ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Warum Myrrhe?

    Babymütze, Schaffell, Wärmekissen – das oder Ähnliches verstehen die Menschen heute unter sinnvollen Geschenken zur Geburt eines Babys. Im direkten Vergleich kommen die drei Weisen aus dem Morgenland mit ihren Geschenken Gold, Weihrauch und Myrrhe für „Baby-Jesus“ nicht wirklich weise rüber.

    Im Matthäusevangelium lese ich von diesen drei Männern: „Sie gingen in das Haus, fielen nieder und beteten das Kind an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ (LUT)

    Diese drei Geschenke sind vor allem symbolträchtig. Gold stand für das Königtum, Weihrauch für die Heiligkeit und Myrrhe…

    Warum Myrrhe? Myrrhe hatte unter anderem eine schmerzlindernde Wirkung. Ein Hinweis auf die Leiden Christi am Kreuz.

    Warum Myrrhe? Myrrhe wirkte außerdem anziehend. Diese Wirkung traf auch auf Jesus zu. In zahlreichen Versen der Evangelien lese ich davon, dass ihm Volksmengen folgten. Da ist von Tausenden die Rede!

    Warum Myrrhe? Das, was Jesus gesagt und getan hat, hat die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gezogen. Er handelte mit nie da gewesener Vollmacht, so dass die Pharisäer sich fragten, woher er sie hatte. Er redete mit einer Weisheit, die das Wissen der Schriftgelehrten bei Weitem übertraf. Im Hohelied steht die Myrrhe für die Liebe. Jesus forderte in seinem Reden und Handeln zur Nächstenliebe auf.

    Darum Myrrhe! Mich erinnert dieses Geschenk heute an meinen Auftrag als Jesus-Nachfolger. Mein Leben, mein Reden, mein Handeln sollen vom Sohn Gottes geprägt sein. Ansprechend, anziehend und voller Nächstenliebe.

    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Die Sprache, die uns eint

    Eine Begebenheit aus alter Zeit: Wir befinden uns im Mündungsgebiet des Euphrat und des Tigris. Hier entschließen sich kreative Architekten und wagemutige Baumeister, Großes zu vollbringen. Sie wollen einen Turm bauen, der bis in den Himmel reicht, und sich selbst damit ein Denkmal setzen.

    Diesen Größenwahn wiederum findet Gott gar nicht gut. Er stellt fest: "Weil sie dieselbe Sprache sprechen und ein Volk sind, wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie sich vornehmen!" (1. Mose 11,6). Er gibt den Menschen also verschiedene Sprachen (im Wort Babel klingt das hebräische Wort für „verwirren“ an) und erzwingt damit einen Baustopp für das gottlose Projekt. Der egozentrische Bautrupp löst sich auf und zerstreut sich in alle Welt.

    Jerusalem; ungefähr 30 nach Christus: Aus aller Welt kommen Menschen zusammen, um miteinander Schawuot zu feiern. In einem Haus treffen sich Jünger Jesu – die Frauen und Männer eint ihr Glaube an diesen Mann. Und Gott kommt wieder mit dazu: In der Person des Heiligen Geistes erfüllt er sie und befähigt sie, in allen Sprachen die gute Botschaft von Jesus zu sagen. Für Verwirrung und Zerstreuung bedeutet das den Anfang vom Ende.

    Deutschland; Anfang 2025: Ich wünsche mir, dass Jünger Jesu wieder alle zusammenkommen. Und nicht sich selbst ein Denkmal setzen, sondern kreative Architekten und wagemutige Baumeister des Reiches Gottes sind. Und dass sie die Sprache des Heiligen Geistes sprechen, die sich in Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung ausdrückt. Dann könnte Gott mal wieder vorbeikommen und feststellen: Weil sie dieselbe Sprache sprechen und ein Volk sind, wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie sich vornehmen!

    Autor: Miri Langenbach

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    3 min
  • Ein Wissenschaftler staunt

    Ein Wissenschaftler staunt

    Er beginnt mehr oder weniger zufällig ein Studium an der Technischen Universität in Helsinki in Finnland. Jahre später wird aus dem jungen Finnen ein erfolgreicher Wissenschaftler. Sein Name ist Matti Leisola. Er hat sich in die Biochemie und Biotechnik vertieft und entdeckt,wie kompliziert und gleichzeitig genial die Welt in ihren kleinsten Zellen aufgebaut ist.

