ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Es geht uns gut!

    Zeitunglesen hat sich für mich verändert. Weil ich den Eindruck habe, dass in vielen Artikeln das Geschehen vor allem negativ dargestellt wird. "Bad news are good news", also schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten, war wohl noch nie so wahr, wie heute. Das finde ich traurig. In jeder politischen Entscheidung, in jeder gesellschaftlichen Veränderung, in jeder kontroversen Diskussion findet sich etwas Bedrohliches - das wird gepusht! Und morgen geht die Welt unter ... Laute Stimmen wissen das für sich zu nutzen, wie die letzten Wahlen zeigen.

    Die Wirklichkeit: Noch nie ging es den Menschen und der Erde so gut wie heute. Sehen wir uns die Fakten an, zur Lebenserwartung, zur Kinder- und Müttersterblichkeitsrate, zur sauberen Luft, Allgemeinbildung weltweit, Hungersnöte - all diese Themen zeigen: Wir haben heute die besten Voraussetzungen aller Zeiten, ein gutes und nachhaltiges Leben zu gestalten. Natürlich ist noch nicht alles gut, es hungern noch viel zu viele, die Klimaveränderungen und Kriegssituationen sind real und nicht zu beschönigen und so weiter. Aber wir können handeln!

    Ich will dir danken, Herr, von ganzem Herzen. Ich will von all deinen Wundertaten erzählen. So betete der König David vor rund 3000 Jahren, nachzulesen in Psalm 9, Vers 2. David hätte bestimmt auch Grund genug gehabt, zu jammen und zu klagen. Aber er weiß von dem lebendigen Gott, dem nichts aus den Händen gleitet, darum prägt Dankbarkeit sein Reden und Handeln. Das will ich mir als Vorbild nehmen.

    Danke, Herr, das ich leben darf! Von dir will ich weitersagen!

    Autor: Hans Wagner

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    3 min
  • Frosch im Hals?

    Ob Timotheus ein Frosch im Hals sitzt, als er die Worte des Apostels Paulus schwarz auf weiß in Händen hält? Er legt den Brief zur Seite. Paulus leidet. Er hat sich nicht erkältet, nein, Paulus leidet, weil er es einfach nicht lassen kann, von Jesus Christus zu reden. Wo er geht und steht, macht er das. Aktuell im Gefängnis. Aber auch im Brief an Timotheus, den jungen Gemeindeleiter.

    Paulus empfiehlt Timotheus statt eines Frosches im Hals Worte Jesu im Herzen. Der Heilige Geist verankert sie dort. Wörtlich heißt es im 2. Timotheusbrief:

    „Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.“ (2. Timotheus 1,14)

    Was hilft, wenn der Frosch im Hals sitzt? Jesu Worte nicht nur im Gedächtnis bewahren, sondern im Herzen tragen.

    Wenn ich erzähle, dass es ohne Jesus mit Gott und mir nichts wird, dann werde ich womöglich an den Rand gedrängt. Was hilft dann? Nicht auf den Frosch im Hals achten und auf seine Einflüsterung: „Du bist nicht gefragt.“ Sondern auf das Flüstern des Heiligen Geistes hören: Jesus ist stärker. Jesus hat sogar dem Tod die Macht genommen. Jesus und seine Worte sind kostbarer als Menschen, die überzeugt sind: Es geht auch ohne Jesus. „Nein, geht es nicht“, erinnert mich der Heilige Geist. Auf Jesus kommt es an.

    Autor: Pastorin Elke Drossmann

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    3 min
  • Was bringt die Zukunft?

    Ist Ihnen schonmal aufgefallen, dass Touristen, die eine Kirche betreten, meistens flüstern? Automatisch verfallen die Besucher in ein bestimmtes Verhaltensmuster.

    Wenn ich zu einem festlichen Empfang eingeladen werde, und auf der Einladung steht der Vermerk „Abendkleidung“, dann weiß ich, dass Jeans und Holzfällerhemd unerwünscht sind. 

