Gelassen älter werden mit Bestseller Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein

Gelassen älter werden mit Bestseller Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein

By Bertram Kasper und Catharina Maria KleinSociety & CultureScienceSocial Sciences
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Gelassen älter werden mit Bestseller Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein episodes

  • Ich muss meinem Vater gar nichts verzeihen, Antje Schomaker
    Frieden ohne Vergebung

    Kann Frieden entstehen, obwohl die ersehnte Entschuldigung ausbleibt? Antje Schomaker sagt „Ja“ und stellt damit eine Erwartung infrage, die viele Menschen ein Leben lang begleitet: Erst wenn wir verzeihen, dürfen wir abschließen.

    „Ich kann ein ganz tolles, friedliches Leben führen, ohne meinem Vater alles zu vergeben.“ Antje Schomaker
    Antje ist Sängerin, Songwriterin und Moderatorin. In ihren Liedern bringt sie ans Licht, worüber Familien und auch die Musikbranche oft lieber schweigen. In ihrem Song „30 Euro“ erzählt sie erstmals offen vom Kontaktabbruch zu ihrem Vater. Kein schneller Schnitt, keine Laune des Augenblicks, sondern das Ende eines langen Ringens um Liebe, Anerkennung und eine Entschuldigung, die wohl nie kommen wird.

    Wir sprechen darüber, weshalb Verständnis nicht automatisch Vergebung bedeutet. Antje kann die Geschichte ihres Vaters sehen, ohne dadurch kleinzureden, was ihr gefehlt hat und was sie verletzt hat. Frieden beginnt für sie dort, wo sie aufhört, die andere Seite verändern zu wollen, und ihre Kraft wieder zu sich zurückholt.

    Das Gespräch führt weiter zu Grenzen in Familien, Selbstfreundschaft und Therapie. Antje erzählt, wie sie alte Beziehungsmuster durchbrechen und eine ruhige, sichere Liebe kennenlernen konnte. Es geht um das Recht auf eigene Bedürfnisse, um den Körper als unbestechlichen Wegweiser und um die schlichte, manchmal lebensrettende Erlaubnis: Ich muss gar nichts.

    Wir blicken außerdem auf Antjes kommendes Album „Liebes Tagebuch“ und auf ihre Erfahrungen als Frau in der Musikbranche. Sexismus, Grenzüberschreitungen und Panikattacken zwangen sie, die Signale ihres Körpers ernst zu nehmen und einen schmerzhaften beruflichen Schlussstrich zu ziehen. Aus diesem Bruch wuchs etwas Neues: ein klareres Leben, eine freiere Musik und der Mut, „volle Möhre“ ehrlich zu sein.

    Auch der Blick zwischen den Generationen gehört dazu. Viele Menschen der Babyboomer-Generation haben früh gelernt zu funktionieren, sich anzupassen und familiäre Verletzungen eher zu tragen als auszusprechen. Diese Folge lädt dazu ein, Schuld dort zu lassen, wo sie hingehört, Grenzen ernst zu nehmen und der eigenen Geschichte eine neue Richtung zu geben. Ohne Zwang zur Harmonie. Und ohne Vergebungspflicht.

    Eine offene, warmherzige und erstaunlich lebendige Folge über Kontaktabbruch, schwierige Vater-Tochter-Beziehungen, innere Freiheit und die Frage, wie ein friedliches Leben auch ohne Versöhnung möglich werden kann.
    Links

    Antje Schomaker [LINK ZUR WEBSITE]
    Song 30 Euro [LINK ZUM SONG]
    Love of My Life [LINK ZUM SONG]

    Die größte Reise deines Lebens [LINK ZUM BUCH]

    Hier könnt ihr mein SPIEGEL-Bestseller Buch "Die größte Reise deines Lebens - mit Gelassenheit älter werden"

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    Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.

    1 hr 29 min
  • Teun Toebes- Du darfst mit Demenz Risiken eingehen
    Teun Toebes: Du darfst mit Demenz Risiken eingehen

    „Wenn wir auf null Risiko fokussiert sind, wird auch das Leben null sein.“

    Was geschieht, wenn wir Menschen mit Demenz nicht länger schützen, verwalten und versorgen, sondern sie fragen: Wie möchtest du leben?

