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Die deutsche Sprache hat etwa eine halbe Million Wörter. So viele Möglichkeiten, etwas Kluges zu sagen! Und doch: manchmal fühle ich mich eher sprachlos. Oder mache viele Worte um nichts.
Ganz anders war das mit Jesus. Im Lukasevangelium wird berichtet, dass ihn eines Tages eine ungewöhnliche Nachricht erreicht. Ein römischer Offizier bittet ihn dringend um Hilfe. Sein Diener sei schwer erkrankt, ob Jesus ihn heilen könne. Ungewöhnlich ist diese Nachricht aus mehreren Gründen: Einmal hätte dieser Offizier Jesus aufgrund seiner Machtposition einfach zu sich beordern können. Und für Jesus als Jude ist es eine heikle Sache, einen römischen Soldaten zu besuchen: sie gelten als Feinde des jüdischen Volkes. Doch Jesus hat keine Berührungsängste und macht sich auf den Weg. Es reicht ihm, dass der Mann ihn um Hilfe bittet.
Dann erreicht Jesus eine weitere Nachricht des Offiziers: „Herr, mach dir nicht die Mühe, in mein Haus zu kommen, denn eine solche Ehre verdiene ich nicht. Sprich einfach ein Wort, und mein Diener wird gesund werden.“ (Lukas 7,6-7)
Ein einziges Wort – mehr will dieser Offizier nicht von Jesus. Denn er ist sich sicher, dass mehr nicht nötig ist.
Zwischen Jesus und einem Menschen bedarf es wohl nicht vieler Worte: Meine ehrlichsten Gebete waren selten die, die voller schöner Sätze waren. Wenn meine Seele nichts kluges mehr sagen kann, reicht das Gebet „Herr, hilf“. Ich bin überzeugt: Ein Wort reicht, und Jesus macht sich auf den Weg, mir zu begegnen.
Autor: Tanja Rinsland
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Unter den zahlreichen Ernährungsmoden der Gegenwart finde ich eine besonders originell: Die der Urköstler.
Vegetarier verzichten auf Fleisch, manche auch auf Eier und Milchprodukte. Veganer müssen sich so ziemlich alles verkneifen, einschließlich Wollkleidung, Federboa und Lederschuhe.
Frutarier leben ausschließlich von Früchten und sind damit ziemlich nah dran an paradiesischen Zuständen. Denn was stand im Garten Eden auf dem Speisezettel: Früchte. Stein- und Kernobst. Nüsse. Kann man nachlesen im 1. Buch Mose Kapitel 2 ab Vers 16: „Gott der Herr gebot dem Menschen: Von jedem Baum im Garten darfst du essen.“ Nur vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollten die ersten Menschen die Finger lassen. Denn dessen Früchte sind todgiftig.
Unsere Urahnen waren also Frutarier. Oder vielleicht doch Urköstler? Das hängt davon ab, ob Adam und Eva die geernteten Früchte erst gewaschen und womöglich ausgeschnitten haben. Oder ob sie wie die Anhänger des Urkostgurus Franz Konz jedes Würmchen, jedes Stäubchen, jeden Erdkrümel mitverzehrt haben, dankbar für die Spuren an Protein, an B-Vitaminen, an Mineralien.
Gottes auserwähltes Volk Israel war ursprünglich ein Volk von Viehzüchtern, alles andere als vegan. Unter den klimatischen Bedingungen des vorderen Orients hat sich in Israel und später im Judentum eine Art Trennkost bewährt – die koschere Küche hat nicht nur hygienische Vorzüge.
Aber egal, was auf den Teller und dann auch zwischen die Zähne kommt: Jede und jeder kann sich klar machen, dass alle guten Gaben von Gott kommen. Kann den Dank folglich auch bei Gott abliefern.
Autor: Markus Baum
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Was schätzen Sie – wie viel Prozent Ihrer Gedanken kreisen um Ihre momentanen Lebensumstände? Den nächsten Arzttermin? Die anstehende Kaufentscheidung? Wie Sie sich in diesem Streit auf der Arbeit am besten verhalten?
Ich schätze das bei mir selbst auf mindestens 25 Prozent, an manchen Tagen deutlich mehr. Das heißt: Einer von vier Gedanken, die ich so habe, kreist um einen Umstand, den ich im Moment sowieso nicht ändern kann. Eine Sorge, die sich ziemlich sicher als völlig unwichtig für mein Lebensglück erweisen wird.
Was wäre, wenn ich diese Gedanken in Gelassenheit verwandeln könnte? Ich glaube, es gibt da einen Weg. Und der hat nichts damit zu tun, noch mehr Kontrolle über mein Leben zu bekommen. Sondern mehr zu vertrauen.
