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Ruth Werren spricht im Podcast «Dialogplatz» über «ihren» Wildpark Bruderhaus, sagt, warum sie froh ist, dass es dort keinen Streichelzoo gibt, und warum der Wolf nicht ihr absolutes Lieblingstier ist.
Wann welches Thema besprochen wird:
Dieser Sport steht kaum im Rampenlicht, aber in ihrer Familie hat er Tradition. Bereits mit sieben begann Sandra Keller Motorrad zu fahren, angeleitet von ihrem Vater, der wie schon der Grossvater Motocross-Rennen fuhr. Die Leidenschaft für den Motorsport hat die 25-Jährige bis heute nicht verloren – trotz zahlreichen Verletzungen. Zu Gast im «Dialogplatz» erzählt sie von ihrem Sport, den sie neben dem Job als Gestalterin Werbetechnik ausübt.
Wann welches Thema besprochen wird:
Der Stepptanzweltmeister Daniel Borak sagt, er sei ein faules Kind gewesen, dem das Steppen einfach leichtgefallen sei. Doch die Begegnung mit Clown Dimitri änderte Boraks Leben grundlegend.
Wann welches Thema besprochen wird:
Olaf Ossmann sorgt für die Sicherheit von Winterthurer Juden und vertritt die Emden-Erben gegen die Bührle-Stiftung vor Gericht. Im «Dialogplatz» spricht er über blinde Flecken der Schweiz und den erstarkten Antisemitismus seit der Corona-Pandemie.
Wann welches Thema besprochen wird:
Johannes Binotto ist der Schreiber hinter der Lomo-Kolumne im «Landboten». Im Dialogplatz-Podcast spricht er über seine Ängste, Probleme beim Schreiben und stellt ein Stofftier aus seiner Kindheit vor.
Wann welches Thema besprochen wird:
Der Salzhaus-Chef Kajo Frischknecht erzählt im «Dialogplatz», wieso er die Party zu seinem Beruf gemacht hat.
Wann welches Thema besprochen wird:
Beat Kunz ist Baum-Fan. Der Leiter Stadtgrün versteht es deshalb gut, dass Menschen emotional reagieren, wenn ein Baum gefällt wird. Dennoch sei das manchmal nötig.
Wann welches Thema besprochen wird:
Lea Whitcher ist Schauspielerin und Kabarettistin. Eigentlich ist das, was sie macht, aber schwer in eine Schublade zu stecken. Sie parodiert im Duo «9voltnelly» gemeinsam mit Jane Mumford die erfundenen Whiskey-Sisters aus Texas, nimmt in «Mama love» ihr eigenes Mutterbild auf die Schippe und zwischendurch spielt sie eine Beamtin in einem Schweizer Film.
Im Podcast «Dialogplatz» spricht die 35-jährige Frau über ihre Jugend in Winterthur. Sie sei kein Klassenclown gewesen, eher eine Art «Hippi-Freak» mit Kleidern vom Afro-Markt, die nicht wirklich neben die Ärztetöchter an der Kantonschule Rychenberg passen wollte. Mittlerweile lebt Whitcher in Zürich, wo sie sogar im Elternsein einen grossen Leistungsdruck wahrnimmt. «Und ich ging teilweise im Pijama auf den Spielplatz.» Das sei in Winterthur wahrscheinlich entspannter, sagt Whitcher.
Provokation und Meta-EbeneWhitcher provoziert gern auf der Comedy-Bühne. Bei einem ihrer Lieblingsthemen, der Gleichstellung, stösst sie so manchen Mann vor den Kopf. Auf ihrem Plakat strömt Milch aus einem herzförmigen Nippel ihrer nackten Brust. «Das macht den Leuten Angst», so Whitcher.
Trotzdem hat sie selbst gesetzte Grenzen. Kulturwitze versuche sie so wenig wie möglich zu machen. Wegen dem Credo, nicht nach unten zu treten. Ihre Parodie der Whiskey-Sisters aus Texas sei ein Grenzfall, bei dem sie ihr Prinzip etwas dehne. Dort sei es jedoch mehr das klischierte Bild, das man von den «Rednecks» habe, über das sie sich lustig mache. Das Risiko, das jemand im Publikum diese Meta-Ebene nicht verstehe, müsse sie eingehen.
Im Podcast «Dialogplatz» spricht Lea Whitcher auch über Selbstzweifel, die sie als Mutter entwickelte und warum sie diese zum Stück «Mama Love» inspirierten. Whitcher glaubt, das Gerücht, Frauen seien nicht witzig, komme daher, dass es Teil der Komik sei, sich auf der Bühne als «Looser» darzustellen. «Wenn eine Frau aber eine gesellschaftliche Verliererin ist, dann ist potenziell ein Kind bedroht.»
Feminismus, Fürsorge und Gleichstellung sind Lea Whitcher auch abseits des Comedy ein Anliegen. Deshalb lancierte sie die «Care City», unter dessen Namen Projekte gestartet werden sollen, die Pflegetätigkeiten einen grösseren gesellschaftlichen Stellenwert einräumen. «Ich bin ganz klar eine Idealistin», sagt Whitcher.
Welches Thema wann besprochen wird:«Wir dürfen eine gewisse Zufriedenheit haben», sagt Bruno Berner im Podcast «Dialogplatz» und schiebt gleich nach: «Aber wir haben noch nichts erreicht.» Bruno Berner ist seit Sommer Trainer beim FC Winterthur. Mittlerweile steht der Aufsteiger mit 16 Punkten auf dem 9. Platz. Berner aber sagt: «Die Tabelle ist für mich total sekundär. Für mich ist die Entwicklung viel wichtiger.»
