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Ennio Morricone - Meister der Filmmusik


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"Spiel mir das Lied vom Tod" - bei diesem Filmtitel denkt jeder sofort an das Stück "Der Mann mit der Harmonika" aus der Feder des italienischen Komponisten Ennio Morricone. Seine Soundtracks haben die dramaturgischen Möglichkeiten der Filmmusik erweitert und Maßstäbe gesetzt. Morricone ist einer der erfolgreichsten, produktivsten und innovativsten Komponisten der Kinogeschichte. Autor: Markus Vanhoefer

Credits
Autor dieser Folge: Markus Vanhoefer
Regie: Markus Vanhoefer
Es sprachen: Julia Fischer, Frank Manhold, Peter Lersch, Silke v. Walkhoff
Technik: Regina Staerke
Redaktion: Andrea Bräu

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an [email protected].

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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

( Musik 1:  Kurzes Geräusch „Filmprojektor“:. Dann: Morricone „Armonica“. )

Sprecher:

Und? Kennen Sie dieses Thema? Na klar. Dieses kurze Motiv – es stammt aus dem Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ - ist für die Filmmusik das, was Beethovens „Tit-ti-ti-taa“ für die Klassik ist. Die Essenz einer ganzen musikalischen Welt. Man muss nicht unbedingt ein Soundtrack-Spezialist sein, um die vier Mundharmonika-Töne mit dem Namen eines Komponisten in Verbindung zu bringen: Ennio Morricone. Für seine Landsleute: Maestro Morricone. 

( Musik 2:  Morricone: „Spiel mir das Lied vom Tod“, Schlussmusik. )

Sprecher:

Spricht ein Italiener von „Maestro“, dann hat dies eine andere Dimension, als das spröde deutsche „Meister“. Ein Maestro ist mehr als nur ein solider Handwerker, ein Maestro ist eine Respektsperson, jemand mit Aura und Charisma. „Maestro“ heißen nur die ganz Großen. Maestro Ennio Morricone trägt diesen Titel zurecht.

( Musik 2 hoch )

Sprecher:

Morricones Werksbiographie unterstreicht seine herausragende Bedeutung für die Film-Geschichte. Wie viele Soundtracks hat er eigentlich geschrieben? Waren es wirklich 500, wie es das Internet-Lexikon behauptet? Oder doch nur etwas mehr als 450? Das ist zumindest ist auf Morricones offizieller Web-Seite zu lesen. Die Regisseure, mit denen er zusammengearbeitet hat, zählen zu den renommiertesten ihres Fachs: Pier Paolo Pasolini, Lina Wertmüller, Bernardo Bertolucci, Brian De Palma, Roman Polanski, Oliver Stone, Pedro Almodovar, Quentin Tarantino... Wie könnte es anders sein, befinden sich in Morricones Trophäenregal die begehrtesten Auszeichnungen seines Berufsstandes: Der Oscar, der Grammy, der Golden Globe, der britische Bafta-Award, der italienische David di Donatello. Morricone erhielt den schwedischen Polar-Music-Prize, er ist Ritter der französischen Ehrenlegion und hat einen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“.

( Musik 3: Morricone „Armonica“. )

Zitatorin:

Morricone ist mit wichtigen Preisen ausgezeichnet worden, und er hat sie alle verdient,...

Sprecher:   

sagt Liliana Cavani, Regisseurin von „I Cannibali“ oder „Ripley´s Game“.

Zitatorin:

Ich habe viele Erinnerungen an unsere Zusammenarbeit. An wunderbare Momente, wenn du als Regisseurin voller Dankbarkeit siehst, wie deine Bilder durch die Filmmusik an Intensität gewinnen.

Wenn du entdeckst, dass Szenen, denen offensichtlich etwas gefehlt hat, erst durch Morricones Einfluss ihre ganze Kraft entfalten.