    Teun Toebes ist Altenpfleger, Autor und eine der bekanntesten jungen Stimmen für einen anderen Umgang mit Demenz. Mit 21 Jahren zog er freiwillig in die geschlossene Abteilung eines niederländischen Pflegeheims. Dreieinhalb Jahre lebte er dort mit Menschen, die zu Freunden wurden. Diese Erfahrung hat seinen Blick auf Pflege, Würde und Menschlichkeit geprägt.

    Im Gespräch mit Bertram und Lea spricht Teun über ein Pflegesystem, das häufig Sicherheit und Kontrolle über Lebensqualität stellt. Es geht um verschlossene Türen, Antirutschsocken und Plastikpflanzen – und um die große Frage dahinter: Dürfen Menschen mit Demenz noch jene Risiken eingehen, die zu jedem wirklichen Leben gehören?Teun erzählt von Ot, der seinen Namen nie behalten konnte, sich aber an das Gefühl ihrer Freundschaft erinnerte. Von Menschen, die auch ohne Worte mitteilen, was sie mögen und brauchen. Und von Angehörigen, die nicht dafür verantwortlich sind, dass ein Mensch mit Demenz rund um die Uhr glücklich ist. Auch Traurigkeit und Angst gehören zum Leben.

    Diese Episode macht Mut, Demenz nicht nur als Diagnose oder Pflegeproblem zu betrachten. Teun versteht sie als gesellschaftliche Aufgabe. Denn ein Mensch verliert weder seine Identität noch sein Recht auf Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.

    Ihr hört in dieser Folge:
    • wieso gute Versorgung allein noch keine Lebensqualität schafft
    • weshalb offene Türen in mehr als 500 niederländischen Pflegeheimen möglich wurden
    • wie unsere Sprache das Stigma rund um Demenz verstärkt
    • warum ein Mensch den Namen vergessen und die Beziehung dennoch bewahren kann
    • weshalb echte Pflanzen, Tiere, ein Bier oder ein Spaziergang auch ein Recht auf Risiko bedeuten
    • warum Pflegeheime andere Wohnformen und mutige Führung brauchen
    • was Angehörige entlasten kann
    • wie Gemeinschaft und soziale Inklusion eine menschlichere Zukunft der Pflege ermöglichen
    Ein besonderer Hinweis: Teile des Gesprächs wurden auf Englisch geführt. Das vollständige deutsche Transkript dieser Episode findet ihr auf meiner Homepage. So könnt ihr das gesamte Gespräch in Ruhe auf Deutsch nachlesen.

    Deutsches Transkript: [Link zum deutschen Transkript]Mehr über Teun Toebes: [Link]Buch von Teun Toebes: [Link]

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    Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.

    55 min
  • Ruhestand war gestern, jetzt beginnt dein Vorwärtsleben
    Ruhestand war gestern, jetzt beginnt dein Vorwärtsleben.

    Was bleibt von mir, wenn der Beruf nicht länger den Takt vorgibt? Und was beginnt vielleicht genau dann?

    In dieser Episode spreche ich mit Christiane Rösel und René Winkler, den Stimmen hinter dem Podcast „Vorwärtsleben“. Gemeinsam richten wir den Blick auf das dritte Lebensdrittel, nicht als stillen Ausklang, sondern als offene, manchmal ziemlich überraschende Lebensstrecke.

    René erzählt, warum der herannahende 60. Geburtstag zunächst die unbequeme Frage auslöste, ob der schönere Teil seines Lebens nun hinter ihm liege. Heute sagt er: „Mittlerweile habe ich Lust aufs Älterwerden.“ Denn wer sich mit der nachberuflichen Zeit beschäftigt, entdeckt mehr Möglichkeiten, als der klassische Begriff Ruhestand vermuten lässt.

    Wir sprechen über Berufung 3.0. Dabei geht es nicht bloß um eine neue Aufgabe, ein Ehrenamt oder den nächsten vollen Terminkalender. Berufung berührt auch die Frage: Wer bin ich, wenn vertraute Rollen wegfallen? Vielleicht besteht die neue Aufgabe ja nicht darin, wieder ganz vorne zu stehen. Vielleicht beginnt eine andere Form von Wirksamkeit, leiser, freier und mit weniger eigenen Ansprüchen.

