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Vielleicht kennen Sie den Wunsch: „Wenn mir Jesus nur ein großes Wunder zeigt, dann werde ich glauben." Ich kenne diesen Wunsch wirklich. Unser heutiger Bibeltext zeigt uns allerdings, dass ein Wunder keinen Glauben garantiert. Im Johannesevangelium, Kapitel 11 erlebe ich eines der größten Wunder überhaupt: Jesus weckt einen Toten zum Leben auf.
Und ich habe noch gedacht: Da müssten doch jetzt wirklich alle zum Glauben an Jesus Christus kommen. Aber dieses eine Wunder bringt ganz unterschiedliche Reaktionen hervor. Zum einen kommen an diesem Tag tatsächlich viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus. Sie sehen das Wunder und haben Jesus vertraut. Doch es gibt noch eine andere Gruppe: Sie gehen zu den Pharisäern und erzählen ihnen davon.
1) Die richtige Frage – das falsche Herz
Die Pharisäer und Hohepriester rufen daraufhin den Hohen Rat zusammen. Das sind etwa 70 Männer der religiösen Elite, die politische Verantwortung tragen und zugleich geistliche Leiter sind. Und sie sind sich einig: Jesus tut viele Wunder. Doch wir werden gleich sehen, dass sie zu einem ganz anderen Ergebnis kommen, als an ihn zu glauben. Ich glaube, der Unterschied liegt in ihrer Herzenshaltung.
Das Spannende ist nämlich, dass der Hohe Rat zunächst etwas Erstaunliches feststellt. Sie fragen: „Was sollen wir tun? Denn dieser Mensch tut viele Wunder." Das hört sich doch eigentlich nach der richtigen Erkenntnis an. Später in der Bibel, in der Apostelgeschichte, als über Jesus gepredigt wird, stellen Menschen genau diese Frage: „Was sollen wir jetzt tun?", nachdem sie gehört haben, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist. Und Petrus antwortet ihnen: Tut Buße, kehrt um, lasst euch taufen. Und sie tun es.
Doch hier, beim Hohen Rat, merkt man schon in den nächsten Sätzen: Irgendetwas stimmt mit den Herzen nicht. Denn was den Hohen Rat wirklich umtreibt, ist die Sorge, dass sie ihre Macht verlieren könnten. Wenn Jesus weiter solche Wunder tut und die Menschen ihm folgen, könnte es zu Unruhe kommen. Im damaligen Israel, das unter römischer Herrschaft stand, hätten die Römer einen Aufstand niedergeschlagen, wahrscheinlich den Tempel zerstört – und damit wäre auch die Macht des Hohen Rates verloren gegangen. Und so wird die Absicht klar: Sie wollen nicht Gott bewahren, sie wollen sich selbst bewahren.
2) Kaiphas sagt die Wahrheit – mit bösem Herzen
Da gibt es diesen Hohepriester Kaiphas. Und er sagt etwas sehr Interessantes: „Es ist besser, dass ein Mensch für das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht." Politisch ist das nachvollziehbar – ein kleines Opfer für das große Ganze. Aber es klingt kühl. Es klingt böse. Er versteckt seine eigentliche Absicht – die Sicherung seiner Macht – hinter dem Argument, dem Volk etwas Gutes zu tun.
Und doch deutet Johannes es so, dass der Hohepriester in diesem Moment geweissagt hat. Wie kann das sein? Ich glaube, Gott kann sogar böse Herzen gebrauchen und durch sie Wahrheit aussprechen. Kaiphas sagt mehr, als er selbst versteht. Denn was er sagt, ist letztlich wahr: Einer soll für das ganze Volk sterben. Das klingt fast so, als hätte Jesus selbst gesprochen. Denn Jesus sagt, dass er sein Leben geben wird für viele. Doch der Hohe Rat entscheidet sich von da an, Jesus festzunehmen und zu töten.
3) Die erschreckendste Stelle im Text
Und dann kommt für mich eine wirklich erschreckende Aussage: „Darum ging Jesus nicht mehr frei umher unter ihnen." Jesus zieht sich zurück. Das finde ich sehr traurig. Er hätte noch so viele Menschen heilen können.
4) Was sollen wir nun tun?
Vielleicht denken Sie jetzt: „Wenn Jesus mir wirklich so ein großes Wunder zeigen würde, dann würde ich glauben." Dann möchte ich Ihnen ein Wunder nennen – vielleicht sogar das größte und das offenbarste. Denn das, was Kaiphas prophezeit hat, ist wahr geworden: Einer ist gestorben für alle. Jesus Christus ist für uns ans Kreuz gegangen, damit wir nicht verloren gehen. Jesus stirbt, damit wir leben können.
Und so bleibt am Ende diese Frage stehen, die sich schon damals viele gestellt haben: Was sollen wir nun tun? An Jesus glauben? Oder wir verdrängen Jesus, weil uns unsere Position, unser Stolz oder unsere Sicherheit wichtiger geworden sind. Gibt es etwas, woran Sie festhalten – und das Jesus aus Ihrem Leben verdrängt?
Ich bete, dass wir immer tiefer erkennen, was Petrus als Antwort gegeben hat: dass wir Buße tun, umkehren, uns auf den Namen Jesu Christi taufen lassen und so das Leben empfangen. Dann ist es wahr, was wir heute gehört haben: Jesus stirbt, damit Sie und ich leben können.