Einer, der diesen Weg entdeckt und gehen gelernt hat, ist Paulus. Der Paulus, dessen Briefe Teil des Neuen Testaments geworden sind. In einem davon, dem Philipperbrief, schreibt er:
Ich habe gelernt, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein. Ich weiß, was es heißt, sich einschränken zu müssen, und ich weiß, wie es ist, wenn alles im Überfluss zur Verfügung steht. Mit allem bin ich voll und ganz vertraut: satt zu sein und zu hungern, Überfluss zu haben und Entbehrungen zu ertragen. Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht.
„Nichts ist mir unmöglich“, so Paulus, weil – und jetzt kommt die Sache mit dem Vertrauen – der, der bei mir ist, mich stark macht. Weil der Gott, dem ich vertraue, mir innere Kraft gibt, egal was kommt.
Dieser Satz weckt bei mir Sehnsucht: Gott ist bei mir. Gott gibt mir innere Kraft, egal was kommt. In diesem Vertrauen will ich leben.
Autor: Dr. Jörg Dechert
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Angenommen, bei uns zu Hause haben sich Gäste angekündigt. Dann freuen wir uns schon im Vorfeld, treffen Vorbereitungen. Und natürlich überlegen wir, was wir für unsere Gäste kochen oder backen, denn sie sollen wissen, dass sie willkommen sind.
Im Lukasevangelium wird im 19. Kapitel erzählt, wie Jesus sich sehr spontan selbst bei jemandem einlädt. Dieser Jemand freut sich riesig und zögert keine Sekunde, als Jesus ihm sagt, dass er in diesem Moment, also sofort, zu ihm kommen will. Es geht hier um Zachäus, einen Zöllner. Zolleinnehmer waren zu der Zeit, in der diese Geschichte spielt, nicht gerade beliebt bei ihren Mitbürgern. Doch ausgerechnet zu einem „von denen“ will Jesus ins Haus kommen.
Was steht da im Lukasevangelium: „Als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden.“ (LUT 2017)
Zachäus hatte gehört, dass Jesus in seine Stadt kommen würde, nach Jericho. Er wollte Jesus unbedingt sehen – warum, das wird im Lukasevangelium nicht ausgeführt, aber zumindest hat Zachäus nichts unversucht gelassen, um einen Blick auf Jesus zu werfen. Weil Zachäus etwas kurz geraten war, kletterte er auf einen Baum – ein strategisch günstiger Posten – von da aus hatte er sicher einen guten Überblick und blieb selbst weitgehend vor neugierigen oder missmutigen Blicken verborgen. Vermutlich hätte er nie gedacht, dass Jesus ausgerechnet ihn ansprechen würde.
Schnell klettert er von seinem Beobachtungsposten herunter und nimmt Jesus bei sich auf. Eine Begegnung, die sein Leben verändert.
Er erkennt: Jesus sieht in ihm nicht in erster Linie den verachteten Zöllner, sondern den Menschen, der Hilfe braucht. Das weicht das Herz von Zachäus auf. Diese Wertschätzung verändert ihn. Er bereut, dass er Menschen regelmäßig zu viel Geld abgeknöpft hat, und er will nun seinen Betrug wieder gutmachen – das lässt er sich sogar ziemlich viel kosten.
Zachäus ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie falsche Werte korrigiert werden, wenn Jesus ins Spiel kommt und Menschen die Augen für das öffnet, was vor ihm Bestand hat.
Autor: Annegret Schneider
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Mut ist keine Handelsware – leider nicht. Mut gibt’s nicht in stationären Geschäften und auch nicht in Onlineshops. Mut gibt’s nicht in Tüten oder in der Familienpackung, nicht als Lutschtablette oder als Drops zum Kauen und auch in keiner anderen Darreichungsform. An mangelnder Nachfrage kann es nicht liegen.
Unsere Gesellschaft ist reich an Errungenschaften, reich an patenten Menschen und an cleveren Ideen – aber Mut scheint Mangelware zu sein. Man könnte sogar behaupten: Gegenwärtig sind erstaunlich viele Menschen in diesem Land mutlos. Ob das daran liegt, dass die Welt, in der wir leben, so komplex ist? Oder sind viele vielleicht überfordert von der schieren Fülle an Herausforderungen und drängenden Zukunftsaufgaben? Gerade deshalb und gerade dann wäre eine gelegentliche Mutinfusion hilfreich.
Menschen, die an Jesus Christus glauben, haben zumindest eines: Eine Bezugsadresse für Mut. Mut gibt’s bei Gott, dem Vater Jesu Christi – und den dürfen Menschen, die auf Jesus vertrauen, auch so verstehen und ansprechen: als ihren Vater.
Ein früher Jesus-Anhänger, der Apostel Paulus nämlich, behauptet im 2. Korintherbrief von Gott: Er ist der „Vater der Barmherzigkeit“ – und er „ermutigt uns in all unserer Not. Und so können auch wir anderen Menschen in ihrer Not Mut machen.“ Zitat Ende. Daraus ziehe ich den Schluss: Wer Gott Vater nennt, kann ihn als Mutmacher erleben, und das ist offenbar ansteckend.
