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Auf diese zwei Menschen hat Gott, der Vater, die Hand gelegt: Johannes, den Täufer, und Jesus, dessen Lebensgeheimnis Johannes schon ganz früh erkannte: Dieser ist Gottes Sohn.
Obwohl Johannes der Täufer Gott so nahestand, sein ganzes Leben auf Gott ausgerichtet hatte, blieb er vollständig angewiesen auf die Offenbarung. Ich denke manchmal, dass Gott mich sozusagen in seine Geheimnisse einweihen wird, wenn ich ihn besser kenne, so dass ich dann besser Bescheid weiß, Durchblick habe, weiß, was dran ist. Aber hier sehe ich: Das ist nicht unbedingt so.
Es gibt ja hin und wieder Leute, die haben so eine religiöse – ich sage mal: fixe Idee. Die meinen, sie seien erwählt zu großen Dingen, die meinen, das in sich zu „fühlen", so etwas wie ein „gefühltes inneres Wissen" zu haben. Davon sehe ich bei Johannes nichts. Was er wissen musste, das wurde ihm mit Worten offenbart, sozusagen „von außen". Es wurde ihm gesagt und durch Zeichen bestätigt. Ganz nüchtern.
Ich finde diese Begegnung zwischen Johannes und Jesus auch so bemerkenswert, weil sie zeigt: Hier sind zwei Menschen, - wobei Jesus ja mehr war als ein Mensch – aber er war immerhin auch Mensch – also zwei, die ihr ganzes Leben Gott zur Verfügung gestellt haben, und die doch ganz verschiedene Aufgaben haben, ganz verschiedene Wege gehen, ganz anders geführt werden. Das finde ich wichtig.
Ich kann mich vom Glauben anderer inspirieren lassen, ohne sie äußerlich nachzuahmen. Es gibt zwar Dinge, zu denen jeder Christ berufen ist, z. B. „Gott von ganzem Herzen zu lieben, (…) und unseren Nächsten wie uns selbst" (Markus 12,33). Aber Gott macht Ihr und mein Leben nicht zu einem 0815-Modell, eins wie das andere, sondern wer sich ihm anvertraut, wird individuell geführt.
Gott hat sich bei jedem von uns etwas gedacht. Er setzt uns ein Ziel. Das ist nicht bei jedem so bedeutsam wie bei Johannes – und mit Jesus können wir uns sowieso nicht vergleichen. Aber es ist ein persönlicher Weg. Johannes' Aufgabe ist es, mit Wasser zu taufen, damit Jesus, der Christus, in Israel offenbart wird. Die hat Johannes erfüllt. Dagegen hat er nicht rebelliert und gesagt: „Ich will aber was anderes werden", sondern das ist seine Bestimmung und das zu tun, hat ihn erfüllt.
Und die Zielvorgabe von Jesus ist: Gottes Lamm zu sein, das der Welt Sünde trägt. Sich selber zu opfern, damit wir unsere Schuld loswerden und wieder zu Gott finden können. Dieses Ziel wird heute von vielen gar nicht mehr verstanden. Jesus hat in ihren Augen ein nicht-existierendes Problem gelöst. Ich glaube, ein Grund dafür ist: sie verstehen nicht, was Sünde ist. Sünde ist nicht nur, etwas Falsches zu tun, also z. B. zu lügen, oder etwas zu unterlassen, also z. B. nicht zu helfen, obwohl ich es könnte.
Sünde ist Zielverfehlung. Und sie trennt von Gott. Wenn ich das Ziel, das Gott mir gesetzt hat, verfehle, dann werde ich niemals ein erfülltes Leben führen können. Wir sind nach dem Bild Gottes gemacht, und eins der Ziele, die Gott für uns vorsieht, ist: Etwas zu reflektieren vom Wesen Gottes, von seiner Geduld, Liebe, Barmherzigkeit, und Gerechtigkeit. Das geht nur in Beziehung zu ihm: Wenn wir hören auf sein Wort, wenn wir uns davon bestimmen lassen, auf Bestätigung durch ihn achten. - Wie wir das reflektieren, ist dann individuell ganz verschieden, so verschieden die Wege Jesu und Johannes des Täufers sind.