    Christiane beschreibt diesen Rollentausch als Weg in die zweite Reihe. Dort wird sie zur Ermutigerin und Förderin jüngerer Menschen. Nicht belehren, nicht ungefragt erklären, wie das Leben läuft. Erst mal zuhören. Interesse zeigen. Dasein. Was nach Rückzug klingt, kann eine reife Form von Generativität sein, also die Bereitschaft, Erfahrungen, Aufmerksamkeit und Zuversicht weiterzugeben.

    Auch der Glaube verändert sich im Älterwerden. Gewissheiten bekommen Risse, manche Antworten tragen nicht mehr und alte Vorstellungen werden zu eng. Doch Zweifel müssen kein Zeichen dafür sein, dass der Glaube schwindet. Sie können ein Reiferaum sein. Ein Ort, an dem wir aufhören, alles verstehen und festhalten zu wollen.

    „Nicht ich halte fest, sondern ich werde gehalten. Und das ist ein Riesenunterschied.“Christiane Rösel

    Ein Gespräch über das Leben nach dem Beruf, Pension mit Vision, geistliche Großmütter und Großväter, erwachsene Kinder, hochbetagte Eltern und Kirchen, die wieder mehr Raum für ehrliche Fragen schaffen dürfen. Und über eine Haltung, die weit über den Glauben hinausreicht: vorwärts leben, ohne vor dem zurückzuweichen, was schwierig ist.

    Links:

    Podcast Vorwärtsleben



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    55 min
  • Ist frei sein auch schon Freiheit?
    Ruhestand neu denken:: Leben im eigenen Rhythmus

    Was passiert, wenn der Beruf endet, aber das innere Rennen einfach weitergeht? 

    In dieser besonderen Gesprächsrunde sprechen vier Menschen offen darüber, wie unterschiedlich der Übergang in den Ruhestand, die Pension oder die nachberufliche Phase erlebt wird.

    Bertram Kasper verlässt dieses Mal klassische Moderatorenrolle. Gemeinsam mit Maria Klink, Ursula Georgy und Gudrun Behm-Steidel entsteht ein ehrliches Gespräch über Freiheit, Verlust, neue Rhythmen und die Frage, wer wir eigentlich sind, wenn die vertraute Berufsrolle wegfällt.

    Maria hat bis kurz vor ihrem 70. Geburtstag mit Freude gearbeitet. Jetzt merkt sie, dass ihr eng getakteter Arbeitstag innerlich noch weiterläuft. Ursula hat sich bewusst auf ihre Pensionierung vorbereitet und erlebt dennoch, wie sehr ihr die Begegnungen mit Studierenden fehlen. Gudrun entschied sich bereits mit 60 für einen selbstbestimmten Ausstieg und begleitet heute Menschen in ihrer Lebensphase Freiheit. Bertram erzählt, warum ihn die Erfahrung der Endlichkeit und die Müdigkeit gegenüber alten Organisationsmustern zu einem früheren Abschied aus dem Beruf bewegt haben.

    Es geht um die Frage, ob ein guter Ruhestand einen Plan benötigtoder eher offenen Raum. Wie finden wir einen eigenen Tagesrhythmus, ohne daraus gleich wieder eine neue Leistungsschablone zu machen? Welche beruflichen Kontakte bleiben, wenn ihr Nutzen wegfällt? Wie viel Ehrenamt tut gut und wann wird aus freiwilligem Engagement erneut Pflicht? Und wie entstehen neue Freundschaften und soziale Verbindungen?

    Besonders schön ist der Gedanke der Mikroabenteuer. Es muss nicht gleich der Kilimandscharo sein. Ein neuer Weg, ein Gruß an einen fremden Menschen, das Balancieren auf einem Baumstamm oder eine kleine Reise können reichen, um dem Leben eine frische Richtung zu geben.

    Zitat der Episode:Und ist das nicht toll, dass wir heute sagen können: Ich habe Zeit?Maria Klink
    Diese Folge zeigt, wie verschieden diese Lebensphase sein darf. Früher aufhören oder länger arbeiten, viel Struktur oder freie Tage, Ehrenamt oder bewusster Rückzug. Alles beginnt mit einer Entscheidung, die zur eigenen Person und zur eigenen Lebenslage passt.

    Was fordert dich in deiner nachberuflichen Phase gerade besonders heraus? Schreib uns gern. Dein Gedanke könnte anderen Mut machen, ihren eigenen Rhythmus zu finden.

