Ein Doppelmord, der die Schweiz erschütterte: Die dreiteilige SRF True-Crime-Serie «Der Klebebandmörder» rekonstruiert eines der brutalsten Verbrechen der Schweizer Kriminalgeschichte. Warum aber töten Menschen, obwohl sie wissen, dass Töten moralisch falsch ist?
Am 4. Juni 2016 macht ein Velofahrer bei Boppelsen (ZH) eine grausige Entdeckung: In einem Waldstück findet er eine Leiche. Was folgt, sind Ermittlungen, die eines der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der Schweiz ans Licht bringen. «Der Klebebandmörder» erzählt die Geschichte eines der brutalsten Verbrechen der Schweizer Kriminalgeschichte: Ein scheinbar unauffälliges Ehepaar aus dem Kanton Bern steht im Verdacht, aus Geldnot zwei Menschen brutal getötet zu haben. Beide Opfer wurden gefesselt und mit Klebeband erstickt.
Die dreiteilige SRF True-Crime-Serie zeigt die Herausforderungen für Polizei und Justiz, die Wendungen im Verlauf der Ermittlungen und die Perspektive von Direktbetroffenen. Doch was bringt Menschen dazu, eine solche Tat zu begehen? Woher kommt Gewalt? Und wie entsteht die Bereitschaft, einen anderen Menschen zu töten?
Darüber sprechen wir im Treffpunkt mit Jérôme Endrass, Experte für Forensische Psychologie. Wir gehen der Frage nach, welche psychologischen, sozialen und situativen Faktoren Menschen zu Tätern machen können und ob das Böse tatsächlich in jedem von uns steckt.