ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Mach mal Pause!

    Aktuell lese ich ein Buch über Rastlosigkeit. Der Autor stellt darin fest, dass Jesus ein ganz schön volles Leben hatte. Er hatte zwar kein ständig bimmelndes Smartphone – das hätte er immerhin abschalten können - nein, die notleidenden Menschen standen einfach direkt bei ihm auf der Matte. Mehrmals wird in den Evangelien berichtet, dass ganze Menschenmassen ihm überall hin nachreisten.

    Wie ist Jesus damit umgegangen? Ganze neun Mal wird im Lukasevangelium berichtet, dass Jesus sich aktiv zurückgezogen hat, um zu beten und die Stille zu suchen.

    Das war mir bisher nicht bewusst:  Jesus hat geistliche Auszeiten aktiv eingeplant. So wird im Lukasevangelium, Kapitel 9, berichtet, dass Jesus sich mit seinen zwölf Jüngern zurückziehen wollte. Sie hatten eine intensive Zeit hinter sich, bestimmt konnten sie die Ruhe gut gebrauchen.

    Doch es sollte ihnen nicht vergönnt sein. Denn, Zitat Lukas: „Sobald die Leute das merkten, folgten sie ihm. Jesus wies sie nicht ab, sondern sprach zu ihnen über das Kommen der Herrschaft Gottes und heilte alle, die Hilfe brauchten.“ (Lukas 9,11)

    Jesus hat seinen Jüngern vorgelebt, wie wichtig es ist, die Stille zu suchen. Aber für ihn war das keine Weltflucht, sondern er hat zugelassen, dass die Not der Menschen ihn dort einholt. Er hat sie nicht abgewiesen, obwohl er gerade andere Pläne hatte.

    Ich finde, das ist eine gute Balance: in meinem - oft vollen - Alltag muss ich aktiv dafür sorgen, dass Stille und Gebet den nötigen Raum einnehmen. Aber Gebet ist keine Weltflucht, sondern gerade da, wo ich in die Stille gehe, finde ich Kraft, die Not meines Nächsten zu sehen.

    Autor: Tanja Rinsland

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    3 min
  • Weiße Pädagogik

    Die Frau an meiner Seite und ich, wir haben drei mittlerweile erwachsene Kinder. Als junges Paar in den Jahren mit wachsender Kinderschar wäre es uns nie im Leben eingefallen zu überlegen, wie wir unsere Kinder auf die Palme bringen könnten.

    Wir waren als Eltern schon gelegentlich gefordert und mussten Grenzen setzen. In manchen Fällen gab’s auch mal Theater. Aber haben wir es darauf angelegt, dass unsere Kinder uns hassen oder schreiend von uns weglaufen? Natürlich nicht. Wir wollten ihren Respekt – und wollten auch sie respektieren und ernst nahmen. Wir haben ihnen versucht nahezubringen, was uns selbst wichtig ist – auch und gerade den Glauben und die Rolle, die Jesus Christus für uns spielt.

    Im Neuen Testament, im Brief an die Epheser, findet sich eine Anweisung speziell an die Väter. Zitat: „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern begleitet sie beim Aufwachsen durch die Erziehung und persönliche Ermutigung, die ihr von Jesus, dem Herrn, übernommen habt.“

    Ich gestehe freimütig: Das hatte ich nicht pausenlos im Kopf oder auf dem Schirm, wenn ich als Vater gefordert war. Aber den Vorsatz hatte ich schon und habe ich immer noch: Jesus ist mein großes Vorbild auch und gerade im Umgang mit Menschen. So aufmerksam, so deutlich, so liebevoll, so wahrhaftig wie Jesus will ich sein. Nicht nur meinen Kindern, sondern auch anderen Menschen gegenüber. Wirklich weit gekommen bin ich damit noch nicht. Aber in dem Fall gilt tatsächlich: Der Weg ist das Ziel.     

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Wovon lebst du?

    „Sag mal, wovon lebst du eigentlich?“ – wer so gefragt wird, antwortet in der Regel mit Verweis auf seinen Beruf. Und ich finde es bezeichnend, dass wir diese Frage zuerst und vor allem mit Blick auf unsere materiellen Lebensgrundlagen hören (und beantworten).

    Das war früher nicht anders. Im Lukasevangelium erzählt Jesus eine  Geschichte um seinen Zuhörern und ihren Standardantworten auf diese Frage den Spiegel vorzuhalten (Lukas 12, 13-21). Die Geschichte handelt von einem wohlhabenden Landwirt, der eine fulminante Ernte einfährt und riesige Scheunen plant, um auf lange Zeit von seinem materiellen Wohlstand zu leben.

    Aber Jesus warnt gleich vorneweg, in Vers 15:

    Hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat. 