    Matti Leisola staunt über die Zusammenhänge, aber auch über die ungelösten Rätsel des Lebens auf dieser Erde. Das bringt ihn dazu, über einen Schöpfergott nachzudenken. Er kommt zu dem Ergebnis: „Ohne einen Gott kann ich mir die Entstehung der Welt nicht vorstellen.“ Diese Erkenntnis wird für den engagierten Wissenschaftler der Start in eine persönliche Beziehung zu Gott, der die Menschen ins Leben gerufen hat und liebt. Sein neues Wissen treibt ihn zu verschiedenen Forschungen an, für die er Preise und international Anerkennung erhält. Auch über seine Pensionierung hinaus schreibt er und übersetzt wissenschaftliche Texte.

    An diesen inspirierenden finnischen Forscher muss ich denken, wenn ich im Psalm 111 lese:  „Groß sind die Werke des Herrn; wer sie erforscht, der hat Freude daran.“ Ich bin zwar keine Wissenschaftlerin, aber ich entdecke tatsächlich immer wieder neue Dinge in der Natur. Gerade im Frühjahr, wenn plötzlich aus dürren Ästen Knospen sprießen und scheinbar aus dem Nichts bunte Blüten erscheinen. Diesen Frühling will ich ganz bewusst genießen und hinter den Wundern der Natur Gott erkennen!

    Autor: Sonja Kilian

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    3 min
  • Achtung! Löwe!

    Wenn man Lehrkräfte nach Entschuldigungen fragt, warum Hausaufgaben nicht gemacht wurden, bekommt man allerlei Interessantes zu hören. Zum Beispiel: „Mein Sohn konnte seine Strafarbeit nicht machen, da er sonst zu spät zum Kindergeburtstag gekommen wäre.“ Oder „Meine Tochter konnte keine Hausaufgaben machen, weil das Heft voll war.“ (Hier gefunden)

    Keine Frage: Schülerinnen und Schüler sind äußerst kreativ, wenn es darum geht, sich vor Hausaufgaben zu drücken. Doch auch  manche Erwachsenen schieben gern einen fadenscheinigen Grund vor, um unliebsamen Aufgaben aus dem Weg zu gehen. Das wussten schon die Menschen in biblischen Zeiten. Im Buch der Sprüche, in der Bibel, findet sich folgende humorige Bobachtung:

    Ein fauler Mensch findet immer eine Entschuldigung; er sagt: »Wenn ich hinausgehe, könnte ich auf der Straße einem Löwen begegnen und getötet werden!« (Sprüche 22,13, NLB)

    Auch wenn es damals rauer zuging als heute: Löwen sind auch zu biblischen Zeiten nicht durch die Stadt spaziert und haben unachtsame Passanten verspeist. Schon damals schien das gefährlichste Tier der innere Schweinehund zu sein. Denn auch der ist recht gefräßig: Er frisst mir meine wertvolle Lebenszeit weg und vor allem den Mut, Wichtiges anzupacken. Dafür steht der Löwe in diesem Vers: für Herausforderungen, vor denen ich so viel Bammel habe, dass ich sie lieber gar nicht anpacke.

    Also, runter von der Couch und raus ins Leben! Dafür hat mich Gott geschaffen und nicht fürs Rumsitzen. Nur Mut: Vielleicht entpuppt sich ja so manch furchterregender Problem-Löwe als zahmes Kätzchen.

    Autor: Tanja Rinsland

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    3 min
  • Hat Goethe abgeschrieben?

    Diese Frage stelle ich mir – oder zumindest denke ich: Da hat sich der Dichterfürst offenbar einer bekannten Vorlage bedient, als er an seinem „Faust“ arbeitete.

    „… allein, mir fehlt der Glaube“: Diese Worte hat vor rund 2.000 Jahren ein verzweifelter Vater geäußert – wenn auch nicht wortwörtlich, so doch vom Sinn her. Seine Geschichte wird im Markusevangelium, Kapitel 9 überliefert. Dieser Vater bringt seinen schwerkranken Sohn zu den Nachfolgern von Jesus, doch die können ihm nicht helfen. In seiner Not wendet er sich nun direkt an Jesus, der gerade mit zwei Freunden von einer Art Bergtour zurückkehrt.

    Nachdem er ausführlich das Krankheitsbild seines Sohnes geschildert hat, sagt der Vater des kranken Kindes zu Jesus: „Wenn du etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!) (Vers 22 b). „Wenn du etwas kannst“ – hier schwingt Zweifel mit. Und Jesus geht sofort darauf ein: „Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ (Vers 23).

    Das ist für den geplagten Vater des kranken Kindes offenbar zu schön, um wahr zu sein. Er will gerne glauben, dass das möglich ist, aber er kann es nicht. Deshalb antwortet er: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Und das Wunder geschieht. Jesus heilt das Kind.

