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Die Signa-Gruppe zählt zu den bedeutendsten Investoren am europäischen Gewerbeimmobilienmarkt. Doch seit Wochen ist das Unternehmen wegen der wirtschaftlichen Probleme in den Schlagzeilen. Tag für Tag hat sich die Krise zugespitzt.
Im Fokus steht allen voran Signa-Gründer René Benko. Er schuf ein Imperium aus dem Nichts, wurde noch vor dem 40. Geburtstag zum Milliardär. Doch er schuf auch unübersichtliche Strukturen, die ihm nun zum Verhängnis wurden – und Fragen aufwerfen.
Investigativ-Reporter René Bender und Florian Kolf, Leiter des Teams für Handel und Konsum, recherchieren teils seit Jahren zum Benko-Imperium. In der aktuellen Folge Handelsblatt Crime sprechen sie über den Aufstieg und Fall von Signa und dessen Magnaten René Benko sowie die jüngsten Entwicklungen.
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Am 26. Juli durchsuchten Ermittler an 50 Orten Büros, Kanzleien und Privathäuser nach Beweisen für einen mutmaßlichen Millionenbetrug. Es geht um das Textilunternehmen Sympatex, das sich von Anlegern vor einigen Jahren 13 Millionen Euro geliehen hat. Kurz vor der Rückzahlung mussten die Anleger plötzlich fast auf das gesamte Geld verzichten, weil es der Firma so schlecht ging und angeblich die Insolvenz drohte.
Die Staatsanwaltschaft München 1 glaubt jedoch, dass die Eigentümer von Sympatex, ihre Anwälte und Berater die Anleger bewusst irregeführt und schließlich betrogen haben. Auf der Beschuldigten-Liste stehen einige sehr prominente Namen und auch eine bekannte Größe der deutschen Wirtschaft taucht in dem Verfahren auf: die Versandhandelsfamilie Otto. Deren Family-Office, genauer einer der Geschäftsführer, soll in den Betrug verstrickt sein.
Es geht aber um mehr als nur einen verdächtigen Einzelfall. Der Schuldenschnitt bei Sympatex steht exemplarisch für grenzwertige Geschäfte in einem besonders riskanten Investitionsbereich, den sogenannten Mittelstandsanleihen. Mittelständische Unternehmen decken sich bei Privatanlegern mit Kapital ein und wenn es dann nicht so gut läuft, versuchen sie ihre Geldgeber zu Zugeständnissen zu bewegen.
Sympatex: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mutmaßlichen Millionenbetrugs
Judith Henke aus dem Finanzressort und Lars-Marten Nagel aus dem Investigativteam recherchieren den Fall Sympatex und konnten zuletzt zahlreiche Dokumente einsehen. In diesem Podcast sprechen sprechen sie darüber, was an den Vorwürfen der Ermittler dran sein könnte – und was der Fall über die deutsche Restrukturierungsszene aussagt.
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Zum allerersten Mal tritt Lukasz Krupski aus dem Schutz der Anonymität und zwar nicht nur vor das Podcast Mikrofon, sondern auch vor die Kamera. Noch nie hat Lukas Krupski sein Gesicht gezeigt. BIS JETZT! Der Whistleblower möchte seine Geschichte selbst erzählen. Dafür ist er aus Norwegen in unser Düsseldorfer Studio gereist, um dort exklusiv mit Handelsblatt Investigativ-Chef Sönke Iwersen zu sprechen.
Was Krupski, der sich einst selbst als „Tesla-Jünger“ beschrieb, dazu bewegt hat, die sensiblen Daten zu veröffentlichen und wie es dazu kam, dass eine ehemalige CIA-Agentin auf Krupski angesetzt wurde - das hören und sehen Sie in unserem exklusiven Video-Podcast von Handelsblatt Crime. Dafür haben wir ein besonderes Angebot unter www.handelsblatt.com/mehrjournalismus
Als er sich am 1. November 2018 seinen Mitarbeiterausweis umhing, ging für Lukasz Krupski ein Traum in Erfüllung. Der junge Mann war stolz, bei Tesla anzufangen. Stolz darauf, im norwegischen Drammen beim fortschrittlichsten Autobauer der Welt zu arbeiten. Krupski bezeichnete sich sogar selbst als „Tesla-Jünger“. Als Mitarbeiter Nummer 709279 wollte er Elon Musk helfen, die Welt zu verbessern.