    Denn, so Jesus, die Strategie des wohlhabenden Landwirts läuft ins Leere. Eines Nachts endet das irdische Leben des Landwirts, und damit ändert sich schlagartig seine Lebensgrundlage:

    Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern, so hört es der eifrige Scheunenbauer in der Geschichte von Gott höchstpersönlich, und wem wird dann gehören, was du bereitet hast?

     Und damit keiner die Pointe verpasst, erklärt Jesus den Landwirt in seiner Geschichte zum mahnenden Beispiel für uns alle: So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott. 

     Wovon lebst du? – diese Frage hat also zwei Antworten. Eine kurzlebige, diesseitige, die wir alle geben, und die in der Regel auf materiellen Wohlstand verweist. Und eine nachhaltige, ganzheitliche, die über den Tod hinaus vor Gott Bestand hat.

    Diese zweite, nachhaltige, ganzheitliche Antwort – Reich sein bei Gott - die will ich mit meinem Leben geben.

    Autor: Dr. Jörg Dechert

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    3 min
  • Hat Jesus sich verspätet?

    Ich horche auf: Einerseits hat Gott Geduld – und das seit Jahrhunderten. Andererseits ist in der Bibel die Rede davon, dass Jesus wiederkommen wird. Dann wird die Erde vergehen samt allen Werken, die zerschmelzen werden vor Hitze. Ein gruseliger Gedanke. Alles, was heute noch so sicher und fest zu sein scheint, wird verschwinden, als wäre es nie dagewesen.

    Das steht im Neuen Testament, im 2. Petrusbrief: "Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein." (Vers 10 - LUT 2017)

    Dieser Tag kommt wie ein Dieb, das heißt, plötzlich ist er da, ohne sich anzumelden und zu fragen, ob er willkommen ist. Überraschend für diejenigen, die diese Warnung in den Wind schlagen oder meinen, es sei noch lange nicht so weit.

    Im vorangehenden Vers nimmt Petrus die Erklärung vorweg, warum Gott diese Erde noch verschont: "Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde." (Vers 9).

    Wenn das mal nicht pure Geduld und Gnade ist! Diese Zeit, auch „Gnadenzeit“ genannt, ist ein Geschenk. Wer jetzt noch möchte, kann sich Jesus zuwenden und ihm nachfolgen und wird gerettet. Jesus wird alle, die sich ihm zu Lebzeiten zugewandt haben und ihm treu geblieben sind retten - auch wenn alles andere spurlos verschwindet.

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Mit 99 Jahren

    Wie hat Jürgen Bockelmann alias Udo Jürgens seinerzeit gesungen: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.“ Und das ist durchaus noch zu toppen.

    Der Bibel zufolge war Abraham, der Stammvater des Volkes Israel, bereits 75 Jahre alt, als ihn der Ruf Gottes erreichte: Aufbruch im Südosten Anatoliens, den Lebensmittelpunkt achthundert Kilometer nach Südwesten verschieben und dort eine neue Existenz aufbauen.

    24 Jahre später meldet sich Gott noch einmal bei Abraham und bringt sich in Erinnerung. Im 1. Buch Mose Kapitel 17 liest sich das so:

    „Als Abraham 99 Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sagte: ‚Ich bin der allmächtige Gott. Du sollst vorbildlich und in enger Beziehung zu mir leben. Ich will einen Bund mit dir schließen und deine Nachkommen sehr zahlreich machen.‘“

    Sprich: Mit 99 Jahren war bei Abraham noch lange nicht Schluss. Von wegen Ruhestand. Der Mann hatte seinen Teil des angebotenen Vertrags noch zu erfüllen. Untadelige Lebensführung, Vaterfreuden und Vaterpflichten. Das alles stand ihm noch bevor.

    Sowas wie eine Regelaltersgrenze scheint eine Erfindung der Neuzeit zu sein. Und in der Postmoderne fallen diese Grenzen, das Know-How und die Tatkraft von erfahrenen Menschen im fortgeschrittenen Alter wird geschätzt und kommt zu Ehren. Beim Gott Abrahams, dem Vater Jesu Christi, war das noch nie anders. Alter schützt vor Berufung nicht. 

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Klagen ist Silber, Loben ist Gold

    Weißt du schon das Neueste?  Haben Sie schon gehört, dass… Solche Sätze sind regelrechte Ohrenöffner für ein Schwätzchen über das, was in Politik und Wirtschaft schlecht läuft. Oder auch schlicht über Bekannte, Nachbarn etc., die natürlich nicht anwesend sind. 

    Oft fühlt man sich danach nicht erleichtert, sondern im Gegenteil eher bedrückt.  Mal ehrlich: wirklich weiter bringt uns das Brodeln der Gerüchteküche, bringen uns die Schimpftiraden auf „die da oben“ nicht. 