    Link zur Community Lebensphase Freiheit


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    1 hr 15 min
  • Ich bin SPIEGEL-Bestsellerautor: Erst mal frühstücken
    Ich bin SPIEGEL-Bestsellerautor.

    Ein ganz gewöhnlicher Morgen in Bauerbach. Die Hitze liegt über dem Dorf, der Kaffee steht auf dem Tisch. Wenige Sekunden später ist nichts mehr ganz gewöhnlich: „Die größte Reise deines Lebens“ steht auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

    In dieser persönlichen Solofolge erzähle ich euch, was in mir geschieht, als ein langgehegter Wunsch plötzlich Wirklichkeit wird. Freude und Stolz melden sich. Aber auch der Macher, der Geschäftsmann, der Bestätigungssucher und jener innere Wächter, der schon daran erinnert, dass Erfolg flüchtig ist.

    Und dann kommt die Gelassenheit. Sie setzt sich mit an den Tisch und sagt schlicht: „Erst einmal frühstücken.“

    Die Folge handelt von der Kunst, einen großen Augenblick wirklich zu bewohnen, statt ihn sofort in die nächste Aufgabe zu verwandeln. Bertram blickt zurück auf 36 Berufsjahre, auf Verluste, Übergänge, die Freitätigkeit, den Podcast und auf ein Buch, das nur aus diesem gelebten Leben entstehen konnte.

    Es geht um späten Erfolg, der zur reifen Zeit, um Anerkennung, die wir nicht kleinreden müssen. Um die Fähigkeit, Stolz, Dankbarkeit und Verletzlichkeit nebeneinanderstehen zu lassen. Und um die Frage, warum wir so gut im Weitergehen sind, aber das Ankommen oft erst wieder lernen müssen.

    Bertram spricht auch darüber, wem dieser Erfolg gehört: den Leserinnen und Lesern, den Hörerinnen und Hörern, seiner Familie, den vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.
    Und Silbernetz e.V., denn 50 % seiner Autorenhonorare fließen an den Verein, der älteren Menschen mit Gesprächen gegen Einsamkeit zur Seite steht.

    Aus dieser Folge:

    • Warum sich Erfolg mit 64 anders anfühlt als mit 34 
    • Weshalb Anerkennung empfangen ebenfalls zur Gabenzeit gehört 
    • Wie Pro-Aging Freiheit, Begrenzung, Aufbruch und Endlichkeit zusammendenkt 
    • Warum ein Buch erst im Lesen anderer Menschen wirklich lebendig wird 
    • Wie wir einen gelungenen Moment festhalten, ohne ihn festhalten zu müssen 

    Zitat

    „Freu dich ordentlich. Dann bleib bei dir.“

    Eine Frage an dich

    Welchen Erfolg in deinem Leben hast du zu rasch abgehakt, weil schon die nächste Aufgabe vor der Tür stand? Vielleicht verdient dieser Augenblick heute noch einmal deine ganze Aufmerksamkeit. Geh gedanklich dorthin zurück und sag dir, klar und warm: „Das habe ich gut gemacht.“

    Links

    Buch „Die größte Reise deines Lebens“: [Link einfügen]
    Silbernetz: [Link einfügen]  

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    26 min
  • Selbstfürsorge statt Selbstoptimierung im Alter
    Selbstfürsorge statt Selbstoptimierung beim Älterwerden
    Was passiert mit unserem Selbstbild, wenn der Körper sich sichtbar verändert und der Spiegel plötzlich andere Fragen stellt?

    In dieser Folge spricht Bertram mit Tamara Dietl über Schönheit, Körperbild und Älterwerden. Es geht um dünner werdendes Haar, Augenbrauen, Bauch, Gewicht, Schlupflider, um Schönheitsoperationen und um die irritierende Erfahrung, dass ein Thema plötzlich wichtig wird, von dem man dachte, man sei längst darüber hinweg.

    Tamara erzählt sehr offen, wie sie mit Anfang 60 merkt, dass Schönheit für sie nicht einfach eine Nebensache ist, sondern auch mit Identität zu tun hat. Bertram bringt seine eigenen Erfahrungen mit Neurodermitis, Körpergewicht und familiären Prägungen ein. Gemeinsam suchen beide nach einem Weg jenseits von Selbstanklage und Schönheitsdruck.

