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Ich liebe dieses Zwiegespräch zwischen den Söhnen Korachs und Gott. Es ist geprägt von tiefem Vertrauen und Intimität. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, doch jeder Vers des Gebets löst in mir Gefühle aus. Sowohl in meinem Kopf, als auch in meinem Herz werden die Worte lebendig.
Schaffe mir Recht, Gott, und führe meinen Rechtsstreit mit einer gnadenlosen Nation! Vom Mann des Betrugs und des Unrechts rette mich!
Ich kann das nur aus tiefer Seele mitbeten. Zwar stehe ich nicht einer gnadenlosen Nation gegenüber, doch ich kenne Menschen des Betrugs und Unrechts. Vielleicht kennen Sie das auch? Sie versuchen mit ihrem Gegenüber in Frieden zu leben und verständnisvoll zu sein. Ihre Freundlichkeit wird allerdings nur abgeschmettert und mit Bosheit beantwortet. Mein Herz findet sich immer wieder in solchen Momenten wieder. Ich fühle mich dann ausgeliefert und weiß, dass nur Gott eingreifen kann. Ich bin machtlos, wenn er nicht das Herz meines Gegenübers bewegt.
Denn du bist der Gott meiner Zuflucht. Warum hast du mich verworfen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind?
Ja, bei Gott bin ich sicher. Diese Erfahrung machen auch die Söhne Korachs immer wieder. Es ist für sie ein fester Glaubenssatz geworden. Ich weiß mich sicher bei Gott geborgen. Er ist meine Burg, auch wenn draußen der Feind herumstreicht. Immer wieder kommt es aber vor, dass diese Burg richtiggehend von Feinden belagert wird. In meinem Fall hat der Feind eher selten die Form eines Menschen. Für mich ist es der Kampf mit Erkrankungen. Sei es nun eine Migräne, die mich lähmt oder die Folgen einer überwundenen Depression. Wenn es über längere Zeit schlimm ist, fühle ich mich von Gott allein gelassen. Wie die Söhne Korachs rufe ich aus: Warum hast du mich verworfen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedrückt durch meinen Feind?
Ich liebe es, dass ich vor Gott meine Verzweiflung herausrufen darf. Das schafft meinem Herzen ein wenig Erleichterung. Jesus hat am Kreuz ganz ähnliche Worte verwendet: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich bin so dankbar, dass Jesus meine Verzweiflung kennt und mitempfinden kann.
Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen.
Die Söhne Korachs werfen sich Gott in die Arme. Sie wissen, dass sie sich nicht selbst aus der Not befreien können. Deshalb bitten sie Gott um sein Licht und seine Wahrheit. Sie haben eine tiefe Sehnsucht danach, endlich wieder zurück in Gottes Haus und seine Gegenwart zu kommen.
Zu ihrer Zeit war Gottes Haus der Tempel in Jerusalem. Hier war man Gott ganz besonders nah und nichts anderes hatte dort Platz. Ihr Wunsch ist es, dass der Streit mit ihrem Feind endlich beendet ist und sie, auch örtlich, zurück in diesen sicheren Raum kommen können.
Ich teile die tiefe Sehnsucht der Söhne Korachs. Ich weiß in meinem Leid oft nicht, wie ich beten soll. Ich will und kann Gott nicht vorschreiben, wie er die Situation nun zu lösen hat. Früher betete ich oft mit einem konkreten Plan. Durch die Jahre erfuhr ich allerdings, dass Gott oft anders eingreift, als ich ihm das in meinem Wunsch vorgebetet habe. Dabei habe ich auch erkannt, dass seine Perspektive immer noch größer und liebevoller ist. Darum werfe ich mich, wie die Söhne Korachs, Gott in die Arme. Ich bitte ihn um sein Licht und seine Wahrheit. Er soll mich leiten und sicher ans Ziel bringen.
So werde ich kommen zum Altar Gottes, zum Gott meiner Jubelfreude, und werde dich preisen auf der Zither, Gott, mein Gott!