( Musik 4: „Clan der Sizilianer „Main Title“. Die folgenden Musiken werden unter dem Sprecher kreuzgeblendet!  )

Sprecher:

Was macht Morricone zur Legende der Filmmusik? Natürlich sind viele seiner Kino-Themen Klassiker. Zum Beispiel das Hauptthema aus Henri Verneuils „Der Clan der Sizilianer“:

( Musik 4 hoch. )

Sprecher:

Hier eine weitere Morricone-Melodie: „Chi Mai“ aus „Der Profi“ mit Jean-Paul Belmondo:  

( Musik 5: „Chi Mai“. )

Sprecher:

Und auch diese Musik hat sich Morricone ausgedacht: „Gabriel´s Oboe“ aus „The Mission“:  

( Musik 6: „Gabriel ´s Oboe“ )

Sprecher:

Einmal gehört, nie mehr vergessen. Wie kaum ein anderer hat Morricone das unschätzbare Talent zur einprägsamen Melodie. Dies ist jedoch nur ein Aspekt des Phänomens „Morricone“. Liliana Cavani:

Zitatorin:

Nicht jeder Komponist weiß, wie man Musik komponiert, die im Kino funktioniert. Morricone hat das immer gewusst.

( Musik 6  hoch )

Sprecher:

Wie funktioniert Filmmusik? Morricones Soundtracks sind exemplarisch dafür, was im Kinodunkel möglich ist: Filmmusik steht nicht für sich alleine, sie wirkt im Zusammenspiel von Bild, Wort und dem Rhythmus von Kamerafahrt und Schnitt. Deshalb folgt sie eigenen Gesetzen: Das,was im Konzertsaal unspektakulär oder verstörend atonal erscheint, kann im Kino magisch sein.

( Musik 7: Geräusch „Filmprojektor“: Musik „Frantic“ wird unter Geräusch eingeblendet.)  

Zitator/Morricone:

Die beste Filmmusik enthüllt etwas, das nicht gezeigt oder erzählt werden kann. Sie illustriert etwas, das der Film nicht zum Ausdruck bringt,...

Sprecher:.

...sagt Ennio Morricone. Das heißt, ein Soundtrack schafft eine Meta-Ebene, er lenkt unsere Gedanken und Gefühle, ohne dass uns diese Beeinflussung  bewusst wird. Die Meister der Filmmusik sind Manipulatoren mit einem intuitiven Verständnis für die menschliche Psyche.

Die Qualität einer Morricone-Partitur hat deshalb auch immer einen irrationalen Aspekt: Das meint der Avantgardekomponist Helmut Lachenmann, wenn er sagt, Morricones Musik habe eine ...

Zitator:

...unwiderstehliche Aura, der man nicht auf die Schliche kommt.

( Musik 7 hoch )

Sprecher:

Musik ist nichts für Spätentwickler. Hochbegabung, eine möglichst frühe Förderung und das richtige Umfeld, dieser Dreiklang ist der Nährboden, auf dem viele große Musiker-Karrieren gewachsen sind. Auch die von Ennio Morricone. Morricone wird am 10. November 1928 in Rom geboren. Sein Vater ist Berufsmusiker und führt den Sohn früh an die Musik heran.1942 wird der vierzehnjährige Jungstudent am Konservatorium Santa Cecilia in Rom. Sein Hauptfach ist Trompete. Nach dem Trompeten-Diplom wechselt Morricone 1946 das Fach und studiert Komposition. Sein Lehrer wird einer der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten Italiens: Goffredo Petrassi. Damit steht Morricone im Zentrum der europäischen Avantgarde. 

( Musik 8: Petrassi: „Settimo Concerto“, daraus „Prologo“. )

Sprecher:

Die Musik des 20. Jahrhunderts wird von umwälzenden Revolutionen geprägt. Den ersten Schock löst nach 1910 Arnold Schönbergs Zwölftonmusik aus.

