetzung mit Kliniken und Praxen vor Ort essenziell.
Hedy Kerek-Bodden ist Vorsitzende vom Haus der Krebs-Selbsthilfe Bundesverband e.V. und selbst Krebspatientin. Bernd Crusius ist Geschäftsführer und Leiter der Geschäftsstelle vom Haus der Krebs-Selbsthilfe.
Haus der Krebsselbsthilfe Bundesverband e. V.
Krebsinformationsdienst: https://www.krebsinformationsdienst.de/
Deutsche Krebsthilfe: https://www.krebshilfe.de/
Deutsche Krebsgesellschaft: https://www.krebsgesellschaft.de/
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Redaktion und Realisation: Kim Jené und Anika Aßfalg
Die letzte Überarbeitung der Living Guideline zur Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose 2025 hat einige Neuerungen mit sich gebracht. Was sich bei den Empfehlungen zu Diagnosestellung und Therapie geändert hat und welche neuen Kapitel in die S2k-Leitlinie aufgenommen wurden, besprechen wir mit Leitlinienkoordinator Prof. Bernhard Hemmer, TUM München, in dieser Folge.
Multiple Sklerose, auch Krankheit der tausend Gesichter genannt, ist die häufigste Form autoimmunvermittelter Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Das bedeutet, dass eigene Immunsystem greift die Nervenfasern an und es kommt zu neurologischen Ausfallerscheinungen. Da es an unterschiedlichen Stellen im Gehirn und Rückenmark zu Entzündungen kommen kann, sind auch die möglichen Symptome sehr vielfältig. Der Verlauf ist sehr unterschiedlich, die Ursache für die Erkrankung ist noch weitgehend ungeklärt. Es gibt schubförmige Varianten und progrediente, also schnell voranschreitende Formen.
Die 2025 aktualisierte S2k-Leitlinie zur Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, eine sogenannte Living Guideline, hat einige Veränderungen mit sich gebracht. Sie fokussiert nun auf eine frühe, hochwirksame immuntherapeutische Behandlung, personalisierte Therapieentscheidungen und eine verbesserte Lebensqualität durch nicht-medikamentöse Maßnahmen. Sie ersetzt das alte Stufenschema durch eine differenzierte Wirkstoffauswahl und betont die Patientenpartizipation. Über die wesentlichen Neuerungen und Änderungen sprechen wir in dieser Episode mit Professor Hemmer.
Prof. Dr. med. Bernhard Hemmer ist seit 2007 Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum der Technischen Universität München (TUM) und seit 2022 Leiter des Departments für Klinische Medizin der TUM School of Medicine and Health. Er ist Spezialist auf dem Gebiet der entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, insbesondere der Multiplen Sklerose, und einer der beiden federführenden Autoren der "S2k-Leitlinie Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Neuromyelitis Optica Spektrum und MOG-IgG-assoziierte Erkrankungen - Living Guideline".
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Redaktion und Realisation: Alexandra Wichary, Anika Aßfalg
Nicht nur in der Forschungsförderung, sondern auch im medizinischen Alltag sollen die multidimensionalen Unterschiede der Geschlechter stärker in den Fokus rücken. Besonders im Bereich der Kardiologie erhielt das Thema zuletzt viel Aufmerksamkeit. Aber auch in der Gastroenterologie spielt die Gendermedizin eine wesentliche Rolle: So erkranken Frauen nach der Pubertät über das gesamte Erwachsenenleben hinweg häufiger an Morbus Crohn als Männer. Gleichzeitig zeigen Studienergebnisse, dass chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bei Frauen oft später diagnostiziert werden.
Welche geschlechterspezifischen Faktoren bei der Diagnose und Therapie im Bereich der Gastroenterologie zu berücksichtigen sind – insbesondere im Bereich der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen – erläutert PD Dr. Alica Kubesch-Grün im Podcast.
PD Dr. Alica Kubesch-Grün ist Fachärztin für Innere Medizin und Oberärztin an der Medizinischen Klinik 1 am Universitätsklinikum Frankfurt am Main.
