EvidenzUpdate – für klügere Medizin

EvidenzUpdate – für klügere Medizin

Download on the App Store

EvidenzUpdate – für klügere Medizin episodes

  • Das leere Sprechzimmer und die dunkle Zeit der Medizin
    Ein EvidenzUpdate-Extra über Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und die Verantwortung der Ärzteschaft

    Guten Morgen! Heute gibt es eine Episode ohne Studie, ohne Metaanalyse, ohne Effektstärken und Konfidenzintervalle. Heute gibt es ein neues Format: das EvidenzUpdate Extra. Und darin sprechen wir über Nazis, über das Dritte Reich, über Zwangsarbeit im Gesundheitswesen und über die Frage, was das alles mit uns zu tun hat. Wir sprechen über das Erinnerungsprojekt „Das leere Sprechzimmer“. Und zu Gast haben wir Thomas Maibaum aus Rostock, der sich gemeinsam mit Kahina Toutaoui um das Projekt kümmert.

    Veranstaltungstipp

    Beim Kongress Gesundheit gestalten von 30.9.–2.11. in Göttingen gibt es die diesjährige Wanderausstellung des Projekts. Die findet ihr von Mittwoch bis Freitag in Seminarraum VG 1.105.

    Und am Donnerstag, 1.10., von 11:45–13:15, findet im Hörsaal ZHG 006 das diesjährige Symposium zum Projekt statt: Zwangsarbeit in der NS-Zeit und die Rolle der Ärzteschaft

    Online gibt es unser Gespräch in Kürze zusammengefasst, ein paar Größenordnungen, die in unserem Gespräch fehlten, einen Exkurs über ein „Abzeichen“ – und die Literatur zu einer Folge, die keine haben sollte. (Aufgezeichnet haben wir übrigens schon am 6. Mai 2026.)

    Als Plus für alle Unterstützer gibt es unter https://www.evidenzupdate.de/p/das-leere-sprechzimmer-und-die-dunkle

    • die kommentierte Literatur,
    • die Zusammenfassung unseres Gesprächs samt Exkursen und
    • das vollständige Transkript: https://www.evidenzupdate.de/p/das-leere-sprechzimmer-transkript
    • Schreibt uns (auch Sprachnachrichten) via SMS (+4915888641480), WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook oder E-Mail ([email protected]).

      Und wenn es mal wieder schneller gehen muss, nutzt man die Kapitelmarken:

      • 00:00:00 Intro
      • 00:02:11 Was ist EvidenzUpdate Extra?
      • 00:03:35 Warum Thomas Maibaum sich engagiert
      • 00:05:42 Wie es zum Leeren Sprechzimmer kam
      • 00:11:35 Das 2026er Thema: Zwangsarbeit
      • 00:14:56 Zwangsarbeit im Gesundheitswesen
      • 00:18:16 Wie kann man das “Wir” verstehen?
      • 00:20:00 Die vielen Dimensionen von Zwangsarbeit
      • 00:24:45 Eine Ökonomie der Perversion
      • 00:30:45 Etwas, wovon damals niemand etwas wusste?
      • 00:35:42 Ein Blick in die Gegenwart
      • 47 min
      • Was darf ein gewonnenes Lebensjahr kosten?
        Über Resilienz, Priorisierung und ein deutsches Tabu

        Moin! Andere Länder rechnen längst aus, was ein gewonnenes Lebensjahr kosten darf. Wir in Deutschland tun das aber nicht. Während wir uns davor „drücken“, dem Leben einen Preis zu geben, verstopfen gleichzeitig Praxen, Kliniken und Co mit Krimskrams. Und jede neue Innovation nimmt ein immer größeres Stück vom Kuchen. Die Hoffnungen der einen reduzieren die Chancen der anderen. Oder mit anderen Worten: Die richtige Priorisierung gelingt nicht so, wie man sich das wünscht. Wir überlassen sie den Leuten in der Praxis und am Krankenbett.

