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Die Psalmen sind aus der Erfahrung des damaligen realen Lebens erwachsen und spiegeln die unterschiedlichsten Situationen wider. Anbetung und Verzweiflung, Loben und Seufzen, Vertrauen und Angst, Reue und Rache kommen in ihnen zum Ausdruck.
Eine genaue Datierung der einzelnen Psalmen ist nicht möglich. Viele lassen sich nur im Rahmen des israelischen Königstums zuordnen. Vielleicht wurden bei solchen Anlässen wie einer Thronbesteigung, einer Krönung, einer Eheschließung und vor Kriegen passende Psalmen gesungen. Möglicherweise sprach bei nationalen Katastrophen der König Klagepsalmen stellvertretend für das Volk.
Sehr viele Psalmen stammen von David. Andere Psalmverfasser sind Asaf, Mose, Salomo, die Söhne Korach, Heman und Etan.
Den soeben gehörten Psalm 99 will ich einer Thronbesteigung zuordnen. Gott wird oft bezeichnet als „der über den Cherubinen thront". Zwei hölzerne, mit Gold überzogene Cherubine, die sich mit ausgebreiteten Flügeln gegenüberstanden, waren an beiden Enden des Gnadenthrons über der Bundeslade der Stiftshütte angebracht. Es muss wunderbar ausgesehen haben.Die Bibel liefert uns verschiedene Beschreibungen der Cherubinen.
Psalm 99 betont die erhabene Majestät Gottes und seine heilige Präsenz. Er ruft die Menschen dazu auf, Gottes Gerechtigkeit anzuerkennen, ihn anzubeten und nach seinen Geboten zu leben. Der Psalm erinnert daran, wie Gott in der Vergangenheit gehandelt hat und fordert zu Ehrfurcht und Dankbarkeit auf. Er zeigt, dass Gott souverän ist und über allem steht, während er gleichzeitig ein gnädiger und vergebender Gott ist. Der Psalm ermutigt uns, in einer Beziehung der Ehrfurcht und demütigen Anbetung mit Gott zu leben.
Mitten im Chaos unseres Alltags, wenn alles drunter und drüber geht – Streit, Sorgen, Unsicherheit – erinnert uns Psalm 99, Vers 1 an eine kraftvolle Wahrheit: „Der HERR regiert als König."
Gott ist nicht nur Zuschauer. Er ist König – über das Weltgeschehen und über unser persönliches Leben. Seine Herrschaft ist kein kaltes Regiment, sondern geprägt von Gerechtigkeit, Treue und Liebe. Das bedeutet: Wir sind nicht allein. Selbst wenn wir keine Kontrolle haben, können wir vertrauen – auf den, der alles in der Hand hält. Das schenkt Frieden. Diese Wahrheit können Sie heute tief in Ihr Herz sinken lassen: Gott regiert. Und Sie dürfen in seiner königlichen Gegenwart geborgen leben.
Psalm 99,2 erinnert uns daran, wer wirklich das Sagen hat. In einer Welt voller Krisen, Meinungen und Machtkämpfe wirkt dieser Vers wie ein Ruhepol. Gott steht über allem – nicht distanziert, sondern gegenwärtig in Zion, dem Bild für seine Nähe zu uns. Er regiert nicht mit Angst, sondern in Gerechtigkeit und Liebe.
Wenn uns Sorgen erdrücken oder die Welt unüberschaubar erscheint, dürfen wir wissen: Gottes Größe ist nicht bedrohlich, sondern tragend. Er sieht uns, kennt uns, trägt uns – auch heute. Darum: Blick nach oben, Herz nach vorne – denn Gott ist größer als alles, was uns begegnet.
Manchmal überrollen uns die Tage – Termine, Sorgen, Erwartungen. In all dem Trubel vergessen wir leicht, wer über allem steht: Gott.
Psalm 99,3 erinnert uns daran, innezuhalten. Nicht, weil Gott unseren Lobpreis nötig hätte, sondern weil wir ihn brauchen. Wenn wir Menschen Gottes Namen loben, richten wir unseren Blick weg von uns – hin zu dem, der größer ist als unsere Probleme. Sein Name steht für Treue, Gerechtigkeit und Liebe. Ihn zu loben ändert unsere Perspektive. Plötzlich ist da Hoffnung, Kraft und Frieden. Vielleicht nicht alles sofort, sondern das Wissen: Wir sind nicht allein – und dass Gott uns liebt, so wie wir sind.
