ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Ehre, wem Ehre gebührt

    In wenigen Tagen enden die Olympischen Sommerspiele in Paris. Bis zum letzten Sportereignis werden noch reichlich Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergeben. Allesamt Auszeichnungen für Sportler, die sich einem harten Trainingsregime unterworfen haben und die im entscheidenden Moment in der Lage gewesen sind, ihre Leistung und ihr Können abzurufen. Die öffentliche Ehrung, die sich mit dem Siegerpodest und einer Medaille verbindet, ist also hart erkämpft und deshalb hoch verdient.  

    Von einer etwas anders gearteten Ehrung spricht Jakobus, ein früher Anhänger von Jesus. Er schreibt in einem Brief, der uns im Neuen Testament erhalten ist: „Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn, nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.“ Jakobusbrief 1, Vers 12

    Wer Jesus nachfolgt, muss mit Unverständnis bis hin zu entschlossenem Widerstand rechnen.  

    Immer wieder hat es Zeiten gegeben, in denen haben Christen mit Ungerechtigkeit, Benachteiligung, Gefängnis rechnen müssen - und sogar mit dem Martyrium, also dem gewaltsamen Tod um ihres Glaubens an Jesus Willen. Auch heute kann es in manchen Ländern dieser Erde gefährlich sein, sich öffentlich zu Jesus zu bekennen. 

    Wenn Jakobus von der Krone des Lebens spricht, dann ist das kein billiger Trost auf das Jenseits. Jakobus erinnert mich daran, dass Gott nichts entgeht. Er wird die Menschen besonders ehren, die wegen ihres Glaubens an und ihrer Liebe zu Jesus leiden müssen.

    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Umkehr nach vorne

    Ob ich den Zug noch erwische? Ich renne zu Gleis 3, der Schaffner pfeift bereits. Im letzten Moment springe ich hinein. Geschafft! In 45 Minuten werde ich zu Hause sein. Nachdem ich schon eine halbe Stunde in mein Buch vertieft bin, blicke ich kurz aus dem Fenster und traue meinen Augen nicht: Unbekannte Landschaft. Ich sitze im falschen Zug.

    Wegen Gleisarbeiten fuhr mein Zug heute von einem anderen Bahnsteig ab. Nun fahre ich in die entgegengesetzte Richtung. Wäre ich doch früher am Bahnhof gewesen! Hätte ich besser aufgepasst! Jetzt bleibt mir nur eins: beim nächsten Halt aussteigen und zurückfahren.

    Die Situation erinnert mich an den Aufruf des Apostels Petrus am Geburtstag der Kirche, an Pfingsten. Kann man nachlesen in der Apostelgeschichte, Kapitel 3, Vers 19. Einer großen Menschenmenge ruft er zu:

    „Ändert euer Leben und kehrt zu Gott zurück. Dann wird er eure Schuld beseitigen.“

    Petrus wusste, wovon er sprach. Seine Situation war im wahrsten Sinne des Wortes verfahren gewesen. Vollmundig hatte er versprochen, für Jesus zu sterben, und hatte ihn schließlich dreimal verleugnet. Ein echtes Dilemma – wäre es anschließend nicht zur Begegnung mit dem auferstandenen Jesus gekommen. Diese Begegnung veränderte alles.

    Egal, wie verfahren eine Situation erscheint, Gott schenkt Vergebung und die Chance zur Umkehr. Damit bleibe ich nicht in Selbstvorwürfen stecken und lasse mich nicht von Fehlern der Vergangenheit aufhalten. Umkehr ist eine Antwort auf Gottes Einladung zu einem Neuanfang. So finde ich den Weg zurück zu Gott. Dort gehöre ich hin.

    Autor: Ellen Hörder-Knop

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    3 min
  • Beste Freunde

    Ich habe einen richtig besten Freund. Wir kennen uns seit frühester Schulzeit. Und unsere Freundschaft hat so manche Stürme und Durststrecken im Leben durchgestanden. Wenn wir uns treffen, können wir einfach sein, so wie wir sind  – ohne Begründungen, Erklärungen – ohne das verbale Muskelspiel, das nicht selten zwischen Vertretern des männlichen Geschlechts üblich ist.