        Wie sich das ändern ließe, darüber reden wir in dieser Episode mit Uwe Popert. Der Hausarzt aus Kassel hat an zahlreichen Leitlinien mitgearbeitet und war viele Jahre in der DEGAM-Sektionsarbeit aktiv. Auch berufspolitisch war und ist er in multiplen Funktionen aktiv.

        Unsere Frage: Sollten wir für eine bessere, systematische Priorisierung künftig Kosten-Nutzen-Bewertungen machen und so rechnen, wie es die Briten machen, also mit QALYs? Würde dann alles gut?

        Spoiler: Nöö. Denn ausgerechnet das UK, das seit Jahren an derselben Schwelle festgehalten hat, hat sie just dann angehoben, als Donald Trump mit seiner „Most Favoured Nation“-Idee kam. Der Schwellenwert für ein gewonnenes Lebensjahr kommt jetzt nicht mehr aus einer medizinischen Guidance, sondern aus einem Handelsabkommen. (Aufgezeichnet haben wir übrigens schon am 17. Juni 2026.)

        Live-Podcast und Podiumsdiskussion

        Wir setzen die Debatte fort, und zwar live beim Kongress Gesundheit gestalten in Göttingen. Am Freitag, 2. Oktober, von 12:45 bis 14:15 Uhr diskutieren wir in Hörsaal ZHG 011 mit

        • Dr. Sonja Optendrenk (Unparteiische Vorsitzende Gemeinsamer Bundesausschuss)
        • Dr. Michaela Eikermann (Stellv. Institutsleiterin des IQWiG)
        • auf dem Podium über: Alles rein - nichts raus? Wie im deutschen Gesundheitswesen längst priorisiert wird - nur nicht offen. Wir freuen uns über alle, die vor Ort mitdiskutieren wollen.

          Als Plus für alle Unterstützer gibt es unter https://www.evidenzupdate.de/p/was-darf-ein-gewonnenes-lebensjahr

          • die kommentierte Literaturliste,
          • das Evidenz-Quickie zu fünf Endpunktstudien samt Nachrechnung sowie
          • das vollständige Transkript: https://www.evidenzupdate.de/p/uber-resilienz-priorisierung-und
          • Schreibt uns (auch Sprachnachrichten) via SMS (+4915888641480), WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook oder E-Mail ([email protected]).

            Wer auch beim Podcasthören gerne priorisiert, nutzt einfach die Kapitelmarken:

            • 00:00:00 Intro
            • 00:03:37 Lernziele und 2 Gründe
            • 00:12:07 Quartäre Prävention auf Systemebene
            • 00:14:02 Rationalisierung, Priorisierung, Ratrionierung
            • 00:19:40 Was sind QALY?
            • 00:23:04 Was sind ICER, WTP, Utility und DALY?
            • 00:27:57 Vorurteile und Opportunitätskosten
            • 00:35:07 Wenn 1 Mio. Euro unbezahlbar ist
            • 00:40:57 Welche Erkrankung ist mehr "wert"
            • 00:51:01 Konkurrierende Interventionen
            • 00:59:52 QALY für die Denkweise
            • 01:05:02 Und dann kam Donald Trump …
            • 01:09:06 Ein Grass-Root-Move
            • 01:13:56 Take-Home-Messages
            • 1 hr 19 min
            • Die Bundesliga der Blutdrucksenker – Meisterschaft offen
              Über 5 mmHg, zwei Metaanalysen, ärgerliche Herzinsuffizienz und die Frage, warum zwei Pillen weniger Ärger machen können als eine

              Guten Abend! Nein, heute geht es nicht um die 64. Fußball-Bundesliga-Saison und die einen oder anderen bemerkenswerte Ergebnisse der ersten beiden Spieltage. Es geht um das, was manchen Fußballlehrer ereilt beim Betrachten seiner Mannschaft: Hochdruck.

