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Das Volk Israel steht vor seinem großen Ziel: vor dem Einzug in das überaus fruchtbare Land Kanaan. Eine Zeitenwende. So hat Gott es ihnen, seinen Kindern, versprochen. Hier sollen sie sich nach 40 Jahren beschwerlicher Wüstenwanderung zur Ruhe setzen können. In diese Situation hinein gibt ihnen Mose noch einmal wichtige Anweisungen von Gott. Gemeinsam mit den Ältesten des Volks. Er selber, Mose, wird ja dann bei dem Einzug nicht mehr dabei sein. Sie sollen den Bund mit Gott erneuern. D.h., sich an seine Anweisungen halten und sich ihm neu anvertrauen. Und fröhlich mit ihrem Gott leben.
Dazu sollen sie einen Altar bauen. Aus unbehauenen Steinen, nicht aus bearbeiteten, also nichts bereits Menschengemachtes verwenden. An einem besonderen Ort soll das sein: auf dem Berg Ebal, wo die Stadt Sichem liegt. Dort hat ihr Erzvater Abraham nämlich Gott schon einmal einen Altar gebaut. Das war, als Abraham in dieses Land gezogen war und Gott ihm dort begegnete. So erinnert uns der erneute Altarbau an die Treue Gottes durch alle Generationen hindurch. Gott hält, was er verspricht. Er steht zu seinem Volk. Auf dem Altar sollen sie Gott Brandopfer darbringen – gemeinsam fröhlich Gott danken und feiern. Sie sollen sich daran erinnern, was Gott getan hat. Dass er sie zum versprochenen Ziel gebracht hat.
Und deshalb bekommen die Israeliten auch den Auftrag, Gedenksteine aufzustellen. Mit den Worten Gottes drauf. Das, was wir die Gebote nennen, sind ja hilfreiche Anweisungen für das gute Zusammenleben untereinander und vor allem für das Leben mit Gott, ihrem Herrn. Worte des Lebens, klar und eindeutig. Weiß gekalkt sollen die Gedenksteine in das Land leuchten.
Warum? Weil wir Menschen vergesslich sind. Wir erinnern uns viel eher an Dinge, die uns enttäuscht haben, verletzt. Aber wir vergessen schnell, wie oft Gott treu war. Wie er gesegnet und durch Notzeiten hindurchgetragen hat. Deshalb ruft Gott Israel auf: Schafft euch sichtbare Erinnerungen daran, wer ich bin und was ich getan und gesagt habe. Dass ich zu euch stehe, euch liebe und auch eure Liebe suche.
Haben Sie auch solche Erinnerungssteine? Was sind Ihre „Steine"? Ihre „Erinnerungsorte"?
Gott lädt Sie und mich heute ein, immer wieder innezuhalten und zu sagen: „Ja, hier hat Gott gewirkt. Hier hat er gesprochen. Hier hat er geholfen. Mir den richtigen Weg gezeigt. Mich zurechtgewiesen." Sich daran zu erinnern, ist auch für Christen wichtig. Und da helfen „Erinnerungssteine." In Anführungszeichen. Ich habe immer mal wieder ein Armband getragen mit einer Erinnerung, z.B. einem Wort Gottes, ein Vers aus der Bibel. Oder auf meine Armbanduhr ein Zeichen gemacht. Nur drei Buchstaben – als Abkürzung, z.B. J.i.d. Jesus ist da. Im Alltag.
Glaube braucht klare Worte. Gott sagt hier: Schreibt die Gebote auf. Für alle sichtbar. Nicht versteckt, nicht geheim, nicht nur im Kopf. Das ist spannend. Denn heute leben viele in unserem Land mit dem Gedanken: Glaube ist doch Privatsache. Hauptsache, ich glaube „irgendwas". Aber Gott ist da ziemlich eindeutig. „Mein Wort soll sichtbar und öffentlich sein", sagt er. Zur Orientierung. Gottes Gebote sind nicht da, um uns Menschen zu knechten, sondern um uns zu führen, zu leiten, zur Umkehr zu veranlassen und zu heilen. Mit ihnen will Gott Sie und mich, wie damals die Israeliten, in die enge Beziehung zu sich rufen. Deshalb die Einladung: Lernen Sie Gottes Wort immer besser kennen. Lesen Sie es. Jeden Tag. Gottes Wort im Alltag, das tut gut. Es trägt, wenn ich es ernst nehme, auch in schweren Zeiten.