Von Gott ermutigte Menschen können ihrerseits anderen Mut machen. Das fordert mich heraus. Herausforderung angenommen.
Autor: Markus Baum
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Der eine bringt einen gefundenen Zwanzig-Euro-Schein sofort zum Fundbüro oder der Polizei. Ein anderer freut sich drüber, weil der Besitzer wahrscheinlich sowieso nicht mehr ausgemacht werden kann, und schmeißt gleich eine Runde für seine Freunde. Das Gewissen ist so unterschiedlich ausgeprägt wie die Menschen selbst. Da spielt Erziehung und Erfahrung eine Rolle. Was für den einen eine Lappalie ist, da wälzt sich ein anderer unruhig nachts im Bett herum. Und ich glaube, dieser Unterschied ist völlig okay.
Gott ist niemand, der mir ständig mit strafendem Blick auf die Finger schaut. Solange ich nicht von der Jagd nach meinem Vorteil besessen bin und meine Umgebung nicht in Mitleidenschaft ziehe, gibt es da eine gewisse Freiheit. Allerdings mit einer klaren Grenze: Wenn ich genau weiß, dass etwas nicht in Ordnung ist und es trotzdem tue, dann bin ich auf dem Holzweg.
So wie der israelitische König Saul vor rund 3000 Jahren: Der hatte einen klaren Auftrag von Gott: Vernichte den feindlichen Besitz und lass nichts davon übrig. Stattdessen handelte er nach dem Prinzip: Ach, da gibt es so viel Wertvolles. Da können wir doch etwas mitgehen lassen und zum Ausgleich Gott etwas davon opfern. Da hat er ja schließlich auch was davon.
Falsch gedacht! Stattdessen muss Saul sich vom Propheten Samuel, der im Auftrag Gottes spricht, folgende Rüge gefallen lassen:
„Gehorsam ist besser als Opfer.“
Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Für mich stellt sich im Alltag immer wieder die Frage: Handle ich so, dass ich fest mit Gott rechne? Nehme ich sein Anweisungen ernst? Wenn ich beides guten Gewissens mit Ja beantworten kann, kann ich als Kind Gottes unbeschwert und fröhlich leben. Auch wenn ich dabei vielleicht einen persönlichen Nachteil in Kauf nehmen muss. Denn Vertrauen in und Gehorsam gegenüber Gott, der mich versorgt, ist besser als irgendeine fadenscheinige Argumentation.
Autor: Oliver Jeske
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Gibt es Menschen, bei denen Ihre Augen anfangen zu strahlen, wenn sie Ihnen begegnen? Gute Freunde oder Leute, die Sie besonders schätzen? Gibt es auch Menschen, bei deren Begegnung Sie schwarzsehen? Manchmal frage ich mich, wie andere Menschen reagieren, wenn sie mir begegnen. Würden Sie sich wünschen, dass jemand zu Ihnen sagt: Wenn ich dich sehe, geht die Sonne für mich auf?
So ähnlich lesen wir es im biblischen Buch der Sprüche im 4. Kapitel in Vers 18:
Sonnenaufgänge sind beliebte Fotomotive und füllen ganze Kalender. Aber was ist ein Bild im Vergleich zu einem Live-Erlebnis? Wann haben Sie das letzte Mal einen Sonnenaufgang beobachtet? Da ist zunächst die Vorfreude auf den Sonnenaufgang, wenn es langsam heller wird. Dann erscheint die Sonne und verbreitet Licht und Wärme. Das tut gut.
Wie kann ich zu einem Menschen werden, der Licht und Wärme in das Leben anderer Menschen bringt? Indem ich Gott gehorche, lautet die Antwort des weisen Königs Salomo im Bibelvers. Der Gehorsam zu Gott macht uns zu Menschen, die anderen guttun.
Mich beeindruckt, dass hier nicht nur von einem Lichtblick oder einem lichten Moment die Rede ist. „Es wird heller und heller“ bedeutet doch vielmehr: Es geht um etwas Dauerhaftes und Nachhaltiges.
Auch ein Sonnenaufgang ist eigentlich ein alltägliches Ereignis. Wäre es nicht schön, wenn Sie heute ein wenig Licht und Wärme in den Alltag anderer Menschen bringen könnten? Strahlende Augen wären sicherlich eine schöne Belohnung dafür.
Ein Tipp: Warten Sie nicht einfach ab! Strahlen Sie einfach einen Menschen an und schauen Sie, ob sich Ihr Strahlen in den Augen des anderen widerspiegelt!