    Andererseits: Über irgendetwas reden muss man doch. Das sehe ich auch so, und dabei hilft mir folgender Tipp. Gegeben hat ihn David, der zweite König Israels. Er hatte schon vor ca. 3000 Jahren sehr gute und aktuelle Gedanken, zum Beispiel diesen:

    „Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!“ – So lese ich im Psalm 34 im alten Liederbuch der Bibel. Und weiter geht es mit Erklärungen, warum David das will. 

    Gründe zum Klagen hätte David auch gehabt. Und sein Volk sowieso. Man braucht noch nicht einmal Mut, um unzufrieden zu sein und zu lamentieren… 

    Wird die Welt heller, nur weil ich mich entschließe, darauf zu achten, was ich sage? Die ganze Welt nicht, aber meine. „Loben zieht nach oben!“. Dieses Zitat habe ich schon oft gehört. 

    Das will ich üben – mich erinnern an alles, wofür ich Gott dankbar sein kann. Es anderen erzählen. Und in sein Licht gerückt, kann ich dann ihm und auch anderen besser sagen, wenn noch der Schuh drückt.  

    Autor: Claudia Mertens

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    2 min
  • Über das Leben hinaus

    Zu meinem 40. Geburtstag haben mir meine Freundin Isabel und ihr Mann einen Quittenbaum geschenkt. Er wächst fröhlich vor sich hin und ist jetzt ungefähr so groß wie ich. Isi und ich stellen uns vor, wie wir eines Tages an seinen Stamm gelehnt im Schatten sitzen und Käffchen trinken. Ob wir das wohl schaffen? Im Moment sitzen wir im Schatten des Kirschbaumes, den mein Vater vor 40 Jahren gepflanzt hat. Man pflanzt Bäume für die kommenden Generationen.

    Daran musste ich denken, als ich ein Gebet las, in dem der legendäre König David zu Gott spricht: „Du hast angefangen, zu segnen das Haus deines Knechtes, dass es ewiglich vor dir sei; denn was du, HERR, segnest, das ist gesegnet ewiglich.“ (1. Chronik 17,27). Dem Mann gelingt im Leben eine ganze Menge. Er ist beliebt und begehrt, macht Karriere, ist unfassbar reich, festigt sein Königreich und hat weiter Großes vor: Er will Gott ein Haus bauen. Einen Tempel.

    Allerdings: Genau derselbe David lässt sich auch einiges zuschulden kommen. Vom Ehebruch über ein Mordkomplott bis hin zu unschönen Gedanken über seine Feinde ist alles dabei. Ein Frommer zum Vorzeigen ist David nicht. Gott lehnt es auch ab, dass David ihm besagtes Haus baut. Ist Gottes Segen jetzt futsch?

    Nein. Klar muss David die Konsequenzen für sein Handeln tragen. Aber Gott entzieht nicht automatisch Segen, den er versprochen hat. Davids Nachfahren werden bauen. Und weil David nicht in kleinen Lebensabschnitten denkt, sondern weit über seine eigene Lebenszeit hinaus, macht ihn diese Zusage froh.

    Gottes Segen ist nicht Erfolg und Misserfolg, sondern Schutz und Fürsorge über das eigene Leben hinaus. Davids Familie wird gesegnet bleiben, bis dahin, dass aus Davids Stammbaum der einzig wahre König Jesus erwächst.

    Autor: Mirjam Langenbach

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    3 min
  • Kein Selbstläufer

    Neulich habe ich etwas über Gottes neue Welt geschrieben. Wie sehr ich mir wünsche, dass diese neue Welt Gottes anbricht. Und ich bin auch nicht alleine mit dem Wunsch, dass von dieser neuen Welt Gottes schon jetzt etwas zu sehen und zu spüren ist. Davon haben auch schon die ersten Christen geträumt. So kommt es mir vor, wenn ich im 1. Brief des Apostels Paulus an die Christen in der Stadt Thessalonich lese: "Ihr wisst selbst: Ich war zu euch allen, zu jedem und zu jeder, wie ein Vater zu seinen Kindern. Ich habe euch ermutigt und angespornt und euch beschworen, ein Leben zu führen, das Gott Ehre macht. Er hat euch doch dazu berufen, in seiner neuen Welt zu leben und seine Herrlichkeit mit ihm zu teilen." (1. Thessalonicher 2,11-12)

    Diesen Versen entnehme ich folgende Dinge. Erstens bin ich als Christ dazu berufen mit Gott in seiner Herrlichkeit in einer neuen Welt zu leben! Die Berufung dazu habe ich erhalten, als ich akzeptiert habe, dass Jesus Christus für meine Schuld gegenüber Gott eingetreten ist! Deshalb soll ich auch in der Gegenwart ein Leben führen, das dem Rechnung trägt! Oder wie Paulus es formuliert: ein Leben,  „das Gott Ehre macht". Das ist kein Selbstläufer, wie die Worte des Paulus deutlich machen. Er musste die Christen in Thessalonich ermutigen, anspornen, beschwören, so zu leben, wie es Gott gefällt.

