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Neulich habe ich ein paar meiner Schubladen aufgeräumt – eine lästige, aber notwendige Aufgabe. Dabei habe ich einen Liedtext gefunden – ein Unikat, eine schöne Erinnerung, von der ich dachte: Ich hätte sie längst verloren. Die Freude bei mir war entsprechend groß, die Mühe bis zum Finden schnell vergessen.
Manchmal entpuppen sich lästige oder notwendige Arbeiten sogar als Chancen für Gott, uns Menschen zu begegnen. Die Bibel berichtet: Am Ende des 7. Jahrhunderts vor Christus ließ König Joschija den Tempel in Jerusalem renovieren. Dabei fand sich eine völlig in Vergessenheit geratene Schriftrolle mit dem Text des fünften Buches Mose. Ein wichtiges Dokument, denn es fasst die Erfahrungen des Volkes Israel und die Gebote Gottes in der Zeit vom Auszug aus Ägypten bis zur Ankunft im Land der Verheißung zusammen.
Im 2. Buch der Könige Israels im 22. Kapitel in Vers 11 heißt es:
„Als der König die Worte dieses Gesetzesbuchs hörte, zerriss er seine Kleider.“
Joschija tut Buße nach den Sitten seiner Zeit. Er ist tief erschüttert über die Diskrepanz zwischen Gottes Anspruch und der Gottlosigkeit seines Volkes. Er wird zum Anführer einer kurzen geistlichen Renaissance, einer Erweckung in Juda.
Ich bin weder ein weltlicher noch ein geistlicher Anführer. Dennoch möchte ich erwartungsvoll durch meinen Alltag gehen. Wer weiß, was ich entdecken werde – und was Gott mit mir vorhat!?
Autor: Oliver Jeske
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Fallen, aber nicht stürzen
Manchmal sitze ich als Papa da und denke über die Zukunft meiner Kinder nach. Ich wünsche Ihnen das Beste. Ich wünsche Ihnen ein erfülltes Leben und gebe gleichzeitig alles dafür, dass sie eines Tages auf eigenen Füßen stehen können. Nicht unsicher, wackelig und schwankend, sondern fest und unumstößlich. Denn ich weiß, wie hart der Wind wehen wird und wie schwankend der Boden sein kann.
Dabei spiele ich als irdischer Vater im Rahmen meiner Möglichkeiten zwar eine wichtige Rolle… Die weitaus wichtigere Rolle spielt Gott, denn seine Möglichkeiten kennen keinen Rahmen. König David wusste das. Vor ca. 3000 Jahren hat er im Psalm 37 folgende Sätze geschrieben: „Von dem Herrn kommt es, wenn eines Mannes Schritte fest werden, und er hat Gefallen an seinem Weg. Fällt er, so stürzt er doch nicht; denn der Herr hält ihn fest an der Hand.“ (LUT)
Wenn ich meine Identität fest in Gott gegründet habe, dann werde ich standfest in dieser Welt. Dann weiß ich genau, woher ich komme und wohin ich gehe. Wenn mein Denken über mich selbst und mein Handeln an anderen seinen Ursprung in Gott haben, dann wirft mich so leicht nichts um. Sollte ich doch einmal ins Wanken geraten, hält er mich an seiner Hand, wie ein Vater sein Kind. Er greift beherzt zu. Bevor ich am Boden liege, hat er mich schon wieder auf meine Füße gestellt. Sein Eingreifen in mein Leben bewahrt mich vor üblen Blessuren.
Deswegen möchte ich meinen Kindern außer klugen Ratschlägen vor allem eines weitergeben: Meinen Glauben an Gott. Ich hoffe und bete, dass sie Gott suchen und er sich von ihnen finden lässt. Nur mit ihm sind sie gewappnet für das Leben.
Tobias Schier
Autor: Tobias Schier
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Erst vor kurzem habe ich den Ursprung der Redewendung „Farbe bekennen“ gelernt: das kommt vom Kartenspielen. Wenn zum Beispiel beim Skat eine Pik-Karte ausgespielt wird, muss ich auch Pik legen, selbst, wenn mir das gerade nicht passt. In anderen Worten: ich muss offenlegen, was ich auf der Hand habe. „Farbe bekennen“ meint also: sagen, was ich bisher für mich behalten habe.
Über so ein Bekenntnis hat auch der Apostel Johannes geschrieben, in einem Brief in der Bibel. Darin steht: „Wer den Sohn ablehnt, hat auch keine Verbindung mit dem Vater. Wer sich jedoch zum Sohn bekennt, ist auch mit dem Vater verbunden.“ (1. Johannes 2,23) Mit dem Vater ist Gott gemeint - und mit dem Sohn Jesus Christus.