    Für alle menschlichen Lagen gibt es angemessene Umgangsformen. Das bestätigt ein Abschnitt aus dem fast 3.000 Jahre alten Buch Prediger in der Bibel. Dort heißt es:

    Alles hat seine Zeit, und für jede Situation gibt es ein entsprechendes Verhalten. Doch auf dem Menschen lastet eine schwere Not: Er weiß nicht, was auf ihn zukommt, und niemand kann ihm sagen, was die Zukunft bringt. Prediger 8, Verse 6-7

    Demzufolge wissen wir zwar, wie wir uns zu verhalten haben. Aber allen Menschen ist eins gemein: Keiner weiß, was die Zukunft bringt.

    An dieser Stelle muss ich eine Einschränkung machen, die der Verfasser des Buchs Prediger noch nicht wissen konnte: Seit Jesus Christus am Kreuz von Golgatha meine Erlösung erwirkt hat, kann ich sehr wohl wissen, was die ferne Zukunft bringt.

    Jesus versichert mir: Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht gesagt: Ich gehe hin, um dort alles für euch vorzubereiten. Und wenn alles bereit ist, werde ich zurückkommen, um euch zu mir zu holen. Dann werdet auch ihr dort sein, wo ich bin. Johannes 14, Vers 2-3

    Das sind Aussichten!

    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • 92 Bananen

    Kürzlich habe ich die Lebensgeschichte von Darlene Deibler Rose gelesen. Die Amerikanerin lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts im indonesischen Dschungel – mit dem Anliegen, dass dort Menschen die befreiende Botschaft der Bibel kennenlernen. Während des zweiten Weltkriegs gerät sie in ein Internierungslager der Japaner. Sie wird gefoltert, weil man sie (zu Unrecht) der Spionage verdächtigt. Täglich gibt es nur eine geringe Portion fast ungenießbarer Nahrung.

    Als Darlene eines Tages zufällig ein paar Bananen zu Gesicht bekommt, macht sie das umso hungriger. Ganz besonders hat sie jetzt natürlich Lust auf Bananen. Darlene bittet Gott um wenigstens eine einzige köstliche gelbe Frucht, obwohl sie die Erfüllung ihres Wunsches für nahezu ausgeschlossen hält. Doch kurze Zeit später werden ihr tatsächlich Bananen in ihre Einzelzelle gebracht. Und zwar 92 Stück!

    Von hungrigen Menschen, die ein Wunder erleben, berichtet auch die Bibel an verschiedenen Stellen. Da ist zum Beispiel die Geschichte des Propheten Elisa, der seinen Schülern und Propheten-Kollegen reichlich Brot austeilt. Nachzulesen in 2. Könige 4 ab Vers 42. Obwohl Elisas engster Mitarbeiter meint, die Vorräte würden niemals ausreichen, bleibt am Ende sogar noch reichlich Brot übrig.

    Wer Gott kennt, weiß: Das sieht ihm ähnlich. Gott liebt es, seine Kinder mit Großzügigkeit zu überraschen. Wer Gott vertraut, wird das früher oder später erleben. Die vielen Erfahrungsberichte aus biblischen Zeiten und bis heute laden zu diesem hoffnungsvollen Vertrauen ein.

    Autor: Sonja Kilian

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    3 min
  • Mehr als ein Bedürfnisstiller

    Was erbitten Sie sich von Gott? Frieden für unser Land ist doch wohl das Mindeste. Dass wir immer mit allem ausreichend versorgt sind. Und Gesundheit ist auch wichtig.

    Diese Bitten sind auch meine Bitten. Sie sind wichtig. Und ich bin überzeugt: Gott nimmt sie ernst. Aber wenn wir nur unsere Wünsche im Blick haben, dann geben wir uns mit weniger zufrieden, als Gott eigentlich für uns bereithält.

