Dini Mundart

Dini Mundart

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Dini Mundart episodes

  • Das isch s Zähni!
    Wenn es ums Rechnen geht, machen viele «es Zwänzg-ab-Achti-Gsicht». Dabei ist unsere Mundart voll der schönsten Ausdrücke mit Zahlen! Von «Nullkommanüt» bis «nid ganz Hundert». Wie konnten sich die Zahlen so in der Alltagssprache ausbreiten? Und was machen wir sprachlich alles mit ihnen?
    In dieser Episode zeigen Nadia und Markus, dass man kein «Sibesiech» sein muss, um sprachlich mit Zahlen zu jonglieren. Denn spätestens, wenn etwas «elfezwänzg zwölfedrissg» kostet, oder wenn wir um «viertelabhalbizwänzgvor» nachhause kommen, ist es vorbei mit der mathematischen Genauigkeit. «Da hesch denn de Dräck und s Äinevierzgi!» 3, 2, 1 und los!
    31 min
  • Irgendwie ist eigentlich ein Füllwort
    Sie sind häufiger als Schnee im Winter: Füllwörter wie «eigentlich», «irgendwie», «relativ», «ähm» oder «genau» bevölkern unsere gesprochene Sprache. Und sie werden inbrünstig gehasst. Als Modal- und Diskurspartikel erfüllen sie aber auch wichtige Funktionen.
    Füllwörter sind viel mehr als sinnlose Lückenfüller. Sie wirken als Signale und Gesprächslenker. Sie geben Aussagen eine Haltung oder Wertung, können sie abschwächen, verstärken oder anders färben. Werden Füllwörter aber zum Tick und inflationär gebraucht, behindern sie das Verständnis. Nadia und Markus diskutieren leidenschaftlich über die wohl emotionalste aller Wortgruppen. Und entdecken, dass sie selbst nicht ganz ohne Füllwörter auskommen. Genau!
    31 min
  • «Dialektratis» Aargau
    Woran erkenne ich, dass jemand Aargauerdeutsch spricht? Wenn dieser Jemand «en Frau» sagt oder «Bräusi»? Böse Zungen behaupten ja, es gäbe gar keinen Aargauer Dialekt. Das ist nicht ganz falsch. Denn der Aargau ist in vier ziemlich unterschiedliche Sprachregionen unterteilt.
    Warum das so ist und wie man die vier Regionen sprachlich auseinanderhalten kann, schauen sich Nadia und Markus genauer an. Sie hören dafür ein paar berühmten Aargauern wie DJ Bobo, Peach Weber, Patti Basler oder Adrian Stern zu. Ausserdem diskutieren sie über hartnäckige Vorurteile gegenüber dem Kanton Aargau. Wer den «Durchfahrtskanton» neu entdecken und wissen will, warum man ihn «Rüeblikanton» nennt, ist hier goldrichtig.
    31 min
  • Schweizerdeutsch – der Spiegel unserer Seele!?
    Was an unserem Schweizerdeutsch ist eigentlich typisch Schweizerisch? Und was sagt das über unsere Mentalität aus? Überhaupt: Wie beeinflussen sich Sprache, Umwelt und Mentalität gegenseitig? Und beschränkt die Muttersprache vielleicht sogar unser Denken?
    Typisch ist vielleicht der Schweizer Bedürfniskonjunktiv: «Mir numte no es Bier, wes kener Umschtänd miech». Oder dass wir überdurchschnittlich viele Diminutive benutzen: «Es Päuseli» machen und «es Käfeli» trinken und «es Heftli» lesen. Oder sind es doch Wörter wie «gäbig» oder «vorzue nää», die unser Wesen spiegeln?
    Wie Mentalität und Sprache zusammenhängen, ist nicht nur aus linguistischer Perspektive spannend, sondern auch aus philosophischer. Über die Möglichkeiten und Grenzen unserer Sprache diskutieren Markus und Nadia deshalb mit dem Philosophen Yves Bossart, bekannt von den «Sternstunden Philosophie » und dem Videoformat «Bleisch & Bossart ».
    Buchtipp
    * Guy Deutscher: Im Spiegel der Sprache. Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht. C.H.Beck-Verlag.
    39 min
  • Schlottergotte, Hobbyschwager und Chläbvetter
    Bei Verwandtschaftsbezeichnungen tobt sich die Sprache gerne aus. Kein Wunder, denn Familienverhältnisse sind bekanntlich nicht nur sprachlich oft kompliziert. War die «Mueme» dasselbe wie die «Base»? Wer genau ist «das Elter» und was ist ein «Gegenschwer»?
    Verwandtschaftsbegriffe sagen auch viel über die sozialen Verhältnisse in einer Gesellschaft aus. Faustregel: Je differenzierter die Bezeichnungen, desto hierarchischer ist eine Gesellschaft. Was das wohl heisst für das sogenannte «hawaiianische System»? Dort heissen alle Onkel einfach «Vater» und alle Tanten sind «Mütter». Warum? Und was gibt es in anderen Kulturen für Benennungssysteme? Nadia und Markus klären auf!