    Konkurrenz kriegt mein bester Freund eigentlich nur von meinem zweiten besten Freund. Von ihm heißt es in der Bibel: Er tritt für mich bei Gott ein. Ich rede vom  Heiligen Geist. Der Apostel Paulus redet von ihm in seinem Brief an die christliche Gemeinde in Rom  im wahrsten Sinne des Wortes begeistert. Sein Jubel mündet in die Aussage:

    „Denen, die Gott lieben, dient alles zum Guten.“ (Römer 8,28 – BasisBibel)

    Dieser Heilige Geist meint es richtig gut mit mir. Er stellt in meinem Leben und meinem Wesen die Weichen, damit ich in Einklang mit Gott komme. Und wo das nicht gelingt, überbrückt er den Graben, der mich von Gott trennt. Er kann sogar meine Zweifel besiegen, wenn ich mal wieder an mir selbst verzweifle und mich frage: Kann Gott mich so, wie ich bin, eigentlich lieben?

    Beste Freunde sind absolut wertvoll. Ich bin froh, zwei von ihnen zu haben – mindestens!

    Autor: Oliver Jeske

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    2 min
  • Wie denn!?

    Wie denn?

    Mein Opa war Schafhirte. In den Sommerferien durfte ich ihn als 10-Jähriger dabei unterstützen, die Schafe auf die Weide zu treiben. Ich war hoffnungslos überfordert. Hilfesuchend und händeringend stand ich da. Nicht ein Schaf wollte auf mich hören… und am Ende rief ich ihm verzweifelt zu: „Wie denn?!“

    Es braucht eben einen echten Hirten, um eine Herde zu führen, und keinen kleinen Jungen. Ein echter Hirte kennt seine Schafe und seine Schafe erkennen ihn an seiner Stimme. Ein echter Hirte meint es gut mit seinen Schafen und weiß, wo die besten Weiden sind. Einem solchen Hirten folgen die Schafe gerne.

    Der Prophet Jesaja beschreibt Gott als einen solchen Hirten. Er spricht zum Volk Israel, das zu diesem Zeitpunkt zerschlagen ist und unter fremder Herrschaft lebt. In dieser Lage tritt Jesaja den Geknechteten gegenüber und behauptet von Gott: „Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.“ Jesaja Kapitel 40, Vers 11. Hoffnungsvolle und herausfordernde Worte für das bedrängte Volk. Seine Situation sah so ganz anders aus. Wo war der Hirte, von dem Jesaja da sprach?

    Vielleicht ist es auch eine Frage, die Sie in Ihrer aktuellen Situation an Gott stellen. Wo bist du, Gott? Wo ist der Hirte, der mich aus dieser schlimmen Situation hinausführt auf weites Land? – Ich wünsche Ihnen, dass die Worte Jesajas in Ihrem Leben real werden und Sie am Ende sagen können: Gott ist mein guter Hirte. Er hat mich hinausgeführt. Er hat mich auf seinen Armen getragen.  

    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Die Grenzen der Allmacht

    Ist Gott allmächtig? Meine spontane Antwortet als Christin wäre wohl erst einmal „ja“, schaue ich genauer hin, kommt mir ein „ja, aber…“

    Ja, Gott ist allmächtig, aber er kennt auch Grenzen. Und zwar solche, die er sich selbst gesetzt hat.

    Schon auf den ersten Seiten der Bibel wird dieses Thema angeschnitten. Dort findet sich die Geschichte von Noah. Es wird berichtet, dass die Menschheit so abdriftet, so unmenschlich wird, dass Gott eine Flut schickt, um die komplette Bevölkerung der Erde zu zerstören. Nur eine kleine Schar um Noah überlebt.

    Eine Geschichte, die mir Angst vor diesem allmächtigen Gott machen würde, wäre da nicht ihr Ende. Zum Schluss, als das Wasser fort ist und die kleine Menschenschar wieder festen Boden unter den Füßen hat, macht Gott ihnen und der ganzen Erde ein Versprechen. Er sagt: „Ich gebe euch die feste Zusage: Ich will das Leben nicht ein zweites Mal vernichten. Die Flut soll nicht noch einmal über die Erde hereinbrechen.“ (1. Mose 9,11)

    Gott knüpft diese Zusage an keine Bedingungen: Ihm ist bewusst, dass die Menschen nach der Flut die gleichen zerstörerischen Muster aufweisen wie vorher. Aber Gott entscheidet sich, sie nie wieder aufzugeben. Damit setzt er seinem Handeln eine Grenze. Aus Treue zu diesen Menschen sagt er: „Nie wieder.“

    Mir persönlich geht es mit der Noahgeschichte so: ich finde sie auf den ersten Blick erschreckend und schwer zu verdauen. Auf den zweiten Blick bin ich fasziniert von einem Gott, der seiner eigenen Macht Grenzen setzt, weil er die Menschheit liebt - trotz allem. So sehr liebt, dass er irgendwann alle Macht ablegt und selbst Mensch wird.