Mitten im Dunkel keimt der Funke der Gewissheit auf. Ja, du wirst die Situation lösen und ich werde dich wieder von ganzem Herzen preisen. Ich glaube, das kann ein erster Schritt sein, zu dem Gott mich ermutigt. Ich bete Gott aus der Traurigkeit meiner Seele heraus an. Es braucht dabei keine ausgefeilten Worte oder eine Lobpreiszeit. Im Grau des Alltags kann Gott diese Siege mit mir erringen. Erst am Morgen auf der Autofahrt hatte ich wieder einen solchen Moment. Ich leide aktuell unter schlechtem Schlaf und brachte mein müdes, trauriges Herz vor Gott. Plötzlich schenkte mir Gott den Gedanken, dass ich ihn loben will, egal wie die Umstände sind. Ich war selbst überrascht von diesem Gedanken. Er passte nicht zu meiner Gefühlslage. So betete ich Gott an, auch ohne mich wirklich danach zu fühlen. Es war ein kostbarer Moment in Gottes Gegenwart. Ich war immer noch müde, aber ich wusste wieder, auf welchem Fundament ich stehe.
Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott.
Der letzte Vers ist für mich ein wunderschönes Bild, wie in mir Seele und Geist kunstvoll verwoben sind. Dabei kann der Vers leicht eine falsche Note bekommen. Ich könnte ihn durchaus auch so verstehen: Stell dich nicht so an. Gott macht das schon. Das ist hier ganz sicher nicht gemeint. Es ist die liebevolle Erinnerung an meine Seele, dass Gott treu ist. Es ist die Ermutigung, schon auf das Ende zu schauen. Ich werde Gott noch preisen. Es wird passieren. Ich weiß noch nicht wie und wann, aber ich werde es tun. Die Seele wird liebevoll an die Hand genommen und ihr Blick auf Gottes Treue gerichtet.
So möchte ich mit den Söhnen Korachs zuversichtlich in die Zukunft schauen. Ich bitte um seine Wahrheit und sein Licht. Ich lade Sie ein, ihren Blick auf den zu richten, der verlassen wurde, damit wir wieder Kind sein dürfen. Auf Jesus Christus, den Sohn Gottes. Unser Leid ist ihm nicht fremd. Er ist bei Ihnen und mir. Wir dürfen getrost nach vorne blicken.
Autor: Christian Bangert
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By ERF - Der Sinnsender5
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Ich liebe dieses Zwiegespräch zwischen den Söhnen Korachs und Gott. Es ist geprägt von tiefem Vertrauen und Intimität. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, doch jeder Vers des Gebets löst in mir Gefühle aus. Sowohl in meinem Kopf, als auch in meinem Herz werden die Worte lebendig.
Schaffe mir Recht, Gott, und führe meinen Rechtsstreit mit einer gnadenlosen Nation! Vom Mann des Betrugs und des Unrechts rette mich!
Ich kann das nur aus tiefer Seele mitbeten. Zwar stehe ich nicht einer gnadenlosen Nation gegenüber, doch ich kenne Menschen des Betrugs und Unrechts. Vielleicht kennen Sie das auch? Sie versuchen mit ihrem Gegenüber in Frieden zu leben und verständnisvoll zu sein. Ihre Freundlichkeit wird allerdings nur abgeschmettert und mit Bosheit beantwortet. Mein Herz findet sich immer wieder in solchen Momenten wieder. Ich fühle mich dann ausgeliefert und weiß, dass nur Gott eingreifen kann. Ich bin machtlos, wenn er nicht das Herz meines Gegenübers bewegt.
Denn du bist der Gott meiner Zuflucht. Warum hast du mich verworfen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind?
Ja, bei Gott bin ich sicher. Diese Erfahrung machen auch die Söhne Korachs immer wieder. Es ist für sie ein fester Glaubenssatz geworden. Ich weiß mich sicher bei Gott geborgen. Er ist meine Burg, auch wenn draußen der Feind herumstreicht. Immer wieder kommt es aber vor, dass diese Burg richtiggehend von Feinden belagert wird. In meinem Fall hat der Feind eher selten die Form eines Menschen. Für mich ist es der Kampf mit Erkrankungen. Sei es nun eine Migräne, die mich lähmt oder die Folgen einer überwundenen Depression. Wenn es über längere Zeit schlimm ist, fühle ich mich von Gott allein gelassen. Wie die Söhne Korachs rufe ich aus: Warum hast du mich verworfen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedrückt durch meinen Feind?