Heute, mitten im Alltag, kann ein leises „Danke, Gott" der Anfang sein. Denn heilig ist Gottes Name.
Sowohl in seinen Worten, seinen Gedanken, seinen Taten und seinen Offenbarungen als auch in sich selber ist Gott die Vollkommenheit selbst. Heilig ist er. Keine Eigenschaft Gottes wird so laut und mit solcher Feierlichkeit verkündigt und so häufig von den Engeln, die vor seinem Thron stehen, gepriesen wie gerade diese.
Heiligkeit bedeutet zweierlei: Gott ist in seinem Sein und in seinem Wesen von uns geschieden. Er ist der Schöpfer, wir sind Geschöpfe. Er ist, wir sind geworden. Er hat keinen Anfang, wir haben einen Anfang. Er ist unveränderlich, wir sind wandelbar.
Gott ist vor allem in seinem Sohn zu uns gekommen, der einer von uns wurde. Deshalb können wir mit Vertrauen zu Gott kommen.
In JesusChristus haben wir den Sohn Gottes, ihm können wir trauen. Er bringt uns zum Vater. Wie hat es Jesus ausgedrückt: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich." Wenn wir Gott anbeten, entdecken wir, dass das christliche Leben eine Liebesgeschichte mit Gott ist: Hier reichen einige gute Ideen nicht aus, sondern ihm muss man den ersten Platz einräumen, so wie es ein Verliebter gegenüber der Person macht, die er liebt.
Das christliche Leben kann ohne die Anbetung des Herrn zu einer kultivierten Art der Selbstbestätigung und des Eigenlobes werden. Das ist eine ernste Gefahr: dass wir uns Gottes zu bedienen versuchen, anstatt Gott zu dienen.
Wie klug und weise die Psalmschreiber 500 oder 1000 Jahre vor Christus waren – das hat noch heute Bestand – und dafür bedanke ich mich.
Autor: Susanne Wild
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By ERF - Der Sinnsender5
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Die Psalmen sind aus der Erfahrung des damaligen realen Lebens erwachsen und spiegeln die unterschiedlichsten Situationen wider. Anbetung und Verzweiflung, Loben und Seufzen, Vertrauen und Angst, Reue und Rache kommen in ihnen zum Ausdruck.
Eine genaue Datierung der einzelnen Psalmen ist nicht möglich. Viele lassen sich nur im Rahmen des israelischen Königstums zuordnen. Vielleicht wurden bei solchen Anlässen wie einer Thronbesteigung, einer Krönung, einer Eheschließung und vor Kriegen passende Psalmen gesungen. Möglicherweise sprach bei nationalen Katastrophen der König Klagepsalmen stellvertretend für das Volk.
Sehr viele Psalmen stammen von David. Andere Psalmverfasser sind Asaf, Mose, Salomo, die Söhne Korach, Heman und Etan.
Den soeben gehörten Psalm 99 will ich einer Thronbesteigung zuordnen. Gott wird oft bezeichnet als „der über den Cherubinen thront". Zwei hölzerne, mit Gold überzogene Cherubine, die sich mit ausgebreiteten Flügeln gegenüberstanden, waren an beiden Enden des Gnadenthrons über der Bundeslade der Stiftshütte angebracht. Es muss wunderbar ausgesehen haben.Die Bibel liefert uns verschiedene Beschreibungen der Cherubinen.
Psalm 99 betont die erhabene Majestät Gottes und seine heilige Präsenz. Er ruft die Menschen dazu auf, Gottes Gerechtigkeit anzuerkennen, ihn anzubeten und nach seinen Geboten zu leben. Der Psalm erinnert daran, wie Gott in der Vergangenheit gehandelt hat und fordert zu Ehrfurcht und Dankbarkeit auf. Er zeigt, dass Gott souverän ist und über allem steht, während er gleichzeitig ein gnädiger und vergebender Gott ist. Der Psalm ermutigt uns, in einer Beziehung der Ehrfurcht und demütigen Anbetung mit Gott zu leben.