Unmittelbar vor dieser Aussage hat Johannes Unstimmigkeiten in der christlichen Gemeinschaft angesprochen, an die er seinen Brief richtet. Offensichtlich haben manche Gemeindeglieder zwar fromm getan, haben aber andere Menschen lieblos behandelt. Die Lehren Jesu waren ihnen egal. Andere haben Jesus ganz und gar abgelehnt.
Deshalb fordert Johannes die Gemeinschaft auf: Bekennt Farbe! Sagt, warum ihr an Jesus glaubt, und zeigt das auch mit dem, was ihr tut.
Wohlgemerkt: ein Bekenntnis ist in erster Linie Selbstoffenbarung. Ich sage nicht, was der andere zu denken hat, sondern muss selbst die Karten auf den Tisch legen.
Darum schätze ich das apostolische Glaubensbekenntnis, das in vielen Kirchen zum Gottesdienst gehört: Es beginnt mit den Worten „Ich glaube“. „Ich“ - nicht die anderen, nicht mein Banknachbar – „ich glaube“. Mit dem Glaubensbekenntnis kann ich Farbe bekennen und ehrlich sagen, was mich im Leben trägt.
Autor: Tanja Rinsland
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Wann kann ich mich Gott anvertrauen? Was muss ich eigentlich für Vorleistungen erbringen? Wie viele Beichtstunden sind genug, wie viele guten Taten muss ich auf meinem Konto gesammelt haben, damit ich Audienz bekomme beim "lieben Gott"?
Je nach Kirchen- oder Gemeindezugehörigkeit darf man schon den Eindruck haben - der berühmte Satz "Du kommst hier nicht rein" könnte eines Tages auch mir an der Himmelstür entgegenschallen, weil ich mit meinen Leistungen unterhalb der Norm geblieben bin.
Nix da, sagt der Apostel Paulus, und wischt all diese Hirngespinste weg. Es ist eben gerade nicht so, dass ich mir als Christ Gottes Gnade erst erarbeiten muss. Im Himmel tagt kein Club der Selbsterlösten. Paulus bringt es auf den Punkt:
"Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren." Gottes Gnade besteht eben gerade darin, dass er mich von meinem Holzweg, Sünde genannt, wegholen will. Dass er mit Christus in Vorleistung gegangen ist. Bedingungslos. Bei Gott gibt es kein "wenn, dann" oder "ja, aber". Nicht Gott ist also das Problem, sondern vielmehr der Mensch, der dieses Gottesbild ganz schlecht aushalten kann. Ein Gott, der bedingungslos lieben soll, wo gibt's denn sowas? Die Antwort, ganz einfach: den finden Sie hier.
Autor: Andreas Odrich
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Wenn ich die Nachrichten verfolge oder mich durch meine sozialen Netzwerke klicke, habe ich den Eindruck: Was den Umgang mit der Wahrheit betrifft, haben wir unsere Welt in ein Haifischbecken verwandelt.
Die europäische Aufklärung hat im 17. und 18. Jahrhundert den Grundsatz errungen, dass niemand von vornherein ein Monopol auf Wahrheit hat. Und dass aufrichtiges Streben nach Wahrheit alle nach vorne bringt.
Glauben wir das eigentlich noch? Da wird Wahrheit gebeugt, verbogen und beansprucht, ohne mit der Wimper zu zucken. Der Zweck heiligt die Mittel, Macht geht vor Wahrhaftigkeit, Hauptsache das eigene Anliegen setzt sich am Ende durch. Das ist doch nicht das, was wir brauchen. Und das ist auch nicht das, was Jesus im Sinn hatte, als er seinen Nachfolgern versprach, die Wahrheit würde sie frei machen.
Ich glaube, Jesus ging und geht es nicht um Wahrheit als ein Ding, dass ich besitzen könnte. Sondern um Wahrhaftigkeit als Haltung eines gelassenen Vertrauens, dass niemand Angst zu haben braucht vor dem, wie die Dinge wirklich sind. Und dieses Vertrauen braucht Fürsprecher. Also nicht Hüter einer Wahrheit, die diese Wahrheit angeblich besitzen. Sondern Beschützer einer Haltung der Wahrhaftigkeit.
Im Alten Testament verpflichtet sich David, der Dichter auf dem Königsthron Israels, öffentlich selbst, ein solcher Beschützer von Wahrhaftigkeit zu sein. Im Psalm 101, Vers 5 und 7, sagt David:
Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den bringe ich zum Schweigen … die Lügner bestehen nicht vor mir.
Wenn ich das so lese und höre, dann frage ich mich: Wenn wir alle die Wahrhaftigkeit so beschützen würden - würde das nicht allen helfen, den Weg, die Wahrheit und das Leben zu finden?
