Geschichte

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Geschichte episodes

  • ESC 1/3: Wie es zum ersten Eurovision Song Contest in Lugano kam
    Im Mai 1956 fand der erste Eurovision Song Contest statt. Bis dahin war es ein weiter Weg. Wie die Fernsehsendung den Weg durch halb Europa schaffte und wer hinter der Idee des Liederwettbewerbs steckt, der Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aneinanderrücken sollte: Die Geschichte des ESC.
    Es ist ein schlichter Theatersaal, in dem 1956 europäische Fernsehgeschichte geschrieben wird: Im Teatro Kursaal findet die erste Ausgabe des «Concours Eurovision de la Chanson Européenne» statt. Die strahlende Siegerin stammt denn auch aus der Schweiz: Lys Assia mit ihrem Titel «Refrain» holt sich den Sieg des ersten ESC.
    Hinter dem Liederwettbewerb steht die European Broadcasting Union EBU, die den ESC auch heute noch verantwortet. Das ist ein europäischer Zusammenschluss nationaler Fernsehanstalten. Die EBU wurde 1950 in Grossbritannien gegründet und verfolgte das Ziel, Fernsehen für ganz Europa zu machen. Um zu sehen, ob das auch technisch funktionieren würde, unternahm die EBU erste Ausstrahlungsversuche zwischen Frankreich und England. Der erste Härtetest war die Krönung der Queen 1953. Damit war der Grundstein gelegt für weitere transeuropäische Fernsehsendungen. Im selben Jahr startete das Schweizer Fernsehen seinen Betrieb.
    1954 erfolgten die ersten EBU-Sendungen unter dem Label «Eurovision» - die erste Übertragung war das Narzissenfest in Montreux und eine der bekanntesten das Finalspiel der Fussball-Weltmeisterschaft 1954, das als «Wunder von Bern» in die Geschichte einging. Doch die Programmkommission der EBU unter dem Vorsitz des Schweizers und damaligen SRG-Direktors Marcel Bezençon fand: Eine eigene Sendung muss her. Also lancierte sie den Liederwettbewerb, der 1956 in Lugano Premiere feiert und heute zu den grössten Unterhaltungsshows der Welt gehört.
    Damit solche Sendungen übertragen werden konnten, schaffte sich das Schweizer Fernsehen aus der TV-Pioniernation England einen voll ausgestatteten Übertragungswagen an. Dieser war an zahlreichen Orten im Einsatz, unter anderem auch beim ersten ESC in Lugano. Und diesen Übertragungswagen gibt es auch heute noch: Er steht im Depot des Museums für Kommunikation.
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    Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an [email protected]
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    00:05 Intro
    00:58 Lys Assia vergisst den Text bei der Reprise
    02:51 Persönliche Erinnerungen an den ESC
    05:01 Warum ein Liederwettbewerb?
    09:03 Wie begann die europäische Fernsehzusammenarbeit?
    11:37 Krönung der Queen als Geburtsstunde der Eurovision
    13:10 Eurovisionsmonat als erstes europäisches Fernsehprogramm
    14:57 Der erste Übertragungswagen des Schweizer Fernsehens
    21:58 Der erste ESC geht über den Äther
    23:06 Der ESC als Nebenprodukt der EBU
    25:05 Europäische Fernsehmacher waren schneller als Politiker
    26:45 Ende / Ausblick Episode 2
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    In dieser Episode sind zu hören:
    · Andreas Fickers, Medienwissenschaftler und Historiker, Universität Luxemburg
    · Juri Jaquemet, Sammlungskurator Museum für Kommunikation, Bern
    · Tim Hellstern, Restaurator, Museum für Kommunikation, Bern
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    Links
    · https://www.srf.ch/audio
    · https://www.srf.ch/sendungen/eurovision-song-contest
    · https://www.mfk.ch/austauschen/blog/eurovision-song-contest-das-jungfraujoch
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Silvan Zemp
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    Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei [email protected].
    28 min
  • Unfall im Hallenbad Uster 2/2: Wie konnte die Decke einstürzen?