Mitten im Chaos unseres Alltags, wenn alles drunter und drüber geht – Streit, Sorgen, Unsicherheit – erinnert uns Psalm 99, Vers 1 an eine kraftvolle Wahrheit: „Der HERR regiert als König."
Gott ist nicht nur Zuschauer. Er ist König – über das Weltgeschehen und über unser persönliches Leben. Seine Herrschaft ist kein kaltes Regiment, sondern geprägt von Gerechtigkeit, Treue und Liebe. Das bedeutet: Wir sind nicht allein. Selbst wenn wir keine Kontrolle haben, können wir vertrauen – auf den, der alles in der Hand hält. Das schenkt Frieden. Diese Wahrheit können Sie heute tief in Ihr Herz sinken lassen: Gott regiert. Und Sie dürfen in seiner königlichen Gegenwart geborgen leben.
Psalm 99,2 erinnert uns daran, wer wirklich das Sagen hat. In einer Welt voller Krisen, Meinungen und Machtkämpfe wirkt dieser Vers wie ein Ruhepol. Gott steht über allem – nicht distanziert, sondern gegenwärtig in Zion, dem Bild für seine Nähe zu uns. Er regiert nicht mit Angst, sondern in Gerechtigkeit und Liebe.
Wenn uns Sorgen erdrücken oder die Welt unüberschaubar erscheint, dürfen wir wissen: Gottes Größe ist nicht bedrohlich, sondern tragend. Er sieht uns, kennt uns, trägt uns – auch heute. Darum: Blick nach oben, Herz nach vorne – denn Gott ist größer als alles, was uns begegnet.
Manchmal überrollen uns die Tage – Termine, Sorgen, Erwartungen. In all dem Trubel vergessen wir leicht, wer über allem steht: Gott.
Psalm 99,3 erinnert uns daran, innezuhalten. Nicht, weil Gott unseren Lobpreis nötig hätte, sondern weil wir ihn brauchen. Wenn wir Menschen Gottes Namen loben, richten wir unseren Blick weg von uns – hin zu dem, der größer ist als unsere Probleme. Sein Name steht für Treue, Gerechtigkeit und Liebe. Ihn zu loben ändert unsere Perspektive. Plötzlich ist da Hoffnung, Kraft und Frieden. Vielleicht nicht alles sofort, sondern das Wissen: Wir sind nicht allein – und dass Gott uns liebt, so wie wir sind.
Heute, mitten im Alltag, kann ein leises „Danke, Gott" der Anfang sein. Denn heilig ist Gottes Name.
Sowohl in seinen Worten, seinen Gedanken, seinen Taten und seinen Offenbarungen als auch in sich selber ist Gott die Vollkommenheit selbst. Heilig ist er. Keine Eigenschaft Gottes wird so laut und mit solcher Feierlichkeit verkündigt und so häufig von den Engeln, die vor seinem Thron stehen, gepriesen wie gerade diese.
Heiligkeit bedeutet zweierlei: Gott ist in seinem Sein und in seinem Wesen von uns geschieden. Er ist der Schöpfer, wir sind Geschöpfe. Er ist, wir sind geworden. Er hat keinen Anfang, wir haben einen Anfang. Er ist unveränderlich, wir sind wandelbar.
Gott ist vor allem in seinem Sohn zu uns gekommen, der einer von uns wurde. Deshalb können wir mit Vertrauen zu Gott kommen.
In JesusChristus haben wir den Sohn Gottes, ihm können wir trauen. Er bringt uns zum Vater. Wie hat es Jesus ausgedrückt: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich." Wenn wir Gott anbeten, entdecken wir, dass das christliche Leben eine Liebesgeschichte mit Gott ist: Hier reichen einige gute Ideen nicht aus, sondern ihm muss man den ersten Platz einräumen, so wie es ein Verliebter gegenüber der Person macht, die er liebt.
Das christliche Leben kann ohne die Anbetung des Herrn zu einer kultivierten Art der Selbstbestätigung und des Eigenlobes werden. Das ist eine ernste Gefahr: dass wir uns Gottes zu bedienen versuchen, anstatt Gott zu dienen.
Wie klug und weise die Psalmschreiber 500 oder 1000 Jahre vor Christus waren – das hat noch heute Bestand – und dafür bedanke ich mich.
Autor: Susanne Wild
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