Autor: Dr. Jörg Dechert
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Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – dieses geflügelte Wort ist mir von Kindheit an vertraut. Nun kann man es nicht jederzeit und auf alles anwenden. Es gibt Situationen, in denen ist ein klares Wort, eine deutliche Ansage, eine tröstliche Zusage oder eine ermutigende Aussage nicht nur angebracht, sondern sogar notwendig.
In anderen Situationen wiederum ist Schweigen geboten. Eine solche Situation wird im Buch Hiob im Alten Testament geschildert. Hiob, ein vorbildlicher, gottesfürchtiger Mensch, ist unverschuldet in große Not geraten. Seine Freunde haben davon gehört und machen sich auf den Weg. Sie wollen ihm in seiner Trauer beistehen und ihn trösten.
Als sie sein ganzes Elend mit ihren eigenen Augen sehen, verschlägt es ihnen buchstäblich die Sprache. Statt ihrem Freund mit gutgemeinten Ratschlägen zu kommen, sagen sie zunächst einmal – NICHTS.
Im Buch Hiob, Kapitel 2 Vers 13 liest sich das so: „[Sie] saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.“
Die Freunde sind überwältigt von Hiobs Trauer und sie leiden mit ihm – auf der Erde sitzend und schweigend. Das mag Hiob in diesem Moment mehr geholfen haben als gutgemeinte Tipps, wie er möglichst schnell aus seinem Elend herauskommt.
Ich lerne aus dieser Geschichte: Wenn Menschen namenloses Leid ertragen müssen, ist manchmal stilles Mittrauern eine Hilfe – oder, dass ich unaufgefordert anpacke und eine schwere Last mittrage.
Ich erbitte von Gott die Weisheit zu erkennen, wann Reden und wann Schweigen dran ist.
Autor: Annegret Schneider
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Was ist das Schicksal so ziemlich aller Liederbücher auf diesem Globus? Da hat sich jemand Mühe gegeben und zusammengestellt, was die Leute gerne singen wollen – aber auch einiges, was die Leute gefälligst singen sollen. Und was fangen die Nutzerinnen und Nutzer damit an? Sie picken sich ihre Favoriten heraus und singen einzelne Lieder besonders gern, andere vernachlässigen sie.
Nr. 19 im Lieder- und Gebetbuch Israels, in den Psalmen: Das wäre einer der Favoriten. Den Text des neunzehnten Psalms haben im Lauf der Jahrhunderte verschiedenste Komponisten musikalisch gestaltet. „Die Himmel rühmen die Ehre Gottes, das Sternenzelt verkündet das Werk seiner Hände.“ So beginnt der Psalm. Ein intergalaktischer Stoff. Antike Weltsicht in starke sprachliche Bilder gepackt. Wobei: Manches in diesem Psalm klingt ganz neuzeitlich. Damit geht es schon in der ersten Zeile los: „Die Himmel rühmen“ – wieso DIE, wieso nicht DER Himmel? Gibt es denn mehrere? Der Bibel zufolge ja - zumindest gibt es mehr als nur einen Himmel.
Gottfried Wilhelm Leibniz hat im frühen 18. Jahrhundert spekuliert, dass es eine ganze Vielfalt von Welten, also auch von Himmeln geben könnte. Und auch die vor 100 Jahren ausformulierte Quantentheorie bietet Raum für die Vorstellung von mehreren unterschiedlich gearteten Welten. Der Schöpfer all dieser Welten hat garantiert keine Langeweile – und findet in allen Anerkennung. Von anderen Himmeln und Erden haben wir keine wirkliche Ahnung, aber dem Psalm 19 zufolge erklingt das Lob Gottes auch dort, wird er auch dort verehrt und gerühmt. Psalm 19 schärft die Sinne für dieses intergalaktische Konzert.
Autor: Markus Baum
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Volle Rückendeckung!
Vor einigen Jahren auf der Autobahn: wir nähern uns einem Lkw.
Die ganze Rückseite hat einen Aufdruck, ins Auge fällt sofort das süße Löwenbaby, das keck auf den Betrachter loszumarschieren scheint. Und der Spruch dazu begeistert mich. Denn wenn man das ganze Bild in den Blick nimmt, sieht man einen erwachsenen Löwen hinter dem Sprössling und die Botschaft: Es ist völlig egal, wer vor dir steht, wenn du weißt, wer hinter dir steht.
An dieses Bild muss ich denken bei einem Satz, den der Apostel Paulus vor knapp 2.000 Jahren an die christliche Gemeinde in Rom gerichtet hat: „Ist Gott für uns, wer kann dann gegen uns sein?“
Ich übertrage das Bild: wenn ich weiß, dass Gott hinter mir steht, ist es egal, wen ich vor mir habe.