    Ich finde, hier geschehen gleich zwei wunderbare Dinge. Die Heilung eines Kindes und die liebevolle Art, wie Jesus mit dem zweifelnden Vater umgeht. Jesus weist ihn nicht ab, sondern sieht auch seine innere Not und tut alles dafür, dass dieser Vater glauben kann.

    Ich lerne aus dieser Geschichte, dass es wichtig ist, an wen ich mich mit Zweifel und Not wende. Und so wie Jesus damals vor 2000 Jahren Menschen in Not beigestanden hat, tut er es auch heute, wenn jemand Hilfe bei ihm sucht.

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Todeskandidaten

    Italo-Western aus den 1970er Jahren. Drohgebärden. Endlose Kamerafahrten. Gepresste Stimmen. „Du bist des Todes!“ – oder „Du bist ein toter Mann.“ Klammer auf: Du weißt das vielleicht noch nicht, aber es ist so. Im Italo-Western nehmen hauptsächlich Männer und vereinzelt auch Frauen das Recht in die eigene Hand, verfolgen Straftaten erbarmungslos und vollstrecken die in ihren Augen angemessenen Strafen auch gleich selbst.

    Im Film mag so etwas gehen, in der gesellschaftlichen Wirklichkeit des Jahres 2025 würden wir uns dagegen verwahren, wenn schießwütige selbsternannte Rächerinnen und Rächer durch die Wohnsiedlungen ziehen würden. Außerdem ist die Todesstrafe abgeschafft.

    Trotzdem hält sich hartnäckig der Gedanke, dass es todeswürdige Verbrechen gibt. Und dass Menschen ihr Leben verwirken können. Von daher ist es gar nicht so weit hergeholt, wenn der Apostel Paulus im Epheserbrief Kapitel 2 schreibt: „Ihr wart tot aufgrund eurer Verfehlungen und eurer Sünden. […] Aber Gott ist reich an Barmherzigkeit. Mit seiner ganzen Liebe hat er uns geliebt 5und uns zusammen mit Christus lebendig gemacht. Das tat er, obwohl wir tot waren aufgrund unserer Verfehlungen. Aus reiner Gnade seid ihr gerettet!“

    Es gibt Hoffnung für Todeskandidatinnen und -Kandidaten. Und weil wir Menschen allesamt fehlbar sind, an anderen schuldig werden oder ihnen etwas schuldig bleiben, haben wir auch alle diese Hoffnung nötig. Sie und ich, wir können uns an Gott wenden und uns ihm ausliefern. Er ist kein Richter Gnadenlos – sondern er liebt und übt das Recht und ist obendrein reich an Barmherzigkeit.

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Egal, was kommt

    Davon haben Sie vielleicht schon mal gehört: Daniel in der Löwengrube.

    Aber kennen Sie auch seine drei Freunde, die mit Daniel vor ca. 2600 Jahren am Hofe des babylonischen Herrschers Nebukadnezar dienen mussten?

    Die drei kommen in eine ähnlich ausweglose Situation, als sie sich weigern, ein Standbild des Königs anzubeten. Nebukadnezar gibt ihnen noch eine Chance, es doch zu tun, aber sie weigern sich strikt und zwar mit dieser Begründung:

    „Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen, und auch aus deiner Hand, o König, kann er erretten. Und wenn er’s nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten werden.“ 

    Habe ich auch einen solchen Glauben in ausweglosen Situationen? Das Gott helfen kann – egal, was mir Sorgen macht oder mich gar bedroht? Er kann jedes Ruder herumreißen.

    Rechne ich mit Gottes Willen, mit seiner Souveränität? Dass er auch mal nicht helfen wird? Und ist mir klar, dass das dann überhaupt nichts mit mir zu tun hat: dass es keine Strafe ist oder dass ich Gott egal bin oder ich nicht genug geglaubt habe?

    Ich wünsche mir diesen festen Standpunkt und diesen festen Glauben. Egal, was kommt, und egal, was Gott tut. Sie auch?

    Autor: Claudia Mertens

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    2 min
  • Hoffnungsfenster

    Nie vergesse ich den Besuch in der jüdischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Fassungslos stand ich vor Fotos, persönlichen Gegenständen, sah Filme, hörte Berichte über das millionenfache Leiden und die Vernichtung jüdischer Menschen in Europa während des 2. Weltkriegs. Schwer auszuhalten. Graue Wände, enge Gänge, wenig Licht. Am Ende der Ausstellung blickt man aber dann durch eine riesige Glasscheibe auf die Stadt Jerusalem heute: hell, immer noch da, lebendig.