    34 min
  • «Was ich schon lange fragen wollte...»
    Heisst es «e Chrott» oder «en Chrott»? Wie antwortet man korrekt auf die Frage «Hesch du kei Chind?», wenn man tatsächlich keine Kinder hat? Mit «Ja» oder mit «Nein»? Vermeintlich einfache Fragen öffnen manchmal Abgründe der Sprachlogik.
    Hörerinnen und Hörer von «Dini Mundart» schicken haufenweise gute Fragen. Der digitale Briefkasten überquillt! Markus und Nadia pflücken ein paar dieser Fragen heraus und entdecken spannende Geschichten. Manchmal erstaunen die Antworten sogar den Sprachwissenschaftler. Danke für die unzähligen Mails! Das ist schöner wie Weihnachten – oder heisst es doch schöner als Weihnachten? Hört selbst.
    30 min
  • «Weme käppelet s Trottoir tuet vermässe...»
    «Dini Mundart» wird fünfzig. Ein guter Grund, auf diese Episode anzustossen und über Wörter zu diskutieren, die Alkoholkonsum umschreiben. Als Gast im Studio begrüssen Nadia und Markus Kollege André Perler, der seine Masterarbeit über Trunkenheitsbegriffe in seinem Sensler Dialekt geschrieben hat.
    Ob «e Bränte ha», «pladay sii» oder «d Feschtplatte risette (mit Dateverluscht)» - am Ende hat man einfach «es Gschtürm underem Huet». André, Markus und Nadia tauchen in die alkoholisierte Sprache ein und erfreuen sich an der grossen Kreativität. Aber woher stammen die unzähligen Begriffe für (zu viel) Alkoholkonsum? Unterscheidet sich der entsprechende Wortschatz zwischen den Generationen? Welches gesellschaftliche Verhältnis zu Alkohol spiegelt sich in diesen Ausdrücken? Es bleiben alkoholbedingt für einmal ein paar Fragen offen. Viva!
    38 min
  • «Wenns strubuusset ischs föilfüdlenuure»
    Beim Wetter feiert sich die Sprache selbst! Gerade noch «Wanderwetter», ist die Luft schon «tuusem», der Himmel «gschlargig». Der «Wätterwind» «flüderlet» erst, dann «chuttets» und bald beginnt es zu «strääzen» oder «strubuussen». Nadia und Markus durchsteigen zusammen eine sprachliche Wetterwand.
    Dieser Wortreichtum bestätigt den Wetterschmöcker Martin Horat. Für ihn ist das Wetter nämlich eines der wichtigsten Lebensthemen, besonders von Männern. Darüber lässt sich füglich streiten. Schliesslich hat das Reden übers Wetter einen schlechten Ruf. Aber warum bloss? Mit dieser Episode im Ohr wird das nächste Wettergespräch jedenfalls garantiert zum Partyrenner!
    30 min
  • Mundart als Songsprache
    Lieder auf Schweizerdeutsch gehen direkt ins Herz. Oder lenkt ein Songtext in der Muttersprache bloss von der Musik ab? Besteht Kitschgefahr und Peinlichkeitsalarm? Diese Fragen diskutieren wir mit einer, die es wissen muss: Mit der Sängerin Heidi Happy. 
    Sie singt auf ihrem neuen Album neben Schweizerdeutsch auch Songs auf Hochdeutsch, Englisch und Französisch.
    Sprungbretter für die Diskussion über Mundart oder Englisch als Singsprache sind uns Thesen bekannter Schweizer Musiker wie Marc Sway, Seven und Black Tiger. Heidi Happy gibt einen Blick hinter die Kulissen des Songwritings. Markus ordnet die teils steilen Thesen sachlich ein. Diese Episode wurde am Mundartfestival in Arosa vor Publikum aufgezeichnet.
    33 min
  • «Gott zum Gruss» oder «Tschese zämme?»
    Grussformeln sind Spiegel der Gesellschaft und dem Sprachwandel unterworfen. 1656 grüsste man sich mit «Gott gebe euch einen gutten Tag Gevatterin». Das heute übliche «Hallo» ist ein kurzer Furz dagegen. Wie konnten sich die Grussformeln so extrem verändern? Und wieso grüssen wir uns überhaupt?
    Wir machen eine Reise durch die Grussgeschichte und entdecken ein paar überraschende ursprüngliche Bedeutungen von geläufigen Grussformeln wie «Grüezi», «Sali» oder «Tschau». Nadia hinterfragt deswegen sogar ihr bisher übliches Grüssen. Adé merci!
    32 min

About Dini Mundart

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Englische Ausdrücke, eigenartige Pluralformen oder Germanismen: Der schöne Schweizer Dialekt geht bachab. Wie schlimm steht es um unsere Sprache? Nadia Zollinger ist besorgt, doch SRF-Dialektforscher…

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