    Autor: Tanja Rinsland

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    3 min
  • Viele liebe Grüße

    Ich bekomme gerne Grüße, Sie auch? Ob es eine Postkarte ist oder eine nette WhatsApp-Nachricht, oder jemand kommt auf mich zu und erzählt mir, „Ich soll dir Grüße ausrichten…“. Dann freue ich mich, denn offensichtlich hat jemand an mich gedacht. Sich gefragt, wie es mir wohl geht und freundliche Worte für mich gefunden. Das tut gut.

    Vor nicht ganz 2000 Jahren ist in den christlichen Gemeinden in Rom ein Brief des Apostels Paulus vorgelesen worden. Ich kann mir gut vorstellen, dass den Personen, die Paulus in der Verabschiedung erwähnt, ein Lächeln übers Gesicht huschte.

    Paulus grüßt 27 liebe Menschen persönlich, dazu noch zwei ganze Hausstände. Er grüßt Frauen, Männer, Juden, Griechen, Römer, Arme, Reiche, solche mit mehr und welche mit weniger Bildung. Er hat liebe Worte für Menschen, die sich für die Gemeinde einsetzen. Er lässt in sein Herz blicken, indem er manche sogar als die bezeichnet, die er liebhat. Und er fordert alle auf: „Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss“ (Römer 16,16) – Was auch immer das konkret ist, es geht darum, dass wir uns umeinander kümmern.

    Paulus macht es vor: Er denkt an seine Lieben. Er kennt sie mit Namen, er redet freundlich über sie und er lässt sie grüßen. So bleibt man in Kontakt und fühlt sich zusammengehörig. Nachahmen erlaubt!

    Autor: Mirjam Langenbach

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    2 min
  • Gottes Fehlerkultur

    Der Sechsjährige, der mal wieder die vereinbarte Bildschirmzeit überzogen hat … die Freundin aus der Clique, die nicht über ihre Mitschülerin gelästert haben will … der Fußballstar, der gestenreich beteuert, seinen Gegenspieler nicht berührt zu haben, der sich vor Schmerzen auf dem Rasen krümmt … sie alle haben ein Problem mit Fehlerkultur. Wir alle haben ein Problem mit Fehlerkultur.

    Haben wir nicht von klein auf gelernt, dass es unangenehm wird, wenn wir bei Fehlern erwischt werden? Aber als Menschen sind wir nun einmal nicht fehlerfrei, und „Keine Fehler machen“ ist keine realistische Option. Deshalb fangen wir an, Fehler zu verstecken. Vor uns selbst. Vor anderen Menschen. Und vor Gott auch.

    Dabei hat Gott eine ganz andere Fehlerkultur. Es ist vielleicht eine der nachhaltigsten Verleumdungen des Allerhöchsten, dass Gott Fehler unbarmherzig bestrafen würde. In der Bibel lese ich das Gegenteil – immer und immer und immer wieder. Zum Beispiel im Alten Testament im Buch der Sprüche. Dort heißt es (Sprüche 28, 13):

    Wer seine Missetat leugnet, dem wird’s nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.

    Gott hat kein Problem damit, wenn ich Fehler mache. Gott hat ein Problem damit, wenn ich Fehler verstecke. Denn damit behaupte ich so zu sein, wie nur Gott ist: unfehlbar. Und obwohl Gott unfehlbar ist, begegnet er meiner Fehlerhaftigkeit grundsätzlich mit Barmherzigkeit.

    Von dieser Fehlerkultur Gottes lebe ich. Und sie inspiriert mich, selbst barmherziger mit mir selbst und anderen Menschen umzugehen.

    Autor: Dr. Jörg Dechert

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    3 min
  • Entrümpeln macht frei

    In den letzten Jahren wurde viel über Minimalismus geschrieben und gesprochen. Wer möchte, kann sich meterweise Ratgeber zu diesem Thema ins Regal stellen. Wäre dann aber einmal mehr in die Konsumfalle getappt. Wie in aller Welt kann es sein, dass sich der leere Regalboden so schnell wieder füllen konnte? Und das Entrümpeln beginnt von vorne.

    Wohl den Menschen, die sich beizeiten – und am besten regelmäßig – die Frage stellen: Was von all dem, was sich im Lauf der Jahre „so ansammelt“, möchte ich behalten, was würde anderen Menschen vielleicht einen viel besseren Dienst tun? Und dann Dinge entsprechend verschenken.