Autor: Jens Kilian
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Betretenes Schweigen und alle blicken unter sich. Eine typische Situation beim Elternabend, wenn der Elternbeirat gewählt werden soll. Wer will die Aufgabe übernehmen? Gänzlich anders verhält sich der Prophet Jesaja in einer solchen Situation. Im Prophetenbuch Jesaja kann ich lesen: "Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!" (Jesaja 6,8)
Gott ist auf der Suche nach einem Menschen, der seine Botschaft weitergeben will. Im Fall des Jesaja war es nicht unbedingt eine gute oder schöne Botschaft. Das Volk der Israeliten hatte sich von Gott abgewendet und so geht es nun darum, die Israeliten wieder auf den richtigen Weg zurückzubringen. Dennoch will Jesaja die Aufgabe übernehmen. Denn er weiß, für wen er der Bote ist. Der höchsten Macht des Universums dient Jesaja. Daher fürchtet er sich nicht.
Menschen, die an Jesus Christus glauben, sind in einer ähnlichen Situation. Sie wissen, dass sie an die höchste Autorität dieser Welt glauben. Und Jesus ruft sie auf, seine Botschaft zu verbreiten. Im sogenannten Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums ist das nachzulesen. Jesus fragt nicht, wen er senden soll! Er gibt den Auftrag: Geht. Wenn ich das lese, blicke ich dann unter mich und schweige oder bin ich bereit, sein Bote zu sein? Das ist die Frage, die sich mir heute stellt, so wie Jesaja damals.
Autor: Horst Kretschi
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Mach keine leeren Versprechungen! Ich bin mir sicher, dass Sie diesen Satz schon gehört, vielleicht sogar selbst gesagt haben. In ihm schwingt für mich ganz viel Enttäuschung mit. Ich will von dieser Person keine Versprechungen mehr hören, denn am Ende hat sich gezeigt, dass sie ja doch nicht eingehalten werden. Oder bin ich vielleicht selbst diese Person? Ja, ich muss zugeben: Ich bin es. Immer wieder habe ich Versprechungen gegeben, in der besten Absicht, aber am Ende konnte ich sie dann doch nicht halten. Obwohl ich es wirklich wollte, es versprochen hatte.
Keine Versprechungen machen ist besser als etwas versprechen und es dann nicht halten. So sagt es schon der Lehrer im Alten Testament, im Buch Prediger Kapitel 5 Vers 4. Was heißt das für mich? Am besten ich verspreche gar nichts mehr? Zumindest sollte ich nichts versprechen, was nur das Ziel hat, vor meinem Gegenüber besser auszusehen, mich in ein positiveres Licht zu stellen. Lieber mal ehrlich eingestehen: "Das schaffe ich nicht!" Auch sich selbst. Und auch Gott. Denn er hat noch am meisten Verständnis für unser Versagen. Er kennt uns ja, durch und durch. Um so erstaunlicher, dass er uns trotzdem liebt und jeden, der hilfesuchend zu ihm kommt, immer wieder mit offenen Armen empfängt. Das hat Gott selbst versprochen, in Jesus Christus! Und er macht keine leeren Versprechungen.
Autor: Hans Wagner
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Unschuldig. Reinen Herzens – so redet ein bedeutender König in Israel vor gut 3.000 Jahren von sich. König David. Er ist sich seiner Sache sicher. Deshalb bittet er Gott um Hilfe. David ist bereit, sich von Gott prüfen zu lassen. David hält sich gerne in Gottes Nähe auf.
Unschuldig. David möchte dieses Urteil aus Gottes Mund hören. Davids Dank will aus seinem Herzen raus. Er will Gott sagen und singen: „Ich danke dir mit meinem Lied und verkünde deine Wundertaten.“
Glaubwürdig ist diese Strophe aus Psalm 26, wenn David wirklich unschuldig ist. Wenn sein Leben etwas anderes erzählt als das, was er singt, ist er verloren. Andere zeigen dann mit dem Finger auf ihn. Es fällt sogar ein schlechtes Licht auf Gott selbst, dessen Herz für David schlägt. David möchte von Gott ein: „Ja, du bist unschuldig“ hören.
Unschuldig. Das sagt Gott 1.000 Jahre später über seinen Sohn, über Jesus Christus. Bei ihm bilden Reden, Singen und Handeln eine Einheit. Menschen bestreiten das bis heute.
Doch jeder, der Jesus für unschuldig hält, findet in ihm einen Fürsprecher. Vor Mensch und Gott. Dank Jesus kann ich von den Wundertaten erzählen, die Jesus getan hat. Wie er unschuldig für mich Schuldigen am Kreuz stirbt. Was für eine Liebe. Ich hätte das an Jesu Stelle nicht gemacht. Doch so ist Jesus – immer auf der Suche nach schuldigen Menschen, um sie mit dem Stempel unschuldig zu versehen.
Autor: Pastorin Elke Drossmann
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