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Impressum
„Die Bedeutung der Gender-Data-Gap bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen“
Podcast
Moderation: Philipp Grätzel von Grätz, Berlin
Mit freundlicher Unterstützung der Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG, Berlin
Corporate Publishing (verantwortl. i. S. v. § 18 Abs. 2 MStV):
Springer Medizin Verlag GmbH, Heidelberger Platz 3, 14197 Berlin
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Die Springer Medizin Verlag GmbH ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Nature
Geschäftsführung: Fabian Kaufmann, Dr. Cécile Mack, Dr. Hendrik Pugge
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Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen. Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag keine Gewähr übernommen werden. Derartige Angaben müssen vom jeweiligen Anwender im Einzelfall anhand anderer Literaturstellen auf ihre Richtigkeit überprüft werden.
Wann sollte man in der Hausarztpraxis an eine chronische Nierenkrankheit (CKD) denken – und warum sagt die eGFR allein wenig über den Nierenzustand aus? Mit Prof. Dr. med. Jean-François Chenot sprechen wir über die wichtigsten Parameter zur Risikoeinschätzung, aktuelle Studien und ein pragmatisches Vorgehen im Praxisalltag. Eine Podcast-Folge für alle, die CKD schnell und sicher einordnen möchten.
Die chronische Nierenkrankheit (CKD) präsentiert sich in den meisten Fällen als stille Begleiterin einer bestehenden Grunderkrankung: Besonders Menschen mit Diabetes mellitus, Hypertonie oder unter nephrotoxischer Therapie sind gefährdet. Um eine dauerhafte Schädigung der Nieren zu verhindern, sollte bei diesen Patientinnen und Patienten frühzeitig an einen Check der Nierenfunktion gedacht werden.
„Die eGFR allein macht noch keine Nierenkrankheit“, sagt Prof. Dr. Jean-Francois Chenot in dieser Podcast-Folge. Der Allgemeinmediziner betont, dass es nicht ausreiche, nur die Kreatinin-Ausscheidung zu messen und daraus die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) zu bestimmen. Eine zweite zentrale Rolle spielt die Albumin-Kreatinin-Ratio im Urin (UACR). Mit diesen beiden Werten lässt sich der Zustand der Nieren einschätzen und es können fundierte Therapieentscheidungen getroffen werden. Um das Progressionsrisiko abzuschätzen, helfen sogenannte Nierenrechner. In dieser Folge sprechen wir über eines dieser Online-Angebote (www.risiko-nierenversagen.de)) auf Grundlage der Kidney-Failure-Risk-Equation und darüber, welchen Vorteil diese Herangehensweise gegenüber der herkömmlichen KDIGO-Klassifikation bietet.
Therapeutisch steht in vielen Fällen die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund, die gut in der hausärztlichen Praxis erfolgen kann. Zunehmend wichtig wird außerdem die Inhibition des Natrium-Glukose-Cotransporters 2 (SGLT2) in der Therapie der CKD. Ursprünglich als Diabetes-Medikamente entwickelt, wird ihr Einsatz inzwischen auch in bestimmten Konstellationen der CKD ohne Diabetes mellitus empfohlen. Aktuelle Studien legen einen immer breiteren Einsatz dieser Substanzen nahe. Welche Leitlinienempfehlungen gelten derzeit zu SGLT2-Hemmern – und wie praxistauglich sind die jüngsten Veröffentlichungen aus hausärztlicher Sicht?
Alle erwähnten Artikel aus der Zeitschrift für Allgemeinmedizin und zitierte Studien finden Sie im Artikel auf Springermedizin.de
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Redaktion und Realisation: Claudia Baier
Krebstherapien können immer häufiger oral eingenommen werden. Doch das ist für onkologische Teams keine einfache Aufgabe. Auch schwerwiegende Nebenwirkungen und Wechselwirkungen können auftreten und die Medikamente müssen teilweise über Jahre eingenommen werden. Professorin Rachel Würstlein, München, hat bereits viel Erfahrung gesammelt, wie die Adhärenz unterstützt werden kann, und teilt ihre Best-Practices in dieser Folge..
Bei Brustkrebs, aber auch zunehmend anderen Krebserkrankungen können Therapien auch oral und dementsprechend von den Betroffenen zuhause eingenommen werden. Das verändert den Alltag in onkologischen Teams und stellt Ärztinnen und Ärzte, aber auch Pflegende, Pharmazeutinnen und natürlich Patienten vor neue Anforderungen. Wie diese Situation interdisziplinär gemeistert werden kann, dazu spricht Professorin Rachel Würstlein in dieser Folge.