    Ein Gedanke zieht sich durch das Gespräch: Vielleicht geht es weniger darum, den älter werdenden Körper sofort gelassen zu finden. Vielleicht beginnt Gelassenheit dort, wo wir ehrlich sagen dürfen: Ja, das beschäftigt mich. Ja, das ist ambivalent. Und ja, ich darf mir Zeit nehmen, meinen eigenen Umgang damit zu finden.

    In dieser Episode geht es um

    • Schönheit und Körperbild in der zweiten Lebenshälfte
    • warum dünneres Haar oder ein veränderter Bauch Identitätsfragen auslösen können
    • den Unterschied zwischen Selbstoptimierung und Selbstfürsorge
    • Ambivalenz beim Älterwerden und die Kunst, sie auszuhalten
    • weibliche und männliche Prägungen rund um Aussehen, Gewicht und Attraktivität
    • die Frage, wie viel Zeit, Geld und Energie wir in unser Äußeres investieren wollen
    • warum Lebensfreude, Tanzen, Gespräche und innere Ruhe auch nach außen strahlen
    Zitat„Ich möchte authentisch entscheiden, was mir wichtig ist für mich.“
    Tamara Dietl

    Zu Tamara Dietl und ihrem Buch Die Seele bleibt Fußgänger

    Hier geht es zu meinem Buch, ebenfalls mit Anregungen rund um das Thema Selbstfürsorge.
    Schreib uns gern, wie du dieses Thema erlebst. Wann wurde dein Körperbild beim Älterwerden für dich plötzlich spürbar? Und was hilft dir, freundlicher mit dir selbst zu werden?


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    51 min
  • Neugier als Kompass fürs Älterwerden
    Andreas Odrich, Journalist, Moderator und langjährige Stimme bei ERF Medien, spricht mit Bertram über Neugier, Wahrheit, Glauben und die Kunst, Übergänge nicht nur auszuhalten, sondern innerlich mitzugestalten.Ausgangspunkt ist ein Satz, der fast wie ein Lebensmotto klingt: „Jetzt bin ich mal neugierig.“

    Für Andreas ist Neugier mehr als journalistisches Handwerkszeug. Sie ist eine Haltung gegenüber Menschen, Lebenswegen und auch gegenüber dem eigenen Älterwerden. Nicht alles muss glänzen. Nicht jede neue Lebensphase ist Wohnmobil, Alpenpanorama und Dauerenergie. Manchmal ist sie Krankheit, Abschied, Neuordnung. Und trotzdem bleibt die Frage: Was ist jetzt noch möglich?

    Im Gespräch geht es um:
    1. Christlichen Journalismus ohne fromme Verstaubtheit, aber mit Haltung, Barmherzigkeit und Wahrhaftigkeit.
    2. Medien, Misstrauen und Empörung, also darum, warum soziale Netzwerke oft lauter machen, statt klüger.
    3. Nachrichtenhygiene im Alltag, mit Stille am Morgen, weniger Handy und mehr bewusster Auswahl.
    4. Den Lebensteppich als biografisches Werkzeug, um nicht nur auf Brüche zu schauen, sondern auch auf Gaben, Fäden und Möglichkeiten.
    5. Depression und Burn-outt kurz vor dem Ruhestand, besonders bei Männern, die gelernt haben: Augen zu und durch.
    6. Zufriedenheit als tiefere Form von Glück, weil darin das Wort Frieden steckt.
    Besonders berührend ist Andreas Blick auf seine Eltern. Der Vater, voller Angst vor dem Sterben, saß nachts vor dem Fernseher. Die Mutter, schwer krank und ans Bett gebunden, sagte dagegen: „Ich blättere im Buch meines Lebens.“ Ein Satz, der bleibt. Vielleicht, weil er so schlicht ist und trotzdem alles enthält: Erinnerung, Annahme, Würde.

