Ein neuer Atlas der Säugetiere in der Schweiz und in Lichtenstein zeigt: Es gibt mehr Säugetiere in der Schweiz als noch vor 25 Jahren. Gewinner sind die Grossen, die Kleinen bangen um ihre Existenz.
Der Bestand an Säugetieren hat seit 1995 von 87 auf 99 Arten zugenommen, um rund 14 Prozent. Einige waren vor Jahrzehnten ausgestorben und haben wieder Tritt gefasst.
Wacklige Existenzen
Verschiedene Säugetierarten sind allerdings in ihrer Existenz gefährdet. Dazu gehört beispielsweise der Fischotter. Er ist vom Aussterben bedroht. Er ist an gesunde Gewässer mit gutem Fischbestand gebunden.
Gefährdet ist er durch Begradigung von Gewässern, durch künstliche rasche Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser bei der Stromerzeugung durch Wasserkraft, durch Erwärmung der Wassertemperatur sowie durch den Eintrag von Umweltgiften und Mikroplastik in die Gewässer.
Gefährdet sind auch einige kleine Säuger wie zum Beispiel verschiedene Fledermausarten. Sie leiden unter ausgeräumten Landschaften und mangelndem Nahrungsangebot.