              Zwei frische Metaanalysen zur arteriellen Hypertonie sind uns untergekommen. Ergebnis der ersten: Der Nutzen der Blutdrucksenkung entsteht früh und wächst dann nicht mehr. Ergebnis der zweiten: Manche Kombinationen sind besser verträglich als die Monotherapie, einzelne sogar besser als Placebo. Und manchmal macht eine Kombi weniger Probleme als ein einzelner Wirkstoff daraus.

              Wenn der Nutzen nicht wächst und die Nebenwirkungen mild sind, warum behandeln wir dann nicht einfach alle, und zwar sofort? Spoiler: Weil beide Sätze nicht halten, was sie versprechen. Und weil die Antwort in einer Zahl steckt, die in keiner der beiden Arbeiten steht.

              Online gibt es das Evidenz-Quickie zu beiden Arbeiten, darin unser Fund, warum das Nutzen-Zickzack im MACE-Sammelendpunkt in Wahrheit eine Herzinsuffizienz-Geschichte ist, eine Nachrechnung zu den Therapieabbrüchen und ein Blick auf die Interessenkonflikte, die sich beide Autorengruppen teilen. (Aufgezeichnet haben übrigens wir am 12. August 2026.)

              Als Plus für alle Unterstützer gibt es unter https://www.evidenzupdate.de/p/die-bundesliga-der-blutdrucksenker

              • die kommentierte Literaturliste,
              • das Evidenz-Quickie zu den beiden Arbeiten samt Nachrechnung und
              • das vollständige Transkript: https://www.evidenzupdate.de/p/die-bundesliga-der-blutdrucksenker-transkript
              • Schreibt uns (auch Sprachnachrichten) via SMS (+4915888641480), WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook oder E-Mail ([email protected]).

                Und wer Zeitdruck hat, nutzt am besten die Kapitelmarken:

                • 00:00:00 Intro
                • 00:02:30 Ein paar Lernziele
                • 00:03:28 Zwei Metaanalysen
                • 00:06:42 Der Zinseszins-Effekt
                • 00:08:32 Relative und absolute Effekte
                • 00:11:05 Was bringt eine NNT von 80?
                • 00:14:28 Wie ist es bei hoher Adhärenz?
                • 00:17:34 Limitationen und eine Klassenanalyse
                • 00:20:46 Metaanalyse zur Verträglichkeit
                • 00:26:12 Weniger Therapieabbrüche als unter Placebo?!
                • 00:29:10 Wieder Limitationen
                • 00:32:39 Practice Pointers
                • 37 min
                • Was Krebs-Screenings bringen – Darm, Brust, Lunge und Prostata
                  Früher ist nicht immer besser – Teil 2

                  Guten Tag! Nachdem wir in der letzten Episode besprochen haben, warum man Jahrzehnte und Hunderttausende Probanden braucht bzw. was die Alternativen und ihre Grenzen sind, um einen möglichen Nutzen von Krebs-Screenings zu ermitteln, wird es heute konkreter.

                  Zum Beispiel zur Frage, ob eine Koloskopie zur Darmkrebs-Früherkennung schon vor dem 50. Lebensjahr sinnvoll wäre. Hier wird das Problem aus Teil 1 unserer Doppelfolge plastisch, denn zu der Frage gibt es keine relevante und auswertbare Studie. Das IQWiG aber sollte genau diese Frage für den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beantworten: Also haben die Kölner für die Berliner gerechnet. Und zwar in einem interessanten Modell, das so weit geht, dass es fragt, was passiert wenn alle mitmachen, jede und jeder zur Abklärung erscheint und alle brav auch beim nächsten Intervall wieder am Start sind.

                  Der Spoiler kommt dieses Mal direkt vom G-BA. Der hat vergangenen Donnerstag (20. August) entschieden, die Altersgrenze bei der Darmkrebs-Früherkennung nicht auf unter 50 Jahre auszuweiten. Weil: Keine belastbare Evidenz. Und das IQWiG-Modell ist trotzdem spannend, also besprechen wir es.

