Nach zwei Jahren Pause findet das traditionelle Albanifest wieder statt. Vom 24. bis 26. Juni ist in der Altstadt Chilbi angesagt. Mitten im Getümmel wird der 53-jährige OK-Präsident Daniel Frei sein. «Ich bin jeweils dort, wo es mich in meiner Funktion braucht», sagt Frei im Podcast «Dialogplatz». Dieses Jahr wird er zum letzten Mal als Präsident dabei sein. Mit der Familie geniesst er trotz der Verpflichtungen jeweils eine Fahrt auf dem Riesenrad.
Das diesjährige, 49. Albanifest solle in etwa so stattfinden, wie man es kennt. Also mit Bahnen, Essensständen und Musik. Und: «Wir wollen die Tradition hochleben lassen. Das heisst, die Vereine stehen im Mittelpunkt.» Rund 80 Vereine sind am Fest präsent. Die Besucherzahl schätzt das OK auf über 100’000 – doch es könnten laut Frei nun nach der pandemiebedingten Pause sogar noch deutlich mehr sein. Das OK habe sich jedenfalls auf ein solches Szenario vorbereitet. Wie gross der Besucherandrang wird, könne Frei aber nicht sagen. Schliesslich gebe es verschiedene Zugänge zum Fest und keine «Eingangskontrollen». «Es wäre schön, wenn jeder Besucher einen Franken bezahlen würde», sagt er. «Das würde niemandem wehtun, und wir wüssten genau, wie viele Menschen in die Altstadt kamen.»
Frei erzählt im Gespräch auch, was es alles braucht, damit das Albanifest überhaupt stattfinden kann und was dieses so einzigartig macht. Ohne viel ehrenamtliches Engagement des OK und der Vereine würde das nicht klappen. Diesmal seien etwas weniger Vereine dabei als sonst. Für diese sei es eine Herausforderung, genügend Leute zu finden, die mithülfen.
Gern würde es Frei sehen, wenn das Albanifest mehr Unterstützung und Wertschätzung von der Politik erhalten würde. «Wir sind zehn Macher im Team und führen eigentlich ein KMU – ehrenamtlich.» Deshalb könne es nie genug Wertschätzung geben. Beklagen wolle er sich dennoch nicht. Frei ist beispielsweise zufrieden mit der Leistungsvereinbarung mit der Stadt.
Ein weiteres Ehrenamt hat Daniel Frei beim Dachverband Winterthurer Sport (DWS), den er präsidiert. Nicht, weil er einfach gern Präsident sei, sondern «weil ich früh gemerkt habe, dass es in einem Verein einfach einen braucht, der vorn hinsteht». Unter ihm ist der DWS politisch geworden – das hat sich etwa in der Diskussion um Gratisparkplätze für Sporttrainer gezeigt.
Wann welches Thema besprochen wird - 3:07 Weshalb heisst es eigentlich Albanifest?
- 5:56 Wie viele Leute werden das Albanifest nach der pandemiebedingten Pause besuchen?
- 8:43 Die Stadthausstrasse wird zur Partymeile – stimmt das?
- 14:05 Was die Leistungsvereinbarung mit der Stadt beinhaltet
- 16:40 Wo OK-Präsident Daniel Frei am Albanifest anzutreffen ist
- 18:53 Das letzte Albanifest als Präsident und die Wehmut
- 21:42 Die Wertschätzung der Politik und wie wichtig die Ehrenamtlichkeit ist
- 25:28 Präsidium des Dachverbands Winterthurer Sport
- 34:02 Sein schönstes Albanifest-Erlebnis