Morricones Lehrer Petrassi ist ein Vertreter dieser Bewegung. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erschüttert eine zweite, auf Schönberg aufbauende Revolutionswelle die Musikwelt. Es entstehen provozierend neue Richtungen, wie die Serielle Musik, die die Klangeigenschaften eines Werks mit mathematischen Reihen organisiert, oder die Musique Concrète, deren Stücke aus Geräuschen bestehen. Und da ist noch der Amerikaner John Cage, für den alles Klang ist.

( Musik 9: Morricone:  „Ut“ für Trompete und Streichorchester.  )

Sprecher:

Der fortgeschrittene Student Ennio Morricone begeistert sich für all´ diese innovativen Ideen und sorgt mit seinen avantgardistischen Werken für Aufsehen. Doch dann beginnt Morricone ein Doppelleben, er begibt sich ins kommerzielle Terrain der Unterhaltungsmusik. Aus pragmatischen Motiven: Der junge Komponist hat geheiratet:

Zitator/Morricone:

Mit Ernster Musik kommt man nicht weit. Man verdient nur wenig Geld und meine Familie brauchte damals Geld. Und so begann ich auf Nachfrage zu arbeiten.

( Musik 10 )

Sprecher:

Morricone wird zunächst eine Art Ghostwriter für Rundfunk-, TV- und Filmproduktionen. Er arrangiert Werke anderer Komponisten und dirigiert Unterhaltungsorchester.

1958 erhält er einen Vertrag beim Medienkonzern RCA. Ende der 1950er Jahre, in der Vor-Computer-Zeit, ist die Unterhaltungsmusik noch analog. Echte Musiker spielen richtige Instrumente. Deshalb sind klassisch trainierte Komponisten wie Morricone gesuchte Leute. Sie leiten Studioaufnahmen und greifen in einer Doppelfunktion aus Produzent und Arrangeur ins musikalische Geschehen ein. Fällt beispielsweise die Entscheidung, eine schlichte Pop-Melodie in ein großorchestrales Gewand zu kleiden, sind sie in der Lage, auf die Schnelle die gewünschte Orchester-Partitur zu verfassen. Ohne fundierte Kompositionsausbildung geht das nicht. Ennio Morricone kann das, und dann entdeckt er noch eine weiteres Talent: Sobald er mit eigenen Stücken „populäre“ Genres bedient, hat seine Musik das Zeug zur Hitparade. Zum Beispiel sein „Twist Nr. 9“, der in Japan und Südkorea zum „Kult“ wird. Oder der Italo-Schlager „Ogni Volta“, mit dem Paul Anka 1964 am San Remo-Festival teilnimmt. Der Titel verkauft sich allein in Italien 1,2 Millionen mal. Arrangeur und Co-Autor des Bestsellers: Ennio Morricone.  

( Musik 11: Paul Anka: „Ogni Volta“ ).

Sprecher:

Ennio Morricone ist nicht der erste seriöse Komponist, der von der Kunst in den Kommerz wechselte. Die meisten seiner Kollegen haben dies mit schlechtem Gewissen getan.

Denn aus Sicht der elitären Hochkultur gilt dies als Hochverrat. Das ist eine Einschätzung, die Ennio Morricone in keiner Weise teilt. Ob absolute Musik, wie Morricone Kunstmusik nennt, oder einfacher Schlager, Morricone komponiert beides mit gleicher Leidenschaft und ähnlichem Qualitätsanspruch. Das ist die Grundlange seines Welterfolgs als Filmkomponist.

Zitator/Morricone:

Beides hat mir gleich viel Spaß gemacht, denn ich liebe das Komponieren. Für angewandte Musik nutze ich die gleichen Regeln und geistigen Anforderungen wie für absolute Musik.