                  Im zweiten Teil unserer Doppel-Folge nehmen wir uns neben der Koloskopie auch die Mammografie, das Lungen-CT und den brandneuen Vorbericht zur Prostata-Ca-Früherkennung vor. Wir machen kurze Ausflüge ins wunderschöne Empfehlungsdelta zwischen Leitlinien und Nutzenbewertungen (immer eine Reise wert!) und nach Wien (auch schön dort!). (Aufgezeichnet haben wir auch diese Episode am 29. Juni 2026.)

                  Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und die vollständige, kommentierte Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/was-krebs-screenings-bringen-darm

                  Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/fruher-ist-nicht-immer-besser-teil

                  Schreibt uns (auch Sprachnachrichten) via SMS (+4915888641480), WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook oder E-Mail ([email protected]).

                  Zur richtigen „Früherkennung“ der Hörstellen gibt es wieder Kapitelmarken:

                  • 00:00:00 Intro
                  • 00:01:11 Zusammenfassung von Teil 1
                  • 00:02:46 Was Modellierungen können – am Beispiel Darmkrebs
                  • 00:10:37 Mit HTA anders umgehen?
                  • 00:18:02 Brustkrebs: Wie kam es zum Anhaltspunkt?
                  • 00:25:46 Lungenkrebs: Wie kam es zum Hinweis?
                  • 00:33:15 Prostatakrebs: Was bringt die MRT?
                  • 00:40:27 Und nun? Müssen wir jetzt streiten?
                  • 00:48:12 Gesellschaftliche Erwartungen
                  • Schöne Woche!

                    56 min
                  • Wie man herausfindet, ob Screenings wirklich nützen
                    Früher ist nicht immer besser – Teil 1

                    Gute Nacht! Wer wissen will, ob ein Krebsscreening was kann, der braucht dafür Jahrzehnte und Hunderttausende Probanden. Und wenn dann irgendwann die Ergebnisse vorliegen, waren Realität, ärztlicher Praxis und technischer Fortschritt eh schneller, ist die Studie überholt. Wie wäre es mit einer Abkürzung? Statt auf die Toten zu warten, zählen wir fortgeschrittene Tumorstadien. Die kommen früher.

                    Ob ja eine gute Idee, prüfen wir in diesen zwei Episoden. Gemeinsam mit Stefan Sauerland, dem Leiter des Ressorts „Nichtmedikamentöse Verfahren“ beim IQWiG, gehen wir der Frage nach, wie man den Nutzen von Früherkennungen halbwegs verlässlich ermitteln kann. In diesem ersten Teil 1 klären wir ein ein paar methodische Dinge und schauen auf zwei interessante Arbeiten. In Teil 2 schauen wir (in den kommenden Tage) auf neue Bewertungen einiger Krebsscreenings.

                    Spoiler zur o.g. Surrogat-Idee: Die Abkürzung existiert. Drei Arbeitsgruppen haben mehr oder weniger dieselben Screening-Studien durchgerechnet und kommen zu drei unterschiedlichen Schlüssen. Die Gruppe mit den meisten Studien findet den schwächsten Zusammenhang. Und die Studie mit der fettesten Überschrift kommt von einer Firma, die einen Screening-Test verkaufen will.

                    Unten gibt es das Evidenz-Quickie, in dem wir alle drei Arbeiten vergleichen und den NHS-Galleri-Trial etwas zerpflücken. (Aufgezeichnet haben wir schon am 29. Juni 2026.)

                    P.S.: Manche werden sich ob der einwöchigen Pause wundern. Die haben wir zur Schonung der Gehörgänge eingezogen, da wir zuletzt doch in recht hoher Frequenz auf Sendung waren.

                    Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und die vollständige, kommentierte Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/wie-man-herausfindet-ob-screenings

                    Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/fruher-ist-nicht-immer-besser-teil-eins

                    Schreibt uns (auch Sprachnachrichten) via SMS (+4915888641480), WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook oder E-Mail ([email protected]).