    Neuanfänge sind möglich, weil Gott seinem Volk treu bleibt und das vielfach bewiesen hat, wie ich in der Bibel lesen kann. Im Buch Nehemia zum Beispiel, im Alten Testament. Ich lese, wie die Israeliten nach langer Zeit im Exil in ihr Land zurückkehren, den Tempel wieder aufbauen, feiern und sich neu auf Gott einschwören. Im 9. Kapitel, in den Versen 7 und 8 heißt es:

    "Du, o HERR, bist der Gott, der Abram erwählte; du führtest ihn aus Ur im Land der Chaldäer und gabst ihm den Namen Abraham. Du sahst, dass er dir treu war, und hast einen Bund mit ihm geschlossen. Du versprachst, seinen Nachkommen eine Heimat zu geben (...) Du hast dein Wort gehalten, denn du bist zuverlässig und gerecht!"

    Gott gibt nichts verloren, er schafft Neues. Das kann ich mir mit dem großen Fenster von Yad Vashem in Erinnerung rufen und täglich daran mitwirken, dass auch heute Menschen das erfahren. 

    Autor: Ute Heuser-Ludwig

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    3 min
  • Gott liebt die Menschen

    Warum will Gott eine Beziehung zu uns Menschen haben? Nicht nur zu den guten und vorbildlichen, sondern zu allen Menschen? Der Grund ist Liebe! Gott liebt die Menschen. Auch, wenn ich es persönlich vielleicht nicht so empfinde oder glaube. Dennoch ist es wahr.

    An mehreren Stellen in der Bibel wird es ausdrücklich betont, dass Gott die Menschen liebt und in Gemeinschaft mit ihnen leben will. So eine Stelle findet sich zum Beispiel im Buch des Propheten Jesaja, dort heißt es über Gottes Beweggründe das Volk der Israeliten in besonderer Weise zu erwählen: "Er erlöste sie, weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her." (Jesaja 63,9)

    Gott liebte sie und hatte Erbarmen. Durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, wurden diese Liebe und dieses Erbarmen dann auf alle Menschen ausgeweitet. Dazu hält der Evangelist Johannes fest: "Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben" (Johannes 3,16). Was zunächst nur für das Volk Israel galt, das gilt nun auch für mich und Sie und alle Menschen, die das glauben und für sich persönlich in Anspruch nehmen.

    Gottes Liebe ist allezeit da. Sie gilt mir uneingeschränkt, egal, wie ich mich ihm gegenüber verhalte. Der Apostel Paulus schreibt dazu: "Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt." (Römer 8,38)

    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Mehr als ein Spiel

    In meiner Jugend machte ich mich gerne auf den Weg, um dabei zu sein, wenn mein älterer Bruder Tischtennis spielte. Er hat es zeitweise sogar in der zweiten Bundesliga geschafft, aber schon in den niedrigeren Klassen wurde gefightet, als ginge es darum, Weltmeister zu werden! Was haben wir mitgefiebert! Ich selbst spielte viele Jahre Schach. Zugegeben, für Zuschauer oft nicht die attraktivste Sportart, aber als Spieler schlug auch mir das Herz oft bis zum Hals, so aufregend konnte es sein. Mein voller Einsatz war gefragt! Es ist lange her, trotzdem weiß ich genau, was der Apostel Paulus meint, wenn er an die Gemeinde in Korinth schreibt: "Lauft so, dass ihr den Siegespreis erlangt!" Nachzulesen im Neuen Testament, 1. Korintherbrief, Kapitel 9, Vers 24.

    Paulus geht es um die innere Haltung unseres Christseins. Nicht einfach nur mitmachen, nicht einfach nur dabei sein – es geht darum, mit ganzem Eifer und vollem Herzen teilzunehmen. Ich halte das für einen sehr guten Hinweis, gerade in einer Zeit, in der immer weniger Menschen bereit sind, sich für etwas zu engagieren. Christen sollen Gott ehren und für den Glauben kämpfen, als gäbe es einen Siegespreis. Auch sie haben Zuschauer und vielleicht werden diese durch die Begeisterung neugierig auf Gott. Vielleicht wollen sie auch mitmachen, statt nur dabei zu sein. Mitzuerleben, wie Menschen Jesus Christus kennenlernen und er ihr Leben verändert, das gehört für mich persönlich zu den höchsten Siegpreisen im Leben. 

    Autor: Hans Wagner

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    3 min

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