Ich liebe es, dass ich vor Gott meine Verzweiflung herausrufen darf. Das schafft meinem Herzen ein wenig Erleichterung. Jesus hat am Kreuz ganz ähnliche Worte verwendet: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich bin so dankbar, dass Jesus meine Verzweiflung kennt und mitempfinden kann.
Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen.
Die Söhne Korachs werfen sich Gott in die Arme. Sie wissen, dass sie sich nicht selbst aus der Not befreien können. Deshalb bitten sie Gott um sein Licht und seine Wahrheit. Sie haben eine tiefe Sehnsucht danach, endlich wieder zurück in Gottes Haus und seine Gegenwart zu kommen.
Zu ihrer Zeit war Gottes Haus der Tempel in Jerusalem. Hier war man Gott ganz besonders nah und nichts anderes hatte dort Platz. Ihr Wunsch ist es, dass der Streit mit ihrem Feind endlich beendet ist und sie, auch örtlich, zurück in diesen sicheren Raum kommen können.
Ich teile die tiefe Sehnsucht der Söhne Korachs. Ich weiß in meinem Leid oft nicht, wie ich beten soll. Ich will und kann Gott nicht vorschreiben, wie er die Situation nun zu lösen hat. Früher betete ich oft mit einem konkreten Plan. Durch die Jahre erfuhr ich allerdings, dass Gott oft anders eingreift, als ich ihm das in meinem Wunsch vorgebetet habe. Dabei habe ich auch erkannt, dass seine Perspektive immer noch größer und liebevoller ist. Darum werfe ich mich, wie die Söhne Korachs, Gott in die Arme. Ich bitte ihn um sein Licht und seine Wahrheit. Er soll mich leiten und sicher ans Ziel bringen.
So werde ich kommen zum Altar Gottes, zum Gott meiner Jubelfreude, und werde dich preisen auf der Zither, Gott, mein Gott!
Mitten im Dunkel keimt der Funke der Gewissheit auf. Ja, du wirst die Situation lösen und ich werde dich wieder von ganzem Herzen preisen. Ich glaube, das kann ein erster Schritt sein, zu dem Gott mich ermutigt. Ich bete Gott aus der Traurigkeit meiner Seele heraus an. Es braucht dabei keine ausgefeilten Worte oder eine Lobpreiszeit. Im Grau des Alltags kann Gott diese Siege mit mir erringen. Erst am Morgen auf der Autofahrt hatte ich wieder einen solchen Moment. Ich leide aktuell unter schlechtem Schlaf und brachte mein müdes, trauriges Herz vor Gott. Plötzlich schenkte mir Gott den Gedanken, dass ich ihn loben will, egal wie die Umstände sind. Ich war selbst überrascht von diesem Gedanken. Er passte nicht zu meiner Gefühlslage. So betete ich Gott an, auch ohne mich wirklich danach zu fühlen. Es war ein kostbarer Moment in Gottes Gegenwart. Ich war immer noch müde, aber ich wusste wieder, auf welchem Fundament ich stehe.
Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott.
Der letzte Vers ist für mich ein wunderschönes Bild, wie in mir Seele und Geist kunstvoll verwoben sind. Dabei kann der Vers leicht eine falsche Note bekommen. Ich könnte ihn durchaus auch so verstehen: Stell dich nicht so an. Gott macht das schon. Das ist hier ganz sicher nicht gemeint. Es ist die liebevolle Erinnerung an meine Seele, dass Gott treu ist. Es ist die Ermutigung, schon auf das Ende zu schauen. Ich werde Gott noch preisen. Es wird passieren. Ich weiß noch nicht wie und wann, aber ich werde es tun. Die Seele wird liebevoll an die Hand genommen und ihr Blick auf Gottes Treue gerichtet.
So möchte ich mit den Söhnen Korachs zuversichtlich in die Zukunft schauen. Ich bitte um seine Wahrheit und sein Licht. Ich lade Sie ein, ihren Blick auf den zu richten, der verlassen wurde, damit wir wieder Kind sein dürfen. Auf Jesus Christus, den Sohn Gottes. Unser Leid ist ihm nicht fremd. Er ist bei Ihnen und mir. Wir dürfen getrost nach vorne blicken.
Autor: Christian Bangert
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