    Architekt und Ingenieur trafen bei der Auswahl des Baumaterials für das Hallenbad eine fatale Entscheidung. Die Stahlbügel, welche die untergehängte Decke halten sollten, wurden aus Chromnickelstahl gefertigt. Könnte so etwas auch heute noch passieren?
    Chromnickelstahl ist auch als rostfreier Stahl bekannt. Dann geschah aber genau das: Die Metallstäbe rosteten durch und begannen einer nach dem anderen zu reissen. Als die verbleibenden Stäne das Gewicht der tonnenschweren Betondecke nicht mehr tragen konnten, stürzte die Decke ein und begrub das Schwimmbecken unter sich.
    Nicht nur die Materialwahl war fatal, sondern auch die ungewöhnliche Deckenkonstruktion. Auch wenn untergehängte Decken damals in Mode waren, bestanden sie in der Regel aus leichteren Materialien. Im Hallenbad Uster hingegen wurde Beton gewählt. Für das Unglück mit zwölf Toten wurden später drei Beteiligte verurteilt - aber nicht wegen des Baus, sondern weil sie Warnzeichen nicht ernst genommen haben.
    In dieser Zeitblende zeichnen wir die verhängnisvolle Entscheidungskette minutiös nach und fragen, wie sicher Hallenbäder heute sind.
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    Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an [email protected]
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    In dieser Episode sind zu hören:
    · Ulrik Hans, Korrosionsexperte Empa
    · Alwin Brunner, Bezirksstaatswanwalt
    · Claudia Bosli-Töndury, Schwimmlehrerin Hallenbad Uster und Zeitzeugin
    · Thomas Hildebrand, Überlebender
    · Walter Rufer, Rettungstaucher
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    Links
    · https://www.srf.ch/audio
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Vera Deragisch und Isabelle Maissen
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    Das ist die «Zeitblende»:
    Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
    27 min
  • Deckeneinsturz Hallenbad Uster 1985: Ein Überlebender erzählt 1/2
    Am 9. Mai um 20.25 fällt die Decke auf eines der Becken im Hallenbad Uster und schliesst Menschen unter sich ein. Zwölf Menschen sterben beim Unfall, andere können sich durch ein Loch selbst befreien.
    Für die Eingeschlossenen und die Rettungskräfte sind es bange Sekunden, Minuten und Stunden. Auch Juniorinnen und Junioren des Schwimmclubs Uster sind im fatalen Moment im Wasser. Es gibt einige krachende Geräusche - danach senkt sich die Decke praktisch an einem Stück herab und legt sich wie ein Deckel auf das Schwimmbecken.
    Riesiges Glück hat Thomas Hildebrand, damals 18jährig, einer der Junioren. Er kann sich aus dem Wasser hieven und überlebt den Einsturz, indem er sich unter eine Art Balkon kauert. Danach ist es im Hallenbad totenstill - bis die Überlebenden beginnen, Eingeschlossene zu suchen und leblose Menschen aus dem Wasser zu ziehen.
    Zu den Rettungskräften vor Ort gehört Walter Rufer, langjähriges Mitglied der Seepolizei in Uster und ein erfahrener Taucher. Als er via Pager wegen des Deckeneinsturzes alarmiert wird, glaubt er zuerst, es handle sich um eine Übung, so absurd erscheint ihm das Szenario. Als einziger Taucher traut er sich, immer wieder ins dunkle Wasser zu tauchen und Menschen zu bergen. Dabei steht er unter unvorstellbarem Stress, weil der Zivilschutz unterdessen beginnt, die Deckentrümmer des Hallenbads über ihm mit einem Kompressor zu zerlegen.
    In dieser Zeitblende erzählen Thomas Hildebrand und Walter Rufer, wie sie diesen Abend des erlebt und wie sie das Unglück verarbeitet haben.