Heute ist Krupski in Ungnade gefallen. Tesla-Anwälte werfen ihm vor, geheime Dokumente aus dem Unternehmen geschleust zu haben. Musk hat eine ehemalige CIA-Agentin auf ihn angesetzt. Norwegische Behörden durchsuchten auf Drängen des US-Konzerns Krupskis Wohnung, beschlagnahmten seinen Computer, sein Telefon, seine Datenträger.
Hintergrund sind die Tesla-Files. Das Handelsblatt wertete Krupskis Daten aus, enthüllte Probleme bei Teslas wichtigstem Projekt, dem Autopiloten. Die Redaktion berichtete über Konstruktionsschwierigkeiten beim neuen Cybertruck und wie nachlässig Tesla mit den Daten seiner Kunden und Mitarbeiter umgeht, darunter Gehälter, medizinische Angaben und Sozialversicherungsnummern. Tesla spricht von Datenklau, äußert sich ansonsten aber nicht zu Details.
Mehr zum Thema lesen Sie hier:
Krupski blieb lange anonym. Nun geht er erstmals an die Öffentlichkeit. In diesem Podcast sprechen unsere Investigativ-Reporter Sönke Iwersen und Michael Verfürden darüber, was der Whistleblower hinter den Werksmauern von Tesla erlebte. Wie er 2019 eine Katastrophe verhinderte. Und wie sich Krupski damals direkt mit Elon Musk austauschte.
Unsere erste Crime-Folge zu den Tesla-Files hören Sie hier.
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In dieser Episode von „Handelsblatt Crime“ geht es um aktuelle Entwicklungen in Sachen Cum-Ex und Wirecard, den derzeit spektakulärsten Wirtschaftskriminalfällen Deutschlands.
Bei den Cum-Ex-Ermittlungen gibt es eine überraschende Wende: Der nordrhein-westfälische Justizminister Benjamin Limbach hat nach öffentlicher Kritik seine Entscheidung zur Entmachtung der Cum-Ex-Chefermittlerin Anne Brorhilker zurückgenommen. Die Chefermittlerin behält nun ihre Position und erhält sogar zusätzliches Personal. Die Investigativ-Reporter Volker Votsmeier und René Bender sprechen im Podcast über die Gründe für diese Kehrtwende und analysieren die Auswirkungen auf den Fortgang der Cum-Ex-Ermittlungen.
Wegen der Cum-Ex-Geschäfte seiner Bank M.M. Warburg muss sich derzeit deren langjähriger Chef Christian Olearius vor dem Landgericht Bonn verantworten. Olearius hat sich nun erstmals persönlich zu Wort gemeldet. Er weist die schweren Vorwürfe zurück – und inszeniert sich als Opfer.
Des Weiteren sprechen die Handelsblatt-Redakteure über den laufenden Prozess gegen den ehemaligen CEO von Wirecard, Markus Braun. Dabei geht es um die Aussagen von Aufsichtsratsmitgliedern, die von zunehmendem Misstrauen und Schockmomenten innerhalb des Unternehmens berichteten. Hören Sie auch, wie sich die Staatsanwaltschaft zu Brauns Aussagen geäußert hat.
Thema ist auch der Fall des noch immer flüchtigen Jan Marsalek. Offenbar ist Marsalek in einem Spionageskandal verwickelt, zu dem gerade in London ein Prozess läuft.
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Keine Staatsanwältin hat sich bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehern so verdient gemacht wie Anne Brorhilker. Vor zehn Jahren trieb sie die Aufklärung von sogenannten Cum-Ex-Geschäften bei der Staatsanwaltschaft Köln quasi im Alleingang voran. Inzwischen gibt es 120 Verfahren und 1700 Beschuldigte. Alle bereits erfolgten Anklagen endeten in Schuldsprüchen.