                    Wer auch Podcast-Episoden gerne „screent“, nutzt am besten diese Kapitelmarken:

                    • 00:00:00 Intro
                    • 00:05:44 Hörerpost: Organspende-Beratung
                    • 00:10:16 Lernziele
                    • 00:13:53 Wann geht es auch ohne RCT?
                    • 00:18:53 Das Beispiel Neuroblastom-Screening
                    • 00:21:37 Wie findet man gute Surrogate?
                    • 00:26:22 Geringere Sterblichkeit durch Erkennen fortgeschrittener Turmoren?
                    • 00:37:26 Surrogat-Prinzipien
                    • 41 min
                    • Was Batman mit Blutdruck und Bullshit zu tun hat
                      Über 145 mmHg, 200.000 Tote, Confounding, Modellzauber und wissenschaftliche Superhelden-Allüren

                      Gude! Es gibt Studien, deren wichtigste Zahl gar nicht in der Studie steht. Wir knöpfen uns heute eine vor, die zeigen wollte, was die neue amerikanische Hypertonie-Leitlinie in der Bevölkerung anrichtet. Dafür vergleicht sie Menschen, die Blutdrucksenker nehmen, mit Menschen, die keine nehmen. Und dann steht in der Tabelle, dass beide Gruppen exakt denselben Blutdruck haben.

                      Verrückt? Spoiler: Finden wir schon. Es kommt aber schlimmer: Die Arbeit rechnet 200.000 angeblich gerettete Leben vor, verrechnet sich dabei mit den Toten – und alle acht Autoren geben keine Interessenkonflikte an. Wir haben nachgesehen.

                      Was das alles mit Batman zu tun hat, mit Carsten Linnemann und Tino Sorge, besprechen wir ebenfalls. Online gibt es das Evidenz-Quickie zur Studie und auch eine kleine Analyse, ob weniger Krankenkassen etwas bringen würden. (Aufgezeichnet haben wir am 28. Juli 2026.)

                      Hier noch als kleiner Lektüretipp das Büchlein von Barbara Bleisch, Kirsten Meyer, Stefan Riedener, Dominic Roser, Christian Seidel: Besser um die Zukunft streiten

                      Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs, das Evidenz-Quickie und die vollständige, kommentierte Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/was-batman-mit-blutdruck-und-bullshit

                      Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/batman-blutdruck-und-bullshit-transkript

                      Schreibt uns (auch Sprachnachrichten) via SMS (+4915888641480), WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook oder E-Mail ([email protected]).

                      Wer die Episode mit Hochdruck hören will, nutzt am besten die Kapitelmarken:

                      • 00:00:00 Intro
                      • 00:02:30 Carsten Linnemann
                      • 00:05:12 Tino Sorge
                      • 00:06:00 Was wir erwarten können
                      • 00:10:18 Batman und Schwangere
                      • 00:14:19 Die Hypertonie-Analyse
                      • 00:16:19 Vergessene COI
                      • 00:18:39 Ein gesundheitspolitischer Paukenschlag
                      • 00:22:12 Kleine „Rundungsfehler“
                      • 00:23:54 Selber Blutdruck, weniger Tod
                      • 00:27:59 Ein Wettermodell mit Regenschirmen
                      • 00:31:30 Mit Toten verrechnet
                      • 00:36:16 Das multiple Lehrstück
                      • 43 min
                      • Was eine Leihmutterschaft für die Mutter bedeutet
                        Das Risiko der Anderen – und ein Blick in die Evidenz

                        Guten Tag! Ein Kind, ein Rücktritt, eine Debatte über Freiheit und Autonomie, und mittendrin eine Frau, über die kaum jemand redet: die Leihmutter. Wir nehmen die Causa Jens Spahn zum Anlass, aber wollen nicht werten. Wir stellen uns eine schlichte klinische Frage: Was bedeutet eine Leihmutterschaft für die, die das Kind, das nicht ihres ein soll, austrägt? Nicht moralisch, sondern mit Zahlen. Die Details aus unserer Recherche liefert unser Narrative Review (siehe unten).