    Beim „inneren Hausputz“ verhält es sich ähnlich. Es ist gut, wenn ich von Zeit zu Zeit innehalte und mir überlege, was sich alles in meinem Denken angesammelt hat. Auch da ist ein Ausmisten oft nicht nur befreiend, sondern notwendig.

    An einigen Dingen, oder besser gesagt Werten, gilt es dagegen unbedingt festzuhalten. Im Hebräerbrief Kapitel 10, Vers 35 steht: „Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ So steht es in der Lutherbibel, und die BasisBibel übersetzt diesen Vers so: „Werft eure Zuversicht nicht weg! Sie wird reich belohnt werden.“ Vertrauen auf wen? Auf Gott.

    Ob Gottvertrauen oder Zuversicht – beides sind Dinge, die es zu bewahren gilt – auch in Zeiten, die hoffnungslos zu sein scheinen. Denn die Belohnung wird groß sein. So steht es schwarz auf weiß im Brief an die Hebräer.

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Schwarzer Peter

    „Die Schlange war’s.“ Bereits Adam und Eva kannten das lustige Schwarzer-Peter-Spiel. Es ist etwas schief gelaufen – und jede und jeder schaut unter sich und deutet mit dem Finger auf den Nebenmann oder die Nebenfrau oder im konkreten Fall auf das Reptil.

    Die Schlange war bestimmt nicht ganz unbeteiligt am Sündenfall, aber unsere Stammmutter Eva hätte auf ihre Schmeicheleien nicht eingehen müssen. Niemand hat sie gezwungen, die giftige Saat des Misstrauens auch noch zu wässern und aufgehen zu lassen. Das war ihre eigene Entscheidung. Und niemand hat Adam gezwungen, in die leckere Frucht zu beißen.

    Auf die Frage nach dem Ursprung des Bösen in der Welt landen viele Denkerinnen und Denker irgendwann beim Freien Willen: Gott hat uns Menschen damit begabt; der Homo Sapiens ist eben nicht rein triebgesteuert, nicht willenloses Opfer seiner Instinkte. Wir können uns entscheiden. Sind nicht dazu verdammt, jeder Versuchung wehrlos nachzugeben. – Ziemlich am Ende der Bibel, im Jakobusbrief, stellt ein früher Lehrer und Leiter der christlichen Gemeinde klar: „Wenn jemand in Versuchung gerät, ist es seine eigene Begierde, die ihn reizt und in die Falle lockt.“ (Jakobus 1,14 NGÜ)

    Die Versuchung lauert überall, und sie kommt aus uns selbst. Die Bitte im Vater unser „Führe uns nicht in Versuchung“ verweist uns auf uns selbst zurück. Gott testet seine Leute gelegentlich und verhindert auch nicht grundsätzlich, dass Menschen in Versuchung geraten. Aber hauptsächlich arbeitet Gott daran, dass er seine Lieblingsgeschöpfe erlöst – und sie widerstandsfähig macht gegenüber dem Bösen.

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Unverblümt!

    “Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.”

    Dieses anschauliche Bild zeichnet der Psalm 42; ein mindestens 2.500 Jahre altes Lied aus dem Gesang- und Gebetbuch Israels. Haben Sie schon einmal einen Hirsch schreien gehört? Ich nicht. Vielleicht sind Sie schon einmal frühmorgens im Herbst unterwegs gewesen, wenn die Hirsche zur Brunft röhren. Mir fallen andere Tiere ein, die auch sehr laut nach Versorgung rufen können: Kühe.

    Wenn sie auf der Weide stehen und kein Wasser oder Futter mehr da ist, können sie sehr verzweifelt rufen – es geht einem durch Mark und Bein. Ähnlich bei den Betern dieses Psalms: Höchste Bedrängnis, es geht um Leben und Tod. Gott scheint fern. Hört er nicht mehr? 

    Doch, das tut er.

    Hirsch und Psalmbeter laden Sie und mich ein, genauso unverblümt die Verzweiflung bei Gott loszuwerden. Das kann ein rasches Stoßgebet sein oder auch ein tägliches Erinnern, Herr, hilf; hiermit werde ich nicht fertig.

    Ich liebe einen Ausspruch von Martin Luther: „Dieweil er Gott ist, so kann und weiß er, wie er's mit mir aufs Beste machen soll. Dieweil er Vater ist, so will er's auch tun.“

    In diesem Vertrauen will ich Gott gern meine Anliegen nennen  - oder auch klagen und rufen.

    Autor: Claudia Mertens

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    2 min

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