    Auch der Übergang aus dem Beruf bekommt Raum. Andreas erzählt, wie sehr ihm der Lebensteppich geholfen hat, seine beruflichen Gaben nicht einfach abzugeben, sondern in neuer Form weiterzuleben. Weniger Getriebensein, mehr Atem. Weniger als als 8000 Umdrehungen, mehr innere Einkehr. Und zugleich: weiter neugierig bleiben, weiter sprechen, weiter lernen, sogar im Brazilian Jiu Jitsu, mitten unter viel Jüngeren.
    Zitat der Folge:„Neugierig bleiben. Auf Menschen zugehen, Kontakte pflegen und schauen, wo man sich einbringen kann.“

    Andreas Odrich
    Links und Hinweise:
    Link zum Beitrag zu Andreas Odrich
    Link zu ERF Das Gespräch von AndreasOdrich mit Bertram Kasper
    Link zu Brazilian Jiu Jitsu in Wetzlar


    Was nimmst du aus aus dieser Folge mit? Vielleicht den kleinen Satz: Jetzt bin ich mal neugierig. Auf den nächsten Menschen. Auf den eigenen Übergang. Auf das, was noch nicht erzählt ist.

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    2 hr 21 min
  • Bewusst altern

    Bewusst altern: Aufwachen statt einschlafen
    Was geschieht mit uns, wenn wir älter werden? Mit unserem Körper, unserem Gedächtnis, unseren Rollen und den alten Geschichten, die wir über uns selbst erzählen?

    In dieser Episode spricht Bertram mit Bettina Wichers über eine besondere Perspektive auf das Älterwerden. Sie verbindet Gerontologie, Pädagogik, Pflegeerfahrung und Demenzbegleitung mit integraler und transpersonaler Psychologie. Altern versteht sie als Entwicklungsaufgabe, vielleicht sogar als Bewusstseinsweg.

    Ein zentraler Gedanke des Gesprächs lautet: Im Alter stehen wir an einer Weggabelung. Der eine Weg führt eher in ein inneres Einschlafen, in Rückzug und Verengung. Der andere führt in ein Aufwachen, in ein bewussteres Wahrnehmen dessen, was sich löst, was schmerzt, was uns überfordert und zugleich zu neuer Intensität führen kann.

    Dabei geht es weder um einfache Antworten noch um Verklärung des Alters. Bettina Wichers spricht offen über ihre spirituell transformative Erfahrung, über Desorientierung, Ich-Auflösung, die Erfahrung des Nichts und das Ringen darum, mit verändertem Bewusstsein im Alltag zu leben.

    Eindrücklich wird das Gespräch dort, wo Demenz als ein Feld erscheint, in dem wir etwas über Bewusstsein, Identität, Angst, Halt und Verbindung lernen können. Bettina beschreibt, wie sie sich in Menschen mit Demenz einfühlt und dadurch manchmal versteht, was hinter einem Verhalten liegt. Etwa die Angst, beim Hinsetzen „ins Bodenlose“ zu fallen, weil ein Mensch die Situation hinter sich nicht mehr einordnen kann.

    Bertram bringt eigene Erfahrungen ein: aus der Selbsthypnose, aus der Sterbebegleitung im Zivildienst, aus Gesprächen über Spiritualität und aus seinem Ringen mit Ego, Sichtbarkeit und dem Wunsch nach mehr Sein.

    Ein starkes Wort dieser Episode ist „Seinlassen“. 

    Vielleicht geht es im Alter weniger ums Loslassen als darum, das, was gerade ist, erst einmal sein zu lassen. Es wahrzunehmen, ohne es sofort wegzuschieben, schönzureden oder zu bekämpfen. So ist es jetzt. Von dort aus geht der nächste Schritt.

    In dieser Folge geht es um:

    • Altern als Bewusstseinsweg
    • Demenz als kollektiven Schatten
    • transpersonale Gerontologie
    • Ich-Integrität und Ich-Auflösung
    • „Einschlafen versus Aufwachen“
    • spirituell transformative Erfahrungen
    • Ambiguitätstoleranz
    • Seinlassen statt Loslassen

    Vielleicht beginnt bewusstes Altern dort, wo wir fragen: Wer bin ich, wenn mein altes Ich in den Hintergrund tritt? 


    Bettina Wichers ist Pädagogin, Gerontologin und Supervisorin mit Erfahrung in Pflege, Demenzbegleitung und Bildungsarbeit. Sie beschäftigt sich mit transpersonaler Gerontologie, Bewusstseinsentwicklung im Alter und der Frage, wie Altern als innerer Wandlungsweg verstanden werden kann.Mit „Bewusst altern“ öffnet sie Räume für Menschen ab 55, die sich mit Identität, Bewusstsein, innerer Entwicklung und der eigenen Lebensgeschichte auseinandersetzen möchten.

    Hier geht es zu ihrer Homepage!