    Vor 2.000 Jahren tat Jesus von Nazareth ein Wunder: Rund 5.000 Männer – Frauen und Kinder noch gar nicht mitgezählt – machte er quasi aus dem Nichts satt. Die Menschenmenge lief daraufhin im wahrsten Sinne des Wortes Jesus nach. Jesus selbst analysiert ihre Motivation messerscharf. Im 6. Kapitel des Johannesevangeliums sagt er:

    „Ihr sucht mich nicht,

    weil ihr Zeichen gesehen habt.

    Ihr sucht mich nur,

    weil ihr von den Broten gegessen habt

    und satt geworden seid.“ (Johannes 6,26b)

    Mit Jesus, von dem wir Christen überzeugt sind: Er ist der Sohn Gottes, ist das tatsächlich so eine Sache.  Ja, Jesus ist an meinem Wohlergehen interessiert. Aber wenn ich meine Beziehung zu ihm darauf beschränke, dann entgeht mir etwas Wesentliches: Die Zeichen und Wunder, die Jesus getan hat, deuten darauf hin: Er ist der Bevollmächtigte Gottes. Er ist der Höchste. Er steht über allen sichtbaren und unsichtbaren Mächten und Gewalten.

    Wenn ich das anfange zu begreifen, dann ist mein bedingungsloses Vertrauen zu ihm gefragt. Seine Pläne mit mir sind größer und wunderbarer, als ich das mit meinem menschlichen Verstand erfassen kann. Ein Leben mit ihm geht weit, weit über die Stillung meiner Bedürfnisse hinaus.

    Autor: Oliver Jeske

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    3 min
  • Ehrliche Worte eines Freundes

    Ehrliche Worte eines Freundes

    In der Kirchengemeinde, in der ich aufgewachsen bin, gab es einen Mann, der war dafür bekannt, dass er seine Meinung immer frei und ungefragt „herausgepoltert“ hat. So etwas wie Feingefühl kannte er nicht.

    Der Apostel Paulus ist für mich das genau Gegenteil. Für den Sklavenhalter und Gemeindeleiter Philemon war er eine Art feinfühliger Mentor. Philemon hat Paulus wahrscheinlich im Jahr 54 in der Stadt Ephesus kennengelernt und sich daraufhin für den Glauben an Jesus Christus entschieden.

    Einer von Philemons Sklaven war zu Paulus geflüchtet. Paulus legt in seinem Brief an Philemon ein gutes Wort für diesen Sklaven ein. Der Apostel beginnt seinen Brief mit Worten, die Philemon zeigen, wie sehr er ihn schätzt. „Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich deiner gedenke in meinen Gebeten […]  denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die du hast an den Herrn Jesus und […] dass dein Glaube, den wir miteinander haben, kräftig werde in Erkenntnis all des Guten bei uns, auf Christus hin.“ Das sind Worte, die von einer ehrlichen, tiefen Freundschaft zeugen. Diese Worte sind voller Respekt, Hochachtung und Zuneigung.

    Was kann ich für mich aus diesen Worten und der Gesamtsituation lernen? Ich sollte nicht jedem zu jeder Zeit gerade raus sagen, was er meiner Meinung nach falsch macht.

    Sollte ich zu demjenigen allerdings eine gute Beziehung und seine Weiterentwicklung im Sinn haben, und ihn grundsätzlich hochachten, dann sollte ich genau damit beginnen: Ihn schätzen und ehren für das, was er ist. Aus dieser Haltung heraus lässt sich Kritik viel leichter hören. Meine Ohren sind offen für die Worte eines Menschen, der mich mag.

    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Geschenkte Patchworkfamilie

    Am Ende des Buchs Rut in der Bibel wird folgende Szene beschrieben: Noomi, eine alternde Witwe, hält überglücklich ein Baby im Arm. Die ganze Nachbarschaft ist zusammengekommen, um ihr zu gratulieren.