( Musik 12: „Themamusik: „Für eine Handvoll Dollar“.  )

Sprecher:

Ennio Morricone beginnt seine Karriere als Filmkomponist im Jahr 1961. Der internationale Durchbruch gelingt ihm in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sergio Leone. 1964 kommt  „Für eine Handvoll Dollar“ in die „Lichtspielhäuser“. Er ist der erste Film der „Dollar-Trilogie“, die das Genre des so genannten Spaghetti-Western begründet. Die beiden anderen Streifen sind „Für ein paar Dollar mehr“ und „Zwei glorreiche Halunken“. Ennio Morricones und Sergio Leones Italo-Western haben einen gewaltigen Einfluss. Sie verändern die Erzählweise des Films. Das meint beispielsweise Pulp-Fiction Regisseur Quentin Tarantino. Der Hauptgrund dafür sei Morricones Musik. Der Regisseur John Borman ergänzt:  

Zitator:

In den Filmen dieser beiden Männer spielt Musik die Hauptrolle. Ich sage dies nicht, um Leone herabzuwürdigen. Morricones Partituren sind so etwas wie Opern. Sie schöpfen aus einer alten italienischen Tradition.  

( Musik 13 )

Sprecher:

Welche Funktion hat Filmmusik? Die Herangehensweise des kongenialen Duos Leone/ Morricone ist konzeptionell neu. „Oper“ ist in der Tat das richtige Schlagwort. Denn ihre Spaghetti-Western sind in ihrer symbiotischen Verbindung von Bild und Klang opernartig durchkomponiert. Das beginnt bei einzelnen Motiven, die Personen charakterisieren, und endet in Rhythmus und Struktur der dramaturgischen Abläufe, in der die Handlung der Musik folgt und nicht anders herum. Ein Beispiel ist das Ende von „Zwei glorreiche Halunken“. Drei Revolvermänner stehen sich am Rande eines Friedhofs minutenlang Auge in Auge gegenüber. Eine statische Szene wie diese würde ohne Morricones erzählende Musik völlig in sich zusammenfallen.

( Musik 14: Themamusik:  „Für ein paar Dollar mehr“ )

Sprecher:

Ennio Morricones Wild-West-Partituren setzen Maßstäbe. Auch was ihren unverwechselbaren Klang betrifft. Das liegt an den ungewöhnlichen Instrumenten, mit denen Morricone das Standard-Orchester anreichert. Diese Instrumente sind unter anderem Volksmusikinstrumente wie die Maultrommel oder ethnische Flöten, Glocken oder die E-Gitarre der Rock-Musik. Eine besondere Vorliebe zeigt Morricone für die Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme:

Zitator/Morricone:

Die menschliche Stimme ist das erstaunlichste Instrument, das es gibt. Wir brauchen kein Instrument, wir selbst sind das Instrument, wir, unser Körper. Die menschliche Stimme kann alles. Wir sind an schöne, liebliche Stimmen gewöhnt.

Aber es gibt auch schreckliche Stimmen, unmenschliche, die von bösen Menschen. Die Stimme repräsentiert alles Gute und Schlechte der menschlichen Natur.

( Musik 15: Morricone „The Ecstasy Of Gold“.  )

Sprecher:

Das Medium Ton-Film hat mehrere akustische Dimensionen. Die Musik ist eine, eine andere ist das Geräusch, und das spielt im Denken des Filmkomponisten Morricone eine entscheidende Rolle. Was ist die Grenze von Musik und Geräusch, lassen sich Geräusche musikalisieren? Kann das Fehlen von Musik trotzdem Musik sein? Morricones wohl berühmteste Filmmusik ist die zu Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“. Die epische Anfangsszene der Western-Saga nimmt dabei eine Sonderstellung ein, denn sie kommt scheinbar völlig ohne Musik aus. Drei finstere Pistolleros warten an einem gottverlassenen Wüstenbahnhof auf die Ankunft eins Zugs: Was wir hören: Das rhythmische Quietschen eines Windrads, Stiefelschritte auf Holzboden. Das Platschen von Wassertropfen. Das Summen einer Fliege. Den sich nähernden Zug. Diese Geräusche sind bewusst komponiert. Sie steuern auf einen Höhepunkt zu. Nach etwa 10 Minuten steigt der „Fremde“ aus dem Zug. Erst dann erklingt ein „richtiges“ Instrument: das legendäre Mundharmonika-Thema.