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    1 hr 16 min
  • Psychotherapie im Alter wirkt
    Psychotherapie im Alter, seelische Gesundheit ernst nehmen

    Wenn ältere Menschen traurig, erschöpft, ängstlich oder zurückgezogen sind, wird das manchmal viel zu schnell mit einem „Das ist eben das Alter“ abgetan. In dieser Folge von „Gelassen älter werden“ spricht Bertram Kasper mit Prof. Dr. Eva-Marie Kessler und Diplom-Psychologin Darina Koch von der Medical School Berlin über Psychotherapie im Alter, seelische Gesundheit und die Frage, warum es nie zu spät ist, noch einmal freundlich und ehrlich auf das eigene Leben zu schauen.

    Prof. Dr. Eva-Marie Kessler leitet die Spezialambulanz Psychotherapie im Alter. Darina Koch arbeitet psychotherapeutisch und wissenschaftlich im Bereich Gerontopsychologie. 
    Gemeinsam erzählen sie aus Forschung und Praxis, ganz nah dran an den Themen, die viele Menschen in der dritten Lebensphase bewegen.

    In dieser Episode geht es unter anderem um:
    • warum Depression, Angst und seelisches Leiden im Alter oft übersehen oder falsch gedeutet werden
    • weshalb Psychotherapie auch mit 70, 80 oder 85 noch wirksam sein kann
    • wie ein erstes therapeutisches Gespräch beginnt und welche Unsicherheiten ältere Menschen mitbringen
    • welche Rolle Einsamkeit, Pflegebedürftigkeit, Scham, Trauer, Schuldgefühle und Angst vor Autonomieverlust spielen
    • wie Lebensrückblicktherapie helfen kann, das eigene Leben nicht glattzubügeln, sondern mit seinen hellen und dunklen Kapiteln anzunehmen
    • warum Angehörige manchmal gute Türöffner sind, aber auch Geduld, Respekt und einen guten Ton brauchen
    • wie digitale Gruppentherapie wie „Vision Age“ und aufsuchende Psychotherapie neue Zugänge schaffen können
    Besonders berührend ist die Geschichte eines 85-jährigen Patienten, der nach dem Tod seiner Frau wieder lernen musste, mit Schuldgefühlen, Trauer und Alleinsein zu leben. Nicht indem der Schmerz verschwand. Sondern indem die Verbundenheit zu seiner Frau innerlich weiter einen Platz bekam.

    Vielleicht ist genau das eine der stillen Kernbotschaften dieser Folge: Seelische Gesundheit im Alter bedeutet nicht, alles leicht zu nehmen. Es bedeutet eher, dem Schweren einen Raum zu geben, ohne sich ganz von ihm verschlucken zu lassen.

    Zitat aus der Folge:„Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, sein eigenes Älterwerden früh lieben zu lernen.“
    Prof. Dr. Eva-Marie Kessler
    Links und Hinweise:
    Spezialambulanz Psychotherapie im Alter: Link
    Studie Vision Age: Vision Age Studie - hier geht es zu Teilnahme


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    1 hr 7 min
  • Ganz Ohr alt werden
    Hören hält uns wach im Leben

    In dieser Folge spricht Bertram mit Thomas Sünder über einen Sinn, den wir oft erst bemerken, wenn er anfängt zu schwächeln. Hören bedeutet Verbindung, Orientierung, Teilhabe und manchmal auch den Mut, sich rechtzeitig Hilfe zu holen.

    Thomas Sünder war Musiker und erfolgreicher DJ, bis ein Hörsturz, Schwerhörigkeit, Tinnitus und Morbus Menière sein Leben veränderten. Aus der eigenen Betroffenheit wurde ein neuer Beruf: Heute ist er Hörakustikmeister, Hörtherapeut, Tinnitus-Spezialist, Autor und Redakteur des Fachmagazins OMNIdirekt.