Autor: Martina Arp
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By ERF - Der Sinnsender5
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Auf diese zwei Menschen hat Gott, der Vater, die Hand gelegt: Johannes, den Täufer, und Jesus, dessen Lebensgeheimnis Johannes schon ganz früh erkannte: Dieser ist Gottes Sohn.
Obwohl Johannes der Täufer Gott so nahestand, sein ganzes Leben auf Gott ausgerichtet hatte, blieb er vollständig angewiesen auf die Offenbarung. Ich denke manchmal, dass Gott mich sozusagen in seine Geheimnisse einweihen wird, wenn ich ihn besser kenne, so dass ich dann besser Bescheid weiß, Durchblick habe, weiß, was dran ist. Aber hier sehe ich: Das ist nicht unbedingt so.
Es gibt ja hin und wieder Leute, die haben so eine religiöse – ich sage mal: fixe Idee. Die meinen, sie seien erwählt zu großen Dingen, die meinen, das in sich zu „fühlen", so etwas wie ein „gefühltes inneres Wissen" zu haben. Davon sehe ich bei Johannes nichts. Was er wissen musste, das wurde ihm mit Worten offenbart, sozusagen „von außen". Es wurde ihm gesagt und durch Zeichen bestätigt. Ganz nüchtern.
Ich finde diese Begegnung zwischen Johannes und Jesus auch so bemerkenswert, weil sie zeigt: Hier sind zwei Menschen, - wobei Jesus ja mehr war als ein Mensch – aber er war immerhin auch Mensch – also zwei, die ihr ganzes Leben Gott zur Verfügung gestellt haben, und die doch ganz verschiedene Aufgaben haben, ganz verschiedene Wege gehen, ganz anders geführt werden. Das finde ich wichtig.
Ich kann mich vom Glauben anderer inspirieren lassen, ohne sie äußerlich nachzuahmen. Es gibt zwar Dinge, zu denen jeder Christ berufen ist, z. B. „Gott von ganzem Herzen zu lieben, (…) und unseren Nächsten wie uns selbst" (Markus 12,33). Aber Gott macht Ihr und mein Leben nicht zu einem 0815-Modell, eins wie das andere, sondern wer sich ihm anvertraut, wird individuell geführt.
Gott hat sich bei jedem von uns etwas gedacht. Er setzt uns ein Ziel. Das ist nicht bei jedem so bedeutsam wie bei Johannes – und mit Jesus können wir uns sowieso nicht vergleichen. Aber es ist ein persönlicher Weg. Johannes' Aufgabe ist es, mit Wasser zu taufen, damit Jesus, der Christus, in Israel offenbart wird. Die hat Johannes erfüllt. Dagegen hat er nicht rebelliert und gesagt: „Ich will aber was anderes werden", sondern das ist seine Bestimmung und das zu tun, hat ihn erfüllt.
Und die Zielvorgabe von Jesus ist: Gottes Lamm zu sein, das der Welt Sünde trägt. Sich selber zu opfern, damit wir unsere Schuld loswerden und wieder zu Gott finden können. Dieses Ziel wird heute von vielen gar nicht mehr verstanden. Jesus hat in ihren Augen ein nicht-existierendes Problem gelöst. Ich glaube, ein Grund dafür ist: sie verstehen nicht, was Sünde ist. Sünde ist nicht nur, etwas Falsches zu tun, also z. B. zu lügen, oder etwas zu unterlassen, also z. B. nicht zu helfen, obwohl ich es könnte.
Sünde ist Zielverfehlung. Und sie trennt von Gott. Wenn ich das Ziel, das Gott mir gesetzt hat, verfehle, dann werde ich niemals ein erfülltes Leben führen können. Wir sind nach dem Bild Gottes gemacht, und eins der Ziele, die Gott für uns vorsieht, ist: Etwas zu reflektieren vom Wesen Gottes, von seiner Geduld, Liebe, Barmherzigkeit, und Gerechtigkeit. Das geht nur in Beziehung zu ihm: Wenn wir hören auf sein Wort, wenn wir uns davon bestimmen lassen, auf Bestätigung durch ihn achten. - Wie wir das reflektieren, ist dann individuell ganz verschieden, so verschieden die Wege Jesu und Johannes des Täufers sind.
Autor: Martina Arp
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