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    Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an [email protected]
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    02.58 Besuch im neuen Hallenbad Uster
    04.19 Die Sekunden des Deckeneinsturzes
    07.14 Rettungskräfte eilen zum Hallenbad
    09.45 Rettungsversuche durch Überlebende und Einsatzkräfte
    12.40 Die Rettenden unter grossem psychischem Stress
    16.07 Keine psychologische Soforthilfe für Überlebende und Rettungskräfte
    16.45 So funktioniert psychologische Nothilfe heute
    19.44 Verarbeiten des Unglücks bei Überlebenden und Rettenden
    22.44 So geht es den Protagonisten heute
    24.54 Das Hallenbad Uster 40 Jahre nach dem Unglück
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    In dieser Episode sind zu hören:
    · Thomas Hildebrand, Überlebender
    · Walter Rufer, Rettungstaucher
    · Corina und Beat Hunger, Überlebende
    · Bernadette Corsaro, Psychologin Kantonspolizei Zürich, Expertin für psychologische Notfallhilfe
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    Links
    · https://www.srf.ch/audio
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Vera Deragisch und Isabelle Maissen
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    Das ist die «Zeitblende»:
    Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
    28 min
  • Regula Engel, die Schweizer «Amazone» im Dienste Napoleons
    Bis heute fasziniert das Vermächtnis von Napoleon Bonaparte. Eine, die damals an vorderster Front mit dabei war, ist die Zürcherin Regula Engel. Sie begleitete ihren Ehemann Florian Engel in den Solddienst und schrieb ihre Erlebnisse später nieder – ein Bestseller im frühen 19. Jahrhundert.
    Offiziersgattin Regula Engel war an der Seite ihres Ehemanns auf zahlreichen Feldzügen mit dabei, manchmal im Hintergrund, manchmal ergriff sie aber auch selbst eine Waffe. In ihrem abenteuerlichen Leben brachte sie 21 Kinder zur Welt, lernte auf dem Ägyptenfeldzug Kommandant Napoleon Bonaparte persönlich kennen, der sogar zwei ihrer Kinder taufte. Doch die Nähe zu Napoleon wurde für sie auch zur Bürde: Sie erlebte ihr persönliches Waterloo, raffte sich wieder auf, und reiste auf der Suche nach Unterstützung um die halbe Welt.
    Die Zeitblende zeichnet anhand ihrer Memoiren die Geschichte der Offiziersgattin Regula Engel und des Söldnerlebens nach, das schnell zwischen Glanz und Elend wechseln konnte. Sie beleuchtet die Bedeutung des Soldwesens für die Schweiz, und die Rolle der Frauen.
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    00:00 Intro
    04:26 Die Schweiz und das Soldwesen
    08:55 Der Alltag der Söldner
    15:34 Frauen und Kinder im Soldwesen
    21:07 Finanzielle Absicherung der Söldner und ihrer Familien
    24:55 Die Bedeutung der Memoiren von Regula Engel
    Laufend: Die Geschichte der Schweizer Offiziersgattin Regula Engel vor dem Hintergrund der französischen Geschichte, insbesondere dem Aufstieg und Fall Napoleon Bonapartes.
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    In dieser Episode zu hören:
    Nathalie Büsser, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Zürich
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    Links:
    https://www.srf.ch/audio
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    Quellen und Literatur zur Episode:
    Engel, Regula: Frau Oberst Engel. Memoiren einer Amazone aus Napoleonischer Zeit. Zürich, 2009.
    Engel, Regula: Frau Oberst Engel. Von Cairo bis Neuyork, von Elba bis Waterloo – Memoiren einer Amazone aus Napoleonischer Zeit. Zürich, 1977.
    Ulbrich, Claudia: Von der Amazone zur Mutter Courage. Zu den Lebenserinnerungen der Regula Engel. In: Duden, Barbara et al. (Hrsg.): Geschichte in Geschichten. Ein historisches Lesebuch. Frankfurt, 2003, S.261-269.
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Barbara Mathys
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    Das ist die «Zeitblende»:
    Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
    32 min
  • Von Baumwolle bis Erdöl - wie der Transithandel die Schweiz prägt
    Natürliche Rohstoffe hat die Schweiz nur wenige – im Handel mit Rohstoffen aber spielt das Land global eine wichtige Rolle. Schätzungsweise bis ein Viertel des weltweiten Rohstoffhandels läuft über Unternehmen mit Sitz in der Schweiz - entwickelt hat sich diese Position bereits im 19. Jahrhundert.