    Im Gespräch geht es darum, warum Hörverlust kein kleines Randthema des Älterwerdens ist. Thomas erklärt, weshalb Hören nicht nur im Ohr geschieht, sondern größtenteils im Gehirn. Wenn wir Sprache schlechter verstehen, braucht unser Kopf mehr Kraft. Gespräche werden anstrengender, laute Räume ermüden, soziale Situationen werden gemieden. So entsteht manchmal leise ein Rückzug, den man gar nicht wollte.Wir sprechen über:
    1. warum Altersschwerhörigkeit oft schleichend kommt und viele Menschen sieben bis zehn Jahre warten, bevor sie Hilfe suchen
    2. was Höranstrengung bedeutet und warum sie mehr ist als „ich verstehe nun mal schlechter.
    3. wie unbehandelter Hörverlust mit geistiger Fitness, sozialer Teilhabe und Demenzrisiko zusammenhängt, ohne daraus einfache Heilversprechen zu machen
    4. weshalb moderne Hörgeräte längst keine lauten Klotzgeräte mehr sind, sondern kleine Alltagsbegleiter mit KI, Bluetooth und viel Feinarbeit
    5. warum Hörtraining, passgenaue Ohrstücke und ein guter Hörtest so viel Lebensqualität zurückbringen können
    Ein besonders schöner Gedanke dieser Folge: Hörgeräte sind nicht das Zeichen, dass man zum alten Eisen gehört. Sie können genau das Gegenteil sein: eine Technik, die uns hilft, wieder mitten im Leben zu stehen.
    Zitat der Folge:

    „Hörgeräte sind eine Technologie, die mir hilft, mich zu verjüngen.“
    Thomas Sünder
    Zum Weiterlesen und Weiterhören:

    Buch: „Ganz Ohr: Alles über unser Gehör und wie es uns geistig fit hält“ von Thomas Sünder und Dr. Andreas Borta
    Link zum Buch: [Link hier]
    Website Thomas Sünder: [Link hier]

    Wenn du merkst, dass Gespräche in lauten Räumen anstrengender werden, der Fernseher öfter lauter läuft oder Sie häufiger nachfragen: Vielleicht ist ein Hörtest ein guter erster kleiner Schritt, als freundliche Bestandsaufnahme, so wie man auch mal Blutdruck misst oder die Brille neu prüfen lässt.

    Hier könnt ihr mein SPIEGEL-Bestseller Buch "Die größte Reise deines Lebens - mit Gelassenheit älter werden"

    Wir freuen uns auf eure Nachrichten über WhatsApp an 01752600238 und Mails an [email protected] – und wenn ihr euren Liebsten von uns erzählt.

    Und eine Bitte an alle:

    Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts. Holt für uns die 5 Sterne vom Himmel und schreibt gerne, was euch besonders gefällt.

    Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da es durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. Herzlichen Dank.

    Für mehr Informationen zum Thema "gelassen älter werden" gibt es auf unserer Homepage ein Magazin zum Lesen. Hier der Link: https://gelassen-aelter-werden.de/magazin-gelassen-aelter-werden/

    Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.

    1 hr 26 min

About Gelassen älter werden mit Bestseller Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein

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Willkommen beim Podcast "Gelassen älter werden" – ein einfühlsames Hörmagazin von und für Best Ager, Silver Ager, Babyboomer oder schlicht Rentner, von und mit dem SPIEGEL-Bestseller-Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein. Dieser Podcast ist eine inspirierende Informationsquelle rund um das Altern, abgestimmt auf Themen, die Menschen in der dritten Lebensphase bewegen und bereichern.  Mit spannenden Gästen wie Tamara Dietl, Anselm Grün und Gerald Hüther sprechen wir über die Herausforderungen und Freuden des Älterwerdens. Wir erkunden Lebensqualität im Alter, liebevolle Beziehungen, gesundes Altern oder Sexualität im Alter. Ihr erfahrt darüber hinaus, wie Ihr die Endlichkeit annehmen, Krisen bewältigen und Euren Ruhestand genießen können.  Doch wir besprechen nicht nur die leise Seite des Alters: Ob es nun der Marathon mit 66 Jahren, die ehrenamtliche Tätigkeit bei einer Tafel oder die Weltreise mit 70 Jahren ist – dieses Hörmagazin feiert die aktive Seite des Seniorenlebens! Dieser Sozialwissenschaften Podcast lehrt Gelassenheit, innere Zufriedenheit und bietet Euch zahlreiche Hinweise, um körperliche und geistige Gesundheit im Alter zu fördern.  Es geht darum, eine Pro Aging Kultur zu etablieren und zu zeigen, dass jede Lebensphase ihre einzigartige Schönheit und Weisheit hat. "Gelassen älter werden" – weil die zweite Lebenshälfte zu den besten Zeiten gehören sollte!

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