                        Spoiler I: Das Thema, das Gespräch sind für uns eine Zumutung. Euch und Ihnen ist es das hoffentlich nicht, sondern bestenfalls nützlich und anregend zum Nachdenken. Spoiler II: Im Peer Review (den jede Episode von uns vor Veröffentlichung durchläuft) gab es so wertvolles Feedback, das wir ausnahmsweise unten veröffentlichen. (Aufgezeichnet haben wir am 20. Juni.)

                        Plus für alle, die Zusammenfassung unseres Gesprächs. das Narrative Review, das Feedback aus dem Peer Review und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/das-risiko-der-anderen

                        Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/was-eine-leihmutterschaft-fur-die

                        Schreibt uns (auch Sprachnachrichten) via SMS (+4915888641480), WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook oder E-Mail ([email protected]).

                        Und zum Durchnavigieren hier die Kapitelmarken:

                        • 00:00:00 Intro
                        • 00:01:07 Hörerpost ad Delegation
                        • 00:04:41 Disclaimer, Glückwünsche und eine Leerstelle
                        • 00:11:04 Die Causa in Kürze
                        • 00:18:32 Autonomie
                        • 00:21:48 Was ist schwere maternale Morbidität?
                        • 00:28:08 Warum es in Utah anders aussieht
                        • 00:30:24 Hoch heterogene Studienlage
                        • 00:34:32 Immunologische Rationale
                        • 00:36:35 Realität vs. Leitlinien
                        • 00:39:31 Wie geht es danach der Psyche?
                        • 00:43:55 Was wir unterm Strich wissen (sollten)
                        • Alles Gute!

                          57 min
                        • 201: Odyssee im Evidenzraum
                          200 Folgen EvidenzUpdate, immer noch per Sie, warum die Elphi warten muss – und was wir ab der 201. Episode vorhaben

                          Haha! Wusstet ihr, dass das hier die 200. Episode vom EvidenzUpdate-Podcast ist? Wir wussten es bis neulich auch nicht, hätten es fast (in Paris) verpennt. Aus einer Laune heraus hatten wir vor sechs Jahren diesen Podcast gestartet. Geworden ist daraus etwas, das uns immer noch und immer häufiger Freude macht, und das immer mehr von euch uns zuhören lässt (aus dem Hörsaal, der Praxis und Klinik, aus Plenarsälen, aus Ministerien, sogar aus der Industrie).

                          Aber ausschließlich unidirektional finden wir es auf Dauer etwas eintönig. Wir wollen mit euch ins Gespräch kommen. Deswegen haben wir uns für die Zukunft (neben anderem, das wir heute noch nicht verraten) einiges vorgenommen: Wir wollen mehr mit euch ins Gespräch kommen.

                          Einen Weg beschreiben wir in dieser Episode.

                          Der Zweite geht so: Sendet uns Sprachnachrichten und kommt darüber den Podcast. Wozu? Egal! Hauptsache es geht irgendwie um unser Gesundheitswesen.

                          Wie? Das geht ganz einfach via

                          • SMS: +49-158-886-414-80,

                          • WhatsApp,

                          • Telegram,

                          • Instagram,

                          • Facebook oder

                          • Der dritte Weg: Wenn es schon zur 200. Episode nicht hat sollen sein, dann wollen wir die 250. (und/oder 300.) Episode mit euch live vor Ort feiern. Wir freuen uns über eure Stimmen, was ihr euch wünschen würdet: https://www.evidenzupdate.de/p/201-odyssee-im-evidenzraum

                            Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode und jene, die lieber lesen: https://www.evidenzupdate.de/p/201-odyssee-im-evidenzraum-transkript

                            Mehr Zusammenfassung gibt es heute nicht. Ihr müsst schon hören.

                            Pfiat euch!

                            27 min
                          • Wie viel Sonografie braucht die Schilddrüse?
                            Über eine Entwöhnungsleitlinie und ein Paradoxon der Quartärprävention

                            Glück auf! Es gibt da ein kleines, schmutziges Geheimnis in Deutschlands Praxen: Dort werden Schilddrüsen geschallt, dass es kracht, Schilddrüsen, von denen wir wissen, dass man sie eigentlich in Ruhe lassen sollte. Und manche werden ausgerechnet deswegen geschallt, um Überversorgung zu verhindern. Wie bitte?