    Warum genau wurden Schweizer Unternehmen so erfolgreich? Wie ist es zu erklären, dass gerade Krisen wie Kriege dem Geschäft der Schweizer Transithändler Auftrieb gegeben haben? Und wie hat der Rohstoffhandel die Schweiz geprägt? Diesen Fragen geht diese Zeitblende nach.
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    Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an [email protected]
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    00:00 Intro
    02:10 Überschüssiges Kapital - die Anfänge des Transithandels
    05:00 Informationen sind zentral - und bleiben in der Familie
    07:03 Von Krisen profitieren lernen
    10:06 Transparenz auf Druck
    14:39 Besser vorbereitet auf den Zweiten Weltkrieg
    16:34 Gute politische Rahmenbedingungen
    20:55 Der Rohstoffhandel prägt die Schweiz - und umgekehrt
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    In dieser Episode sind zu hören:
    · Lea Haller, Historikerin
    · Nemo Krüger, Historiker
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    Links
    · https://www.srf.ch/audio
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    Literatur:
    Haller, Lea. Transithandel : Geld- und Warenströme im globalen Kapitalismus. Berlin: Suhrkamp, 2019.
    Blas, Javier, and Jack Farchy. The World for Sale : Money, Power and the Traders Who Barter the Earth’s Resources. London: Random House Business, 2021.
    Zug in der Welt. Wirtschaft im Kontext, https://www.zuginderwelt.ch/
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Klaus Ammann
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    Das ist die «Zeitblende»:
    Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
    26 min
  • Die erste Professorin in Europa: Anna Tumarkin
    Mit 17 Jahren kommt sie 1892 allein aus dem russischen Zarenreich in die Schweiz, wo Frauen studieren können. An der Universität Bern macht sie dann Karriere: Sie wird die erste vollberechtigte Professorin, etwas das vor ihr noch keine Frau geschafft hat. Das ist ihre Geschichte.
    Sie fällt auf in Bern. Nicht weil sie die Einzige wäre, es gibt im ausgehenden 19. Jahrhundert viele ausländische Studentinnen in der Schweiz. Aber selten ist eine so intelligent und begabt. Gleichzeitig ist sie sehr fleissig und hartnäckig.
    Die russisch-jüdische Einwanderin studiert und doktoriert in Rekordzeit. Nach einem weiteren Studium als Hörerin in Berlin, erklimmt sie ab 1898 in der philosophischen Fakultät in Bern schliesslich Stufe um Stufe. Sie wird Dozentin, Mitglied im Senat, Titularprofessorin und schliesslich 1909 vollberechtigte Professorin der Philosophie. Keine Selbstverständlichkeit in dieser Männerbastion und schon gar nicht in dieser Zeit. Es ist eine eigentliche Sensation und wird in der Öffentlichkeit staunend zur Kenntnis genommen.
    45 Jahre forscht und lehrt sie in Bern Philosophie und Ästhetik. 1921 erhält sie das Schweizer Bürgerrecht und engagiert sich zunehmend auch für die Rechte der Frauen. Bis zu ihrem Tod 1951 lebt sie mit ihrer Gefährtin der Ärztin Ida Hoff in Bern zusammen.
    Zu ihrem 150. Geburtstag ehrt die Universität Bern die Vorreiterin Anna Tumarkin mit Podien und Diskussionen und auch mit in einer Freiluft-Ausstellung am Tumarkinweg.
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    In dieser Episode sind zu hören:
    Nina Tumarkin (Ururgrossnichte von Anna Tumarkin), USA.
    Franziska Rogger, Historikerin, Bern.
    Carmen Scheide, Dozentin für Geschichte Osteuropas, Universität Bern.
    Claus Beisbart: Extraordinarius mit Schwerpunkt Wissenschaftsphilosophie, Universität Bern.
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    Links
    https://www.srf.ch/audio
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    Literatur:
    Franziska Rogger (2025): Anna Tumarkin. Das schicksalhafte Leben der ersten Professorin. Bern: Stämpfli Verlag.
    Anna Tumarkin (1948): Wesen und Werden der schweizerischen Philosophie.Frauenfeld: Huber.
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Karin Britsch
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    Das ist die «Zeitblende»:
    Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
    31 min
  • Angeblich Spion: Flüchtling Jan Berdnik und die Angst der Schweiz
    Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling aus der Tschechoslowakei in die Schweiz. Hier wird er zwar aufgenommen. Aber wegen Spionage-Verdacht wird er auch intensiv überwacht. Das ist seine Geschichte.
    Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling 1968 in die Schweiz. Als System-Flüchtling heisst in die Schweiz willkommen, zumindest vordergründig: Wer vor dem Kommunismus floh, war ein guter Flüchtling. «Aus ideologischen Gründen hat man die Arme und die Türen sehr weit aufgemacht», sagt der Historiker und Buchautor Thomas Buomberger. Hinter den Kulissen liefen allerdings aufwändige Abklärungen. Die Schweiz hatte Angst davor, von kommunistischen Spionen und Saboteuren unterwandert zu werden. «Ich habe gemerkt, dass mein Tisch umgeräumt wurde», sagt Jan Berdnik im Rückblick. Und aus seiner Staatsschutz-Fiche weiss er, dass auch sein Telefon jahrelang abgehört und dass er sogar polizeilich observiert wurde. Ergeben haben diese Ermittlungen nichts. Aufnahme und Abwehr zugleich. Was macht das mit den Menschen die ankommen? Und was mit denen, die schon da sind?
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    00:00 Intro
    03:33 Der Prager Frühling
    07:04 Über Yugoslawien in den Westen
    12:09 Schweizer Dilemma: Willkommenskultur vs. «Kommunisten-Paranoia»
    22:54 Fichenskandal: Berdnik ist kein Einzelfall
    26:10 «Ich bin jetzt ein Bünzli-Schweizer»
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    In dieser Episode sind zu hören:
    · Jan Berdnik, Zeitzeuge
    · Thomas Buomberger, Historiker und Autor
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    Links
    · https://www.srf.ch/audio
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    Literatur:
    Buomberger, Thomas (2017): Die Schweiz im Kalten Krieg 1945-1990. Zürich: Hier und Jetzt
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Matthias Strasser
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    Das ist die «Zeitblende»:
    Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
    29 min
  • Ursula Brunner: Pionierin für gerechten Handel («Passage»)
    Als Bananenfrau wurde sie landesweit berühmt: Ursula Brunner gilt als Wegbereiterin des Fairtrade. Gleichzeitig war sie Pfarrfrau, Politikerin und Mutter. In welchem Spannungsfeld bewegte sie sich dabei? Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgabe der Sendung «Passage» anstelle der Zeitblende.
    Wie ist es möglich, dass Bananen bei uns billiger sind als heimische Äpfel? Dieser Frage gingen Ursula Brunner und ihre Mitstreiterinnen so gründlich nach, dass daraus eine schweizweite Bewegung entstand. Auch als Politikerin eckte Ursula Brunner an: Als erste Frau sass sie für die FDP im Grossen Rat des Kantons Thurgau. Doch ihr Engagement für eine gerechtere Welt, das im christlichen Glauben wurzelte, führte zu Konflikten. Wie wurde Ursula Brunner von einer bürgerlichen Pfarrfrau zu einer Aktivistin? Wie haben ihre Kinder diesen Weg erlebt? Eine Annäherung an eine Frau, die etwas bewegen wollte.
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    Links
    - https://www.srf.ch/audio
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    - Irene Grüter, Redaktion «Passage»
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    Das ist die «Zeitblende»:
    Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
    57 min
  • Intrige vor dem Ersten Weltkrieg: Die Generalswahl von 1914
    Am Abend des 3. August 1914 wählte die Schweizerische Bundesversammlung Ulrich Wille zum General. Doch noch am Vormittag galt Theophil Sprecher von Bernegg als Favorit. Die Wahl war geprägt von politischen Intrigen. Als Wille sah, dass es für ihn nicht reicht, drohte er Sprecher mit Konsequenzen.
    Die Finger im Spiel hatte unter anderem auch Bundesrat Arthur Hoffmann. Mit allen Mitteln versuchte er, die Parlamentarier von einer Wahl Willes zu überzeugen. Doch ohne Erfolg. Erst der Besuch von Ulrich Wille im Privathaus von Theophil Sprecher von Bernegg, verbunden mit der Drohung, er werde ihn fertig machen, wenn er nicht verzichte, machte den Weg frei für Wille. Denn noch vor der Wahl im Parlament erklärte Sprecher seinen Verzicht aufs Amt.