NRW-Justizminister Benjamin Limbach scheint trotzdem nicht zufrieden mit der europaweit geachteten Oberstaatsanwältin. Er berief einen neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Köln und befürwortet dessen Pläne, Brorhilker zu entmachten. Sie soll die Hälfte ihres Personals an einen neuen Co-Chef abgeben, einen Mann, der keinerlei Erfahrung mit Cum-Ex-Geschäften hat.
Die nordrhein-westfälische Politik und die Generalstaatsanwaltschaft Köln sehen Limbachs Pläne kritisch. Brorhilker wurde bei dem Umbau ihrer Abteilung nicht zurate gezogen. Unsere Investigativ-Reporter Sönke Iwersen und Volker Votsmeier sprechen in der neuen Folge Handelsblatt Crime darüber, wie der Steuerskandal womöglich zu einem Justizskandal werden könnte.
Während Oberstaatsanwältin Brorhilker entmachtet werden soll, steht vor dem Landgericht Bonn der einst mächtige Hamburger Bankier Christian Olearius vor Gericht. Seine vier Verteidiger tun alles dafür, um die Staatsanwaltschaft Köln zu diskreditieren. Im diesem Podcast zeigen unsere Reporter die Schwachstellen ihrer Argumentation auf.
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Arne Schönbohm galt als oberster Cybersicherheitsexperte des Landes. Für Unternehmen, die Opfer von Hackerangriffen wurden, war der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik der Mann des Vertrauens. Bis Jan Böhmermann ihn in seiner Satiresendung mit russischen Nachrichtendiensten in Verbindung brachte.
Die Vorwürfe kosteten Schönbohm am Ende seinen Posten. Bundesinnenministerin Nancy Faeser enthob ihn im Oktober 2022 des Amtes. Rund ein Jahr später jedoch regt sich Kritik an den Methoden der Politikerin. Einige CDU-Bundestagsabgeordnete werfen der SPD-Ministerin sogar vor, sie habe Schönbohm vom Verfassungsschutz abhören lassen. Die Belege dafür fehlen jedoch.
Lars-Marten Nagel und Michael Verfürden aus dem Handelsblatt Investigativ-Team berichten im Podcast über die Schönbohm-Affäre, die sich am Ende gegen Nancy Faeser zu wenden scheint. Sie rekonstruieren die Hintergründe der Demission Schönbohms, ordnen ein, wie viel Wahrheit in den Vorwürfen gegen die beiden Protagonisten jeweils steckt und analysieren die Mechanismen des Berliner Machtapparats.
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Jahrzehntelang prägte Christian Olearius die M.M. Warburg und die Hansestadt Hamburg. Er führte die Traditionsbank erst als Vorstandsvorsitzender, dann aus dem Aufsichtsrat heraus und sprach auch als Gesellschafter. Olearius spendete für das Thalia Theater und die Elbphilharmonie – in Hamburg wurde ihm kein Termin abgeschlagen, auch nicht vom Bürgermeister.
Heute begleitet ihn Handelsblatt Crime bei einem Termin vor Gericht. Olearius sitzt mit seinen vielen geschäftlichen und politischen Beziehungen auf der Anklagebank in Bonn, umringt von Anwälten und im Visier der Staatsanwaltschaft Köln. Er streitet alle Vorwürfe ab. Die Vorzeichen allerdings sind düster.
Mitarbeiter seiner Bank sind bereits wegen Cum-Ex-Delikten verurteilt. Mit der Praxis, sich Steuern erstatten zu lassen, die man gar nicht gezahlt hatte, verdiente die M.M. Warburg dreistellige Millionenbeträge. Als das Finanzamt protestierte, schaltete Olearius Bürgermeister Olaf Scholz und Finanzsenator Peter Tschentscher ein.
In dieser Sonderfolge von Handelsblatt Crime nehmen unsere Reporter Sie mit ins Landgericht Bonn – der zentralen Aufarbeitungsstätte im Cum-Ex-Skandal. Hören Sie Eindrücke aus dem Gerichtssaal und Zitate der Beteiligten und Beobachter in Deutschlands größter Steueraffäre.