                            Über dieses Paradoxon reden wir heute mit Jeannine Schübel, konkret am Beispiel Schilddrüse, weil es dazu eine neue S3-Entwöhnungsleitlinie gibt, und allgemein über gegen Überdiagnostik. Mithin also: die Kunst des klugen Unterlassens, bei dem manchmal eben ein Schallkopf helfen kann.

                            Spoiler: In diesem unseren Gespräch wird die Schilddrüse zum Mockup-Organ. Wir zeigen: Quartärprävention meint nicht „weniger Medizin aus Sparsamkeit“. Sondern, dass bewusstes Unterlassen keine Passivität ist, es ist eine hochaktive ärztliche Leistung. Sie braucht Wissen, Begründung, Kommunikation und Dokumentation. Und noch ein Spoilerchen: Der Nachweis eines (Schilddrüsen-)Karzinoms ist noch kein Beweis für den Nutzen seiner frühen Entdeckung.

                            Plus für alle hier, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur. https://www.evidenzupdate.de/p/der-schallkopf-als-schutzschild-wie

                            Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/wie-viel-sonografie-braucht-die-schilddruse

                            Schreibt uns (auch Sprachnachrichten) via SMS (+4915888641480), WhatsApp, Telegram, Instagram, Facebook oder E-Mail ([email protected]).

                            Und für alle, die gerne im Hyperschall hören, hier die Kapitelmarken:

                            • 00:00:00 Intro
                            • 00:01:35 Wer ist Jeannine Schübel?
                            • 00:03:13 Warum Schilddrüse?
                            • 00:06:28 Die S3-Leitlinie Schilddrüsenknoten
                            • 00:11:00 Wie Konsens gelingen kann
                            • 00:14:19 Quartärprävention
                            • 00:16:22 Die Leitlinien-Essentials
                            • 00:19:19 Ultraschall zur Schadensbegrenzung
                            • 00:26:06 Schon kurz gucken kann nach hinten losgehen
                            • 00:29:58 Unter Protest gegen die Beweislast
                            • 00:40:35 Evidenz-Check: L-Thyroxin absetzen
                            • 00:49:43 Evidenz-Check: Diagnostik-Kaskade
                            • 00:52:19 Evidenz-Check: Überdiagnostik durch GLP-1-RA
                            • 00:55:10 Evidenz-Check: Übersehene Schilddrüsen-Karzinome
                            • 01:00:07 Ein Punkt, ein Mutmacher
                            • 01:02:58 Wann kommt die TSH-Leitlinie?
                            • 1 hr 10 min
                            • Wenn Neutralität zur Selbstzensur wird – und Medizin vor der Politik kuscht
                              Über die ADA-Posse

                              Eine medizinische Fachgesellschaft lässt von der Polizei den Chefredakteur ihrer eigenen Fachzeitschrift aus dem Saal führen – weil er ein Editorial verteilt, das in ebendieser Zeitschrift erschienen ist. Klingt wie Satire? Ist aber Anfang Juni in New Orleans passiert, bei der Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA). Der Vorfall hat für viel Entrüstung gesorgt, Funktionäre sind zurückgetreten, am Ende kam so etwas wie eine Entschuldigung per Video. Die Autoren haben ihr Ziel erreicht: Öffentlichkeit. Die ADA hat einen Skandal. Und alle fragen: Kuscht jetzt sogar die US-Medizin vor Donald Trump?

                              Über allem steht aber die Frage: Müssen wissenschaftliche Fachgesellschaften eigentlich „überparteilich“ oder gar „apolitisch“ sein? Können sie das überhaupt? Das besprechen wir in dieser Episode.

                              Spoiler: Nein. (Aufgezeichnet haben wir übrigens am 29. Juni, einen Tag, bevor es für uns nach Paris ging.)