Autor: Samuel Woff
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By ERF - Der Sinnsender5
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Vielleicht kennen Sie den Wunsch: „Wenn mir Jesus nur ein großes Wunder zeigt, dann werde ich glauben." Ich kenne diesen Wunsch wirklich. Unser heutiger Bibeltext zeigt uns allerdings, dass ein Wunder keinen Glauben garantiert. Im Johannesevangelium, Kapitel 11 erlebe ich eines der größten Wunder überhaupt: Jesus weckt einen Toten zum Leben auf.
Und ich habe noch gedacht: Da müssten doch jetzt wirklich alle zum Glauben an Jesus Christus kommen. Aber dieses eine Wunder bringt ganz unterschiedliche Reaktionen hervor. Zum einen kommen an diesem Tag tatsächlich viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus. Sie sehen das Wunder und haben Jesus vertraut. Doch es gibt noch eine andere Gruppe: Sie gehen zu den Pharisäern und erzählen ihnen davon.
1) Die richtige Frage – das falsche Herz
Die Pharisäer und Hohepriester rufen daraufhin den Hohen Rat zusammen. Das sind etwa 70 Männer der religiösen Elite, die politische Verantwortung tragen und zugleich geistliche Leiter sind. Und sie sind sich einig: Jesus tut viele Wunder. Doch wir werden gleich sehen, dass sie zu einem ganz anderen Ergebnis kommen, als an ihn zu glauben. Ich glaube, der Unterschied liegt in ihrer Herzenshaltung.
Das Spannende ist nämlich, dass der Hohe Rat zunächst etwas Erstaunliches feststellt. Sie fragen: „Was sollen wir tun? Denn dieser Mensch tut viele Wunder." Das hört sich doch eigentlich nach der richtigen Erkenntnis an. Später in der Bibel, in der Apostelgeschichte, als über Jesus gepredigt wird, stellen Menschen genau diese Frage: „Was sollen wir jetzt tun?", nachdem sie gehört haben, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist. Und Petrus antwortet ihnen: Tut Buße, kehrt um, lasst euch taufen. Und sie tun es.
Doch hier, beim Hohen Rat, merkt man schon in den nächsten Sätzen: Irgendetwas stimmt mit den Herzen nicht. Denn was den Hohen Rat wirklich umtreibt, ist die Sorge, dass sie ihre Macht verlieren könnten. Wenn Jesus weiter solche Wunder tut und die Menschen ihm folgen, könnte es zu Unruhe kommen. Im damaligen Israel, das unter römischer Herrschaft stand, hätten die Römer einen Aufstand niedergeschlagen, wahrscheinlich den Tempel zerstört – und damit wäre auch die Macht des Hohen Rates verloren gegangen. Und so wird die Absicht klar: Sie wollen nicht Gott bewahren, sie wollen sich selbst bewahren.
2) Kaiphas sagt die Wahrheit – mit bösem Herzen
Da gibt es diesen Hohepriester Kaiphas. Und er sagt etwas sehr Interessantes: „Es ist besser, dass ein Mensch für das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht." Politisch ist das nachvollziehbar – ein kleines Opfer für das große Ganze. Aber es klingt kühl. Es klingt böse. Er versteckt seine eigentliche Absicht – die Sicherung seiner Macht – hinter dem Argument, dem Volk etwas Gutes zu tun.
Und doch deutet Johannes es so, dass der Hohepriester in diesem Moment geweissagt hat. Wie kann das sein? Ich glaube, Gott kann sogar böse Herzen gebrauchen und durch sie Wahrheit aussprechen. Kaiphas sagt mehr, als er selbst versteht. Denn was er sagt, ist letztlich wahr: Einer soll für das ganze Volk sterben. Das klingt fast so, als hätte Jesus selbst gesprochen. Denn Jesus sagt, dass er sein Leben geben wird für viele. Doch der Hohe Rat entscheidet sich von da an, Jesus festzunehmen und zu töten.
3) Die erschreckendste Stelle im Text
Und dann kommt für mich eine wirklich erschreckende Aussage: „Darum ging Jesus nicht mehr frei umher unter ihnen." Jesus zieht sich zurück. Das finde ich sehr traurig. Er hätte noch so viele Menschen heilen können.
4) Was sollen wir nun tun?
Vielleicht denken Sie jetzt: „Wenn Jesus mir wirklich so ein großes Wunder zeigen würde, dann würde ich glauben." Dann möchte ich Ihnen ein Wunder nennen – vielleicht sogar das größte und das offenbarste. Denn das, was Kaiphas prophezeit hat, ist wahr geworden: Einer ist gestorben für alle. Jesus Christus ist für uns ans Kreuz gegangen, damit wir nicht verloren gehen. Jesus stirbt, damit wir leben können.
Und so bleibt am Ende diese Frage stehen, die sich schon damals viele gestellt haben: Was sollen wir nun tun? An Jesus glauben? Oder wir verdrängen Jesus, weil uns unsere Position, unser Stolz oder unsere Sicherheit wichtiger geworden sind. Gibt es etwas, woran Sie festhalten – und das Jesus aus Ihrem Leben verdrängt?
Ich bete, dass wir immer tiefer erkennen, was Petrus als Antwort gegeben hat: dass wir Buße tun, umkehren, uns auf den Namen Jesu Christi taufen lassen und so das Leben empfangen. Dann ist es wahr, was wir heute gehört haben: Jesus stirbt, damit Sie und ich leben können.
Autor: Samuel Woff
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