Zum Ende unseres Abschnittes geht es um eine Identitätsbestimmung: Gott sagt Israel noch mal: Ich bin dein Gott, du gehörst zu mir. Und weil das so ist, folgt der nächste Vers: „Darum höre auf die Stimme des Herrn und halte seine Gebote." Das galt auch für jeden Einzelnen. Nicht um dann erst geliebt zu werden. Sondern „weil du schon geliebt bist. Weil ich, Gott, mit dir dein Leben zur Entfaltung bringen will." Und das gilt auch für Christen heute. Kinder desselben Gottes. Und so lädt Gott alle Menschen ein.
Unser Abschnitt ist also eine Erinnerung daran, was im Leben wirklich zählt: Gottes Treue in der Vergangenheit. Sein Wort für die Gegenwart. Sein Versprechen für die Zukunft. Vielleicht stehen Sie gerade auch an einem Übergang, wie das Volk Israel damals. Vielleicht fragen Sie sich, wie es weitergeht. Neue Schule, neue Arbeitsstelle oder Arbeitslosigkeit, ein Umzug oder aber auch das Ende einer Beziehung. Vielleicht steht eine neue geistliche Phase bei Ihnen an. Ein Neuanfang mit Gott. Eine Herausforderung im Glauben. Dann erinnern Sie sich an Gottes Zusagen. Halten Sie sich an ihn. Bauen Sie sich einen Altar auf Ihre Weise. Als Zeichen: „Ich gehöre zu Gott. Und ich will seinem Wort folgen." Inzwischen hat Gott ja seinen Sohn auf diese Welt geschickt. Gottes Sohn, Jesus Christus ruft Ihnen und mir heute zu: „Komm her zu mir, wenn du mühselig und beladen bist. Ich will dir Ruhe geben." Wie damals dem Volk Israel.
Autor: Hans-Werner Kalb
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By ERF - Der Sinnsender5
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Das Volk Israel steht vor seinem großen Ziel: vor dem Einzug in das überaus fruchtbare Land Kanaan. Eine Zeitenwende. So hat Gott es ihnen, seinen Kindern, versprochen. Hier sollen sie sich nach 40 Jahren beschwerlicher Wüstenwanderung zur Ruhe setzen können. In diese Situation hinein gibt ihnen Mose noch einmal wichtige Anweisungen von Gott. Gemeinsam mit den Ältesten des Volks. Er selber, Mose, wird ja dann bei dem Einzug nicht mehr dabei sein. Sie sollen den Bund mit Gott erneuern. D.h., sich an seine Anweisungen halten und sich ihm neu anvertrauen. Und fröhlich mit ihrem Gott leben.
Dazu sollen sie einen Altar bauen. Aus unbehauenen Steinen, nicht aus bearbeiteten, also nichts bereits Menschengemachtes verwenden. An einem besonderen Ort soll das sein: auf dem Berg Ebal, wo die Stadt Sichem liegt. Dort hat ihr Erzvater Abraham nämlich Gott schon einmal einen Altar gebaut. Das war, als Abraham in dieses Land gezogen war und Gott ihm dort begegnete. So erinnert uns der erneute Altarbau an die Treue Gottes durch alle Generationen hindurch. Gott hält, was er verspricht. Er steht zu seinem Volk. Auf dem Altar sollen sie Gott Brandopfer darbringen – gemeinsam fröhlich Gott danken und feiern. Sie sollen sich daran erinnern, was Gott getan hat. Dass er sie zum versprochenen Ziel gebracht hat.
Und deshalb bekommen die Israeliten auch den Auftrag, Gedenksteine aufzustellen. Mit den Worten Gottes drauf. Das, was wir die Gebote nennen, sind ja hilfreiche Anweisungen für das gute Zusammenleben untereinander und vor allem für das Leben mit Gott, ihrem Herrn. Worte des Lebens, klar und eindeutig. Weiß gekalkt sollen die Gedenksteine in das Land leuchten.