Cum-Ex-Prozess gegen Christian Olearius beginnt
Ex-Warburg-Chef Olearius muss auf die Anklagebank
Hamburger Politiker stellen NRW-Justizminister Ultimatum
Schwere Vorwürfe gegen Ex-Freshfields-Partner
Ermittlungen gegen 14 ehemalige WestLB-Vorstände
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Ein bisher geheim gehaltener Untersuchungsbericht der Kanzlei Clifford Chance nährt Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Staatsanwaltschaft Hamburg im Kampf gegen Steuerhinterzieher. Demnach verdiente die HSH Nordbank zwischen 2008 und 2011 mit illegalen Cum-Ex-Geschäften insgesamt 112 Millionen Euro an Steuern. Die ehemalige Landesbank wurde 2018 privatisiert und firmiert heute als Hamburg Commercial Bank. Ihre Cum-Ex-Altlasten wurden seitens der Staatsanwaltschaft Hamburg nie aufgeklärt.
Der prominente Hamburger Strafrechtsanwalt Gerhard Strate erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörde: „Es ist unglaublich, dass es in dieser Sache nie ein Verfahren gab. Die gänzliche Tatenlosigkeit der Staatsanwaltschaft Hamburg in diesem Fall dürfte den Tatbestand der Strafvereitelung im Amt erfüllen.“
Strate liegt damit auf einer Linie mit dem FDP-Politiker Wolfgang Kubicki. Der sagte schon vor Jahren, dass die Geschäfte der HSH Nordbank den objektiven und subjektiven Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllen würden – und zwar „ohne jeden Zweifel“. Dann allerdings ließ sich Kubicki von der Cum-Ex-Größe Hanno Berger mandatieren und änderte seine rechtliche Einschätzung erheblich.
Der Bericht der Kanzlei Clifford Chance beschreibt detailliert, wie bei die Cum-Ex-Geschäfte bei der HSH Nordbank abliefen. Die Bank legte der Staatsanwaltschaft den Bericht vor. Die Ermittler konnten sich aber nur dazu aufraffen, einen „Beobachtungsvorgang anzulegen“, wie es die Behörde nennt. Geahndet wurde die offensichtliche schwere Steuerhinterziehung nicht.
In der aktuellen Podcast-Crime-Folge spricht Moderatorin Lena Jesberg mit den Reportern Sönke Iwersen und Volker Votsmeier aus dem Investigativ-Team über diesen außergewöhnlichen Fall von Wirtschaftskriminalität: Eine Landesbank, die in Taschen ihrer eigenen Eigentümer greift. Eine Staatsanwaltschaft, die nicht ermitteln will, obwohl sie dazu von Gesetzes wegen verpflichtet gewesen wäre. Und viele Ex-Banker, gegen die doch noch ermittelt wird – dank einer Staatsanwaltschaft aus Nordrhein-Westfalen, die die Versäumnisse der Hamburger Kolleginnen und Kollegen wettzumachen versucht.
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Georg Kofler und Ralf Dümmel sind durch die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ bekannt geworden. Ihnen hat ein Millionenpublikum dabei zugeschaut, wie sie ihr Geld in vielversprechende Start-ups investierten. Von der TV-Prominenz profitierte auch ihre gemeinsame Aktiengesellschaft Social Chain.
Im November 2021 war das Unternehmen mehr als eine halbe Milliarde Euro wert. Der Aktienkurs lag bei über 50 Euro. Einige Beobachter betitelten das Papier als „Löwenaktie“ oder gar als neue „Volksaktie“. Doch rund zwei Jahre später ist von diesem Hype nicht mehr viel übrig. Die Social Chain AG ist insolvent und die Aktie ein Pennystock, also nur noch wenige Cents wert.
Ex-CEO verschwieg mitteilungspflichtiges Großinvestment kurz vor der Insolvenz
Kritik einstecken müssen auch Kofler und Dümmel selbst. In der neuen Folge von Handelsblatt Crime sprechen die Investigativreporter René Bender und Lars-Marten Nagel über die Vorwürfe gegen die beiden Investoren und schlüsseln den Insolvenzprozess auf.
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