Prof. Dr. med. Rachel Würstlein ist geschäftsführende Oberärztin am Brustzentrum und der onkologischen Tagesklinik der Frauenklinik der Ludwig-Maximilians Universität München (LMU). Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 in Berlin hat sie zum Thema Adhärenz bei oraler Tumortherapie aus ärztlicher Perspektive gesprochen.
Die Adhärenz ist weit mehr als die regelmäßige Einnahme von Tabletten. Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, aber auch ganz persönliche Faktoren entscheiden darüber, ob eine Therapie langfristig treu und optimal eingenommen wird. Umso adhärenter Patientinnen und Patienten sind, umso mehr profitieren sie von der Therapie.
Entscheidend für den Erfolg bleibt dabei die Kommunikation und eine gute Absprache und Organisation im Team. Gut ausgebildete Pflegekräfte und digitale Tools helfen, Einnahmepläne einzuhalten und Symptome besser zu dokumentieren.
In der Folge erwähnte Personen:
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Die Anwendung topischer Kortikosteroide beim chronischen Handekzem führt bei Patientinnen und Patienten nach einiger Zeit oft zu Hautatrophie und damit höherer Verletzlichkeit [1]. Nun gibt es für die Betroffenen eine alternative Therapieoption mit einem Pan-Jak-Inhibitor, wenn topische Kortikosteroide nicht ausreichen oder nicht geeignet sind [1, 2].
Mehr über die Symptome und Diagnosestellung des chronischen Handekzems erfahren Sie in Folge 1.
Literatur
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Impressum
„Chronisches Handekzem effektiv behandeln“
Podcast
Moderation: Dr. Thomas Meißner, Erfurt
Mit freundlicher Unterstützung der LEO Pharma GmbH, Neu-Isenburg
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Die Springer Medizin Verlag GmbH ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Nature
Geschäftsführung: Fabian Kaufmann, Dr. Cécile Mack, Dr. Hendrik Pugge
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© Springer Medizin Verlag GmbH
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen. Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag keine Gewähr übernommen werden. Derartige Angaben müssen vom jeweiligen Anwender im Einzelfall anhand anderer Literaturstellen auf ihre Richtigkeit überprüft werden.
Eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
Deutschland ist ein Koloskopieland. Doch ist das eine gute Idee? Oder würde der Stuhltest ausreichen, um Darmkrebs im frühen Stadium zu erkennen? Prof. Markus M. Lerch und Prof. Ulrike Denzer diskutieren die Vor- und Nachteile der Screening-Verfahren. Außerdem gibt die Endoskopie-Expertin Prof. Denzer Tipps, wie suspekte Darmpolypen effektiv erkannt und abgetragen werden können.
Rettet Darmkrebsvorsorge tatsächlich Leben? Aktuelle Studien wie die NORDIC*-Studie haben Wind in die Debatte um diese Frage gebracht. Eine andere Studie hat den immunologischen Stuhltest (FIT) und die Vorsorgekoloskopie verglichen und untersucht, ob sich Inzidenz und Mortalität unterscheiden. Bei der Interpretation der Ergebnisse spielen jedoch Teilnahmeraten und auch die Qualität der Koloskopie eine entscheidende Rolle, wie Prof. Ulrike Denzer in der Folge einordnet.
Prof. Dr. med. Ulrike Denzer ist Internistin, Gastroenterologin und Sektionsleiterin Endoskopie an der Uniklinik Marburg. Zudem hat Sie 2025 gemeinsam mit Prof. Dr. med. Ralf Jakobs die Leitlinie „S2k-Leitlinie Qualitätsanforderungen in der gastrointestinalen Endoskopie“ koordiniert.
Die Koloskopie verfolgt in der Darmkrebsvorsorge zudem einen Zweck, der über die reine Krebsfrüherkennung hinausgeht, da auch auffällige, im FIT eventuell noch nicht erkannte, Polypen direkt abgetragen werden können, bevor diese maligne werden.
Die Endoskopie-Expertin nennt Qualitätskriterien, die entscheidend sind, um den Erfolg einer Vorsorgekoloskopie einordnen zu können. Sowohl vor dem Eingriff, während des Eingriffs und auch danach können verschiedene Hilfsmittel und spezielle Vorgaben dabei unterstützen, Darmpolypen möglichst gründlichen und nachhaltig zu erkennen und zu entfernen.