    Dabei ist sie mit dem Neugeborenen gar nicht direkt verwandt, denn es ist das Baby ihrer Schwiegertochter Rut mit ihrem zweiten Mann. Doch beide Frauen verbindet eine besondere Geschichte. Noomi war schon Witwe, als auch noch ihr Sohn gestorben war – Ruts Ehemann. Da Rut jung war, hatte Noomi ihr Mut gemacht, zurück zu ihren Eltern zu ziehen. Doch Rut war stattessen mit Noomi in deren alte Heimat gezogen, hatte alles zurückgelassen, um für die ältere Frau zu sorgen.

    Jetzt, nach einer langen Zeit der Trauer und Ungewissheit, hat Noomi eine neue Familie. Neudeutsch würde man sagen: eine Patchwork-Familie. Ihre Nachbarn staunen über Noomis Glück und bemerken in Hinblick auf das Neugeborene: „Es wird dir neuen Lebensmut geben und wird im Alter für dich sorgen. Denn es ist ja der Sohn deiner Schwiegertochter, die in Liebe zu dir hält. Wahrhaftig, an ihr hast du mehr als an sieben Söhnen!“ (Rut 4:15)

    Faszinierend: Schon in der Bibel gab es Familien, die nicht dem klassischen Ideal entsprachen. Vom Schicksal zusammengewürfelt, entsteht Familie da, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, weil Gott ihnen jemand aufs Herz legt. Ich will mir ein Beispiel an Rut und Noomi nehmen und heute die Augen aufmachen, für wen ich heute ein kleines Stück Familie sein kann.   

    Autor: Tanja Rinsland

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    3 min
  • Finale

    Vom Ende der Welt haben die allermeisten Menschen keine Vorstellung, zumindest keine klare – und warum auch? Ein Menschenleben dauert siebzig, achtzig und bei guter Verfassung auch neunzig Jahre. Das ist verglichen mit der Weltgeschichte nur ein Wimpernschlag. Die Astrophysiker der Gegenwart geben der Welt, in der wir leben, durchaus noch ein paar Milliarden Jahre bis zum großen Finale – oder auch bis zum enttäuschend banalen Ende: Wenn sich das Universum in dem Tempo weiter ausdehnt wie gegenwärtig, dann wird sich das Weltenende ziemlich leer und ziemlich kalt darstellen.

    Bibelleser und -Leserinnen wissen mehr: Zumindest der Bibel zufolge ist mit dem Ende dieser Welt noch nicht Feierabend. Im letzten Buch der Bibel ist von einem neuen Himmel und einer neuen Erde die Rede. Und schon ein Stück weiter vorne, im ersten Brief an die christliche Gemeinde in Korinth beantwortet der Apostel Paulus die viel spannendere Frage: Hat diese Welt, hat unser Dasein ein Ziel? Ja, behauptet Paulus. Das Ziel ist erreicht, wenn Jesus Christus allen gottfeindlichen Mächten, Kräften und Gewalten ein Ende bereitet hat und wenn er die Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben hat. Und was ist das Ziel: Gottes uneingeschränkte Herrschaft – in Gottes neuer Welt, nach neuen, guten Regeln, die alles Bisherige weit überbieten. Und Sie und ich – wir können in dieser neuen Welt eine Rolle spielen. Unter der einen und einzigen Voraussetzung: Unbedingtes und konsequentes Gottvertrauen.

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Gott färbt ab

    Die Welt ist voller Menschen. Jeder mit einer ganz eigenen Prägung, einer ganz eigenen Geschichte. Wir alle sind vielschichtige Wesen - es gibt niemanden, bei dem es nichts zu entdecken gäbe. Spannend! Großartig!