Nicht nur die Christen in Rom, zu allen Zeiten haben Menschen, die sich an Gott halten, Widersacher. Leute, die anderen das Leben schwer machen und verleiden.
Das denkbar Schlimmste - Verfolgung und Tod – damit muss ich Gott sei Dank nicht rechnen.
Aber Gegenüber, denen ich mich nicht gewachsen fühle, kenne ich. Schwierige Situationen, in denen ich mich regelrecht vor dem Ausgang fürchte, auch das ist bekannt.
Wie aber bekomme ich es hin, dass Gott hinter mir steht? Gar nicht – ich kriege das gar nicht hin. Aber Gott will es. Er will für mich da sein und mir in allen Lebenslagen den Rücken stärken. Mehr noch: Gott will mein Vater sein, also ganz so wie im Bild, der große, starke Vater im Hintergrund.
Davon erzählen die Verse um den markanten Satz im Römerbrief Kapitel 8 herum.
Im Vertrauen auf den Gott, der für mich ist und hinter mir steht, kann ich getrost losmarschieren. Auch heute.
Autor: Claudia Mertens
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Ehre wem Ehre gebührt! Aber wem gebührt eigentlich Ehre? Menschen, die etwas Besonderes geleistet haben? Mächtige oder Geistliche, die Verantwortung tragen? Engel, weil sie keine Menschen, sondern himmlische Wesen sind?
Zu Johannes hatte ein Engel gesprochen und ihm gezeigt, was am Ende der Zeit geschehen wird. Im Buch der Offenbarung hat Johannes dies aufgeschrieben. Voller Ehrfurcht fällt Johannes vor dem Engel nieder, um ihn anzubeten.
Im Gegensatz zu vielen Menschen, die es genießen, verehrt zu werden, weiß der himmlische Bote: Gegen dieses Ehren muss ich mich wehren!
Hier wird klar: Anbetung und Ehre gehören allein dem dreieinigen Gott. Keinem Menschen und keinem Engel.
Wir dürfen lernen von Menschen, die Großes geleistet haben. Wir sollen die Mächtigen achten und die Leiter in den Gemeinden unterstützen, indem wir für sie beten und uns in der Gemeinde mit unseren Gaben einbringen. Aber wo Menschen sich in ungemessener verehren lassen, gilt es wachsam zu sein. Denn hier läuft in aller Regel etwas falsch. Diener Gottes sollten nicht ihre eigene Ehre, sondern Gottes Ehre suchen.
Selbstverständlich muss ich mich ich mich auch immer wieder selbst hinterfragen:
Autor: Jens Kilian
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Er gilt als der erste christliche Märtyrer: Stephanus. Er wird in der Bibel in der Apostelgeschichte des Lukas vorgestellt. Dort wird Stephanus genannt als einer der ersten Diakone und Sozialarbeiter. Denn in der wachsenden christlichen Gemeinde gibt es viele Hilfsbedürftige. Leute wie Stephanus kümmern sich um ihre Versorgung. Und Stephanus erfüllt diese Aufgabe leidenschaftlich gern und gut.
Das ist manchen Leuten ein Dorn im Auge. Sie verbreiten falsche Anschuldigungen gegen ihn. Schließlich muss sich Stephanus vor dem Hohen Rat verantworten. Dort redet er von Jesus und erklärt, dass dieser der Sohn Gottes und Retter der Welt sei. Damit bringt er die leitenden Leute vollends gegen sich auf, denn das empfinden sie als Gotteslästerung, und darauf steht der Tod durch Steinigung. Am Ende wird Stephanus für den Glauben, den er so tapfer vertritt, getötet. Seine letzten Worte vor der Hinrichtung sind überliefert: "Ich sehe den Himmel offen. Und ich sehe den Menschensohn. Er steht an der rechten Seite Gottes." (Apostelgeschichte 7,56 BB).
Stephanus hat etwas wahrgenommen, das alle Christen eines Tages sehen werden. Das ist der Glaube, den Christen teilen und im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekräftigen: Der gekreuzigte und vom Tod auferstandene Jesus ist in die Sphäre Gottes zurückgekehrt – das steckt in der Formel „aufgefahren in den Himmel.“ Nun ist Jesus an der Seite Gottes. Dort erwartet er alle, die an ihn glauben und ihm konsequent nachfolgen - manchmal bis in den Tod.
Stephanus war der erste Märtyrer, aber nicht der letzte. Er wurde zum Vorbild und Hoffnungsgeber für viele Menschen, die an Jesus glauben und dafür einen hohen Preis zahlen.
Autor: Horst Kretschi
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