*NORDIC: Nordic-European Initiative on Colorectal Cancer
>>Die Podcast-Reihe zur Inneren Medizin
Prof. Dr. med. Markus M. Lerch, ärztlicher Direktor des LMU Klinikums in München, stellt in diesem Format seine Fragen zu aktuellen und praxisrelevanten Themen an Kolleginnen und Kollegen. Fünfmal im Jahr hören Sie im Springer Medizin Podcast die Folgen dieses Kooperationsprojekts mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).
Sie haben Interesse an einer Mitgliedschaft bei der DGIM. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Redaktion und Realisation: Laura Dittmann & Anika Aßfalg
Die gute Nachricht ist: Wir wissen heute mehr über die Pathophysiologie als noch vor einigen Jahren und auch die Therapieoptionen haben sich erweitert [1]. Vor die Therapie haben „die Götter“ die Diagnostik gestellt. Diese ist im Einzelfall ebenfalls nicht immer trivial, gerade was die Klassifizierung und Subtypisierung des Handekzems angeht [1].
Prof. Dr. Sonja Molin gibt in dieser Podcast-Folge einen Einblick in die Welt des chronischen Handekzems, vor allem in die Diagnosestellung. Sie erklärt, welche Belastung diese Erkrankung für Patientinnen und Patienten im Alltag sein kann. Hierbei zeigt sich, wie wichtig eine frühe Diagnosestellung für die Betroffenen sein kann.
Frau Prof. Dr . Sonja Molin ist Leiterin der Inflammations- und Immundermatologie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
Mehr über die spezifische Therapie des chronischen Handekzems erfahren Sie in der nächsten Folge.
Literatur
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„Chronisches Handekzem: wenn Belastung zum Alltag wird“
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Trotz effektiver Therapieoptionen bei Migräne werden viele Patientinnen und Patienten nicht leitliniengerecht behandelt. In dieser Folge der ZFA TALKS erklärt Migräneforscher Dr. med. Lukas Becker, wie Betroffene bestmöglich beraten und betreut werden können. Die Aufklärung spielt dabei für ihn eine zentrale Rolle und auch eine Erstlinien-Prophylaxe kann bereits in der Hausarztpraxis gestartet werden.
Migräne ist eine der häufigsten Erkrankungen, die den Alltag, die Lebensqualität und auch die Leistungsfähigkeit von Betroffenen extrem einschränken kann. Doch obwohl Migräne so häufig ist, ist noch immer nicht eindeutig klar, wie sie eigentlich entsteht. Es gibt jedoch Erklärungsansätze und auch neuere zielgerichtete Therapien, die die anderen effektiven Behandlungsmöglichkeiten ergänzen.
Wann beispielsweise Triptane eingesetzt werden sollten und welche Kontraindikationen zu beachten sind, erläutert Dr. med. Lukas Becker in dieser Folge. Um den Verdacht einer Migräne zu stellen, reicht eine einfache Frage und zwar nach der Dauer der Kopfschmerzattacke, die dann – um weitere Kriterien ergänzt – relativ einfach zur Diagnose führt.
Dr. med. Lukas Becker ist Arzt in Weiterbildung und Migräneforscher am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Duisburg-Essen. Er betont in dieser Folge, wie wichtig eine konsequente und frühzeitige Therapie sei, um eine Chronifizierung der Erkrankung zu vermeiden. "In der alltäglichen Praxis [ist] es eigentlich so, dass man eher motivieren muss zu einer suffizienten Einnahme, denn Schützen muss vor einem Zuviel. Das ist zumindest meine Erfahrung," sagt er.
Dabei stehen neben Wirkstoffen auch nicht medikamentöse Maßnahmen zur Verfügung, die die Anfallshäufigkeit verringern und die Selbstwirksamkeit der Patientinnen und Patienten steigern können. Der Experte gibt zudem Tipps, wie die Evaluation von Therapien und die pragmatische Einordnung des Risiko von Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch gelingt.
Bestehen bei Migräne Übelkeit oder Erbrechen ist eine Komedikation mit Antiemetika wie Metoclopramid empfohlen. Außerdem können Triptane auch subkutan, sublingual oder intranasal verabreicht werden. Denn die Einnahme einer Tablette mit Flüssigkeit kann diese Symptome verschlimmern oder auslösen, weshalb Injektionen, Schmelztabletten oder Nasensprays sinnvolle Alternativen sind. Weitere Details dazu und zu anderen Aspekten lesen Sie im Übersichtsbeitrag "Hausärztliches Vorgehen bei Migräne" in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin.
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