    Auch ich brauche immer wieder diese Ermutigung und den Ansporn. Manchmal muss man mir auch den Kopf waschen! Das macht Gott meist persönlich, indem er mich in der Bibel auf einen Text stoßen lässt, der glasklar sagt, was Sache ist und was er von mir will und erwartet! Wahrheftig sein, redlich, uneigennützig, barmherzig, gnädig. Muss ich mehr sagen?

    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Vergebung vergeben

    Vergebung – ein zentrales Wort in der Bibel. Aber worum geht es? Bei Vergebung geht es nicht um Vergessen. Es geht auch nicht um Akzeptanz, Rechtfertigung oder Begnadigung. Es geht um Schuld und um den Umgang damit. Zum einen um unsere jeweilige persönliche Schuld. Sie und ich, wir versagen, machen Fehler, machen uns schuldig, auch vor Gott. Menschen können das in der Regel nicht wirklich vergessen. Gott schon. Mehr noch: Weil Gott uns so sehr liebt, hat er uns unsere Schuld abgenommen. Er hat sie weggegeben, ver-geben. In Jesus Christus hat er sie am Kreuz auf Golgatha mit in den Tod gegeben. Sie ist nicht nur vergessen, sie ist ausgelöscht, unwiederbringlich. Sie steht nicht mehr zwischen uns und Gott, wir sind frei. Geliebt von Gott.

    Aber da ist auch noch die zwischenmenschliche Schuld, zum Beispiel von anderen Menschen uns gegenüber. Ein Unfallgegner, ein Arbeitgeber, oder gar unsere Eltern. Was machen wir damit? Jesus lädt ein, zu beten: "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." Matthäus 12, Vers 1. Wir sind nicht Gott. Wir können nicht vergessen. Aber: Auch wir können vergeben. Vielleicht nicht sofort – vielleicht irgendwann. Wie? Wir können zum Beispiel diese Schuld auch an Gott ver-geben, an ihn abgeben und ihm sagen: "Kümmere du dich darum!" Damit bringen wir nicht nur diese Schuld, sondern auch die Schuldigen in die Gegenwart Gottes. Die Frage, was dann passiert, braucht uns nicht mehr zu interessieren. Wieder sind wir frei. Geliebt von Gott.

    Autor: Hans Wagner

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    3 min
  • Jetzt kommt´s drauf an

    „Jetzt, schau hin – sonst verpasst du den Heißluftballon.“ Stupst mich meine Freundin an. Jetzt kommt´s drauf an, wenn ich den farbenfrohen Ballon sehen will.

    „Jetzt kommt´s drauf an,“ flüstert der Heilige Geist Jesus zu. Jesus versteht: Es ist Zeit aufzubrechen in eine andere Welt. In die Welt seines himmlischen Vaters. Sie wird sichtbar am Kreuz, an dem er, Jesus, sterben wird. Es ist Zeit, zu zeigen, wozu Liebe fähig ist. Jesus hält an der Liebe zu seinen Jüngern fest. Deshalb wäscht er ihnen zum Abschied die Füße. Er, der Herr dieser Welt, ist sich nicht zu fein, ihnen die schmutzigen Füße zu waschen.

    Abschiedsgedanken, bis es heißt: „Jetzt ist es Zeit, zu gehen.“ Johannes, ein Weggefährte von Jesus, hat das in seinem Evangelium mit den Worten beschrieben (Johannes 13,1):

    „Vor dem Passahfest wusste Jesus, dass für ihn die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zu seinem Vater zurückzukehren. Nun bewies er seinen Jüngern das ganze Ausmaß seiner Liebe.“ (NLB)

    „Jetzt kommt´s drauf an“, also heute, 2.000 Jahre später: Sehe ich Jesu Liebe zu mir, wenn er meine heiß gelaufenen Füße abkühlt?  Erlebe ich, dass Jesus mir sagt: „Leg die Beine hoch, du hast genug erledigt“?  Sehe ich Jesu Liebe, wenn ich am Ende meiner Tage wie Jesus in eine andere Welt aufbreche? In die Liebeswelt des himmlischen Vaters? Jesus hat die Tür mit seiner  Liebe damals schon am Kreuz für mich geöffnet.

    Auf den Himmel kommt´s an, einen Heißluftballon kann ich ruhig verpassen.

    Autor: Pastorin Elke Drossmann

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    3 min

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