    ____________________
    Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an [email protected]
    ____________________
    00:00 Intro
    02:36 Die Karriere von Sprecher
    04:22 Willes Werdegang
    06:03 Das Kaisermanöver 1912
    07:30 Der Erste Weltkrieg bricht aus
    08:48 Das Parlament steht vor der Generalswahl
    12:12 Bundesrat Hoffmann kämpft für Wahl Willes
    13:53 Lückenhafte Dokumente
    15:56 Bundesräte machen Druck aufs Parlament
    17:44 Ulrich Wille nimmt es selber in die Hand
    21:20 Sprecher verzichtet, Wille wird gewählt
    23:15 Eine undemokratische Generalswahl
    25:33 Wille und Sprecher arbeiten eng zusammen
    29:17 Das Ende des Krieges
    ____________________
    In dieser Episode zu hören
    - Daniel Sprecher, Historiker
    ____________________
    Links
    - https://www.srf.ch/audio
    ____________________
    Literatur
    · Jaun, Rudolf (2024): Wille, Ulrich. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
    · Sprecher, Daniel (2000): Generalstabschef Theophil Sprecher von Bernegg. Seine militärisch-politische Leistung unter besonderer Berücksichtigung der Neutralität. Zürich: NZZ-Verlag.
    · Sprecher, Daniel (2024): Sprecher von Bernegg, Theophil. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
    · Walther, Heinrich (1939): Aus schweren Tagen: In: ASMZ Nr. 7, Juli.
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    - Silvan Zemp
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    Das ist die «Zeitblende»:
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    32 min
  • Intrige vor dem Ersten Weltkrieg: Die Generalswahl von 1914
    Am Abend des 3. August 1914 wählte die Schweizerische Bundesversammlung Ulrich Wille zum General. Doch noch am Vormittag galt Theophil Sprecher von Bernegg als Favorit. Die Wahl war geprägt von politischen Intrigen. Als Wille sah, dass es für ihn nicht reicht, drohte er Sprecher mit Konsequenzen.
    Die Finger im Spiel hatte unter anderem auch Bundesrat Arthur Hoffmann. Mit allen Mitteln versuchte er, die Parlamentarier von einer Wahl Willes zu überzeugen. Doch ohne Erfolg. Erst der Besuch von Ulrich Wille im Privathaus von Theophil Sprecher von Bernegg, verbunden mit der Drohung, er werde ihn fertig machen, wenn er nicht verzichte, machte den Weg frei für Wille. Denn noch vor der Wahl im Parlament erklärte Sprecher seinen Verzicht aufs Amt.
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    00:00 Intro
    02:36 Die Karriere von Sprecher
    04:22 Willes Werdegang
    06:03 Das Kaisermanöver 1912
    07:30 Der Erste Weltkrieg bricht aus
    08:48 Das Parlament steht vor der Generalswahl
    12:12 Bundesrat Hoffmann kämpft für Wahl Willes
    13:53 Lückenhafte Dokumente
    15:56 Bundesräte machen Druck aufs Parlament
    17:44 Ulrich Wille nimmt es selber in die Hand
    21:20 Sprecher verzichtet, Wille wird gewählt
    23:15 Eine undemokratische Generalswahl
    25:33 Wille und Sprecher arbeiten eng zusammen
    29:17 Das Ende des Krieges
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    In dieser Episode zu hören
    - Daniel Sprecher, Historiker
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    Links
    - https://www.srf.ch/audio
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    Literatur
    Jaun, Rudolf (2024): Wille, Ulrich. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
    Sprecher, Daniel (2000): Generalstabschef Theophil Sprecher von Bernegg. Seine militärisch-politische Leistung unter besonderer Berücksichtigung der Neutralität. Zürich: NZZ-Verlag.
    Sprecher, Daniel (2024): Sprecher von Bernegg, Theophil. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
    Walther, Heinrich (1939): Aus schweren Tagen: In: ASMZ Nr. 7, Juli.
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    - Silvan Zemp
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    Das ist die «Zeitblende»:
    Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
    32 min

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