    Manche Menschen erlebe ich oberflächlich, manche kommen mir egoistisch vor, bei manchen empfinde ich eine Glaubwürdigkeitslücke zwischen Schein und Sein. Und dann begegne ich immer wieder Menschen, bei denen für mich eine große innere Aufrichtigkeit und Klarheit durchscheint.  Oft sind das Christinnen und Christen.

    Woher haben die das? Woher kommt ihre Zuversicht, während andere verzagt sind? Woher kommt ihre Gelassenheit, während andere sich um ihre Sorgen drehen? Woher kommt ihre Dankbarkeit, während sie mit den gleichen Problemen kämpfen wie alle anderen auch?

    Ich glaube: Dieses Verankertsein der Seele, dieses „Licht von innen“ auch in den Stürmen des Lebens, es kommt von Gott selbst. Von dem Gott, der sich uns Menschen nicht nur mitteilt, sondern ein Stück von seinem Wesen mit uns teilt. Der Apostel Paulus hat das für sich selbst und seine Mitstreiter in Korinth einmal so formuliert:

    Derselbe Gott, der gesagt hat: »Aus der Finsternis soll Licht hervorstrahlen!«, der hat es auch in unseren Herzen hell werden lassen, sodass wir in der Person von Jesus Christus den vollen Glanz von Gottes Herrlichkeit erkennen.

    Gott hat die Macht, dass es mitten im Dunkel hell wird. In der Schöpfung genauso wie im Herz eines Menschen. Wer diesem Gott vertraut, der beginnt wahrzunehmen, dass Gott ihm in Jesus Christus sein Gesicht zeigt. Und in dem beginnt ein Licht von innen aufzuleuchten.

    Ich glaube: Gott färbt ab.

    Autor: Dr. Jörg Dechert

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    3 min
  • Der Blick ins Morgen

    „Für morgen habe ich mir dieses oder jenes vorgenommen. Nächste Woche habe ich folgendes geplant. Und am Wochenende? Fehlanzeige – da ist bei mir schon alles ausgebucht.“ So oder ähnlich geht es vielen Zeitgenossen.

    Feste Pläne und Vorhaben können einen Terminkalender so sehr füllen, dass man sich geradezu unentbehrlich fühlen könnte.

    Und dann platzt da Jakobus mit der Frage hinein: „Was ist euer Leben?“ Und gibt gleich selbst die Antwort: „Dunst seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet.“ Jakobus 4,14 (LUT 2017)

    Von wegen Blick ins Morgen - geschweige denn, es im Griff zu haben.

    Der Brief des Jakobus ist eine der letzten Schriften im Neuen Testament. Er erinnert Menschen daran, dass niemand über die Zeit verfügt. Nicht einmal über die eigene. Kein Mensch hat seine Zukunft in der Hand, wie wichtig er sich auch vorkommen mag mit all seinen Plänen, Vorhaben und Terminen. Eine Zumutung, was Jakobus da behauptet? Ich bin Dunst, der nach kurzer Zeit verschwindet? Okay, ein angenehmer Gedanke ist das nicht. Aber es ist die Realität; ich werde nicht einmal danach gefragt, ob mir das nun passt oder nicht. Zwei Möglichkeiten habe ich, auf diese Gegebenheit zu reagieren:

    Entweder ich vergesse diese Warnung und tue so, als wäre ich selbst Herrin der Zeit und meines Lebens - oder ich nehme meine Zeit aus Gottes Hand und bitte ihn selbst darum, dass er mir hilft, mein Leben nach seinem Willen zu gestalten. Denn wenn ich mich hier auf der Erde für ein Leben mit ihm entscheide und mich ihm anvertraue, werde ich ewig bei ihm sein. Dann wird die kleine Zeit hier auf der Erde übergehen in ein Leben in der Herrlichkeit Gottes.

    Die Mahnung aus dem Jakobusbrief kann mir helfen, meine Prioritäten richtig zu setzen. Das will ich mir immer wieder vor Augen halten, damit ich mein Leben nicht buchstäblich verpasse.

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min

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