( Musik 16: Geräusch „Wind und Wassertropfen“. Liegt bereits unter Text. Daraus Themamusik „Spiel mir das Lied vom Tod“. )  

Sprecher:

Geräusche und Stille als Gestaltungselement. Enno Morricone hat dies nicht erfunden. Das sind Ideen der zeitgenössischen Musik der Nachkriegsjahre, als Morricone selbst ein Mitglied dieser Szene war. John Cage war damals einer seiner Vorbilder:

Zitator/Morricone:

John Cage war ein enormer Einfluss, und ich rede nicht nur von Avantgarde-Musik, sondern von Musik im Allgemeinen. Zum Beispiel, wie wichtig Pausen sind, das Fehlen eines Klanges, das kam von Cage.

( Musik 17: „Cinema Paradiso“  )

Sprecher:

Maestro Morricone. Vom legendären Filmkomponisten zum Privatmann. Morricone ist Römer mit Leib und Seele, die ewige Stadt ist das Zentrum seines Lebens. Zusammen mit seiner Frau und den vier Kindern wohnt er in der Nähe der Piazza Venezia. Im kreativen Chaos seines Arbeitszimmers entstehen mehrere hundert Soundtracks, aber auch „abstrakte“ Konzertmusik. Der Filmkomponist Morricone bedient alle Genres, die das Kino kennt: Western, Thriller und Horror-Filme, historische Stoffe wie auch Komödien, cineastisch Anspruchsvolles und aufwendige Großproduktionen, genauso wie billige B-Movies. Morricone ist einer der erfolgreichsten und profiliertesten Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts.

Natürlich arbeitet so jemand auch für Hollywood, Morricone tut dies von Rom aus. Die amerikanische Filmindustrie betrachtet das als Manko. Zwischen 1979 und 2001 wird der Italiener fünfmal für den Oscar nominiert.

Die begehrte Statue bekommen jedoch immer andere. 2007 darf Morricone einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk in Empfang nehmen. Für Insider hat diese Geste einen schalen Beigeschmack.

( Musik 18: Morricone: „The Hateful Eight“. )

precher:

Die Geschichte von Ennio Morricone und dem Oscar hat jedoch ein Happy-End. Einer der glühendsten Fans des römischen Maestro  ist Quentin Tarantino. Jahrelang versucht der amerikanische Regisseur vergeblich, sein Idol zu engagieren. Doch dann gibt Morricone nach und schreibt den Soundtrack zu Tarantinos „The Hatefull Eight“. Die Belohung ist eine weitere Oscar-Nominierung.  Diesmal klappt es: 2016 erhält Ennio Morricone den „Academy Award“ für die beste Filmmusik. Damit ist der 87- jährige der älteste Oscar-Preisträger aller Zeiten. 

( Musik 18 hoch )

Sprecher:

Ennio Morricone wird 91 Jahre alt. Im Sommer 2020 wird er nach einem Sturz in ein römisches Krankenhaus eingeliefert, dort stirbt er am 6. Juli desselben Jahres. 

Zitator:

Hat Morricone einen Erben? Im Moment sehe ich niemanden, und ich denke, wir werden noch eine Weile warten müssen, ...

Sprecher:

... sagt der Regisseur Roberto Faenza. Er begründet seine Behauptung, indem er seinen Freund Morricone zitiert: Populäre Musik habe ihre Kreativität, ihr Überraschungsmoment verloren.

Zitator/Morricone:

Wir konsumieren heute Musik, sie ist nicht mehr als ein Hintergrundgeräusch in einem Laden.  

Sprecher:

Maestro Morricones Anspruch war ein anderer, so eingängig viele seiner Kompositionen auch sind.

(  Schlussmusik )

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