Warum? Weil wir Menschen vergesslich sind. Wir erinnern uns viel eher an Dinge, die uns enttäuscht haben, verletzt. Aber wir vergessen schnell, wie oft Gott treu war. Wie er gesegnet und durch Notzeiten hindurchgetragen hat. Deshalb ruft Gott Israel auf: Schafft euch sichtbare Erinnerungen daran, wer ich bin und was ich getan und gesagt habe. Dass ich zu euch stehe, euch liebe und auch eure Liebe suche.
Haben Sie auch solche Erinnerungssteine? Was sind Ihre „Steine"? Ihre „Erinnerungsorte"?
Gott lädt Sie und mich heute ein, immer wieder innezuhalten und zu sagen: „Ja, hier hat Gott gewirkt. Hier hat er gesprochen. Hier hat er geholfen. Mir den richtigen Weg gezeigt. Mich zurechtgewiesen." Sich daran zu erinnern, ist auch für Christen wichtig. Und da helfen „Erinnerungssteine." In Anführungszeichen. Ich habe immer mal wieder ein Armband getragen mit einer Erinnerung, z.B. einem Wort Gottes, ein Vers aus der Bibel. Oder auf meine Armbanduhr ein Zeichen gemacht. Nur drei Buchstaben – als Abkürzung, z.B. J.i.d. Jesus ist da. Im Alltag.
Glaube braucht klare Worte. Gott sagt hier: Schreibt die Gebote auf. Für alle sichtbar. Nicht versteckt, nicht geheim, nicht nur im Kopf. Das ist spannend. Denn heute leben viele in unserem Land mit dem Gedanken: Glaube ist doch Privatsache. Hauptsache, ich glaube „irgendwas". Aber Gott ist da ziemlich eindeutig. „Mein Wort soll sichtbar und öffentlich sein", sagt er. Zur Orientierung. Gottes Gebote sind nicht da, um uns Menschen zu knechten, sondern um uns zu führen, zu leiten, zur Umkehr zu veranlassen und zu heilen. Mit ihnen will Gott Sie und mich, wie damals die Israeliten, in die enge Beziehung zu sich rufen. Deshalb die Einladung: Lernen Sie Gottes Wort immer besser kennen. Lesen Sie es. Jeden Tag. Gottes Wort im Alltag, das tut gut. Es trägt, wenn ich es ernst nehme, auch in schweren Zeiten.
Zum Ende unseres Abschnittes geht es um eine Identitätsbestimmung: Gott sagt Israel noch mal: Ich bin dein Gott, du gehörst zu mir. Und weil das so ist, folgt der nächste Vers: „Darum höre auf die Stimme des Herrn und halte seine Gebote." Das galt auch für jeden Einzelnen. Nicht um dann erst geliebt zu werden. Sondern „weil du schon geliebt bist. Weil ich, Gott, mit dir dein Leben zur Entfaltung bringen will." Und das gilt auch für Christen heute. Kinder desselben Gottes. Und so lädt Gott alle Menschen ein.
Unser Abschnitt ist also eine Erinnerung daran, was im Leben wirklich zählt: Gottes Treue in der Vergangenheit. Sein Wort für die Gegenwart. Sein Versprechen für die Zukunft. Vielleicht stehen Sie gerade auch an einem Übergang, wie das Volk Israel damals. Vielleicht fragen Sie sich, wie es weitergeht. Neue Schule, neue Arbeitsstelle oder Arbeitslosigkeit, ein Umzug oder aber auch das Ende einer Beziehung. Vielleicht steht eine neue geistliche Phase bei Ihnen an. Ein Neuanfang mit Gott. Eine Herausforderung im Glauben. Dann erinnern Sie sich an Gottes Zusagen. Halten Sie sich an ihn. Bauen Sie sich einen Altar auf Ihre Weise. Als Zeichen: „Ich gehöre zu Gott. Und ich will seinem Wort folgen." Inzwischen hat Gott ja seinen Sohn auf diese Welt geschickt. Gottes Sohn, Jesus Christus ruft Ihnen und mir heute zu: „Komm her zu mir, wenn du mühselig und beladen bist. Ich will dir Ruhe geben." Wie damals dem Volk Israel.
Autor: Hans-Werner Kalb
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