Diese hat der FCW im ersten Halbjahr unter ihm bereits durchgemacht. Nach einer schwierigen Phase ist der FCW nun leistungsmässig in der Super League angekommen. «Es war wie eine Auferstehung nach dem 0:6 gegen Luzern», so Berner. Möglicherweise sei es gut gewesen, dass es richtig «gräblet» hat, meint er.
Gezweifelt habe man beim FCW aber nie an den Fähigkeiten der Spieler – im Vergleich zu Aussenstehenden. «Die Spieler mussten wochenlang lesen, dass es ihnen nicht reicht», kritisiert Berner. «Kommen Sie einmal jeden Tag zur Arbeit und die Aussenwelt sagt Ihnen, schön und herzig, wie Sie das machen, aber eigentlich reicht es nicht.»
«Keine Verlierer»Im Podcast erzählt Berner aber auch, warum er zum FC Winterthur gewechselt hat und den sicheren Job beim Verband aufgab. «Ich liebe Abenteuer, so anständig ich auch daherkommen mag», sagt der Trainer. Zudem passen die Wertehaltungen des Clubs, also die gesellschaftliche Offenheit, mit seinen zusammen. «Die Werte innerhalb der Mannschaft müssen klar sein, bevor man das erste Training leitet», sagt Berner. Das mache es bei Problemen auch einfacher, diese anzusprechen.
Die Kommunikation mit den Spielern ist dem Trainer ein Anliegen. Er legt Wert auf Respekt und Begegnungen auf Augenhöhe. «Unter mir soll keiner verlieren», sagt er. Personalentscheide teilt er den Spielern persönlich mit. «Sie müssen diese nicht immer verstehen, aber sie müssen sie akzeptieren», sagt Berner.
Das Highlight der Vorrunde? «Der Coup in Sion.» Er müsse eingestehen, dass dieser eine Sieg doch sehr entscheidend war für die «Auferstehung» des FCW.
Was wann besprochen wirdSie hütet einen immensen Schatz. Bettina Stefanini ist die Tochter des Winterthurer Sammlers und Immobilienbesitzers Bruno Stefanini, der für seine teilweise verfallenen, aber günstigen Wohnungen und seine chaotische, aber sehr umfassende Kunstsammlung bekannt war. Bettina Stefanini präsidiert nun die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG).
Ihre Arbeit in der Stiftung begann mit einem Rechtsstreit. Denn die Stiftungsurkunde des Vaters war abgeändert worden. Als sie ihren Sitz im Stiftungsrat gesichert hatte, musste sie zuerst die SKKG von der Immobilienfirma Terresta trennen. «Mein Vater hatte nicht Buch geführt darüber, was zur Stiftung gehörte und was nicht», sagt Bettina Stefanini. Also stiess sie die Inventarisierung an, was sich als Mammutaufgabe entpuppte.
Die Zukunft bringt ArbeitBettina Stefanini will die Sammlung nun in eine geordnete und transparente Zukunft führen. Dazu gehört auch die Provenienzforschung, bei der die SKKG den Schwerpunkt auf die Zeit des Nationalsozialismus legt. Ein grosses Projekt ist zudem der Bau des Campo, des Sammlungsdepots, das in Neuhegi entstehen wird.
Bettina Stefanini teilt die Leidenschaft für die Sammelobjekte ihres Vaters. Ein Lieblingsobjekt habe sie aber nicht. «Noch nicht», sagt sie. Vater und Tochter verbinde zudem ihr Optimismus, beide seien risikofreudig und idealistisch. Im Gegensatz zu ihrem Vater sei Bettina Stefanini aber an Terminen pünktlich und auch sein Misstrauen, das er aufs Alter entwickelt habe, habe sie nicht geerbt.
Dank gesparter Renovation schuldenfreiNeben der Sammlung von Kunstobjekten und Kuriositäten, ist Bettina Stefanini auch zuständig für die Immobilien von ihrem Vater. Bei diesen stünden im Moment viele Sanierungen an. Auf die Frage, warum ihr Vater seine Häuser verfallen liess, sagt Stefanini: «Er hat es einfach nicht eingesehen, eine Küche rauszureissen, wenn diese noch funktionierte, nur weil sie alt war.» Auch das Geld habe eine Rolle gespielt. Hätte Bruno Stefanini seine Häuser alle saniert, wäre er wohl nicht mit 70 schuldenfrei gewesen.
Kindheit und AbgrenzungIm Podcast spricht Bettina Stefanini auch über ihr eigenes Leben. Sie habe eine wunderschöne Kindheit in Winterthur verbracht, die von Freiheiten geprägt war. «Ich war immer eine Vater-Tochter», sagt sie. Später als Teenager grenzte sich Bettina Stefanini von ihrem Vater ab. «Er hatte auch etwas Manipulatives», sagt sie. «Er wusste die Leute für sich einzuspannen.» Trotzdem sei es ihr wichtig gewesen, immer im Gespräch zu bleiben, was ihr auch gelang.
Bettina Stefanini mochte Winterthur zwar, in der Jugend empfand sie es hier trotzdem als zu eng. «Es gab die Leute, die in den Widder gingen, die, die sich im Rössli trafen und die vom Pickwick Pub.» Am letzten Tag ihrer Lehre als Damenschneiderin an der Metzgasse zog Bettina Stefanini mit ihrem Rucksack los und wanderte nach Irland aus. Dort fand sie ihre Wahlheimat, gründete eine Familie und machte eine zweite Karriere als Wissenschaftlerin. Sie forschte zum Klimawandel und gab ihre Karriere und Irland erst auf, als die Sammlung ihres Vaters drohte, in fremde Hände zu fallen.
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