                              Plus für alle, die Zusammenfassung unseres Gesprächs und natürlich die Literatur: https://www.evidenzupdate.de/p/die-fabelhafte-welt-der-primaerversorgung

                              Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode: https://www.evidenzupdate.de/p/die-fabelhafte-welt-der-primarversorgung

                              Schreibt uns via SMS an +49-158-886-414-80, via Telegram-Messenger oder per Mail an [email protected]

                              Und für alle mit Sprungfaible hier die Kapitelmarken:

                              • 00:00:00 Intro
                              • 00:01:48 Hörerpost: Innofonds kaputt?
                              • 00:06:48 Was in New Orleans passiert war
                              • 00:12:13 Eine Kongress-Posse
                              • 00:15:06 Was die ADA hätte anders machen können
                              • 00:19:05 Autoritativ Machtausübung
                              • 00:21:28 Muss eine Fachgesellschaft unpolitisch sein?
                              • 00:24:56 Sollte Forschung aktivistisch sein?
                              • 00:30:38 Die Schere im Kopf
                              • 00:35:23 Was können wir lernen
                              • 39 min

                              About EvidenzUpdate – für klügere Medizin

                              From the publisher's feed

                              Betrachtungen über sogenannte "Wahrheiten" in der Medizin. Wir schauen auf die medizinische Wissenschaft, auf Studienergebnisse und Expertenaussagen. Wir ordnen ein, was wir eigentlich wissen können und was nicht. Und wo es schlicht Grenzen gibt – für Ärztinnen und Ärzte und für alle, die mehr wissen wollen.

                              More shows like EvidenzUpdate – für klügere Medizin

                              Das Wissen | SWR by SWR

                              Das Wissen | SWR

                              107 Listeners

                              ZEIT WISSEN. Woher weißt Du das? by DIE ZEIT

                              ZEIT WISSEN. Woher weißt Du das?

                              41 Listeners

                              AMBOSS Podcast – Ärztliches Wissen für Klinik und Praxis by AMBOSS-Redaktion

                              AMBOSS Podcast – Ärztliches Wissen für Klinik und Praxis

                              16 Listeners

                              Klinisch Relevant Podcast by Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus Wübbeler

                              Klinisch Relevant Podcast

                              3 Listeners

                              11KM Stories by Tagesschau

                              11KM Stories

                              301 Listeners

                              Quarks Daily by Quarks

                              Quarks Daily

                              38 Listeners

                              Kekulés Gesundheits-Kompass von MDR AKTUELL by Mitteldeutscher Rundfunk

                              Kekulés Gesundheits-Kompass von MDR AKTUELL

                              14 Listeners

                              Synapsen – ein Wissenschaftspodcast by NDR Info

                              Synapsen – ein Wissenschaftspodcast

                              13 Listeners

                              Der Springer Medizin Podcast by Redaktion SpringerMedizin.de

                              Der Springer Medizin Podcast

                              4 Listeners

                              Studienlage by Jana Husemann, Ilja Karl, Hannes Blankenfeld

                              Studienlage

                              1 Listeners

                              'ne Dosis Wissen | Der Medizin-Podcast für Menschen im Gesundheitswesen by Apotheken Umschau Pro & gesundheit-hören

                              'ne Dosis Wissen | Der Medizin-Podcast für Menschen im Gesundheitswesen

                              2 Listeners

                              Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin by NDR

                              Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin

                              25 Listeners

                              Kettenreaktion – Der Wissenschafts-Podcast von Dirk und Sabine Steffens by Dirk und Sabine Steffens

                              Kettenreaktion – Der Wissenschafts-Podcast von Dirk und Sabine Steffens

                              2 Listeners

                              Die Expertise-Piraten • Kindermedizin zum Hören by Kai O. Hensel

                              Die Expertise-Piraten • Kindermedizin zum Hören

                              1 Listeners

                              Denkfabrik Medizin by Dr. Ingo Krenz & Dr. Andreas Klinge

                              Denkfabrik Medizin

                              2 Listeners